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Marissa Meyer "Wie Monde so silbern" (Luna-Chroniken 1)

Cinder ist die beste Mechanikerin in Neu-Peking. Und so ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass eines Tages der zukünftige Regent, Prinz Kai, vor ihr steht und sie bittet seinen Androiden zu reparieren. Als Cinder dies gelingt, lädt er sie als Ehrengast zum jährlichen Friedensball ein, doch dieses Angebot kann sie nicht annehmen. Was der Prinz nicht weiß, ist, dass Cinder ein Cyborg ist, halb Mensch und halb Maschine. Doch die Entdeckung, dass Prinz Kai in Lebensgefahr schwebt, veranlasst Cinder schließlich doch noch auf dem Ball aufzutauchen - und sich damit in größte Gefahr zu begeben...

Wer sich jetzt denkt, dass sich der obige Inhalt wie eine verdrehte Version des Märchens von Aschenputtel anhört, der*die liegt durchaus richtig. Die Autorin greift in den Luna-Chroniken klassische Märchen auf, dreht diese durch den Fantasy-Wolf und erhält einen toll erzählten Roman. Mir hat es unglaublichen Spaß beim Lesen gemacht zu sehen, wie das bekannte Märchen verändert und adaptiert wurde. Ganz abgesehen davon, dass auch die Welt, die in den Luna-Chroniken entwickelt wurde, meiner Meinung nach sehr gelungen ist. Es hat mal wieder einige Zeit gebraucht, bis ich dazu gekommen bin, das Buch zu lesen, aber dafür freue ich mich jetzt umso mehr auf die Fortsetzungen in der Reihe.

5
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Anonymous "Drei Killer für ein Halleluja"

Joey Conrad, auch bekannt als der Rote Irokese, hat ein Problem: Da er angeblich den Papst töten will, sind die Dead Hunters, Rodeo Rex, Elvis und Bourbon Kid, ihm auf den Fersen. Dass Joey überhaupt nichts in der Art vorhat, hilft ihm dabei auch nicht weiter. Unterdessen versucht Solomon Benett, ein ehemaliger FBI-Agent, ebenfalls Profit aus dem Papst zu schlagen: Er möchte unbedingt an das seltene Mystralit gelangen, mit dem er schon einmal einen Soldaten kugelsicher machen konnte. Dumm nur, dass andere Seiten den Stoff in der Krebsbehandlung einsetzen wollen - wie gerade erfolgreich am Beispiel des Papstes demonstriert. Und so kommt es schließlich zum blutigen Showdown auf einer Benefizveranstaltung, bei der sich einige der gefährlichsten Serienkiller der Welt gegenüberstehen...

Leider schließt dieses Buch nicht nur inhaltlich, sondern auch im Hinblick auf seine Bewertung deutlich an seinen Vorgänger an: weitaus schwächer als alle Bände aus der Bourbon-Kid-Reihe, auch wenn dieser hier wieder auftaucht. Aber irgendwie ist Joey Conrad kein würdiger Ersatz für ihn und Baby halte ich für eine der nervigsten Figuren, die mir seit langem untergekommen sind. Da hilft es auch nichts, sich auf die satirischen Elemente des Charakters zu konzentrieren. Ich habe so langsam das Gefühl, der Autor hat schlichtweg sein Pulver verschossen.

2
Durchschnitt: 2 (1 Bewertung)
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Pierce Brown "Red Rising"

Darrow arbeitet in einer Mine auf dem Mars. Wie alle seine Kolleg*innen, Freund*innen und seine Familie glaubt er, dass sie, die Roten, Pioniere sind, die den Mars für andere Menschen bewohnbar machen sollen. Dann lehnt sich seine heißgeliebte Frau Eo gegen die öffentlicht Ordnung auf und wird gehängt. Darrow kommt in Kontakt zu einer terroristischen Gruppe, den Söhnen des Ares, und muss erfahren, dass sein ganzes Leben eine Lüge war: Der Mars ist längst bewohnbar, die Roten sind Sklaven, die von den anderen Farben unterdrückt werden. Die Söhne des Ares wollen aus Darrow ein Mitglied der höchsten Kaste des Mars, der Goldenen, machen. Er soll sich in die Machtstruktur einschleichen und diese schließlich von innen heraus zerstören. Die Umwandlung gilt als nahezu unmöglich, gefährlich und extrem schmerzhaft - Darrow übersteht sie, muss jedoch bald entdecken, dass auch ein Leben als Goldener nicht einfach ist: Neid, Missgunst und ein mörderischer Wettbewerb um Macht und Prestige sind allgegenwärtig...

