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Ach ja, eine Linksammlung haben wir natürlich auch...

Kommissar Dupin will eigentlich nur schnell dem Hinweis auf einige rätselhafte blaue Fässer im bretonischen Salzanbaugebiet nachgehen, den ihm eine befreundete Journalistin gegeben hat. Dass dabei auf ihn geschossen wird, war nie geplant. Der Vorfall sorgt für mehr Verwicklungen als ihm lieb ist, denn eigentlich hätte Dupin an dem Ort gar nicht ermitteln dürfen. Als schließlich die Leiche seiner Hinweisgeberin gefunden wird, ist Dupin klar, dass es bei den merkwürdigen Fässern um mehr gehen muss, als er zunächst vermutet hat. Eine alte Rivalität zwischen den Präfekten seines Zuständigkeitsgebiets und des Tatorts sorgt dann glücklicherweise dafür, dass er in die Lösung des Falles eingebunden wird. Gemeinsam mit seiner Kollegin Kommissarin Rose macht sich Dupin an die Aufklärung des Falles - allerdings erst, nachdem er mindestens zwei morgendliche Café trinken konnte...

Erneut zieht einen der Autor mit einem gut konstruierten Kriminalfall, aber noch mehr seiner unglaublich dichten und bildreichen Beschreibung der Bretagne und ihrer Bewohner in seinen Bann. Schon beim Lesen hat man Lust den nächsten Urlaub dort zu verbringen - dieses Mal mit dem Ziel, sich die Salinen anzuschauen. Dupin etabliert sich so langsam durch seine starken Merkmale: seine Grummeligkeit, seine Kaffesucht, die Liebe zu gutem Essen... Sehr gut fand ich, dass ihm mit seiner Kollegin ein ebenbürdiger Konterpart gegenüberstand, an dem er sich auch schon mal die Zähne ausgebissen hat. (Auch Dupin muss einmal lernen im Team zu arbeiten.) Alles in allem damit erneut ein sehr gelungener Krimi, der Lust auf weitere Bände aus der Reihe macht.

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Zwei Jahre sind vergangen, seitdem Pekkala in Sachen Bernsteinzimmer ermittelt hat und offenbar dabei gestorben ist, als er Stalins Befehl zu dessen Vernichtung ausführte, um zu verhindern, dass die Deutschen das Zimmer außer Landes brachten. Kaum jemand glaubt noch daran, dass es sich bei der verkohlten Leiche nicht um das Smaragdauge gehandelt hat - als einer der wenigen ist Major Kirrow davon überzeugt, dass Pekkala noch lebt. Doch auch seine Ermittlungen sind bisher ohne Erfolg geblieben. Dann taucht plötzlich eine neue Spur auf: eine Bestellung mit Pekkalas Maßen bei Linski, seinem Schneider. Die Hinweise führen Kirrow auf eine gefährliche Reise in die Ukraine, genau dorthin, wo sich nicht nur die deutsche und russische Armee, sondern auch diverse Partisanengruppen gegenüberstehen. Wird er den ehemaligen Sonderermittler des Zaren hier finden oder hat ihn jemand in eine tödliche Falle gelockt? Und über schwebt die Bedrohung durch Stalins Zorn, der sicher nicht begeistert sein wird, wenn sich herausstellt, dass Pekkala ihm mal wieder ein Schnippchen geschlagen hat...

Mit dem fünften Band verlässt die Reihe ein wenig die Qualität - die Geschichte zeichnet sich durch langatmige Wiederholungen der vergangenen Ereignisse (insbesondere jener im Kontext mit dem Bernsteinzimmer) aus, die ich in dieser Ausführlichkeit nicht gebraucht hätte. Mir hat sich die Frage aufgedrängt, ob der Autor vielleicht eigentlich nach Band vier Schluss machen wollte mit der Reihe - dann aber doch noch zum Weiterschreiben überredet wurde (ein bisschen wie Conan Doyle bei Holmes). Davon abgesehen hat mir auch dieses Buch wieder sehr gut gefallen - mit den Geschehnissen um die  Partisanen in der Ukraine greift Eastland wieder einen Teil der sowjetischen Geschichte heraus, dem ich bisher recht wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe. Schade finde ich, dass es in den letzten beiden Bänden keine Ausführungen mehr zu den historischen Fakten gibt - das war immer eine willkommene Ergänzung für mich. Alles in allem kann ich aber auch diesen Pekkala-Roman nur jedem/jeder empfehlen, der/die historische Krimis mag.

