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Laura Sebastian "Thrones and Curses - Von den Sternen berührt"

Kaiserin Margaraux hat ihre drei Töchter bereits kurz nach der Geburt aus politischen Gründen verlobt. Nun sind die Drillinge sechzehn Jahre alt geworden und sollen in die Heimatländer ihrer zukünftigen Ehemänner reisen. Daphne muss dabei erfahren, dass ihr Verlobter kurz vor ihrer Ankunft verstorben ist und sein Halbbruder, ein unehelicher Sohn des Königs, nun ihr Ehemann werden soll. Beatriz wird zwar schnell mit Kronprinzen verheiratet und dieser scheint auch recht nett zu sein - allerdings zeigt er keinerlei Interesse an ihr als Ehefrau. Sophie und ihr Zukünftiger waren sich schon per Brief sehr sympathisch und dieser Eindruck bleibt auch bestehen - allerdings erkennt sie schnell, dass nicht der junge König sein Land regiert, sondern seine Mutter gemeinsam mit einigen Beratern im Hintergrund die Fäden ziehen. Zu wesen Wohl scheint dabei nicht immer klar zu sein. Doch eigentlich ist das alles egal, denn die drei Schwestern sind mit einem klaren Auftrag ihrer Mutter ausgesandt worden: Sie sollen die Reiche, in denen sie jetzt leben, destabilisieren, gegeneinander in den Krieg und ins Chaos treiben, damit ihre Mutter sie wieder unter der kaiserlichen Herrschaft vereinen kann. Nur leider fangen bald die ersten Schwestern an, an der Sinnhaftigkeit der Pläne ihrer Mutter zu zweifeln...

Das Buch war Teil eines Abos, sonst hätte ich es mir vermutlich nie gekauft. Die ganze Sache mit den Prinzessinnen klang für mich nicht so toll und ich war recht skeptisch, als ich begann es zu lesen. Dann hat mich die Geschichte jedoch recht schnell in ihren Bann gezogen und ich hatte wirklich Spaß bei der Lektüre. Die ganzen Intrigen und Ränkespielen sind faszinierend und clever ausgedacht und die drei Schwestern mit ihren unterschiedlichen Charakteren waren mir bald sympathisch (selbst die manchmal zu nette Sophie). Das Buch hat eine sehr überraschende Auflösung am Ende und für jeden Handlungsstrang einen eigenen kleinen Cliffhanger, so dass ich sehr gespannt auf die Fortsetzung bin.

4
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Silvia Moreno-Garcia "Silberne Geister"

Montserrat arbeitet als Expertin für Ton bei der Postproduktion von Filmen. Seit ihrer Kindheit ist ihre bester Freund Tristan, der einst ein gefeierter Soap-Darsteller war, doch seit dem Unfalltod seiner damaligen Freundin nur noch schwer Jobs ergattern kann. Zufällig lernen die beiden den Regisseur Abel Urueta kennen, der sie bittet, ihm bei der Fertigstellung einer einst unvollendeten Filmszene zu helfen. Ungewollt erwecken die drei dabei den Geist eines Magiers, der nun alles daran setzt auch den letzten Teil des von ihm entwickelten Rituals umzusetzen - jenes, das ihn wieder vollständig lebendig machen wird...

Ich hatte rund um Halloween Bock auf unheimliche Geschichten und da kam dieses Buch gerade recht. Ich bin wirklich begeistert von der Autorin. Sie versteht es spannend und unheimlich zu schreiben, mit tollen Ideen und wirklich hervorragenden weiblichen Hauptfiguren. Eine absolute Leseempfehlung für alle Fans des Unheimlichen.

