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Ach ja, eine Linksammlung haben wir natürlich auch...

Die Ereignisse in Niceville setzen sich fort und ziehen ihre Kreise... Immer noch ermittelt die Polizei in der Angelegenheit des Banküberfalls, bei dem vier Cops ums Leben gekommen sind. Ihr erster Verdächtiger stellt sich bald als Fehler heraus, doch offenbar weiß dieser mehr, als er bereit ist der Polizei mitzuteilen. Parallel finden sich auch andere Personen mit weitaus zwielichtigerem Hintergrund in der Stadt ein, die allerdings weniger an den Tätern als am Verbleib der Beute interessiert sind. Rainey Teague, der endlich aus seinem Koma erwacht ist, zieht bei Kate und Nick Kavenaugh ein, die jetzt seine Vormunde sind. Doch mit dem Jungen stimmt etwas nicht und in seiner Umgebung häufen sich merkwürdige Vorfälle. Es zeigt sich bald, dass schon Raineys Vorfahren sich mit einer uralten bösen Macht eingelassen haben, die nun in dem Jungen die Möglichkeit sieht, wieder Einfluss zu erlangen...

Eine gut gelungene Fortsetzung, die inhaltlich und stilistisch genau an den Vorgänger anknüpft. Erneut ist das Buch ein recht wilder und sarkatischer Mix aus Detektivroman, Horror und Kleinstadtgeschichte.Es fiel mir ein wenig schwer, wieder in die Handlung reinzufinden, da doch schon einige Zeit vergangen ist, seitdem ich den ersten Band gelesen habe. Hier wäre evtl. eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse oder zumindest ein Personenregister hilfreich gewesen. Nach ein paar Kapiteln ist man jedoch zumindest in der Haupthandlung wieder drin und das Buch liest sich recht flüssig und angenehm. Wie der erste Band auch sicher kein Meisterwerk der Literatur, aber gut gemachte solide Unterhaltungsliteratur Fans der Filme von Tarantino oder der Romane von Anonymus um den Bourbon-Kid.

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Eigentlich wollte die unter Minotaurismus leidende Helen mit dem Job im Burgerladen nur ein wenig Geld dazuverdienen. Dummerweise muss sich ihr Chef ausgerechnet als Jünger eines verbannten Gottes erweisen und planen diesem Helen als Opfer darzubieten. Doch es kommt anders als geplant und während ihr Chef selbst von seinem Gott verspeist wird, ist Helen plötzlich mit einem göttlichen Fluch versehen, der sie zwingt mit ihrem Arbeitskollegen Troy auf eine Heldenquest zu gehen. Ihr Weg führt sie quer durch Amerika - immer auf der Suche nach rätselhaften Artefakten, für die sie Drachen, Hexen und Erdgötter besiegen müssen. Was die beiden nicht ahnen: Der verbannte Gott braucht diese Gegenstände, um das Ende der Welt herbeizuführen - und da haben die anderen Götter doch etwas dagegen. Mit dem Auftrag Helen und Troy zu töten, wird eine Ork-Biker-Gang den beiden ahnungslosen Helden hinterher geschickt...

Ein typischer, aber leider durchschnittlicher Martinez-Roman. Die Idee ist originell und das Buch hat auch seine Momente, die mich zum Lachen gebracht haben - leider war das aber immer im Zusammenhang mit den Orks und nicht mit den eigentlichen Hauptfiguren. Vor allem Troy ging mir ab der Mitte des Buches eher auf die Nerven als das ich ihn sympathisch gefunden hätte. Schade, aus der Idee für das Buch hätte man einiges mehr machen können. Fans von Martinez werden aber sicher trotzdem ihren Gefallen an der Geschichte finden - kurzweilige Unterhaltung ist sie allemal.

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Seitdem ihre Eltern plötzlich verschwunden sind, werden die drei Geschwister Kate, Michael und Emma von einem Waisenhaus zum nächsten gereicht. Zur Vermittlung eignen sie sich nicht besonders gut: Zum einen bestehen sie darauf zusammenzubleiben, zum anderen betonen sie immer wieder, dass sie ja keine Waisen sind, da ihre Eltern noch leben. Adoptiveltern sind davon nicht gerade begeistert. Als mal wieder eine Adoption schiefläuft, hat die Leiterin die Nase voll und schickt die Kinder erneut zu einem anderen Waisenhaus - nach Cambridge Falls zu Dr. Prym. Dort jedoch ist es alles andere als gewöhnlich: Die drei Geschwister sind die einzigen Kinder bei Dr. Prym und um den Ort ranken sich merkwürdige Geschichten. Ein mysteriöses Buch sorgt schließlich für noch mehr Verwirrung, denn mit ihm können die Kinder durch die Zeit reisen. Und dann überschagen sich die Ereignisse: Kate, Michael und Emma lernen bald nicht nur, dass es Magie und Magier wirklich gibt (und Dr. Prym einer von ihnen ist), sondern machen auch die Bekanntschaft von Zwergen, bösen Hexen und Monstern. Über allem liegt das Rätsel um ihre Herkunft und dem Verschwinden ihrer Eltern. Schließlich wird klar, dass alles in Verbindung mit drei mächtigen magischen Büchern steht - den Chroniken von Anbeginn, zu denen die Kinder in einer besonderen Verbindung stehen - und die von einem Magus gesucht werden, der die Bücher aufgrund seiner Bösartigkeit nie in die Hände bekommen darf...

