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Carissa Broadbent "Daughter of no worlds"

Tisaanah wächst als Sklavin auf, nachdem ihre Heimat erobert und ihr Volk zum größten Teil zur Zwangsarbeit in die Minen geschickt wurde. Als Sklavin hat sie dabei fast noch Glück, bestehen so doch Überlebenschancen - und die Aussicht darauf, sich freizukaufen. Als sie ihren "Besitzer" jedoch nach Jahren damit konfrontiert, dass sie die gefordert Summe beisammen habe, will dieser nichts mehr davon wissen und misshandelt sie schwer. Aus Angst und Wut nutzt Tisaanah ihre bisher nur rudimentären magischen Kräfte und tötet den Mann. Mit Hilfe eines anderen Sklaven kann sie zwar entkommen, ist jedoch schwer verletzt. Es gelingt ihr dennoch, sich ins Nachbarreich durchzuschlagen, wo die magischen Order ihr eine Chance bieten, ihre Kräfte zu trainieren und dann ihre Freunde befreien zu können. Doch die Ausbildung verläuft nicht so einfach wie Tisaanah dachte. Als Lehrer wird ihr der wortkarge und einsiedlerische Max zugeteilt, der offenbar nicht viel von den Orden hält. Schneller als ihr lieb ist, muss Tisaanah erfahren, dass er damit gar nicht so unrecht hat und sie selbst von den Mächtigen für deren Ziele benutzt werden soll...

Das Buch ist wirklich gute High Fantasy mit einer starken Heldin und einem faszinierenden männlichen Hauptcharakter. Die Welt ist sehr gut durchdacht und in sich stimmig, es geht um politische Intrigen und Ränke sowie eine geheimnisvolle magische Kraft. In diesem ersten Band wird noch viel Zeit darauf verwendet in die Welt und die Charaktere einzuführen, aber das hat mir gerade gefallen - hier nimmt sich eine Autorin wirklich Zeit ihre Figuren und die Handlung zu entwickeln. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird.

5
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Damian Dibben "Jake Djones - In der Arena des Todes"

Jake hat es mit seinem ersten Einsatz geschafft nicht nur seine Eltern zu retten, sondern sich auch als Agent der Geschichtshüter zu etablieren. Leider verliert er diesen Status schnell wieder, als es einem Fehler von ihm zu verdanken ist, dass eine Lieferung des für die Zeitreisen dringend benötigten Atomiums nicht übergeben wird. Zu seinem Glück richtet sich die Aufmerksamkeit der Gemeinschaft jedoch schnell auf eine Nachricht der verschollenen Agentin Topaz, die sich aus dem antiken Rom meldet. Die erste Rettungsmission läuft jedoch entsetzlich schief, so dass schließlich doch Jake gemeinsam mit seiner Tante Rose zu einem Einsatz kommt. Vor Ort angekommen, erkennen sie schnell, dass hier ein weiteres Mitglied der berüchtigten Familie Zeldt am Werke ist und erneut ein fieser Plan für Chaos in der Vergangenheit sorgen soll. Jake und seine Freunde müssen einiges riskieren, wenn sie dessen Erfüllung verhindern wollen...

Ich hab die Reihe recht lange liegengelassen, was vermutlich schon andeutet, dass sie mich nicht wirklich gefesselt hat. Auch dieser zweite Band ist wie sein Vorgänger durchaus nett und unterhaltsam, aber leider auch nicht mehr. Warum die Bücher beim Erscheinen trotzdem so gehypt wurden, erschließt sich mir einfach nicht. Zusätzlich ging mir Jake als Hauptfigur hier ziemlich auf die Nerven, da er sich pausenlos überschätzt, nicht an Absprachen hält und dann dafür verantwortlich ist, dass alles schiefläuft. So jemanden würde ich auch in keinem Team haben wollen.

