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Guillaume Musso "Das Mädchen aus Brooklyn"

Raphael und Anna sind seit einem halben Jahr glücklich verliebt. Der alleinerziehende Vater ist davon überzeugt, dass die junge Ärztin die Frau ist, nach der er immer schon gesucht hat. Doch Anna verbirgt ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit vor ihm und Raphael ist nicht gewillt, dies auf sich beruhen zu lassen. Er zwingt Anna ihm die Wahrheit zu sagen- doch als sie ihm das Foto dreier verkohlter Leichen zeigt und sagt "Das war ich", läuft Raphael vor Entsetzen davon. Als er zurückkehrt ist Anna fort - und bleibt verschwunden. Raphael ist mittlerweile davon überzeugt, dass etwas anderes hinter dem Bild stecken muss, als er zunächst dachte und setzt alles daran Anna wiederzufinden. Die Suche nach ihr wird zu einer Reise in ihre Vergangenheit und in das grauenvolle Geheimnis, das sie hütet...

Das Buch ist ein typischer Musso - spannend, rätselhaft und es liest sich super angenehm (und damit leider auch etwas zu schnell, zumindest bei mir). Die Geschichte hat dieses Mal zwei Clous - die ich hier natürlich nicht verraten werde. Der eine wird schon recht früh im Buch aufgelöst, der andere tatsächlich erst im letzten Kapitel. Beide haben mich verblüfft, sind aber durchaus logisch konstruiert bzw. sind zumindest mir keine Fehler aufgefallen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

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Brandon Sanderson "Der Pfad der Winde" (Sturmlichtchroniken 2)

Kaladin hat zwar die Bestrafung im Großsturm überlebt, doch die Verehrung seiner Männer, die ihm dies einbrachte, geht einher mit der Verachtung durch den neuen Befehlshaber von Brücke 4. Dieser versucht alles, damit Kaladin und seine Gefährten die nächste Schlacht nicht überstehen - und Kaladin ist klar, dass er damit über kurz oder lang Erfolg haben wird. Also beschließt er das große Risiko zu wagen und die Männer für eine Flucht zu trainieren. Großfürst Dalinar hat sich derweil entschlossen, doch nicht zugunsten seines Sohnes abzudanken, sondern stattdessen herauszufinden, was es mit seinen Visionen wirklich auf sich hat. Zeitgleich gelingt es ihm ein Bündnis mit einem der anderen Prinzen zu schmieden - ausgerechnet mit seinem schärfsten Rivalen. Während sein Sohn weiterhin skeptisch ist, ob diesem wirklich vertraut werden kann, ist Dalinar bereit, das Risiko einzugehen und an seiner Seite in die Schlacht zu reiten. Schallan ist es unterdessen gelungen, den Seelengießer ihrer Meisterin an sich zu bringen, ohne dass diese den Tausch bemerkt hat. Eigentlich sollte sie nun schnellstmöglich nach Hause zurückkehren, doch sie zögert die Abreise hinaus und bringt sich damit in große Gefahr...

Puh, wenn es in dem Tempo weitergeht, stehen uns aber noch einige tausend Seiten in dieser Reihe bevor. Wobei ich so langsam mit der Geschichte und den Figuren warm werde - dafür hat es aber auch über 1000 Seiten gebraucht. Andererseits mag ich es ja, wenn sich Autor*innen so richtig Zeit zum Erzählen nehmen und das tut Sanderson definitiv. So langsam deuten sich nach der Einführung der Charaktere auch die grundlegenden Entwicklungen an, von denen ich vermute, dass sie die weitere Geschichte prägen werden. Schauen wir mal, was Band drei dazu beitragen wird.