Mal wieder eins der Bücher, die leider schon länger bei mir im Regal stehen. Häufig unverdient, so wie dieses hier. Ich war sehr schnell von der düsteren, aber unglaublich gut ausgearbeiteten Welt fasziniert. Die Hauptfigur ist manchmal nicht ganz leicht zu ertragen, dafür aber kein perfekter Überheld, dem alles zufliegt. Ein bisschen fühlte ich mich an die Tribute von Panem erinnert, aber das dem Autor vorzuwerfen, fände ich gemein. Wenn überhaupt, ist es Inspiration und die sollte meiner Meinung nach zulässig sein. Auf jeden Fall bin ich jetzt sehr gespannt auf die weiteren Bände der Reihe.

4
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Andrzej Sapkowski "Das Schwert der Vorsehung" (Vorgeschichte der Hexer-Saga 3)

Eigentlich ist Hexer Geralt gegen die Jagd auf Drachen. Doch als er erfährt, dass sich seine einstige Geliebte, die Zauberin Yennefer, unter den Jäger*innen befindet, schließt er sich der Gruppe doch an. Die Jagd nimmt ein mehr als unerwartetes Ende, führt jedoch dazu, dass sich Geralt und Yennefer wieder näher kommen - wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum. Geralt weitere Abenteuer verdeutlichen immer mehr, dass finstere Zeiten aufziehen - und der Hexer darin eine bedeutende Rolle spielen wird, ob er das will oder nicht...

Nach dem zweiten Band der Reihe, der eine zusammenhängende Geschichte erzählte, greift dieser hier wieder das Prinzip des ersten Buches auf und beinhaltet mehrere Kurzgeschichten um die Abenteuer des Hexer Geralt von Riva. Mir gefallen die kurzen Storys ehrlich gesagt besser, der Autor scheint mir eher ein Händchen für kurz und knackig als für komplette Romane zu haben. Trotzdem bin ich gespannt auf die eigentliche Hexer-Saga und wie es weitergeht.

4
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Guillermo Martinez "Der Fall Alice im Wunderland"

Die Oxforder Lewis-Caroll-Bruderschaft ist in heller Aufregung: Die junge Doktorandin Kristen hat eine bisher verschollene Seite aus Carolls Tagebüchern entdeckt, die laut ihrer Aussage große Teile der Forschungsergebnisse um den berühmten Autor in neuem Licht erscheinen lassen. Doch bevor sie den so wichtigen Satz präsentieren kann, wird sie von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Arthur Seldom, Logik-Professor und selbst Mitglied der Bruderschaft, vermutet einen Mordanschlag auf Kristen und macht sich gemeinsam mit dem Doktoranden Guillermo auf die Suche nach dem Täter. Doch bald zeigt sich, dass der Anschlag auf Kristen nur der Beginn mehrerr Morde war, die auf Motive aus Carolls berühmten Buch "Alice im Wunderland" zurückgreifen. Ob womöglich gar ein Mitglied der Bruderschaft selbst für die Taten verantwortlich ist?

Von dem zweiten Band um die beiden ermittelnden Mathematiker bin ich etwas enttäuscht, auch weil der Klappentext auf dem Buch meiner Meinung nach nicht so ganz passt. Ich hatte eine Mordreihe nach Motiven von Alice im Wunderland erwartet, stattdessen braucht es erstmal gefühlt ewig, bis der Anschlag von Kristen passiert und der Fall somit überhaupt ins Rollen kommt. Ach und Kristen: In meinen Augene ist sie eine schrecklich unsympathische Person. "Nein, ich zeig den Zettel." "Niemand soll den Zettel sehen..." Ich fand dieses Verhalten völlig überzogen und war immer froh, wenn die Figur nicht auftauchte. Spannend fand ich das, was ich über Lewis Caroll gelernt habe - hier war mir einiges nicht bekannt und ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich von dem Mann halten soll. Das Ende des Buches suggeriert für mich, dass es keinen weiteren Band der Reihe geben soll, was nach dieser sehr schwachen Fortsetzung meiner Meinung nach auch nicht schlimm ist.

2
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Guillermo Martinez "Die Oxford-Morde"

In Oxford findet Mathematik-Doktorand Guillermo die Leiche seiner Vermieterin. Sein Schreck ist jedoch nochmal größer als sich herausstellt, dass die alte Dame keines natürlichen Todes gestorben ist, sondern das Opfer eines Verbrechens wurde. Und es sieht so aus, als würde sie nicht die Einzige bleiben, denn offenbar hat der oder die Täterin dem Logik-Professor Arthur Seldom eine Nachricht mit einem Hinweis zukommen lassen. Es müssen jedoch noch weitere Morde geschehen, bis die beiden die Reihe der Symbole entschlüsseln und das Rätsel lösen können...

