Statistik

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Mal wieder was aus der Reihe unnütze Statistiken: Wieviel kostet eigentlich ein Tor? Das hat die Zeit mal ausgerechnet und kommt zu dem Ergebnis, dass der FC Bayern München die höchsten Kosten pro Tor bzw. Punkt aufweist. Hier aber gleich von Ineffizienz zu redern, scheint mir doch etwas zu voreilig geschossen. Auch wenn die Bayern auf der Soll-Seite die (relativ) höchsten Ausgaben haben, so muss für die Effizienzfrage nicht nur der "Erfolg" in Form von Punkten und Toren gegenübergestellt werden, sondern auch die Einnahmen durch Teilnahme an europäischen Pokalwettbewerben, TV-Gelder, Werbeeinnahmen betrachtet werden. Hier könnte die Sachlage v.a. in Bezug auf den FC Bayern München anders aussehen.

Die EM-Auslosung ist gelaufen und Deutschland hat - wie immer - DIE Hammergruppe erwischt. Obwohl es diesmal mit Holland, Portugal und den Danish Dynamites wirklich keine einfache Gruppe ist. Der eigentliche Skandal ist jedoch, dass im ZDF Morgenmagazin genau diese Gruppe für Deutschland auch ausgelost wurde:

Der Tagesspiegel und die Zeit haben im vergangenen Jahr die braunen Morde der letzten 20 Jahre aufgelistet. Zur offiziellen Statistik erweist sich jedoch eine eklatante Lücke von 90 vergessenen Opfern. Hält man sich jedoch die willkürlichen Einordnungen zu links- und rechtsextremen Gewalttaten vor Augen so ist diese Diskrepanz leider nur allzuleicht zu erklären. [Update: Die Welt hat ebenfalls aufgelistet: 182 Todesopfer durch rechte Gewalt in Deutschland seit 1990.]

"Die Partei ist beliebt, ihr Programm nicht" lautete die Überschrift im Handelsblatt zur aktuellen Stern-RTL-Wahlumfrage. Ausgangspunkt dieser Aussage war die Frage der Demoskopen von Forsa, warum die potentiellen Wähler denn die Piraten wählen würden. 39 Prozent gaben daraufhin an, ihnen fehle das Vertrauen in die etablierten Parteien, für 27 Prozent war "frischer Wind für die Politik", für 12 Prozent "offen, ehrlich und nicht korrupt" ausschlaggebend. Jedoch nur 11 Prozent gaben an, sie stimmten mit dem Programm der Piraten überein.

Als Fußballfan (außer von Bayern München) ist man ja häufig leidgeplagt und schaut den ebengenannten Bayern in der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga nur hinterher. Trainer Baade hat sich deshalb für die Liebhaber der ran-Datenbank einmal die wirklich Allerletzten angeschaut und ein Ranking erstellt. Und siehe da, endlich stehen einmal die Sportsfreunde aus Hoffenheim, Münster und Ulm vor dem vermeintlichen Krösus Bayern und "Sieger" sind die (anderen) Berliner Vereine sowie die Schalker.

Der berlinpankowblogger hat sich die Antwort einer parlamentarischen Anfrage zur Kriminalitätsstatistik bzgl. politisch motivierter Straftaten angeschaut. Dabei stellt er willkürliche Einordnungen fest, die wieder einmal belegen, dass man Statistiken grds. selbst auswerten, mindestens aber prüfen und sich nicht von den aggrigierten Daten täuschen lassen sollte. So wurden bspw. "Sieg Heil" Rufe nicht unter rechte sondern unter sonstige Straftateten verbucht. (via)

"Effizienz ist ein Maß für ein Ergebnis unter Berücksichtigung der eingesetzten Mittel." (Wikipedia) So klar wie die Definition ist, so missverständlich wird Effizienz häufig ge- und missbraucht. Meinem Fachbereich wird z.B. häufig vorgeworfen Effizienz mit Entlassungen gleichzusetzen.

Ein weiterer gerne gemachter Angriffspunkt ist die Effizienzforderung bei umweltpolitischen Instrumenten (Steuern, Handel mit Emissionszertifikaten etc.). Hier wird "uns" Umweltökonomen häufig vorgeworfen, die Umwelt solle "verramscht" werden. Dabei bedeutet die Effizienzforderung nur, dass jenes Instrument zu wählen ist, welches einen gewünschten Emissionsstandard zu den geringsten Kosten ermöglicht. Den Kritikern gebe ich jedoch lieber eine andere (gleichbedeutende) Definition: Effizient ist jenes Instrument, welches mit den gleichen Kosten die Emissionen am stärksten senken kann, welches also für den Umweltzustand am besten ist.

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"Mit viel Kreativität erfinden Bund und vor allem Länder immer neue Steuern, um die Haushaltslücken zu schließen und mit den zusätzlichen Einnahmen Schulden abzubauen." So konnte man heute im "ÖkonomenBlog" der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft lesen. Natürlich geht nichts ohne Grafiken und so wurde ein mit viel Kreativität versehenes Balkendiagramm entworfen:

Die Berliner haben sich für die (weitere) Offenlegung der Privatisierungsverträge ihrer Wasserbetriebe entschieden. Dies ist auch deshalb bemerkenswert, da zum ersten Mal ein Volksentscheid in der Bundeshauptstadt erfolgreich war und das obwohl (oder vielleicht gerade weil) die Blöd keine Kampagne hochgezogen hatte.

Über die fragwürdigen Berechnungsmethoden des Hartz IV-Satzes hatte ich mich ja schon ausführlich ausgelassen. Wie fragil die Daten sind, zeigen neue Würfelspiele des Ministeriums für angewandte Statistik. Nimmt man nämlich die Hartz IV-Aufstocker (bis 100 €) aus der Berechnung des "Bedarfssatzes" heraus, so würde das neue Uschi V-Geld statt um 5 um 17 Euro steigen. 12 Euro mehr. Das ist mehr als dreimal so viel, wie ursprünglich "errechnet" und - zumindest für Hartz IV-Empfänger - keine Kleinigkeit.

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