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Anthony Ryan "Der Herr des Turmes" (Rabenschatten 2)

Vaelin Al Sorna ist in die Königslande zurückgekehrt. Obwohl der Held des vergangenen Krieges am liebsten alles, was mit Krieg und Kampf zu tun hat, hinter sich lassen möchte, hat sein König andere Pläne mit ihm. Er wird zum Turmherr des Nordens ernannt und soll in dieser Eigenschaft die unruhigen Nordlande befrieden. Schon kurz nach seiner Ankunft scheint die erste Auseinandersetzung anzustehen: Die Horden aus dem Packeis, die schon einmal für große Verwüstungen gesorgt haben, kehren offenbar zurück. Doch als Vaelin sich ihnen entgegenstellen will, muss er feststellen, dass es sich hungernde Menschen handelt, die aus ihrem angestammten Lebensraum fliehen mussten. Hier hat sich ein Feind ausgebreitet, der auch bald die Königslande bedrohen wird: die Volarianer. Bald sind nicht nur Vaelin, sondern auch Lyrna, die Schwester des Königs, Vaelins Ordensbruder Frentis und Reva, die Nachfahrin eines cumbraelanischen religiösen Fanatikers in jene Ereignisse verstrickt, die über die Zukunft der Königslande entscheiden werden...

Nachdem mich der erste Band der Reihe sehr begeistert zurückgelassen hat, habe ich bei diesem hier teilweise Zweifel gehabt, ob es sich wirklich um den gleichen Autor handelt. Erzählt wird Standard-Fantasy, die mich überhaupt nicht mitgerissen hat. Zwar gibt es mit den Volarianern nun endlich einen sichtbaren Antagonisten, aber der ist so stump böse, dass er nicht einmal fasziniert. Dass die Handlung nun dauernd zwischen vier Charakteren wechselt, hat für mich auch nichts retten können. Mal schauen, wann ich mich an Band 3 herantraue.

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Ragnar Jonasson "Nebel"

Ein altes Bauernehepaar erhält einen Tag vor Weihnachten unerwartet Besuch von einem Fremden. Der Mann behauptet, den Anschluss an seine Jagdgruppe verloren und sich verlaufen zu haben. Zufällig habe er dann den einsam liegenden Bauernhof der beiden gefunden. Als gute Gastgeber*innen bieten die beiden ihm ihr Gästezimmer an, doch insbesondere der Frau kommen bald Zweifel an der Geschichte des Fremden. Was will er wirklich von ihnen? Zwei Monate später wird Kommissarin Hulda Hermansdottir ihrem ersten Fall nach einer längeren ungewollten Pause zugeteilt. Auf einem abgelegenen Bauernhof sind die Leichen eines Ehepaares gefunden worden. Hulda ist alles andere als fit für Ermittlungen, muss sie doch den Selbstmord ihrer Tochter und die Erkenntnis verkraften, dass ihr Mann diese missbraucht hat, ohne dass sie es bemerkte. Trotzdem beschließt sie wieder zu arbeiten, um Ablenkung zu finden. Und die Ermittlungen zeigen bald Verbindungen zu Huldas letztem Fall vor ihrer persönlichen Tragödie auf: dem spurlosen Verschwinden einer jungen Frau. Hulda kommt einer tragischen Verkettung von Ereignissen auf die Spur, ausgelöst von einem Menschen, der ein schreckliches Ereignis nicht wahrhaben wollte...

Dies ist nun also der dritte Band der Reihe um Hulda Hermansdottir und gleichzeitig derjenige, der zeitlich am frühesten spielt. Es ist für mich erzähltechnisch schon gewagt, hier die private Katastrophe in Huldas Leben, die aus den beiden anderen Bänden natürlich schon bekannt ist, noch einmal en Detail zu schildern. Das ist als Leser*in nur schwer auszuhalten, weil man ja genau weiß, worauf es hinauslaufen wird. Der eigentliche Kriminalfall hat mir auch sehr gut gefallen, die Auflösung hatte ein Überraschungsmoment im positiven Sinne. Was mich etwas an diesem Buch gestört hat, ist, dass Hulda insbesondere im ersten Teil recht wenig vorkommt, stattdessen fokussiert sich alles auf die Ereignisse auf dem Bauernhof. Hier hätte ich mir mehr von der Hauptfigur gewünscht.