Eine gut erzählte, von ihrem Ansatz her fast schon klassische Fantasygeschichte mit jugendlichen bzw. kindlichen Helden in den Hauptrollen. Der Autor versteht es schnell, seine LeserInnen zu fesseln - man will immer noch ein Kapitel weiterlesen, um zu wissen, was als nächstes passiert. Die drei Geschwister zeichnen sich jede/r durch ihre eigenen typischen Charaktereigenschaften aus - als LeserIn kann man sich selbst entscheiden, wer einem am besten gefällt. (Ich muss gestehen, dass ich deutliche Sympathien für Emma habe.) Es handelt sich um den ersten Band einer Triologie, der seine Funktion gut erfüllt: die zentralen Figuren werden vorgestellt und der Handlungsstrang vorgestellt. Fortsetzung folgt dann selbstverständlich - schließlich gibt es drei Chroniken und drei Kinder. ;-) Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht und Band 2 liegt auch schon auf dem Nachttisch bereit.

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Auf Eretz ist der Krieg durch den Tod des Magiers Brimstone und des Kriegsherren zu Ende - die Chimären haben verloren und die Seraphim verfolgen die Überlebenden gnadenlos, um sie zu versklaven oder zu töten. Doch plötzlich tauchen ermordete Seraphim auf, sowohl Soldaten als auch Zivilisten, versehen mit rätselhaften Botschaften. Offenbar gibt es einen neuen Magier unter den Chimären, der die Kunst des Wiedererweckens beherrscht. Akiva ist immer noch entsetzt von den Folgen seiner Handlungen und versucht heimlich den Chimären zu helfen. Ein neuer Auftrag führt ihn in die Welt der Menschen, wo er entdeckt, wer der Wiedererwecker ist - seine geliebte Karou. Sie arbeitet jetzt für ihren ehemaligen Feind, den weißen Wolf Thiago.

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Die Menschen leben seit sie zurückdenken können in unterirdischen Silos. Das Leben hier ist streng geregelt: Jedes Stockwerk dient einem bestimmten Zweck: von der politischen Führung über die IT, die Gesundheitsversorgung, die Materialproduktion, die Farmen und die Mechaniker zur Wartung der Stromgeneratoren. Beziehungen müssen offiziell erlaubt werden und wer Kinder bekommen darf, regelt eine Lotterie, bei deren Gewinn das Implantant zur Empfängnisverhütung, das jede Frau tragen muss, für einen bestimmten Zeitraum deaktiviert wird. Fragen danach, warum dies alles so ist, werden nicht gerne gesehen und zu energische Nachforschungen - auch über die eigene Geschichte - können tödlich enden. Denn die Welt außerhalb der Silos ist vergiftet und zerstört, wer zur Strafe hier herausgeschickt wird, überlebt nicht lange.

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Colin Chandler ist Geschichtsprofessor in Harvard und mit seinem beschaulichen Leben dort auch vollkommen zufrieden. Das alles ändert sich jedoch, als der Student Bill Davis, dessen Tutor er war, ermordet wird. Plötzlich scheint jeder zu vermuten Chandler wisse etwas über den Grund für den Mord: Angefangen bei der Fernsehreporterin Polly Bishop bis zu den beiden vermeindlichen Herren von der Polizei, die eine Wanze in seinem Büro deponieren. Als dann zwei andere Männer abends in seiner Wohnung auftauchen und ihm Folter androhen, wenn er nicht auspackt, ergreift Chandler die Flucht. In seiner Not erscheint ihm Polly Bishop die einzige Zuflucht zu sein und bald finden sich die beiden in einem verwirrenden Katz-und-Maus-Spiel mit diversen Akteuren wieder. Offensichtlich geht es um ein Dokument, dessen Echtheit Chandler für seinen Studenten bezeugen wollte. Als er es endlich in den Händen hält, kann er seinen Augen nicht trauen: Hat George Washington im Unabhängigkeitskrieg etwa wirklich als Spion für die Briten gearbeitet?