3
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Hannah Nicole Maehrer "Apprentice to the Villain"

Eve Sagers Versuch den Schurken aus den Händen des Königs zu retten, war zwar erfolgreich, doch hat sie dabei beinahe ihr Leben lassen müssen. Und auch der Schurke ist nicht angetan, dass sie von einer Schneewittchen-Frucht gegessen hat. Die Ruhe bleibt auch nur zeitweise, denn der König scheint besessen davon, eine uralte Prophezeiung zu erfüllen, die bisher alle für ein Märchen hielten. Was aber, wenn er recht haben sollte? Also machen sich Eve, der Schurke und ihre Verbündeten daran, dem Herrscher zuvorzukommen und selbst die Gegenstände zu finden, die in der Prophezeiung erwähnt werden. Das ist jedoch alles andere als einfach und führt bei manchem Mitglied des Teams zu schmerzhaften Begegnungen mit der eigenen Vergangenheit und Familie...

Das Buch zeichnet sich, genau wie der erste Band, durch seinen trockenen Humor und die Anlehnungen an klassische Märchenwelten aus. Ein bisschen weniger Lovestory wäre mit erneut sehr recht gewesen - vor allem dieses Hin und Her sowie die dauernden Missverständnisse zwischen Eve und dem Schurken waren mir etwas too much. Der Frosch ist wieder ein Highlight - ich hatte aber das Gefühl, er war weniger häufig aktiv als im ersten Band, was unbedingt geändert werden muss für die Fortsetzung.

4
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Justine Pust "Whispers of destiny"

Die Welt im Jahr 2096: Die Gesellschaft ist in Stufen geteilt, die streng regeln, wer welche Ressourcen und Jobs bekommt - die unteren Stufen leben in Gegenden, die von Umweltschäden betroffen sind und können nur verzweifelt auf einen Aufstieg hoffen. Blue hatte eigentlich auch entsprechende Hoffnungen, doch die verpflichtende medizinische Untersuchung offenbart stattdessen, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Zu ihrem Glück ist der Tod in dieser Welt eine personifizierte Erscheinung, die zusätzlich ein Callcenter gegründet hat, dass Seelen bei ihrem Übergang begleitet. Blue bekommt das Angebot dort zu arbeiten und kann sich damit zusätzliche Lebenszeit erwerben. Eher zögerlich nimmt sie den Job an und bemüht sich auch nur bedingt sich in die Abläufe und das Team einzupassen. Doch als immer mehr rätselhafte Anrufe eingehen und Mitarbeitende von Death Call verschwinden, ist es Blue, die gemeinsam mit ihren wenigen Freund*innen einer Verschwörung auf die Spur kommt...

Mir hat die Idee mit dem Call Center gut gefallen und auch das gesamte andere Worldbuilding ist nicht schlecht. Davon abgesehen, war das Buch unterhaltsam, ich hatte aber irgendwie das Gefühl, dass es für eine jüngere Zielgruppe geschrieben war - trotz der eher düsteren Thematik. Die Charaktere sind mir leider auch etwas zu flach geblieben und die Auflösung der Geschichte hat nicht wirklich überrascht. Kurz und gut: war okay, muss man aber nicht gelesen haben.

3
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James Alistair Henry "Pagans"

Eine andere Welt: Nicht in Europa, sondern auf der Südhalbkugel wurden die technischen Entwicklungen gemacht, die das Leben prägen. Die britische Insel hinkte lange hinterher und ist in ihre drei Teile zersplittert, der Frieden zwischen den Ländern ist mehr als brüchig. Doch es gibt immer wieder Versuche, ein Vereinigtes Königreich zu schaffen. Kurz vor dem Beginn einer neuen Verhandlungsrunde wird die Leiche eines keltischen Diplomaten gefunden: angenagelt an einen Baum. Um Konflikten vorzubeugen wird der keltische Inspektor Drustan an den Ermittlungen beteiligt, die die sächsische Ermittlerin Aedith leitet. Die beiden haben so ihre Startschwierigkeiten, arbeiten dann jedoch erstaunlich gut zusammen. Und kommen einer weitreichenden Verschwörung und einem Killer mit einer Mission auf die Spur...

Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Ich fand die Welt, die hier entwickelt wurde, toll und sehr gut durchdacht. Es machte Spaß sich mit dieser alternativen Realität und ihren Besonderheiten auseinanderzusetzen und sich immer wieder zu fragen: "Was wäre wenn...?". Zusätzlich wird auch ein wirklich guter Kriminalfall erzählt, der spannend und logisch aufgebaut ist. Ich kann das Buch nur sehr empfehlen und würde mich freuen, wenn eine Reihe daraus werden würde.