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Ragnar Jonasson "Insel"

Vier Freund*innen treffen sich nach zehn Jahren wieder. Sie wollen das Wochenende auf einer einsamen Insel verbringen, um Erinnerungen an ihre Jugendzeit wieder aufleben zu lassen - und an Katka, die ehemals fünfte im Bunde, die vor zehn Jahren ermordet wurde. Die Polizei hatte damals den Vater von Katla als Verdächtigen ausgemacht, doch dieser beging im Gefängnis Selbstmord, bevor es zu einem Gerichtsurteil kam. Die damaligen Ereignissen verursachen immer noch Spannungen zwischen den Freund*innen und schließlich wird eine von ihnen tot am Fuße eines Felsens gefunden. Kommissarin Hulda Hermansdottir aus Reykjavik wird zu dem Fall hinzugezogen und geht anfangs noch von einem Unfall aus. Als die forensischen Beweise jedoch einen Mord nahelegen, führen Huldas Ermittlungen sie auch in die Vergangenheit und zur Lösung des eigentlich abgeschlossenen Mordfalles vor zehn Jahren...

Wie schon der erste Band um Hulda hat mich auch dieses Buch sehr begeistert. Das liegt weniger an dem geschilderten Kriminalfall, der zwar gut konstruiert, aber trotzdem eher solider Standard ist. Es ist nach wie vor die Hauptfigur, die einfach unglaublich faszinierend finde. Einen weiteren Reiz bekommt das Buch dadurch, dass es zeitlich vor dem ersten Band spielt, man als Leser*in also schon weiß, wie es mit Hulda weitergeht, was zu einem ungewöhnlichen, aber gelungenen Leseerlebnis führt. Ich kann beide Bände nur wärmstens weiterempfehlen.

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Andrzej Sapkowski "Die Dame vom See" (Der Hexer 5)

Geralt und seine Gefährt*innen haben endlich die Druiden gefunden, doch auch diese können ihnen nicht sagen, wo sich Ciri befindet. Um wieder zu Kräften zu kommen, machen sie einen Zwischenstopp im Königreich Toussant, wo die Herrscherin Rittersporn sehr zugetan ist. Ihr Aufenthalt dauert allerdings länger als geplant, den es fällt vorallem Geralt schwer den Ort wieder verlassen zu wollen. Erst Hinweise, dass Yennefer sich in Gefahr befindet, führen dazu, dass sich der Hexer von der seltsamen Macht in Toussant loseisen kann. Ciri ist es unterdessen gelungen, ihren Verfolgern durch das Betreten des Schwalbenturms zu entkommen - doch ihre Flucht hat sie offenbar nur erneut vom Regen in die Traufe gebracht, denn nun sieht sie sich mit einem Elfenvolk konfrontiert, dass sie unbedingt dazu bringen möchte, ein Kind mit ihrem König zu bekommen. Erst ihre Magie erlaubt ihr eine atemlose Flucht durch Raum und Zeit, die schließlich im Versteck des Magiers Vilgeforz' endet. Hier führen alle Wege zusammen und Ciri, Geralt und Yennefer sind endlich wieder vereint. Doch das Schicksal hat noch so manche Überraschung für sie gut...

Das war er nun also, der fünfte und letzte Band der Reihe um den Hexer. Ich bin etwas zwiegespalten, wie ich ihn und ein wenig auch die ganze Reihe finden soll. Alles in allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und solide, spannend erzählte Fantasy gelesen. Die Welt war recht komplex, allerdings hat mich nichts an ihr umgehauen (das wirklich Faszinierendste wären tiefere Einblicke in die Geschichte und Welt der Hexer gewesen, aber gerade die fehlten mir, nur Geralt ist da etwas zu wenig). Das ungewöhnliche Ende hat mich etwas überrascht - ich hatte tatsächlich mehr in Richtung völliges Happy End vermutet. Frauenfiguren kann der Autor meiner Meinung nach leider gar nicht schreiben - entweder sie sind arrogant und recht promiskuitiv wie die Zauberinnen (ja, auch Yennfer zähle ich hierzu) oder naiv und nervig wie Ciri. Ach ja, es gab eine recht überraschende Auflösung am Ende, das zählt auch noch zu den positiven Aspekten. Ich habe die Computerspiele nie gespielt, tendiere jetzt aber dazu anzunehmen, dass diese eher die Faszination um den Hexer erklären, die auch zu der erfolgreiche Fernsehserie geführt hat (ebenfalls - noch - nicht gesehen).