4
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S.J. Kincaid "Vom Zorn geküsst" (Diabolic 1)

Nemesis ist eine Diabolic, ein künstliches Wesen, geschaffen, um einen Menschen, an den sie gebunden wird, zu beschützen. Sie wird an Sidonia Imperyan, die junge Erbin des Senators, gebunden und tut fortan alles, um das Mädchen von allen Gefahren fernzuhalten. Als Sidonias Vater beim Kaiser in Ungnade fällt, wird Sidonia als Geisel an den kaiserlichen Hof zitiert. Es ist klar, dass Sidonia dort Gefahren ausgesetzt wäre, die ihren Tod bedeuten würden und sie Nemesis nicht mitnehmen kann, da Diabolics mittlerweile verboten wurden. Also wird beschlossen, dass sich Nemesis als Sidonia ausgibt und statt ihrer die Reise antritt. Der Tausch gelingt, ohne dass jemand etwas bemerkt, doch nun muss sich Nemesis mit dem Intrigen am Hof auseinandersetzen, die mehr als trivial sind. Doch sie findet auch eine Freundin - und Unterstützung, die sie nie erwartet hätte: durch den wahnsinnigen Thronerben Tyrius - der bei genauerer Betrachtung vielleicht weniger wahnsinnig ist, als er alle glauben macht...

Mich hatte vor allem die Idee mit der Diabolic interessiert, als ich mir das Buch gekauft habe - doch ich muss nun sagen, dass die gesamte Welt, die die Autorin hier entwickelt mich schlichtweg fasziniert hat. Kincaid schildert eine ungewöhnliche Welt, die ich so in noch keinem anderen Buch gefunden habe und die in sich absolut stimmig ist. Das macht aus meiner Sicht dann auch den Reiz der Geschichte aus, da ich als Leserin immer mehr über das Gesellschaftssystem und die Geschichte dieser Menschheit wissen wollte. Zu sagen, dass ich die Hauptfigur Nemesis als Charakter mochte und mit ihr mitgefiebert habe, wäre übertrieben, aber sie ist durchaus so faszinierend, dass man wissen will, wie ihre Geschichte weitergeht. Ich freue mich auf Band 2.

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Ben Aaronovitch "Die Füchse von Hampstead Heath"

Peter Grant ist aufs Land geschickt worden, um dort magischen Aktivitäten nachzuspüren und so ist seine Cousine Abigail alleine mit Nightingale in London. Als sie eine ehemalige Mitschülerin zu einem Event einlädt, ist Abigail zunächst irritiert, dann jedoch so neugierig, dass sie sich nach Hampstead Heath aufmacht. Ihre Verabredung bleibt zwar aus, aber dafür lernt sie die dortigen Füchse kennen und erfährt, dass in der Gegend schon mehrer Kinder und Jugendliche verschwunden sind. Abigail wittert einen magischen Fall und beginnt der Sache mit Unterstützung der Füchse selbst nachzugehen. Sie kommt auf die Spur eines geheimnisvollen Hauses, das mit der Sache zu tun zu haben scheint - und muss bald feststellen, dass es vielleicht doch besser gewesen wäre, Nightingale von der Sache zu erzählen...

Das Buch ist zwar kein neuer Band mit Peter Grant, dafür ist seine Cousine Abigail aber meiner Meinung nach ein mehr als würdiger Ersatz. Erzählt wird aus ihrer Sicht eine leider etwas kurze, aber sehr unterhaltsame Geschichte. Besonders gut gefallen haben mir die Füchse, die ich ziemlich witzig fand. Ich könnte mir durchaus mehr Romane in der Art vom Autor vorstellen, dann bitte mit etwas mehr Umfang, damit es sich so richtig lohnt.

