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Leider nicht zum ersten Mal wurde die Arbeit von Journalisten durch die Staatsorgane und ihre Vertreter behindert. Auch bei den diesjährigem Castor-Transport war dies wieder massiv der Fall, so dass sich die dju sogar zu einer Protest-Pressemitteilung genötigt sah. Beispiele finden sich hier und hier und v.a. hier. Gerade wenn man sich das Vorgehen gegen die Metronauten ansieht, so ist es schon verwunderlich, dass solch ein massiver Eingriff in die Pressefreiheit medial verpufft ist. Sieht man mal von Blogs ab, wo ist der Aufschrei in der Holzpresse, in der ARD, im ZDF? Ich erwarte, dass ein Aufschrei durch die Presselandschaft geht. Jeden Tag in der Tagesschau und in heute, auf den Titelseiten von FAZ, Zeit, Süddeutsche,... müsste der Eingriff in die Pressefreiheit angeprangert werden, bis hier die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden. Nicht nur aus Solidarität mit den Kollegen sondern auch aus Eigennutz und Eigenschutz. Nur ein embedded journalism hat kein Interesse an einer Aufklärung.

"Die Partei ist beliebt, ihr Programm nicht" lautete die Überschrift im Handelsblatt zur aktuellen Stern-RTL-Wahlumfrage. Ausgangspunkt dieser Aussage war die Frage der Demoskopen von Forsa, warum die potentiellen Wähler denn die Piraten wählen würden. 39 Prozent gaben daraufhin an, ihnen fehle das Vertrauen in die etablierten Parteien, für 27 Prozent war "frischer Wind für die Politik", für 12 Prozent "offen, ehrlich und nicht korrupt" ausschlaggebend. Jedoch nur 11 Prozent gaben an, sie stimmten mit dem Programm der Piraten überein.

"Effizienz ist ein Maß für ein Ergebnis unter Berücksichtigung der eingesetzten Mittel." (Wikipedia) So klar wie die Definition ist, so missverständlich wird Effizienz häufig ge- und missbraucht. Meinem Fachbereich wird z.B. häufig vorgeworfen Effizienz mit Entlassungen gleichzusetzen.

Ein weiterer gerne gemachter Angriffspunkt ist die Effizienzforderung bei umweltpolitischen Instrumenten (Steuern, Handel mit Emissionszertifikaten etc.). Hier wird "uns" Umweltökonomen häufig vorgeworfen, die Umwelt solle "verramscht" werden. Dabei bedeutet die Effizienzforderung nur, dass jenes Instrument zu wählen ist, welches einen gewünschten Emissionsstandard zu den geringsten Kosten ermöglicht. Den Kritikern gebe ich jedoch lieber eine andere (gleichbedeutende) Definition: Effizient ist jenes Instrument, welches mit den gleichen Kosten die Emissionen am stärksten senken kann, welches also für den Umweltzustand am besten ist.

"ARD und ZDF kaufen teure TV-Rechte, locken Star-Moderatoren - und drängen Privatsender aggressiv an die Wand. Dank der Rundfunkgebühren können sie es sich leisten. Mehr Zuschauer gewinnen sie dadurch allerdings nicht."

"Selbst beim Spiegel werden [.] Mythen verteidigt, obwohl die Belege im Grunde nichts anderes als Missverständnisse sind. So wird in Fachmagazinen fälschlicherweise unter Berufung auf Dave Grossman eine Erhöhung der Schussrate von Soldaten im Vietnamkrieg, dem Falklandkrieg und dem zweiten [Golfkrieg] auf das Training mit Videospielen zurückgeführt. Was für Spiele das hätten sein können hat sich dabei offenbar kaum einer gefragt. Schließlich fanden die Konflikte 1973, 1982 und 1991 statt. 1992 erschien mit 'Wolfenstein 3D' aber bereits der erste 'moderne' Shooter zu spät [...]. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass offenbar viele Leute ihr Geld damit verdienen über Sachen zu schreiben, von denen sie nicht einmal rudimentär eine Ahnung haben. [... S]pätestens dann, wenn ihm das Kopfkino 1973 mit Pong [oder 1982 mit Pac-Man] trainierende Soldaten zeigt, [sollte er] ins Grübeln kommen." (alle Links von mir, eine kleine Zeitreise durch die Computerspielwelt haben wir auch hier (pdf))

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Quelle: taz.

Update: Die taz hat doch noch ein Photo von Rainer Brandt gefunden. 

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Neue Technik ist ja immer so eine Sache. Damit sind viele Innovationen möglich, aber die Tücken liegen oft im Detail. Den Trend zu diesen "Touch"-Wänden im TV (Wie nennt man die eigentlich richtig?) verstehe ich allerdings nicht. Eine wirkliche Innovation ist nicht erkennbar, die Tücken sind jedoch dauerhaft. Am meisten kann einem Theo Koll im ZDF leid tun. Erst vom Frontal-Frontmann zum Herr der Zahlen degradiert und nun muss er auch seit ein paar Monaten vor dieser Touch-Leinwand rumhampeln.

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Als Wirtschaftszeitung muss man ja was vom Fach verstehen. Am besten zeigt man dies durch Effizienz. Und dies geht wiederum am einfachsten in dem man versucht alles zu automatisieren und Personal (Redakteure) einzusparen. Auch Praktikanten sind nur ein unnützer Kostenfaktor. So ist es zu erklären, dass Agenturmeldungen über Berichte der eigenen Zeitung auch noch mal extra eingebunden werden müssen - es könnte ja ein Leser sonst die tollen Veröffentlichungen verpasst haben. Völlig ineffitient wäre es da, einen Filter zu programmieren, der die Agenturmeldungen nach dem Titel der eigenen Zeitung scant und aussortiert.

Nicht nur als Mitglied und Fan des 1. FC Wundervoll möchte ich kurz auf die Antwort des Präsidenten Dirk Zingler auf die (mittlerweile geänderte) Trottel-Schlagzeile des Springer-Ablegers B.Z. hinweisen:

 Ich empfehle Ihnen dringend, sich noch einmal mit der Berichterstattung - auch Ihrer Zeitung - zum tragischen Tod des Torwartes Robert Enke auseinanderzusetzen. Die in schöner Regelmäßigkeit gestellte Frage, was sich seitdem eigentlich verändert hat, lässt sich mit der BZ von gestern beispielhaft beantworten.

Stefan Niggemeier seziert (wieder) einmal die Logik des Leistungsschutzrechts, welches die Verlage fordern und formuliert das "ökonomische Grundprinzip" eines Hubert Burda zu Ende. Sind nicht auch die Verlage lediglich (Zweit-)Verwerter fremder Inhalte und verstoßen systematisch gegen dieses "ökonomische Grundprinzip"?

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