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T.C. Boyle "Riven Rock"

Stanley McCormick ist der steinreiche Erbe einer US-amerikanischen Familiendynastie und damit eine gute Partie für die junge Katherine Dexter. Leider muss sie kurz nach ihrer Hochzeit feststellen, dass ihr Mann nicht nur unter überspannten Nerven leidet, sondern vollkommen verrückt ist. Er leidet unter Wahnvorstellungen, Angstzuständen und vor allem hat er ein grundlegendes Problem mit Frauen. Dieses geht soweit, dass seine Ärzte ihn schließlich in sein Anwesen Riven Rock in Kalifornien bringen und ihm jeglichen Kontakt zu Frauen, auch seiner Ehefrau, untersagen. Katherine will das nicht hinnehmen und beschließt den Kampf gegen das Leiden ihres Mannes aufzunehmen. Selbst Naturwissenschaftlerin ist sie davon überzeugt, dass es eine Heilung für ihn geben muss...

Eine sehr abstruse Story, die hier erzählt wird, die aber durchaus Spaß macht zu lesen. Vielleicht liegt es auch an meinem generellen Interesse an Psychologie, dass mich die Geschichte recht schnell gepackt hat. Was ich weniger überzeugend fand, war der zweite Handlungsstrang mit dem Pfleger Eddy O`Kane, den ich einfach als Charakter nicht mochte. Und die Figur der Katherine Dexter war in meinen Augen für eine Naturwissenschaftlerin arg blauäugig, was ihren zukünftigen Mann anging: Dass mit dem etwas nicht stimmte, hat sich durchaus schon in den frühen Stadien der Beziehung deutlich gezeigt.

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Guillaume Musso "Die junge Frau und die Nacht"

Thomas Degalais ist ein berühmter Schriftsteller, der in New York lebt und nur noch selten an Antibes, seinen Heimatort zurückdenkt. Für ihn selbst überraschend, kehrt er nach Jahren dorthin zurück, um an der 50-Jahr-Feier seiner ehemaligen Schule teilzunehmen. Auch nach all der Zeit hängt ein Ereignis wie ein Schleier über den Gesprächen der Ehemaligen: das Verschwinden der Schülerin Vinca Rockwell, mit der auch Thomas damals befreundet war. Angeblich ist sie mit dem Philosophielehrer durchgebrannt. Nur Thomas und sein bester Freund Maxime wissen jedoch, dass das nicht stimmen kann, denn sie haben den Lehrer vor Vincas Verschwinden ermordert und mit Hilfe von Maximes Vater, einem Bauunternehmer, die Leiche in der Wand der sich in Bau befindlichen Sporthalle verschwinden lassen. Was jedoch wirklich mit Vinca geschehen ist, scheint niemand zu wissen. Doch irgendjemand will die alten Rätsel lösen und alle Geheimnisse ans Licht zerren. Thomas und Maxime erhalten rätselhafte Botschaften, in denen jemand "Rache" fordert und auf die Ereignisse von damals anspielt. Und dann offenbart die Rektorin der Schule auch noch, dass die Sporthalle neu gebaut werden soll. Thomas und Maximes lange Jahre streng gehütete Geheimnisse drohen ans Licht zu kommen...

Ich gebe zu, ich bin mittlerweile wirklich ein Fan des Autors. Auch dieses Buch hat mich wieder gefesselt und sehr gut unterhalten. Es wird ein spannender Plot aufgebaut und mit einer überraschenden, aber logischen Auflösung versehen. Mussos Schreibstil liest sich wie immer flüssig und leicht, ohne dabei aber jedoch niveaulos zu werden - er versteht es einfach unterhaltsam zu schreiben. Aus meiner Sicht also eine absolute Leseempfehlung.