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In einem Gefängnis in Arizona schießt einer der Wärter scheinbar völlig grundlos auf fünf Insassen und tötet diese. Der gefasste Täter will keine Aussage zu seinen Beweggründen machen. Marcus Williams und sein Team von der Shepherd-Organisation werden auf den Fall angesetzt, wohl auch, weil der Direktor des Gefängnisses ein ehemaliger Shepherd-Agent ist, der nun ein neues System des Vollzugs mittels elektronischer Überwachung der Körperfunktionen der Gefangenen etablieren will. Bald zeigen die Ermittlung, dass der Wärter, der geschossen hat, zu seiner Tat gezwungen wurde: Ein Mann, der sich Judas nennt, hat seine Familie entführt. Während Marcus versucht, die Entführungsopfer zu befreien und sich dabei auf das perfide Spiel von Judas einlässt, ermitteln Meggie und der in das Gefängnis eingeschleuste Ackerman jun. in eine andere Richtung. Ihre Erkenntnisse zeigen, dass noch ein zweiter psychpathischer Mörder aktiv ist, der möglicherweise sogar noch gefährlicher als Judas ist und offenbar einen großen Coup im Gefängnis selbst plant. Ackermann jun. scheint der Einzige zu sein, der ihm gewachsen ist - doch kann man ihm trauen?

Die Reihe um die Shepherd-Organisation und mich verbindet mittlerweile so etwas wie eine Hassliebe. Irgendwie kaufe und lese ich doch immer wieder den nächsten Band, um mich dann wieder zu ärgern, In diesem Band finde ich den größeren Anteil von Ackerman (endlich mal wieder) sehr gut, obwohl mich seine Wandlung zum Guten - oder zumindest der Versuch dazu, immer noch irritieren. Die Momente, in denen seine wahre Natur durchkommt, sind meiner Meinung nach die Highlights in diesem Buch. Ansonsten handelt es sich um die übliche Kost des Autors mit den bereits in früheren Reviews geschilderten Mängeln. Für Fans der Reihe sicher zu empfehlen, da sie wissen, was sie erwartet, allen anderen sei doch lieber abgeraten, es sei denn, sie wollen sich in ein ähnliches Dilemma begeben wie ich.

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Das Bild eines Schmetterlings, welches einem deutschen SS-Mitglied abgenommen wurde, weckt Stalins Interesse und er setzt Pekkala und Kirow darauf an, herauszufinden, was es mit dieser Zeichnung auf sich hat. Unter Mitglied einer jungen Krypthografin entdecken Sie, dass es eine alte Form der Codierung von Informationen ist und dank Pekkalas überragender Beobachtungs- und Kombinationsgabe können sie schließlich sogar ermitteln, was dargestellt wird: die Lage des Bernsteinzimmers. Dieses sollte eigentlich wie andere russische Kunstschätze vor den deutschen Soldaten in Sibirien in Sicherheit gebracht werden, jedoch konnte das Zimmer nicht transportiert werden. Es wurde an Ort und Stelle belassen und notdürftig getarnt. Stalin will auf keinen Fall, dass die Deutschen das Zimmer finden und schickt Pekkala auf seine bisher gefährliste Mission in bereits von der deutschen Wehrmacht besetzte Gebiete. Kirow ermittelt derweil in Moskau weiter und muss schließlich erkennen, dass es einen Verräter in den eigenen Reihen gibt. Aber es gibt keine Möglichkeit mehr, dies Pekkala mitzuteilen...

Auch der vierte Band der Reihe weist die von den Vorgängern bekannten Qualitäten auf: eine spannende Geschichte, gut beschriebene Charaktere und die Verbindung der Handlung mit historischen Ereignissen. Ich habe das Buch erneut sehr schnell durchgelesen, so sehr hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Freunden von historischen Krimis kann ich die Pekkala-Romane wirklich nur sehr empfehlen.

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Frank Benett hat die Ereignisse bei seinem ersten gemeinsamen Fall mit Eden Archer noch nicht überwunden: Er trinkt mehr als gut für ihn ist und sein Schmerzmittelgebrauch hat sich zu einer Abhängigkeit entwickelt. Trotzdem lässt er sich wieder dienstfähig schreiben und arbeitet mit Eden an neuen Ermittlungen: Dieses Mal geht es um mehrere junge Frauen, die spurlos verschwunde sind. Hinweise führen zu einer Gemeinschaft von Aussteigern, angeführt von Jackie Rye. Dass er und seine Community keine Unschuldslämmer sind, ist alles klar. Aber reicht es auch zum Mord? Während Eden sich undercover auf der Farm von Rye an die Ermittlungen macht, bekommt Benett ein anderes Problem: Edens Ziehvater, Hades, beauftragt ihn mit privaten Ermittlungen. Jemand beobachtet ihn seit geraumer Zeit und Benett soll den Grund dafür finden. Die Ermittlungen führen Frank tief in Hades Vergangenheit...

