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Jerome Charyn "Ravage & Son"

Ben Ravage wächst im New York Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts als Sohn einer alleinerziehenden Mutter auf. Als diese ins Irrenhaus eingewiesen wird, verbringt man Ben in ein Waisenhaus mit sadistischen Wärtern. Der Fürsprache eines Verlegers ist es zu verdanken, dass er in Havard Jura studieren kann und Rechtsanwalt wird. Doch statt ins Gericht zieht es Ben zur Kehillah, einer Art Privatpolizei reicher jüdischer Geschäftsleute. In deren Auftrag soll er nun den Mann suchen, der immer wieder die Prostituierten in der Allen Street angreift - und mit dem er enger verbunden ist als ihm lieb sein kann...

Irgendwie hatte ich mir anhand des Klappentexts etwas anderes unter dem Buch vorgestellt, daher war ich leider enttäuscht nach der Lektüre. Die Geschichte ist dabei nicht schlecht und die Figuren durchaus interessant, aber ich fand es wirklich sperrig zu lesen, bin nur sehr schwer in die Geschichte hereingekommen und wirklich mitgerissen hat mich die Handlung auch nicht. 

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Sebastian Fitzek "Das Kalendermädchen"

Psychologieprofessorin Olivia Rauch ist verzweifelt: Ihre Tochter Alma ist schwer erkrankt und nur eine Knochenmarkspende kann sie noch retten. Doch Alma wurde von ihr als Baby adoptiert und bisher konnten keine geeigneten Spender*innen gefunden werden. Die besten Chancen würden mit den leiblichen Eltern bestehen, in Almas Adoptionsakte steht jedoch der Hinweis, dass die Identität der Eltern auf keinen Fall preisgegeben werden darf, da der Mutter sonst Lebensgefahr drohe. Olivia ist trotzdem entschlossen alles zu tun, um ihre Tochter zu retten und macht sich daher auf die Suche nach der mysteriösen Frau. Dabei stößt sie auf die urbane Legende des Kalendermädchens und die Tradition des lebendigen Adventskalenders, die für eine junge Frau zu einer schrecklichen Bedrohung wurde...

Das Buch ist ein typischer Fitzek - die Geschichte ist spannend und liest sich sehr schnell. Man wird leicht in die Handlung hineingezogen und kann gut abends zum Abspannen lesen (wenn man denn mit Thrillern entspannen kann). Die Twists am Ende habe ich zum Teil kommen sehen, zum größten Teil aber nicht. Insgesamt kann ich das Buch Thrillerfans empfehlen.

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Walter Moers "Qwert"

Qwert ist ein gallertartiges Wesen und eigentlich in seiner Dimension ein Prinz - allerdings fiel er durch ein Dimensionsloch und landete in Zamonien, wo er gemeinsam mit Blaubär die Schulbank der Nachtschule drückte. Nun ist er erneut durch ein Dimensionsloch gefallen und in Ormea gelandet. Nachdem er irrtümlich eine Janusmeduse, das gefährlichste Wesen dieser Welt, befreit hat, muss er erkennen, dass er im Körper von Prinz Kaltbluth steckt: Held diverser Trivialromane und wie jeder gute Ritter mit einer Vielzahl an Feinden gesegnet. Zum Glück gibt es jedoch seinen treuen Knappen und das Reitwürmchen Schneesturm, die ihm durch manch brenzliche Situation helfen.

Das Buch ist wie jeder Roman von Walter Moers einfach genial. Ich kann die ganzen tollen Ideen gar nicht aufzählen, daher sei nur gesagt, dass es ein unglaublicher Lesespaß ist, den ich nur empfehlen kann. Wie immer ist das Hardcover leider recht teuer und auch ziemlich schwer (merkt man beim längeren Lesen), aber durch die tolle Gestaltung ist es die Anschaffung wirklich wert.

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Jaysea Lynn "For whom the belle tolls"

Lily ist tragisch recht früh an einer Krebserkrankung verstorben und erfährt zu ihrer eigenen Überraschung, dass sie im Jenseits dem Paradies zugeordnet wird. Da ihr die Zeit in ihrem gemütlichen Häuschen mit Unmengen von Büchern, leckerem Essen und gutem Kaffee jedoch schnell zu langweilig wird, sieht sie sich nach einer Beschäftigung um. Sie findet einen in der Ankunftshalle der Seelen und eröffnet den Hellp-Desk, wo sie ihre Erfahrungen im Kundendienst vor allem bei jenen Seelen einsetzt, die der Hölle zugeteilt werden. Schnell freundet sie sich mit ihren vor allem dämonischen Kolleg*innen an, von denen es ihr insbesondere Bel, ein Prinz der Hölle angetan hat...