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Rafik Schami "Die dunkle Seite der Liebe"

Schon seit Jahrzehnten herrscht eine blutige Familienfehde zwischen den Muschtaks und den Shahins, den beiden mächtigsten Familien im Dorf Mala. Dass die eine Familie katholisch, die andere hingegen orthodox ist, erschwert die Auseinandersetzungen noch weiter. Und nehmen Auseinandersetzungen ihren Lauf, die nicht einmal vor Mord zurückschrecken. Für die Teenager Farik und Rani, die sich in Damaskus kennenlernen, ist es ein Schock, als sie erfahren, dass der jeweils andere zur verfeindeten Familie gehört. Doch die beiden sind überzeugt füreinander bestimmt zu sein und weder eine erzwungene Heirat noch Folter und Haft in den Gefangenenlagern des syrischen Geheimdiensts können die beiden von ihrem heimlichen Ziel abbringen: zu fliehen, um gemeinsam miteinander zu leben...

Das Buch hatte ich eigentlich mit einer anderen Intention gekauft: Es sollte das erste Buch mit einem syrischen Kommissar sein, von dem ich Band zwei bereits erworben hatte, weil der Klappentext gut klang. Besagter Kommissar taucht in diesem Buch auch auf - allerdings nur in sehr geringem Umfang am Anfang und am Ende. Der größte Teil der 900 Seiten dazwischen thematisiert die Familienfehde zwischen den Mushtaks und den Shahins bzw. die Liebesgeschichte zwischen Farik und Rani. Das war nicht so wirklich das, was ich erwartet hatte und ich bin auch immer noch nicht hellauf begeistert von dem Buch. Was mir jedoch gefallen hat, ist dass ich jetzt das Gefühl habe, eine Menge über Syren und die syrische Geschichte gelernt zu haben - und das verpackt in einen gut erzählten Roman. Gelohnt hat sich das Buch damit auf jeden Fall, wenn auch in unvorhergesehener Weise.

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Andrzej Sapkowski "Der Schwalbenturm" (Der Hexer 4)

Geralt und seine Gefährt*innen sind immer noch auf der Suche nach den Druiden, um von ihnen zu erfahren, wo sich Ciri befindet. Doch ein alter Widersacher legt ihnen immer mehr Steine in den Weg und schafft es auch, Misstrauen in der Gruppe zu sähen. Ciri selbst wird unterdessen schwerverletzt von einem alten Einsiedler gefunden und gesund geflegt. Langsam fasst sie Vertrauen zu dem alten Mann und erzählt, wie sie in die Hände des Kopfgeldjägers Bonhart fiel. Die Zauberin Yennefer nutzt unterdessen ein selbst konstruiertes magisches Gerät, um Ciri zu finden- und macht damit ihre Feind*innen auf sich aufmerksam. Eine Expedition zu einem rätselhaften Meeresphänomen führt sie schließlich in die Hände eines alten Feindes. Ciri ahnt von diesen ganzen Ereignissen nichts, doch ihr wird ihre Bestimmung immer deutlicher - und um diese zu erfüllen, muss sie den Schwalbenturm finden...

Ich kann mir mittlerweile vorstellen, warum der fünfte und letzte Band der Reihe so viel mehr Seiten hat als seine Vorgänger: Irgendwie müssen ja die ganzen Handlungsstränge zu Ende geführt werden und in den Bänden davor wird diese Chance ja grandios ausgelassen. Es ist nicht so, als hätte ich diesen vierten Band jetzt nicht gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Was ich aber auch feststellen muss, ist, dass die Haupthandlung ganz schön arg durch immer neue Einschübe, Rückblicke und das Herumirren der Charaktere in die Länge gezogen wird. Das ist meiner Meinung nach schade, weil absolut unnötig. Die Geschichte hat Potenzial und der Autor kann schreiben - nur sollte man auch einsehen, wenn eine Idee eben nur zu einer Trilogie reicht.