5
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Sarah Beth Durst "Spellshop"

Kiela ist zufrieden mit ihrem Leben als Bibliothekarin - doch als in der Hauptstadt eine Revolution ausbricht, die auch ihre geliebten Bücher bedroht, muss sie die Flucht ergreifen. Zusammen mit mehreren Buchkisten und dem ihrem Assistenten, dem sprechenden Spinnenkraut Caz, flieht sie auf die entlegene Insel ihrer Kindheit. Sie bezieht das alte Cottage ihrer Eltern und will eigentlich weiterhin nur ihre Ruhe - doch das ist auf der kleinen Insel, wo jede*r jede*n kennt und man sich gegenseitig hilft, alles andere als einfach. Zu ihrer großen Überraschung freudet sich Kiela jedoch mit einigen Bewohner*innen an und versucht schließlich sogar, der Insel durch ein paar Zaubersprüche aus ihren Büchern zu helfen. Doch dann treibt ein Sturm Radane auf die Insel, eine kaiserliche Ermittlerin. Offenbar war die Revolution doch nicht erfolgreich und die Magie, die Kilea eingesetzt hat, ist weiterhin streng verboten...

Ich hatte gedacht, es sei nett, sich mal an etwas aus dem Genre der Cosy Fantasy zu versuchen und das Buch klang dazu nach einem guten Einstieg. Das hat sich auch bestätigt - die Geschichte ist gut erzählt, eine schöne Welt mit sympathischen Charakteren und vor allem die lebendigen Pflanzen fand ich sehr lustig. Alles in allem musste ich aber feststellen, dass Cosy nicht so mein Bereich der Fantasy ist, ich brauch mehr Action, fiese Bösewichte und deutlich komplexere Welten. Das ist aber kein Fehler dieses Buchs, das für sein Genre wirklich sehr gut ist. Vielleicht ist es auch ein guter Einstieg für alle, die bisher eher weniger mit Fantasy zu tun hatten und mal vorsichtig anfangen wollen, bevor sie mit Brandon Sandersons Reihen, dem Rad der Zeiten oder dem Herrn der Ringe loslegen. :-)

3
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Christina Henry "Das flüsternde Haus"

Harry Adams hat durch die Coronapandemie ihren Job als Kellnerin verloren, mit dem sie sich und ihren Sohn bisher über Wasser gehalten hat. Um so erfreuter ist sie über die Chance als Haushaltshilfe für den berühmten Regisseur Javier Castillo zu arbeiten, auch wenn dieser ein wenig seltsam ist. Doch Harry ist ein großer Fan seiner Filme und die vielen Requisiten in seiner Villa faszinieren sie genauso wie ihn. Doch dann hört sie eines Tages Geräusche aus einem leerstehenden und verschlossenen Zimmer und bald darauf eine Stimme aus der Wand, die sie um Hilfe anfleht. Während Castillo ihr immer mehr vertraut und die Nähe zu ihr und ihrem Sohn sucht, muss sich Harry fragen, was der Mann vor ihr verbirgt...

Von diesem Buch hatte ich mir recht viel versprochen, es ist die erste eigenständige Geschichte von Christina Henry, die für mich wirklich spannend klang (bisher mochte ich vor allem ihre Retellings). Es fing auch wirklich gut an - die Spannung wurde aufgebaut, auch durch die wechselnden Rückblicke in Harrys und Castillos Vergangenheit. Doch dann kommt das Buch nicht wirklich zu einer für mich überzeugenden Auflösung, stattdessen fand ich das Ende ziemlich mau. Ich wünschte wirklich, die Autorin würde zu ihren Nacherzählungen bekannter Stoffe zurückkehren - die waren alle großartig. Ihre Versuche unheimliche Romane mit eigenständigen Ideen zu schreiben, überzeugen mich hingegen leider nicht.

3
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Alix E. Harrow "Starling House"

Die Kleinstadt Eden in Kentucky ist nicht gerade der ideale Ort zum Leben: Geprägt sind die Menschen von der lokalen Kohlefirma, die für zahlreiche Umweltverschmutzungen verantwortlich ist. Als größter Arbeitgeber kann sie dennoch agieren, wie sie möchte. Starling House, das ehemalige Anwesen einer Schriftstellerin, die mit einem düsteren Kinderbuch bekannt wird, thront zusätzlich bedrohlich über der Stadt. Die Bewohner*innen gelten alle mindestens als merkwürdig, häufig werden sie sogar gefürchtet. Opal lebt seit dem Unfalltod ihrer Mutter mit ihrem jüngeren Bruder in einem Motelzimmer und versucht sich und ihn irgendwie druchzubringen. Als der Besitzer von Starling House ihr einen Job als Reinigungskraft anbietet, sieht sie die Chance damit das Schulgeld für ein Internat für ihren Bruder finanzieren zu können. Doch bald merkt Opal, dass die Gerüchte über Starling House nicht aus der Luft gegriffen sind - das Haus scheint eine Art Eigenleben zu führen und mit dem Nebel kommen Kreaturen aus der Welt unter Starling House, die den Menschen alles andere als wohlgesonnen sind...