Ih hatte mir das Buch wegen den Idee mit dem Hellp-Desk gekauft und einige witzige Situationen erwartet. Leider kommen diese nur sehr selten vor, stattdessen wird hier ein unglaublich kitschiger Liebesroman erzählt - halt nur mit Dämonen. Einige der Idee um die jenseitige Welt fand ich ja noch recht gut, aber all diese netten Dämonen? Das passte für mich nicht und wäre mir stellenweise auch selbst bei Engeln zu viel gewesen. Ich habe mich durch das Buch wirklich durchquälen müssen, es hat echt lange gedauert (was nicht nur an den über 800 Seiten lag) und ich habe es dann irgendwie mit festgelegten Lesezielen für jeden Tag geschafft. Leider kann ich daher so überhaupt keine Empfehlung aussprechen.

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Teresa Sporrer "Goddess of Fury - Dein Herz so steinern"

Euryale ist eine Halbgöttin, die Tochter von Circe, und ihr Lebensziel besteht darin eine Furie zu werden - so wie die Wesen, die sie seit Kindesbeinen umsorgt haben. Um dies zu erreichen, muss sie mehrere Aufgaben erfüllen, die ihre Ziehmütter ihr stellen. Die letzte und entscheidende führt sie in das viktorianische London, wo sie einen Riss zwischen der Welt der Menschen und der Unterwelt finden und verschließen soll. Während ihrer Suche macht sie die Bekanntschaft des jungen angehenden Geschichtsprofessors Deacon, der Lebensfäden sehen und manipulieren kann. Nach anfänglichen Auseinandersetzungen fühlen sich die beiden zueinander hingezogen, doch Deacon hat mehr mit Euryales Aufgabe zu tun als beide ahnen...

Griechische Mythologie und ein Setting im viktorianischen London - das waren die beiden Elemente, die das Buch für mich interessant gemacht haben. Insbesondere zu Beginn hat es mir auch sehr gut gefallen - es las sich auch sehr flüssig und die Story war spannend. Dann hat jedoch die Liebesgeschichte zwischen Euryale und Deacon nach meiner Meinung zu viel Raum eingenommen - und ich befürchte, dass sich hier wieder so ein Seelengefährten-Kram abzeichnet. Der Cliffhanger am Ende ist wirklich gemein und ich befürchte, dass ich nur wegen ihm trotzdem den zweiten (und finalen) Band lesen werde.

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R.F. Kuang "Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin"

Rin wächst als Kriegswaise im Süden des Reiches Nikan auf. Für ihre Pflegeeltern ist sie vor allem eine billige Arbeitskraft, die sie schließlich an einen reichen alten Mann verheiraten wollen. Rins einzige Chance dieser Zwangsehe zu entgehen, sind die jährlichen Prüfungen, die sie zur Überraschung aller als beste ihrer Provinz besteht. Dies eröffnet ihr die Chance an der militärischen Eliteakademie der Hauptstadt Sinegard zu studieren, doch auch hier wird sie wegen ihrer Herkunft verachtet und muss gegen mehr Widerstände als ihre Mitschüler*innen ankämpfen. Bald jedoch zeigt sich, dass Rin Fähigkeiten hat, die ausgesprochen selten geworden sind: Sie ist eine Schamanin, die die Kraft der Götter kanalisieren kann. Dies wird vor allem dann umso wichtiger, als ein lange ruhender Konflikt wieder aufflammt und das Nachbarreich Nikan erobern will...

Ich bin bekennender Fan der Autorin und trotzdem habe ich etwas gebraucht, bis ich jetzt endlich angefangen habe, ihre Debütreihe zu lesen. Ich hatte einiges darüber gehört, dass es ziemlich traurig sein sollte (kann ich nur in Teilen zustimmen) bzw. stellenweise sehr heftig (das würde ich hingegen unterschreiben). Mir hat das Buch sehr gut gefallen, erzählt wird zwar eine klassische Grundstruktur der Fantasy, dies aber in einer sehr gut durchdachten Welt und mit gut konstruierten Charakteren. Die Anleihen an die asiatischen Mythen sowie Teile der realen asiatischen Geschichte haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich bin gespannt auf die beiden Folgebände (die ich jetzt hoffentlich etwas schneller lesen werde).

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M.L. Wang "Blood over bright haven"

Hohe Positionen innerhalb der magischen Universität von Tiran sind aus religiösen Gründen nur Männern vorbehalten, lediglich alle zehn Jahre erhält eine Frau die Chance, sich den Prüfungen für die Position der Hochmagier*innen zu stellen. Doch noch nie hat eine von ihnen diese bestanden. Die junge Sciona will die Erste sein, der dies gelingt - was auch tatsächlich eintritt. Doch entgegen ihrer Hoffnungen wird sie auch danach nicht als Ebenbürdige angesehen, sondern von ihren männlichen Kollegen weiterhin mit Verachtung gestraft. Statt eines Assistenten wird ihr der Hausmeister Thomil zugeteilt, dessen Herkunft als nomadischer Jäger des Volkes der Kwen sich jedoch bald als überaus nützlich erweist. Denn seine Sichtweisen, die so gänzlich anders sind als das, was Sciona bisher in ihren Büchern fand, helfen dem ungleichen Duo dabei, die Aufgabe, vor die alle Hochmagier gestellt wurden, zu lösen. Gleichzeitig erfährt Sciona jedoch auch Dinge über die Quelle ihrer Magie, die bisher vor ihr geheim gehalten wurden. Als sie die gesamte Bevölkerung von Tiran darüber aufklären will, löst sie eine Katastrophe aus...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen - die Welt ist sehr durchdacht konstruiert und voll mit politischen und religiösen Elementen. Als Frau hat mich vieles davon wütend gemacht, konnte es doch nur als diskriminierend bezeichnet werden. Sciona ist eine gut konstruierte Hauptfigur, die mich völlig überzeugt hat - sie ist durch und durch Wissenschaftlerin und blendet zunächst die Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung ihrer Handlungen aus bzw. glaubt den offiziellen Behauptungen der Regierung und der Religion. Das Ende ist aus meiner Sicht sehr überzeugend, wenn auch leider etwas traurig, aber in anderer Variante hätte ich nicht glaubhaft gefunden. 

