Statistik

In der Zeit wird groß aufgemacht: China ist die größte Twitter-Nation. Liest man sich das Ganze durch, wirkt es dann schon sehr ernüchternd. Nur 35,5 Mio. Nutzer. Im Vergleich zu den nach Einwohnern wesentlich kleineren USA, die aber immerhin fast 23 Mio. Nutzer aufbringen. (Dass der Autor sogar zu blöd war, die Zahlen richtig abzuschreiben und die mit denen von Indien vertauschte, lassen wir mal außen vor.)

Das Problem ist hier mal wieder, dass man sich von absoluten Zahlen blenden lässt. Stellt man nämlich die absoluten Nutzungszahlen von Twitter einmal der Einwohnerzahl gegenüber, dann merkt man sehr schnell, dass hier ein krasses Missverhältnis auftritt. Angesichts der enormen Bevölkerungszahlen von China und Indien ist es gar nicht verwunderlich, dass diese in der Twitter-Nutzung führen.

Forscher haben herausgefunden, dass Politiker nur zu 99,3% genetisch mit dem Menschen übereinstimmen. Damit dieser Unterschied im Laufe der Evolution nicht noch größer wird, fordern sie Politiker besser zu integrieren: "Sie sollten nicht mehr isoliert werden und durch Sicherheitsglas zu besichtigen sein." Denn noch zeigen sich erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen Politikern und Menschen.

Politiker fühlen ebenfalls Schmerz und Trauer, aber auch Freude und können diese sogar - wie Menschen - mimisch und gestisch zum Ausdruck bringen. Einige Exemplare scheinen sogar in der Lage zu sein, ihre Gefühle verbal auszudrücken.

Wie stark sich bereits geringe Unterschiede in der genetischen Datenbank auswirken können, zeigt sich bspw. an den Unterschieden zwischen Menschen und Schimpansen, welche zu etwa 98,5% genetisch identisch sind. Bereits jetzt offenbaren sich nämlich in der sprachlichen Entwicklung erhebliche Unterschiede zwischen Politikern und Menschen. Das Sprachzentrum der Politiker hat sich merklich zurückentwickelt, weshalb sie sich für einen Großteil der Menschen nur noch selten klar und deutlich artikulieren können. Leere Worthülsen, ungebräuchliche Satzkonstruktionen, umständliche Umschreibungen und Verklausulierungen nehmen stark zu. Letzteres haben Politiker jedoch mit einer weiteren Spezies, den Juristen, gemein. Hier ist die genetische Übereinstimmung weitaus höher, da sie sich aus dem selben genetischen Pool rekrutieren.

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen hat vor anderthalb Jahren Computerspielabhängige für eine "Studie" zu "Computerspielen in Deutschland - Zwischen aktiver Freizeitgestaltung und Abhängigkeit" gesucht. Wir als "aktive Freizeitgestalter" haben uns auch bereit erklärt an der Studie als Interviewpartner teilzunehmen. Natürlich auch aus eigenem "Forschungsinteresse" wollten wir das begleiten. Wie sehr das KFN an den Meinungen von Computerspielern abseits der Computerspielsucht interessiert war/ist kann man wohl an der gerade eingetroffenen Absage ablesen:

Inzwischen haben wir die Rekrutierungsphase unserer Studie abgeschlossen. Leider konnten wir Sie zu einem Interview einladen.

Mal wieder was aus der Reihe unnütze Statistiken: Wieviel kostet eigentlich ein Tor? Das hat die Zeit mal ausgerechnet und kommt zu dem Ergebnis, dass der FC Bayern München die höchsten Kosten pro Tor bzw. Punkt aufweist. Hier aber gleich von Ineffizienz zu redern, scheint mir doch etwas zu voreilig geschossen. Auch wenn die Bayern auf der Soll-Seite die (relativ) höchsten Ausgaben haben, so muss für die Effizienzfrage nicht nur der "Erfolg" in Form von Punkten und Toren gegenübergestellt werden, sondern auch die Einnahmen durch Teilnahme an europäischen Pokalwettbewerben, TV-Gelder, Werbeeinnahmen betrachtet werden. Hier könnte die Sachlage v.a. in Bezug auf den FC Bayern München anders aussehen.

Die EM-Auslosung ist gelaufen und Deutschland hat - wie immer - DIE Hammergruppe erwischt. Obwohl es diesmal mit Holland, Portugal und den Danish Dynamites wirklich keine einfache Gruppe ist. Der eigentliche Skandal ist jedoch, dass im ZDF Morgenmagazin genau diese Gruppe für Deutschland auch ausgelost wurde:

"Die Partei ist beliebt, ihr Programm nicht" lautete die Überschrift im Handelsblatt zur aktuellen Stern-RTL-Wahlumfrage. Ausgangspunkt dieser Aussage war die Frage der Demoskopen von Forsa, warum die potentiellen Wähler denn die Piraten wählen würden. 39 Prozent gaben daraufhin an, ihnen fehle das Vertrauen in die etablierten Parteien, für 27 Prozent war "frischer Wind für die Politik", für 12 Prozent "offen, ehrlich und nicht korrupt" ausschlaggebend. Jedoch nur 11 Prozent gaben an, sie stimmten mit dem Programm der Piraten überein.

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