5
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Tami Fischer "Pretty shameless"

Sarahs Rachepläne haben sie in eine völlige Katastrophe befördert: Vor den Augen zahlreicher Partygäste musste sie Monroes Verkündigung ihrer Verlobung zustimmen, da dieser behauptet hat, Payton in seiner Gewalt zu haben. Das entpuppt sich zwar als gelogen, aber ihr verdrehter Ex-Freund will weiterhin an seinen Heiratsplänen festhalten, da er befürchtet, dass Sarah und Payton als leibliche Töchter ihm sonst das Erbe seines Stiefvaters streitig machen könnten. Sarah willigt zunächst ein, in der Hoffnung damit Ruhe für sich und ihre Familie zu erkaufen. Sie muss jedoch bald erkennen, dass Monroe eine sehr ungesunde Form der Zuneigung für sie hat und erfährt, dass dies schon anderen Frauen nicht gut bekommen ist. Sie beschließt daher, sich mit ihrer Schwester und ihren Manhattener Freund*innen zusammenzutun, um es den Darlington-Brüdern endlich heimzuzahlen...

Dieser abschließende Band der Reihe hat mir im Vergleich mit den Bänden eins und zwei zwar tatsächlich am besten gefallen - vor allem weil ich den Eindruck hatte, dass hier endlich die Rachegeschichte (die mich ja vorrangig an der Reihe interessiert hat) in den Vordergrund gerückt wurde und einen Abschluss fand. Der war mir dann zwar leider etwas holprig, weil auf einmal alles gelöst wurde und sich doch ein bisschen viel klärte, aber zumindest kam es zu einem Ende. Leider mag die Autorin immer noch nicht auf die detaillierten Beschreibungen von Kleidung verzichten - aber vielleicht bin ich auch einfach nicht Teil ihrer Zielleserschaft und das ist sonst so gewollt.

3
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Jasmine Mas "Bond of Hercules"

Alexis muss immer noch damit klar kommen, dass sie nicht nur Hercules ist, die lange totgeglaubte Erbin des Hauses Hades, sondern durch Unkenntnis der spartanischen Sitten nun auch noch mit Kharon und Augustus verheiratet ist - war sie sich doch bisher sicher, dass beide sie abgrundtief hassen. Doch das ist bald nur ihr kleinstes Problem: Die jährlichen Wettkämpfe der Chtonier*innen stehen an und Zeus, der sie noch immer verachtet, hat so manch unangenehmde Überraschung für sie parat. Und dann ist da noch das Geheimnis, dass Alexis vor allen bewahren muss und dass sie, wenn es herauskommt, in mehr als nur Schwierigkeiten bringen wird...

Ich hatte den ersten Band ja wegen der innovativen und düsteren Welt gemocht und diese ist auch hier wieder vorherrschend. Allerdings finde ich irgendwie, dass zu wenig aus der Story gemacht wurde. Sehr häufig standen die amourösen Verwicklungen im Mittelpunkt und das hat mich ziemlich genervt - zumal ich es unlogisch fand und es auch im Buch nicht geklärt wurde, warum plötzlich alle Alexis so toll fanden, nachdem sie sie vorher verachtet haben. Insgesamt war auch dieser Band allerdings sehr unterhaltsam und das Ende lässt vermuten, dass es eine Fortsetzung (mit anderen Hauptcharakteren?) geben könnte, die ich durchaus interessant finden würde.

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One battle after another

Pat Calohoun war einst Mitglied der linksextremen Terrorgruppe "French 75". Stets an seiner Seite: Perfidia Beverly Hills, mit der ihn nicht nur der politische Kampf verbindet, sondern auch eine Liebesbeziehung. Nach einem misslungenen Banküberfall wird Perfidia gezwungen, ihre Mitkämpfer*innen zu verraten, Pat kann jedoch mit der gemeinsamen Tochter fliehen und sechzehn Jahre lang untertauchen. Doch dann landen er und "Willa", wie er seine Tochter mittlerweile nennt, wieder auf der Abschussliste von Colonel Lockjaw, der einst ein prägendes Erlebnis mit Perfidia hatte und von dieser nahezu besessen war. Nun befürchtet er, dass Willa seine Tochter sein könnte, was seinen Bemühungen in den rassistischen "Christmas Adventures Club" aufgenommen zu werden, entgegen stehen würde. Also muss Willa verschwinden. Pat reaktiviert alte und neue Kontakte, um seine Tochter zu retten...