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Alexander Teske "Inside Tagesschau - Zwischen Nachrichten und Meinungsmache"

Ich bin über das Buch zufällig in der Bahnhofsbuchhandlung gestolpert und fand es ganz interessant. Der Autor hat lange Jahre für die Tagesschau gearbeitet, kann daher einen Blick hinter die Kulissen liefern. Ich fand es spannend einmal zu erfahren, wie eine solche Nachrichtensendung zustandekommt. Auch seine Kritik kann ich in vielen Punkten nachvollziehen, bspw. wenn es darum geht, dass so wenige Ostdeutsche in hohen Positionen arbeiten, wie Themen ausgewählt werden und dass in der gesamten Redaktion zu ähnliche politische Meinungen herrschen. Ich kann völlig nachvollziehen, dass das Team einer der wichtigsten täglichen Nachrichtensendungen die komplette Bandbreite der Meinungen in der Bevölkerung widerspiegeln sollte. An manchen Stellen ist mir das Buch dann aber zu sehr wiederholend und auch zu polemisch. Warum es wichtig war, dass eine Person gerne barfuss läuft und Ingerwasser trinkt, hat sich mir nicht erschlossen. Der kritische Punkt hätte auch ohne diese Darstellung funktioniert. Alles in allem finde ich das Buch aber lesenswert und kann es daher durchaus empfehlen.

4
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Freida McFadden "Die Kollegin"

Natalie Farrell ist die Starverkäuferin ihrer Firma und sowohl bei den Kolleg*innen als auch beim Chef hochbeliebt. Dawn Schiff ist hingegen die graue Maus - Buchhalterin, pendantisch, teilweise etwas anstrengend, aber absolut verlässlich. Als sie eines Morgens nicht zur üblichen Zeit im Büro erscheint, ist Natalie sofort klar, dass hier etwas nicht stimmt. Und ihr Gefühl trügt sie nicht: Dawn ist spurlos verschwunden, in ihrem Haus werden Blutspuren gefunden. Die Polizei beginnt zu ermitteln und dann wird eine Frauenleiche gefunden - Dawn wurde ermordet. Die Ermittlungen zeigen immer mehr, dass Natalie und Dawn sich nicht so gut verstanden haben, wie Natalie anfangs behauptet hat. Immer mehr gerät sie in den Fokus der Polizei und versucht verzweifelt, zu beweisen, dass sie mit der Tat nichts zu tun hatte...

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, die ja für ihre Plottwists bekannt ist. Mir hat der Thriller recht gut gefallen, er las sich schnell und die Handlung war spannend. Mit den Wendungen hatte ich nicht gerechnet, fand sie aber auch nicht so unlogisch, wie viele andere im Internet behaupten. Auch die Sache mit den Schildkröten fand ich nicht so nervig, wie manche andere - es gehört halt zu der Figur von Dawn dazu. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

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Adalyn Grace "Holly"

Es herrscht Weihnachtsstimmung in Wisteria Gardens: Blythe will nach der Rückkehr von Aris das Fest mit ihren Liebsten feiern und so verbringen ihr Vater und ihre Cousine Signa die Feiertage bei ihnen. Doch bald schon wird die Idylle gestört, denn eine Truppe Geister macht das Anwesen unsicher und will sich nicht so einfach vertreiben lassen. Zwischen den Suche nach den passenden Geschenken sind Signa und Aris nun damit beschäftigt, herauszufinden, wie sie ihre ungewollten Gäste wieder loswerden, ohne dass Blythe etwas davon mitbekommt...

Ich bin ja großer Fan der beiden ersten Bände aus der Belladonna-Reihe, fand den dritten aber deutlich schwächer und dies setzt sich hier leider fort. Mir fehlt das Krimielemente, dass die beiden ersten Bände so auszeichnete - da reicht es auch nicht, dass Signa hier ein Rätsel lösen soll (was für mich einfach nicht das Gleiche ist). Das Weihnachssetting ist nett und daher passte es auch, das Buch jetzt zu lesen, ich hätte es aber nicht gebraucht. Als Novelle ist es leider auch recht dünn und damit schnell durchgelesen.

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