Das Buch ist ein typisch englischer Krimi - geschrieben von einem Argentinier. Dass der Autor selbst promovierter Mathematiker ist, merkt man dem Buch an. Das ist dabei durchaus positiv gemeint - er versteht es, die Welt der Mathematik verständlich und anschaulich darzustellen sowie sie den Leser*innen sympathisch zu machen. Der Kriminalfall selbst ist logisch und spannend aufgebaut, die Auflösung am Ende hat mich sehr überrascht. Alles in allem ein absolut empfehlenswertes Buch für alle Freund*innen englischer Krimis.

4
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Owen Matthews "Black Sun"

Sowjetunion 1961: Der KGB-Oberst Alexander Wassin wird in die Stadt Arsamas-16 geschickt, um den Tod eines Wissenschaftlers zu untersuchen. Die lokalen Behörden haben auf Selbstmord entschieden, doch der Vater des Toten hat Verbindungen zu hohen Tieren der Partei, so dass der KBG-Mann aus Moskau nachprüfen soll, ob vor Ort alles korrekt ermittelt wurde. Arsamas-16 ist eine Stadt, die es offiziell gar nicht gibt. Hier findet wichtige militärische Forschung statt und die Einwohner*innen leben in einem Elfenbeinturm mit Vergünstigungen und Freihheiten, von denen andere Bürger*innen der UdSSR nur träumen können. Wassin muss sich mit diesem System erst vertraut machen und stößt mit seinen Fragen schnell auf Ablehnung. Je tiefer er bohrt, desto mehr scheint sich der Verdacht zu bestätigen, dass der vermeindliche Selbstmord keiner war. 

Mich hat vor allem das Setting - Mordfall in der ehemaligen UdSSR, Mitte der 1960er Jahre, geheime Stadt - so interessiert, dass ich mir das Buch gekauft habe. Der Autor hat aufgrund seiner Ausbildung und Familiengeschichte sehr profundes Wissen über die Sowjetunion und mein Eindruck ist, dass man dies dem Buch auch anmerkt. Was mir jedoch nicht gefällt, sind die Figuren. Sympathisch war mir keine*r, auch nicht die Hauptfigur. Vielleicht werden andere Leser*innen sagen: Ist doch toll, eine Hauptfigur mit Ecken und Kanten. Ich brauche aber auch etwas an solchen Figuren, um sie mögen zu können und genau das fehlt hier. Die Auflösung des Mordes hat mich auch etwas enttäuscht, sehr viel Trara zum Ende hin und dann inhaltlich eine Erklärung, die mir etwas zu dick aufgetragen war.

3
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J.D. Barker "Das Haus der bösen Kinder - The fourth Monkey"

In Chicago wird weiterhin mit allen Kräften ermittelt: Anson Bishop, der Four-Monkey-Killer, ist immer noch auf der Flucht. Oder ist Anson nur ein Sündenbock, wie er selbst immer wieder behauptet, und Detective Sam Porter der eigentliche Täter? Es gibt immer mehr Hinweise, dass Sam tiefer in die Sache verstrickt ist, als er bisher zugeben wollte. Dann tauchen neue Leiche auf, bei denen der Modus operandi an 4MK erinnert. FB-Agent Frank Poole kommt der Verdacht, dass Porter und Bishop vielleicht sogar zusammenarbeiten. Trotzdem erklärt er sich schließlich bereit, Sam Porter die letzten Tagebücher von Bishop lesen zu lassen. Und genau hier findet Porter schließlich die Erklärung für sämtliche Ereignisse: in einer Geschichte über Kinder in privater Fürsorge, die Opfer eines grausigen Verbrechens wurden...

Nachdem ich wirklich gespannt auf diesen dritten Band und die Auflösung der Geschichte um Sam Porter und Anson Bishop gewartet habe, bin ich mega-enttäuscht vom Ergebnis. Hier passt irgendwie überhaupt nichts zu dem Eindruck, den ich von den beiden ersten Büchern der Reihe hatte. Bishops Motivation für seine Taten wird auf Rache reduziert - was an sich noch gegangen wäre, deutet doch zumindest das Ende darauf, dass hier auch noch anderes reinspielte. Dass aber Bishops Kompliz*innen - die er auf einmal hat - seine Vorgehensweise mitgetragen haben, finde ich völlig unlogisch. Kinder, die selbst Opfer wurden, akzeptieren, dass ein psychopathischer Killer die Töchter für die Taten der Väter quält wie im ersten Band? Das ist völlig hahnebüchen und hätte eigentlich allen Testleser*innen und Mitarbeiter*innen in den Verlagen auffallen müssen. Echt schade, hier wurde viel Potenzial einer guten Buchreihe verschenkt.