Ein gut geschriebener und spannend erzählter Agententhriller, der aus heutiger Sicht etwas angestaubt wirkt, was aber damit zu tun hat, dass das Buch in den 1970er Jahre spielt und auch geschrieben worden ist. Der Magel an technischen Gadgets erstaunt aus heutiger Sicht und die Ablehnung des Professors gegenüber dem Medium Fernsehen hat etwas richtiggehend Amüsantes. (Was er wohl zum Internet bzw. dem heutigen Fernsehangebot sagen würde?) Wenn man etwas abstrakt liest, hat man fast das Gefühl hier das Vorbild für die Romane von Dan Brown in den Händen zu halten, der das Grundgerüst nur um Symbole und Geheimgesellschaften ergänzt hat.

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Robert Langdon erwacht mit einer Kopfverletzung in einem Krankenhaus. Woher die Wunde stammt, weiß er nicht - und noch weniger warum er sich in Florenz befindet und plötzlich eine Frau versucht, ihn zu erschießen. Gemeinsam mit der jungen Ärztin Sienna Brooks flieht er vor seiner Angreiferin und versucht seine Erinnerungen an die Ereignisse der letzten zwei Tage zu rekonstruieren. Dabei zeigt sich bald, dass Langdon in ein gefährliches Rätsel verwickelt ist, bei dem der Dichter Dante und seine "Göttliche Komödie" eine bedeutende Rolle spielen. Ein Wissenschaftler, der von Dante nahezu besessen war, hat Rätsel zu etwas hinterlassen, das Langdon im Auftrag der WHO finden sollte: einen gefährlichen Virus, der möglicherweise die ganze Welt bedroht. Was Langdon jedoch nicht weiß: Sein Gegner hat mächtige Unterstützer und nicht alle Menschen in seiner Umgebung sind ehrlich zu ihm, was ihre Hintergünde und Motive angeht...

Ach, irgendwie macht Dan Brown ohne Vatikan keinen Spaß. Die beiden ersten Bücher habe ich noch richtig gern gelesen, aber schon der dritte Band der Reihe und jetzt dieser Teil hier wirken nur noch wie Wiederholungen des immer gleichen Musters. Langdon gerät in eine rätselhafte Geschichte, entschlüsselt Symbole, reist um die Welt, wird von mysteriösen Organisationen gejagt, trifft hübsche Frau... Nee, selbst die Variante mit der Amnesie hilft da irgendwie nicht wirklich. Das Buch liest sich zwar sehr angenehm, aber dieser Wunsch weiterzulesen, um die Auflösung zu erfahren, ist einfach nicht mehr da. Und auch die unerwarteten Wendungen sind mittlerweile so typisch für Dan Brown, dass man davon auch nicht mehr überrascht ist. Vielleicht wird es einfach Zeit für ein anderes Muster und einen neuen Helden...

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Das Model Lula Landry wird tot auf dem Bürgersteig vor ihrer Wohnung gefunden, offenbar ist sie vom Balkon gestürzt. Da bekannt ist, dass die junge Frau psychische Probleme hatte, geht die Polizei bald von einem Selbstmord aus und auch die Indizien liefern keinen anderen Hinweis. Einzig Lulas Adoptivbruder, der Anwalt John Bristow, ist überzeugt, dass seine Schwester ermordert wurde. Um dies zu beweisen engagiert er den Privatdetektiv, Cormoran Strike, einen Armyveteran, der in Afghanistan ein Bein verlor und danach den Militärdienst quitierte. Strike ist zunächst davon überzeugt, dass die Hypothese des Anwalts über den Tod seiner Schwester falsch ist, und nimmt den Fall eigentlich nur an, weil gerade in seinem Leben einiges schiefläuft: Die Aufträge bleiben aus, er kann seine Schulden nicht zurückzahlen und hat sich von seiner Verlobten getrennt, was dazu führt, dass er erst einmal mangels Alternative in seinem Büro nächtigt. Und dann ist da noch Robin, die neue Aushilfssekretärin, die Strikes finanzielle Situation noch schwieriger macht, sich aber bald als unersetzlich herausstellt. Denn je mehr Strike ermittelt, desto mehr Zweifel kommen ihm an der offiziellen Version. Könnte John Bristow tatsächlich Recht haben? Strikes Ermittlungen lassen ihn immer tiefer in die Vergangenheit eintauchen - und so manch familiäres Geheimnis lüften...

Wow, ich bin begeistert. Britische Krimikunst vom Allerfeinsten. Tolle, schräge Charakter, ein super gestrickter Plot, logische Handlungen und ein von mir nicht vorhergesehenes Ende - mit einem Ermittler, der typisch britisch seinen Job macht - und ermittelt. Schade eigentlich nur, dass so früh bekannt wurde, wer hinter dem Pseudonym steckt. Ich weiß nicht, ob ich mir das Buch sonst gekauft hätte. Aber wie auch immer - J.K. Rowling zeigt, dass sie auch abseits der Potter-Bücher eine tolle Autorin und meisterhafte Erzählerin ist. Allein ihr Gespür für Namensgebungen hat mich mal wieder begeistert. Ich freue mich auf weitere Fälle.

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