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Samantha Shannon "Der Orden des geheimen Baumes - Die Königin"

Die Magierin Ead ist in ihre Heimat zurückgekehrt, um ihre Kräfte wieder zu erneuen und Königin Sabran danach wieder im Kopf gegen den Namenlosen Einen zu unterstützen. Doch die politische Stimmung in der Priorei ist gekippt und die neue Priorin will Ead lieber auf eine Mission in den unerforschten Süden schicken. Ead Proteste bleiben unerhört, bis Ead ein lange verstecktes, mächtiges Juwel findet und an sich binden kann. Mit seiner Hilfe gelingt es ihr und Loth zu fliehen und nach Ascalon zu gelangen. Im Norden angekommen, müssen sich die Verbündeten von Königin Sabran erst einmal gegen Feinde in den eigenen Reihen zur Wehr setzen, bevor sie das Augenmerk auf die Bedrohung aller Völker richten können. Sabrans Plan ist kühn: Sie will ein Bündnis mit dem Osten und seinen Drachen eingehen...

Im Osten entdeckt die ehemalige Drachenreiterin Tané, dass in ihrem Körper ein geheimnisvolles Juwel eingeschlossen war. Während sie noch versucht, der Legende um das Kleinod auf den Grund zu gehen, macht sie erneut die Bekanntschaft von Menschen aus dem Westen - dieses Mal der Gesandtschaft von Königin Sabran. Tané stiehlt ihr Schiff, um ihre Drachin zu befreien, die sich immer noch in den Händen der Piraten befindet. Hier trifft sie zu ihrem Entsetzen auf Niclays Roos, den sie zutiefst verabscheut. Doch es sieht so aus, als würde selbst er eine entscheidende Rolle in den Ereignissen spielen, die auf die Welt zukommen und schlussendlich darüber entscheiden werden, welche Seite die finale Schlacht gewinnen wird...

Man merkt es schon an der Zusammenfassung: Auch der zweite Band der Reihe lässt es an Komplexität nicht missen. Trotzdem gelingt es der Autorin, eine spannende Geschichte weiterzuerzählen und auch logisch zu Ende zu führen. Lediglich in der Schilderung des finalen Kampfes gegen den Namenlosen Einen bin ich mir nicht sicher, ob hier immer alles gepasst hat. Trotzdem: Ich vergebe für beide Bände eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Karin Slaughter "Pretty Girls"

Claire Caroll hat das perfekte Leben: einen Mann, der sie abgöttisch liebt, ein tolles Haus und mehr Geld, als sie ausgeben kann. Arbeiten muss sie nicht, sie kann ihre Zeit auf dem Tennisplatz verbringen oder für wohltätige Organisationen aktiv sein. Dann wird ihr Mann bei einem Raubüberfall erstochen und Claire findet bei der Durchsicht seines Computers merkwürdige Videodateien. Unbemerkt von ihr scheint ihr Mann auf Snuff-Pornos gestanden zu haben. Claire zeigt ihren Fund bei der Polizei an, doch die beruhigen sie: Die Videos seien gestellt und würden keine echten Gewalttaten zeigen. Claire bleibt jedoch misstrauisch und beginnt gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Lydia selbst zu ermitteln. Dabei muss sie bald erkennen, dass sie den Mann, mit dem sie verheiratet war, nicht wirklich kannte und sich hinter dem biederen Architekten eine völlig andere Person verbarg, die offenbar auch Verbindungen zu jener Tragödie hatte, die einst Claires Familie auseinanderbrachte: dem spurlosen Verschwinden ihrer ältesten Schwester Julia vor zwanzig Jahren...

Ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen: Der Handlungsplot klang spannend und die grundsätzliche Idee auch. Leider hapert es meiner Meinung nach an der Umsetzung. Die Hauptfiguren waren beide nicht mein Fall, insbesondere mit Claire konnte ich mich überhaupt nicht anfreunden und fand die Figur auch in sich nicht stimmig. Richtige Spannung wollte bei mir auch nicht aufkommen, für mich hat sich das Buch daher ziemlich zäh gelesen. Schade, die Autorin kann es eigentlich besser.

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