2
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H.G. Parry "Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep"

Rob Sutherland ist daran gewöhnt auf seinen jüngeren Bruder aufzupassen - auch wenn dieser mittlerweile 26 Jahre alt und Professor an der Universität von Wellington ist. Charlie war schon immer anders. Bei der Geburt für 20 Minuten lang tot, entwickelte er sich zu einem Wunderkind, dass mit zwei Jahren fließend sprechen und lesen konnte. Während sich sein Bruder durch Kinderbücher und Comics kämpfte, las Charlie die Werke der Weltliteratur und beschäftigte sich nebenher mit den theoretischen Grundlagen dazu. Als 13-jähriger ging er für sein Studium und die anschließende Promotion nach England, was Rob ein bisschen Ruhe einbrachte. Denn Charlie hatte noch eine zusätzliche Gabe: Er konnte Charaktere aus den Büchern herauslesen. Es war nichts ungewöhnliches, dass der Kater mit Hut oder Winnie Puuh im Kinderzimmer erschienen oder Sherlock Holmes zum Tee vorbeischaute. Doch nun ist Charlie unbeabsichtigt ein Schurke von Dickens entwischt: Uriah Heep. Gemeinsam mit Rob gelingt es ihm zwar, diesen wieder in sein Buch zurückzulesen, doch was Heep davor sagte, verunsichtert die Brüder zutiefst. Eine neue Welt werde kommen, in der sich alles verändern wird für die Menschheit. Was hat er damit gemeint? Rob und Charlie finden bald heraus, dass es mehr herausgelesene Buchcharaktere in Wellington gibt, als sie sich vorstellen konnten - und nicht alle davon sind Charlies Werk. Offenbar gibt es noch einen zweiten Beschwörer, dessen Pläne jedoch alles andere als gut sind...

Das Buch hat mich leider arg enttäuscht. Ich hatte etwas in der Art von Jasper Fforde erwartet (ohne genau sagen zu können, warum), aber damit kann es dieser Roman überhaupt nicht aufnehmen. Die Hauptfigur und zugleich der Ich-Erzähler blieben mir die ganze Zeit über unsympathisch und das ist bei mir immer eine Sache, mit der ein Buch dann überhaupt nicht funktioniert. Auch die Auflösung der Geschichte war mir am Ende einfach too much und hat mich nicht überzeugt - ganz im Gegenteil. 

2
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Jonas Jonasson "Der Massai, der in Schweden noch eine Rechnung offen hatte"

Kunsthändler Victor ist ein rücksichtsloser Egoist, der nur den eigenen Vorteil im Blick hat. In die Galerie Adlersheim hat sich nur eingeschleimt, um das Geschäft nach dem Tod des Inhabers übernehmen zu können. Dass er dafür zunächst auch dessen Tochter Jenni heiraten muss, nimmt er als kleines Übel in Kauf. Schwieriger wird es da schon, als eine der Prostituierten, die er regelmäßig aufsucht, plötzlich vor seiner Tür steht und ihn mit seinem unehelichen Sohn konfrontiert. Victor ist klar, dass niemand von dem Jungen erfahren darf und so quartiert er ihn mit Wochenvorräten an Pizza in einer Wohnung in den Stockholmer Randbezirken ein. Als Kevin 18 wird, erkennt Victor, dass das so nicht ewig weitergehen kann und er beschließt, Rassist der er ist, den dunkelhäutigen Kevin dahin zu bringen, wo er seiner Meinung nach hingehört: nach Afrika, wo ihn hoffentlich die Löwen fressen. Dummerweise überlebt Kevin jedoch, wird von einem Massai-Medizinmann gefunden und in der Tradition der Krieger erzogen. Vor der abschließenden Zeremonie flieht der junge Mann jedoch zurück nach Schweden. Hier trifft er auf Jenni, mittlerweile Victors Exfrau und beide beschließen, sich an dem Widerling zu rächen. Dabei kommt ihnen die Rache-ist-süß-GmbH gerade recht. Die Verwirrung komplett machen zwei Bilder, die Kevin seinem Ersatzvater im Massaidorf entwendet hat und die sich wider Erwartens als Werke einer bekannten Malerin entpuppen. Als dann auch noch besagter Medizinmann in Schweden eintrifft, um seinen Sohn zu suchen, muss ein kurz vor der Pensionierung stehender schwedischer Kommissar plötzlich gegen seinen Willen Überstunden schieben...

Erneut ein wunderbar geschriebener Roman des Autors, der mir sehr viel Spaß beim Lesen bereitet hat. So unsympathisch einem Victor auch direkt ist, soviel Witz steckt vor allem in der Figur des Medizinmanns Ole, der mich in manchen Szenen an den Hundertjährigen erinnert hat. Die Idee mit einer Firma, die Racheszenarien gegen Bezahlung umsetzt, fand ich ebenfalls sehr lustig. Warum ist eigentlich noch niemand auf diese Idee gekommen? (Oder ist mir hier etwas entgangen?) Schön fand ich auch, wie in diesem Kontext dem typischen Managerdenken der satirische Spiegel vorgehalten wurde. Alles in allem also erneut ein absolut empfehlenswertes Buch des Autors.

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