Ich muss sagen, ich bin recht begeistert. Von der Autorin hatte ich bisher noch nichts gelesen, aber der Klappentext und die schöne Gestaltung des Buches (traumhafter Farbschnitt) waren dann die Kaufargumente. Ich habe nichts falsch gemacht, kann ich direkt sagen. Die Geschichte ist spannend, toll erzählt und originell. Sie hat leichte Gruselmomente - ich finde diese aber aushaltbar und denke auch, dass es für Menschen passt, die sonst nicht so für Unheimliches zu haben sind. Vor allem die Hauptfigur ist aber das absolute Highlight. Opal ist ungewöhnlich, eigensinnig und ein äußerst starker weiblicher Charakter, vor dessen Entwicklung ich einfach nur den Hut ziehen kann. Ich denke, ich werde demnächst auch mal eins der anderen Bücher der Autorin lesen.

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Christina Henry "Der Knochenwald"

Die junge Mattie lebt alleine mit ihrem Mann William in einer Hütte in den Bergen. Ihr Leben ist archaisch, die haben keinen Strom oder fließendes Wasser, Nahrung wird gejagt oder im Wald gesammelt - für wenige Dinge tritt William den Weg in die Stadt an. Mattie muss ihrem Mann in allem gehorchen, tut sie das nicht, folgt die Strafe direkt auf dem Fuß. Eines Tages findet sie einen toten Fuchs, der alles verändern wird. Es ist schnell klar, dass er nicht von einem Bären getötet wurde - für William handelt es sich um einen Dämonen, den er jedoch glaubt, besiegen zu können. Doch die rätselhafte Kreatur hat die Aufmerksamkeit von anderen Menschen erweckt, die nun vor Ort nach Hinweisen suchen. Und Außenstehende sind noch gefährlicher als jedes Monster oder jeder Dämon - denn William muss unter allen Umständen verhindern, dass diese Mattie sehen oder mit ihr sprechen.

Das Buch ist wie alles von Christina Henry gut geschrieben, spannend und kurzweilig zu lesen. Ich muss allerdings sagen, dass mir ihre Nacherzählungen (bspw. von Alice im Wunderland, Peter Pan etc.) deutlich besser gefallen haben, als ihre eigenständigen Geschichten. Mit dem Monster im Wald und dem fanatischen Hinterwäldler bedient sie zwar wieder klassische Elemente des Horrors, aber das ist hier weniger innovativ. In diesem Buch muss ich auch ehrlich sagen, dass mir beide Elemente eigentlich zu viel waren für eine Geschichte. 

3
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Tina Köpke "Hunting Souls - Unsere verräterischen Seelen"

Katrina Smythe ist achtzehn Jahre alt, als sie stirbt. Was für andere Menschen eine Tragödie wäre, ist für sie jedoch ein Beginn. Katrina ist als einzige Sterbliche in einer Familie von Vampir*innen, Werwölfen und Hexen aufgewachsen und ihre Tante hat sie durch ein magisches Ritual vor dem endgültigen Tod bewahrt. Zwar hat sie etwas gebraucht, um mit ihrer Existenz als Zombie klarzukommen, doch mittlerweile hat sie diese Seite ihres Ichs recht gut im Griff. Katrinas Alltag ändert sich jedoch komplett, als sie Tate Walker begegnet, dem Sohn der neuen Nachbarn. Durch einen Streich von Freund*innen ihrer jüngeren Schwester werden Katrinas und Tates Seelen miteinander verbunden - die Beiden können sich fortan nur noch wenige Meter voneinander entfernen und Verletzungen, die eine*r von ihnen bekommt, machen sich bei beiden bemerkbar. Katrina war eh schon nicht begeistert von den neuen Nachbarn, die zu den Jäger*innen gehören - Menschen, die Übernatürliche wie sie und ihre Familie bei den kleinsten Vergehen (und manchmal auch ohne diese) töten, doch nun hat sie mit Tate ein echtes Problem am Hals, denn eigentlich sollte sie im Auftrag des Todes herausfinden, wer in ihrer Heimatstadt Zombies erschafft und somit Seelen der Ewigkeit vorenthält...