Mir hatte bereits der erste Band recht gut gefallen und der zweite setzt nahtlos an diesem an. Unterschied ist allerdings, dass die Handlung nunmehr auch zu weiten Teilen aus der Perspektive anderer Akteure geschildert wird (Eden und Hades), Benett bleibt jedoch der einzige Ich-Erzähler und schildert die Ereignisse in seinem gewohnt schnoddrigen, aber passenden Stil. Man erfährt auch so einiges über die Vergangenheit von Hades und wie er zur grauen Eminenz der Sidneyer Unterwelt wurde, was ich sehr spannend fand. Der Fall, an dem dieses Mal hauptsächlich ermittelt wurde, hat mich jedoch überhaupt nicht begeistert. Er wurde am Ende noch nicht einmal richtig aufgelöst, was mich irgendwie wurmt. Trotzdem würde ich es durchaus empfehlen, vor allem denjenigen, die auch den ersten Band gelesen und gemocht machen.

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Manchmal sind wir musikalisch ja auch in etwas ruhigeren Gewässern unterwegs und da kam der Auftritt der 80er Ikone, die besonders durch ihre herausragende Stimme aufgefallen ist, gerade mal wieder recht. Ein Konzert im Kino fand ich zwar merkwürdig, aber dann dachten wir uns, dass es zur Musik und der avisierten Zielgruppe durchaus passt und kauften unsere Tickets.

Die Vorband bestand aus dem Singer-Songwriter Bastian Backer, einen Franko-Schweizer, der sowohl durch Charme, Witz als auch eine wirklich tolle Stimme zu begeistern wusste. Ich stehe auf diese Musikrichtung ja eigentlich nicht besonders und würde mir wohl auch nie eine CD eines solchen Künstlers holen (sorry!), aber der Auftritt war richtig gut und brachte das Publikum gut in Stimmung. Und ich fand die Auswahl auch passend zum eigentlichen Topact.

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Mehr zufällig hatten wir von dem Konzert erfahren und uns recht spontan entschlossen hinzugehen. Die Instanz haben wir nun schon öfter live gesehen (immer wieder gut), das letzte Mal ist allerdings schon einige Zeit hergewesen und daher konnten wir ruhig mal wieder. Durch unseren spontanen Entschluss kamen wir etwas zu spät und haben die Vorband komplett verpasst und wohl auch 15 Minuten des Hauptacts. Bei letzterem fand ich dies schade, beim Support muss ich ehrlich sagen, dass es mir recht egal war, weil ich die ohnehin nur mäßig spannend fand. (Und ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, was ich von einer Band halten soll, die statt eigenem Merch den der Hauptband ihres Sängers mitbringt...) Holli und Co. waren jedenfalls wie immer großartig. Die Stimmung sowohl im Publikum als auch auf der Bühne war sehr gut, das Publikum lies sich bereitwillig zum Mitmachen und -singen animieren - auch wenn manche Übungen ein bisschen brauchten, bis sie passten. Die Songs waren eine gelungene Mischung aus alten und neuen Stücken - wobei ich mich teilweise etwas schwertat, weil mir die beiden letzten Alben in der CD-Sammlung fehlten und ich daher die Songs nicht kannte. (Dieser Umstand wurde nach dem Konzert umgehend behoben.) Schade fand ich, dass "Das schönste Lied" offenbar nicht mehr zum Repertoire gehört, dafür gab es aber immerhin "Mein Todestag". (Warum alle Welt und auch die Instanz auf einmal meint Deichkind covern zu müssen, entzieht sich zwar auch meinem Verständnis, aber gut - lassen wir das.) Alles in allem ein tolles Konzert - nur die Luft in der Matrix war mal wieder zum Schneiden. Aber die Hoffnung auf eine bessere Lüftung hier haben wir mittlerweile endgültig aufgegeben.