Wir hatten den Film im Open-Air-Kino gesehen, wobei uns das regnerische Wetter leider den Genuss etwas durchnässt hat. Insgesamt hat mir der Film aber sehr gut gefallen - die Story ist spannend und ein wenig skurril. Teilweise hat der Film für mich Züge eines Tarantino-Movies - wer das kennt und mag, weiß, was ich meine. Wer darauf nicht steht, wird vermutlich auch diesen Film nicht mögen. Abgesehen davon ist er einfach großartig besetzt, mein persönliches Highlight war Sean Penn als Lockjaw.

5
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Lara Große "His monstrous heart"

Prinzessin Andromeda soll ihre Heimat Tessalien vor dem machthungrigen Imperium von Laurentia durch eine politische Heirat bewahren. Doch der Imperator erfährt von den Plänen und schickt seine mächtigste Waffe, das gefürchtete Seeungeheuer, um die Stadt dem Erdboden gleich zu machen. Das göttliche Orakel behauptet, dass nur Andromedas Opfer die Stadt retten kann und so wird sie an einem Felsen im Meer angekettet. Doch zu ihrer großen Überraschung verschont das Ungeheuer sie und nimmt sie stattdessen als Geisel. Denn hinter dem monströsen Wesen verbirgt sich General Ketos, dem ein magischer Armreif die Verwandlungen ermöglicht und der vom Imperator zu diesen gezwungen wird. Adromeda erhofft sich von der Geiselnahme eine Chance ihre Heimat zu retten, denn offenbar hat der General irgendetwas mit ihr vor. Und während beide ihre Pläne verfolgen, ohne dem jeweils anderen davon zu verraten, passiert, was nicht hätte passieren sollen - sie fangen an Gefühle füreinander zu entwickeln...

Mir hat das Setting und die Grundidee sehr gut gefallen. Inspririert ist beides meiner Meinung nach von griechisch-römischer Historie und Mythologie und das verbindet die Autorin zu einer gut durchdachten Welt. Die Geschichte wird jeweils abwechselnd pro Kapitel aus der Sicht von Andromeda und Ketos erzählt, was die Handlung deutlich perspektivenreicher macht. Die Liebesgeschichte hat mich leider nicht überzeugt und ich fand sie auch erzählerisch nicht gut hergeleitet, da schien mir zuvieles widersprüchlich. Das Ende ist ein ziemlich fieser Cliffhanger, so dass ich auf jeden Fall in Band zwei weiterlesen werde. 

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Yvy Kazi "A soul untamed"

Hazel Bird ist mehr denn je entschlossen, den Fluch der Sirenen zu brechen, um ihre Zukunftswünsche nach einer Familie wahr werden zu lassen. Und bald kommt sie mehr und mehr Hinweisen auf die Spur, die anzeigen, dass dies tatsächlich möglich sein könnte. Doch ihre Gegner sind nicht untätig und trotz der Unterstützung durch JJ, der insgeheim auf ihrer Seite steht, wird es mehr als gefährlich für Hazel und ihre Verbündeten. Eine große Enthüllung soll schließlich den Erfolg bringen, aber das hätte weitreichende Folgen für die gesamte arkane Gesellschaft und wird sicher nicht bei allen auf Begeisterung stoßen...

Dies ist der vierte und (vorerst?) letzte Band der Reihe und er erzählt die Geschichte von Hazel und Taro zu Ende. Ich halte auch diesen für gute Urban Fantasy, allerdings ist er mir, wie die gesamte Reihe, weiterhin etwas zu cosy, um mich wirklich vollends zu begeistern. Ob ich weiterlesen würde, wenn es Fortsetzungen gäbe, würde ich daher aktuell anzweifeln.

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