Ich hatte mit etwas mehr Krimielementen bzw. Katrinas Ermittlungen in Sachen Zombies gerechnet, das kommt aber dann doch im Buch leider eher etwas kurz. Die Wechsel der Erzählperspektiven (zwischen Katrina und Tate) waren zwar interessant, manchmal aber auch verwirrend - stellenweise musste ich wirklich aufpassen, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Die Handlung ist spannend und das Setting insbesondere in Katrinas Familie hat mich sehr an die Addams Family erinnert. Tate hat mich als Book-Boyfriend nicht wirklich umgehauen - er war mir einfach zu nett und zu perfekt. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass das Buch eher für jüngere Teenager geschrieben ist. Trotzdem bin ich gespannt auf die Fortsetzung, das Ende ist nämlich ein wirklich fieser Cliffhanger.

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Ruby Braun "Vengeance" (Academy of Dream Analysis)

Im Norden Finnlands liegt die Academy of Dream Analysis, eine elitäre Hochschule, an der Traumwandler*innen ausgebildet werden. Bei ihnen handelt es sich um Menschen mit der Fähigkeit, durch Träume die Wirklichkeit zu beeinflussen. Fast immer entstammen die Studierenden Familien, in denen diese Fähigkeiten seit Jahrhunderten existieren. Dies gilt auch für Nemesis von Winther, die aus München kommt, und ihr Bachelorstudium beginnt. Doch Nemesis Ziel ist nicht der Abschluss des Studiums: Sie will den Tod ihres Bruders, des letzten bekannten Schlafwandlers, rächen. Die Schuldige in ihren Augen und in denen ihrer Familie: Jupiter Sterling, die Direktorin der Akademie. Doch es ist schwieriger als gedacht, der mächtigen Frau etwas nachzuweisen. Und dann ist da noch Mercy Sterling, der Neffe von Jupiter - den sie trotz seiner Familienzugehörigkeit immer sympathischer findet. Doch Mercy verbirgt ein dunkles Geheimnis und an Nemesis Racheplänen wird auch ein gut aussehender Kerl nichts ändern - oder?

Dies ist war eins der Bücher, bei denen ich gefühlt hundert Mal überlegt habe, ob ich es kaufe - und nachher noch weitere hundert Male, warum ich es eigentlich gekauft habe... Beim Lesen ging es mir dann ähnlich. Die Geschichte und die Welt, die hier entwickelt wurden, haben mir recht gut gefallen. Die Handlung ist spannend und nach und nach werden die Leser*innen an einige Rätsel und erste Auflösungen herangeführt. Die Turning Points habe ich nicht kommen sehen, war daher ziemlich überrascht und fand die trotzdem logisch. Was mich gestört hat, sind zwei Aspekte: die Namen der Protagonist*innen - das war mir mit Nemesis, Jupiter etc. einfach zu viel und zu gekünstelt. Schließlich habe ich mich aber vor allem gefragt, ob es klug ist, in einer Welt, in der immer Menschen an irgendwelche Eliten glauben, die im Geheimen die Geschicke der Welt lenken, eine Romanwelt zu entwickeln, in der eine Gruppe von Menschen genau das schon seit Jahrzehnten tut und somit das Weltgeschehen beeinflusst. Natürlich ist dies ein fantastischer Roman, aber ich befürchte, dass es Menschen gibt, die das hier für bare Münze halten werden.