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Ohne jede Vorwarnung ist ein Mann mit einem Mercedes in eine Gruppe wartender Arbeitsloser, die zu einer Job-Messe wollten, gefahren. Die Folge waren zahllose Tote und Verletzte. Den Wagen fand man schließlich in einer Seitenstraße abgestellt - vom Täter allerdings fehlt jede Spur. Bill Hodges war damals Detective bei der Mordkommission und dass er den Mercedes-Killer nicht mehr gefunden hat, belastet ihn auch noch in seinem Ruhestand. Dann er hält er eines Tages einen Brief - von jemandem, der vorgibt, der gesuchte Mörder zu sein. Und offenbar plant dieser ein perfides Spiel mit dem alten und deprimierten Ex-Cp. Dumm nur, dass Hodges das Spiel nicht mitmacht und beginnt wieder in dem Fall zu ermitteln. Mit Erfolg muss man sagen, denn plötzlich ist er dem Mercedes-Killer dichter auf der Spur als diesem lieb ist...

Das Buch ist ein untypischer Stephen-King-Roman, kommt es doch ohne jegliche Gruselelemente oder fantastische Ereignisse aus. Der eigentliche Horror wird durch Hodges Antagonisten verkörpert - jener völlig verdrehten Seele, die nur Tod und Zerstörung unter die Menschen bringen will. King macht sich recht gut als Krimiautor - er versteht es fesselnd zu schreiben und einen logischen Plot zu konstruieren (bis auf einen kleinen Fehler, als Hodges plötzlich von einer Vergiftung weiß, was er aber anhand der ihm vorliegenden Fakten gar nicht wissen kann). Mir hat vor allem die Ermittlungsarbeit gefallen; Hodges ist ein Cop der alten Schule: beobachtend, genau bis zur Pendanterie, logische Schlussfolgerungen ziehend. Manchmal ist er auch etwas antiqiert, vor allem, wenn es um den Umgang mit Handys oder Computern geht. Um diese Wissenslücken auszugleichen, hat Hodges schließlich Helfer, die ebensolche illustren Charaktere sind wie er selber. Faszinierend ist auch immer wieder die Perspektive des Bösewichts (als LeserIn lernt man diesen recht früh im Buch kennen und darf auch immer wieder Kapitel und Handlungen aus seiner Sicht erleben) - King ist hier erneut ein sehr detaillierter Blick in die Abgründe der menschlichen Seele gelungen. Alles in allem eine sehr unterhaltsames und empfehlenswertes Buch, das sicher auch LeserInnen gefällt, die mit seinen Horrorromanen nichts anfangen können.

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Stalins neuester Auftrag führt Pekkala zurück an einen Ort, den am liebsten für immer vergessen würde: das Straflager Borodok, wo er selbst zehn Jahre lang als Gefangener war. Hier ist ein Mord an einem ehemaligen Offizier der Zaren-Armee geschehen und Pekkala soll diesen aufklären. Dafür wird er offiziell nach Sibirien deportiert - angeblich ist er bei Stalin wieder in Ungnade gefallen. Pekkalas Auftrag erweist sich als ausgesprochen schwierig, denn direkte Ermittlung sind mit dieser Tarnung nicht möglich.

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Ludwig van Normayenn hat die Auseinandersetzung mit einer mächtigen ruhelosen Seele nur äußerst knapp und dank der Hilfe der Hexe Sophia. Auf der Insel Dunkelwald, der letzten Bastion der Anderswesen, erholt er sich langsam von dem Gift in seinem Körper. Doch ganz geheilt wird er nie wieder sein: Ein dunkler Fleck verbleibt auf seiner Seele, den dunkle Seelen und Anderswesen vor allem in Vollmondnächten spüren können. Abgesehen davon, dass er damit ungewollte Aufmerksamkeiten auf sich zieht und die Inquisition besser nicht auf seine Besonderheit aufmerksam machen sollte, führen ihn bald neue Aufträge der Bruderschaft durch die Lande. Ein merkwürdiger schwarzer Dolch, den er für die Magistra Miriam beschaffen soll sowie das Auftreten einer bisher unbekannten Form von dunklen Seelen machen ihm jedoch bald klar: Marktgraf Valentin war nicht die einzige Person, die hinter den Seelenfängern her war - Ludwig scheint auf die Spur eines jahrhundertealten Geheimnisses geraten zu sein...

Der Band setzt sowohl inhaltlich als auch qualitativ am ersten Buch der Reihe an. Was mir hier sogar noch besser gefallen hat, ist die Tatsache, dass sich so langsam der rote Faden zwischen den einzelnen Episoden herauskristallisiert. Damit entwickelt sich eine Hauptrahmenhandlung der Bücher, die durchaus spannend zu sein verspricht. Man erfährt in diesem Buch auch einiges über die Vergangenheit von Ludwig und lernt weitere Mitglieder der Seelenfänger kennen. Zusammenfassend bleibt daher nur zu sagen: Wer Band 1 mochte, wird mit Band 2 sicher nichts falschmachen.

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