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Christina Henry "Finsternis im Wunderland" (Die Chroniken von Alice 1)

Alice ist nicht das fröhliche Mädchen, das sie einst war. Mit 16 ließ sie sich von ihrer Freundin Dor überreden, ein Abenteuer zu suchen, das für Alice schreckliche Folgen hatte. Das Kaninchen war nicht niedlich, sondern der Spitzname eines Mannes, der sie vergewaltigte und dem sie nur entkam, weil sie ihm ein Auge ausgestochen hat. Seitdem lebt Alice in einer Irrenanstalt. Ihr einziger Freund ist Hatcher, der wahnsinnige Axtmörder aus der Nachbarzelle, der behauptet, den Jabberwock spüren zu können. Bei einem Feuer in der Anstalt gelingt Alice und Hatcher die Flucht - doch auch der Jabberwock ist entkommen und bedroht nun die gesamte Stadt. Es scheint, dass nur Alice ihn aufhalten kann - doch dazu muss sie sich mit Mächten einlassen, die gefährlicher sind als alles, das sie sich bisher vorstellen konnte. Und sie muss sich noch einmal dem Kaninchen stellen und zu Ende bringen, was sie damals nicht getan hat...

Die Autorin legt hier eine sehr ungewöhnliche und düstere Neuerzählung von Alice im Wunderland vor, die mir aber gerade deshalb sehr gut gefallen hat. Allerdings ist das Buch damit auch gleichzeitig nichts für jüngere Leser*innen - unter 16 Jahren würde ich es definitiv nicht empfehlen. Es dürfte sich sicher auch um kein literarisches Meisterwerk handeln, aber das Buch liest sich angenehm als Bettlektüre und Spannung über den Ausgang der Geschichte kommt meiner Meinung nach auch auf. Ich bin daher gespannt auf die Fortsetzung der Reihe.

5
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M.R.C. Kasasian "Der Fluch des Hauses Foskett" (Gower Street Detective 2)

Die Stimmung im Hause von Sidney Grice, des genialen Detektivs, könnte nicht schlechter sein: Die Kund*innen bleiben aus, nachdem sein letzter Klient am Galgen endete. In der Presse macht man sich über Grice lustig und Kinder werfen Dreck und Unrat auf sein Haus. Dann jedoch verirrt sich endlich ein neuer Klient in die Gower Street 125 - und stirbt noch im ersten Gespräch. Grice und sein Mündel March Middleton sehen endlich einen neuen Fall und machen sich an die Ermittlungen. Doch es scheint, als würden sie das Unglück einfach nicht los: Immer neue Mordfälle begleiten ihre Untersuchungen und Grices Ruf wird dadurch nicht gerade besser. Doch Stück für Stück gelingt es dem genialen Ermittler Licht ins Dunkel zu bringen und bald stellt sich die Frage, ob die Toten wirklich Zufälle sind oder es nicht vielmehr jemand gezielt auf Sidney Grice abgesehen hat...

Nachdem mich der erste Band der Reihe ziemlich begeistert hatte, bin ich von der Fortsetzung hier irgendwie enttäuscht. Sidney Grice ist mürrisch und skurril wie im ersten Teil, wobei er weiterhin ein ebenso genialer Detektiv wie Sherlock Holmes bleibt. Und auch March ist als Charakter weiterhin konsistent - und hoffentlich ohne zu spoilern: Wir erfahren einiges mehr über ihre Vergangenheit in Indien und ihre unglückliche Liebesgeschichte. Was mich dieses Mal ziemlich kalt gelassen hat, ist der Fall. Irgendwie hat sich bei mir keine Faszination dafür entwickelt und die Auflösung fand ich sogar ziemlich verwirrend und enttäuschend. Ich hoffe sehr, dass Band 3 der Reihe wieder besser wird.

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Julie Kagawa "Unsterblich - Tor der Dämmerung"