3
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Kacen Callender "Infinity Alchemist"

Ash Woods hat zwar eine Begabung für Alchemie, darf diese aber nicht praktizieren, da ihm die Lizenz dafür fehlt. Erwerben könnte er diese über ein Studium am renommierten Lancaster Mage's College, doch dort ist er abgelehnt worden. Also praktiziert er heimlich und erwirbt sein Wissen im Verborgenen. Dumm nur, dass ihn dabei Ramsay Thorne erwischt, ein*e junge*r Doktorand*in mit einer dunkler Familiengeschichte. Doch statt ihn bei der Obrigkeit zu verraten, zwingt Ramsay Ash ihm*ihr bei der Suche nach dem Buch der Quelle zu helfen, jenem mysteriösen Artefakt, dass unvorstellbare Macht verleihen soll. Erst hilft Ash widerwillig, dann fühlt er sich immer mehr zu Ramsay hingezogen. Doch die Zeit für die beiden läuft davon, denn noch jemand anders sucht nach dem Buch - und dieser jemand kennt keine Skrupel und besitzt Verbindungen in die höchsten Ebenen der Macht im Land...

Zwei Dinge haben mir an diesem Buch gefallen: die Welt, die für die Geschichte entwickelt wurde, und die queeren Hauptfiguren. Leider reicht beides nicht, um ein überzeugendes Buch zu verfassen, denn aus diesen Grundlagen wurde zu wenig gemacht. Dafür wurden zu viele Seiten auf die Liebesgeschichte fokussiert und am Ende hatte ich das Gefühl, dass plötzlich die Idee fehlte, wie alles aufgelöst werden sollte. Das ging doch ganz schnell und hat überhaupt nicht überzeugt. Zusätzlich gab es dann noch diese kitschige "Wünsch-Dir-was"-Begegnung mit dem neuen Staatsoberhaupt. Nee, das Buch kann ich leider nicht weiterempfehlen.

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Oliver Hoffmann "Moriarty und der Schächter von London"

Molly Miller schlägt sich im London des Jahres 1894 als Straßenmädchen durch und hält sich mit Einbrüchen über Wasser. Ihr letzter Auftrag geht jedoch schief und sie wird vom Besitzer des Gegenstands, den sie stehlen sollte, ertappt. Es handelt sich um niemand anderen als den berühmten Mathematik-Professor James Moriarty, von dem Sherlock Holmes behauptet hat, er sei der Napoleon des Verbrechens. Zu Mollys Glück lässt er sie nicht nur trotz des Einbruchs laufen, sondern bietet ihr auch einen Platz in seinem Team an. Aktuell ist er gebeten worden, bei den Ermittlungen zu einem Mordfall zu helfen (der berühmteste Detektiv der Welt ist nach Vorkommnissen an einem schweizer Wasserfall abkömmlich) und Molly könnte dabei hilfreich sein. Bald muss die junge Frau erkennen, in welch extrem bedeutsamen Fall sie damit verwickelt wurde. Der Mörder hat sein Opfer auf eine Weise getötet, die an den religiösen Brauch des Schächtens erinnert und bald kommen weitere Taten hinzu. Moriarty und Molly müssen den Täter schnell finden, sonst drohen Progrome an jüdischen und muslimischen Einwander*innen, unter denen der*die Täter*in vermutet wird...

Ich bin großer Sherlock Holmes Fan und die Aussicht, mal einen Krimi mit seinem großen Gegenspieler Moriarty in der Hauptrolle zu lesen, hat mir sehr gefallen. Der Fall selbst und die Ermittlungen sind auch sehr gut geschildert, die Handlung ist spannend und logisch konstruiert. Moriarty lässt sein Genie durchblitzen (kommt aber nicht ganz an Holmes heran). Was mich aber völlig enttäuscht hat, ist, dass Molly eine so zentrale Rolle spielt. Sie ist die Ich-Erzählerin und auch sehr aktiv an den Ermittlungen beteiligt (wobei ich ihre vorwitzige Art nicht mochte) - ich wollte aber einen Moriarty-Krimi lesen. Vielleicht liegt es auch nur daran, dass ich andere Erwartungen hatte, aber ich war bzw. bin wirklich enttäuscht.

3
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