Die Welt der siebzehnjährigen Alison ist anders als unsere: Seit vor Jahren eine Seuche ausbrach und die Menschheit dezimierte, ist bekannt, dass es Vampire gibt. Sie enttarnten sich selbst, beim Versuch die Krankheit zu bekämpfen, die ihnen ihre wichtigste Nahrung, die Menschen, zu nehmen drohnte. Alison lebt in New Covington, einer sogenannten Vampirstadt. Die Menschen unterteilen sich in Registrierte, jene Bürger, die den Vampiren regelmäßig Blut abliefern, und Unregistrierte, die zwar frei leben, aber nur durch Diebstahl und Tricks an Lebensmittel gelangen und ständig Gefahr laufen, von den Vampiren und ihren Helfer*innen gefangen und getötet zu werden. Eines Tages entdeckt Alison in einem verlassenen Haus eine Menge dort gelagerter Lebensmittel. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen, mit denen sie zusammenlebt, wollen sie diese holen, doch die Sache geht schrecklich schief: Die anderen sterben und Alison überlebt nur, weil ein Vampir sie zu seinesgleichen macht. Nun ist Alison das geworden, was sie am meisten auf der Welt verachtet und muss lernen, sich an ihr neues Wesen zu gewöhnen. Als ihr Meister mit Bedrohungen aus seiner Vergangenheit konfrontiert wird, trennen er und Alison sich. Auf sich allein gestellt, schließt sie sich einer Gruppe Menschen an, die unter Führung des Predigers Jebbadya Eden suchen, die einzige vampirfreie Stadt Amerikas. Alison ist klar, dass sie ein riskantes Spiel spielt, denn die Mitglieder der Gruppe dürfen nicht erfahren, was sie wirklich ist...

In dem Buch wird eine gut durchdachte, spannende, aber auch recht düstere Welt geschildert. Die Hauptfigur, Alison, ist für eine Mädchen- bzw. junge Frau-Figur angenehm konstruiert - sie ist mutig und selbstbewusst, allerdings kann ich ihren Hang allen helfen zu wollen, nicht so ganz nachvollziehen, zumal sie dabei auch immer wieder von den Personen, denen sie hilft, enttäuscht wird. Die Geschichte braucht etwas, bis sie wirklich in Fahrt kommt, allerdings fand ich es auch gut, mehr über Alison zu erfahren, bevor sie zum Vampir wird. Und die Zeit mit ihrem Erschaffer Kain kam mir im Gegensatz dazu dann wieder fast zu kurz vor: Hier hätte ich gerne noch mehr über die Geschichte und Gesellschaft der Vampire erfahren. Alles in allem ist das Buch aber ein guter Auftakt der Reihe, der Lust auf mehr macht und die Grundlagen für einen spannenden, größeren Handlungsbogen legt.

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Kerstin Gier "Silber - Das erste Buch der Träume"

Liv Silver und ihre Schwester Mia sind das dauernde Umziehen mit ihrer Mutter, einer Literaturwissenschaftlerin, gewohnt, sie haben schon in den USA, Pakistan und Südafrika gewohnt. Dieses Mal verschlägt es sie nach England, wo ihre Mutter einen Lehrauftrag an der Universität Oxford erhalten hat. Der Traum vom gemütlichen kleinen Cottage in der Universitätsstadt zerschlägt sich kurz nach der Ankunft: Ihre Mutter hat einen neuen Mann kennengelernt und statt Oxford, ist nun London angesagt. Das wäre eigentlich gar nicht so schlecht für die beiden Schwestern, doch ihre neue Schule scheint ausschließlich für Snobs reserviert zu sein. Und dann sind da noch Livs merkwürdige Träume, in denen sie vier Jungen aus der Schule begegnet. Das wäre ja vielleicht noch zu erklären, aber warum können sich diese auch daran erinnern, Liv im Traum getroffen zu haben. Irgendetwas stimmt hier nicht und Liv ist niemand, der*die ein Geheimnis auf sich beruhen lässt...

Das Buch liest sich recht gut und ist inhaltlich meiner Meinung nach als Jugendroman mit einer innovativen Idee einzustufen. Der Plot mit dem gemeinsamen, bewussten Träumen hat mir recht gut gefallen, ebenso wie die anderen Spannung aufbringenden Elementen. Dabei wird das Buch allerdings nie zu gruselig, was ich fast schon wieder schade fand, aber ich bin sicherlich auch nicht die primäre Zielgruppe der Autorin. Die Hauptfigur hat mir sehr gut gefallen, dass ich ein weiblicher Charakter, der selbstbewusst und mutig ist. Natürlich darf eine Liebesgeschichte und damit auch Romatik nicht fehlen, aber das wird hier sehr gelungen in die Handlung integriert und auch nie zu kitschig. Zusätzlich wird die Geschichte noch mit einer guten Portion Humor erzählt.

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Denzil Meyrick "Der Pate von Glasgow"

Als in Australien ein Ehepaar ermordet wird, klingeln im fernen Schottland die Alarmglocken. Denn das männliche Opfer hatte einst einer brutalsten Gangsterorganisation des Landes angehört, bevor er überlieb und der Polizei damit die Möglichkeit gab, den Kopf der Band, James Machie, dingfest zu machen. Und genau jener JayMac, wie er auch genannt wird, scheint nun der Mörder zu sein. Das Problem: Er ist vor Jahren gestorben. Doch die Videokameras in der Nähe des Tators zeigen eindeutig ihn. Auch DCI Jim Daley und DS Brian Scott werden von ihrem Chef über die Ereignisse informiert, da beide damals gegen Machie ermittelt und an seiner Verhaftung beteiligt waren. Auch ihnen wurde Rache geschworen. Zusätzlich befindet sich in Dalyes neuem Revier, dem kleinen Küstenort Kinloch, auch noch Machies einstige zweite Hand samt Familie, der ebenfalls aussagte und seitdem im Zeugenschutzprogramm lebt. Bald steht Kinloch im Zentrum eines brutalen Rachefeldzugs...

Im Prinzip gilt für dieses Buch das Gleiche wie für den ersten Band der Reihe: ein guter Krimi, bei dem mir vor allem das Setting in der schottischen Kleinstadt und die typisch-schottischen Charaktere wie insbesondere DS Scott gefallen haben. Erneut war mir das Privatleben von Jim Daley etwas zu prominent dabei, auch wenn es dieses Mal nicht ganz so viel war wie im ersten Band. Den Kriminalfall selbst fand ich okay, ich muss aber sagen, dass ich kein Fan von diesem Rachegeschichten bin, weshalb es die Geschichte bei mir von Anfang an schwer hatte. Trotzdem ist es durchaus ein solider Krimi, der Schottland-Fans sicher gefallen wird. Ich würde die Erwartungen nur nicht zu hoch hängen.

3
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T.S.Orgel "Das Erbe von Berun" (Die Blausteinkriege 1)

Das Kaiserreich Berun lebt von seiner ruhmreichen Vergangenheit. Der junge Kaiser ist mehr am Vergnügen als am Regieren interessiert, ohne die Kaiserinmutter als graue Eminenz im Hintergrund würde es vermutlich schon lange ganz anders aussehen. Das Straßenmädchen Sara wird gegen ihren Willen in die politischen Ränge hineingezogen, als sie die Bekanntschaft des Puppenspielers, des Meisterspions der Kaiserinmutter, macht. Der junge Soldat Marten scheint sein Glück verloren zu haben und muss sich darauf einrichten, seine Zukunft im unwirtlichen südlichen Protektorat des Kaiserreichs zu verbringen - nichtahnend, dass er damit auch nur den Plänen des Puppenspielers folgt. Währenddessen ziehen sich die Schlingen um Berun immer mehr zusammen: Nicht nur die Feinde im Norden rüsten sich für neue Auseinandersetzungen, auch im Süden drohen Aufstände und eine rätselhafte Macht scheint sich ebenfalls in die Kämpfe einzumischen...

Die Autoren schreiben auch mit ihrer zweiten Trilogie gute, solide High-Fantasy. Mir haben sowohl die Welt, in der die Geschichte spielt, als auch die Figuren recht schnell gefallen und im Gegensatz zu manch anderen Fantasyromanen findet man auch schnell in die Handlung hinein. Für einen ersten Band ist das Buch sehr gut gemacht: Es legt die Grundlagen und schafft Spannung, damit die Leser*innen am Ball bleiben wollen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht.

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