Herzlich willkommen auf darktiger.org
Wir freuen uns, dass Sie auf die Website von Tanja Adamus und Maik Hetmank gefunden haben.
Sie finden unter Horch und Guck Rezensionen zu Konzerten, CD's, Kinofilmen, Computerspielen und allem Medialem, was uns sonst noch unter die Finger kommt.
Unser Chefkoch Ole-Gunnar Flojkar teilt gerne seine Rezepte und Weisheiten mit Ihnen.
Unsere Gedanken zum Tage, zum Weltgeschehen und alles, was uns sonst noch auf dem Herzen liegt, teilen wir Ihnen in unserem Blog Bitte hier ankreuzen! mit.
Ach ja, eine Linksammlung haben wir natürlich auch...

Jaysea Lynn "For whom the belle tolls"

Lily ist tragisch recht früh an einer Krebserkrankung verstorben und erfährt zu ihrer eigenen Überraschung, dass sie im Jenseits dem Paradies zugeordnet wird. Da ihr die Zeit in ihrem gemütlichen Häuschen mit Unmengen von Büchern, leckerem Essen und gutem Kaffee jedoch schnell zu langweilig wird, sieht sie sich nach einer Beschäftigung um. Sie findet einen in der Ankunftshalle der Seelen und eröffnet den Hellp-Desk, wo sie ihre Erfahrungen im Kundendienst vor allem bei jenen Seelen einsetzt, die der Hölle zugeteilt werden. Schnell freundet sie sich mit ihren vor allem dämonischen Kolleg*innen an, von denen es ihr insbesondere Bel, ein Prinz der Hölle angetan hat...

Ih hatte mir das Buch wegen den Idee mit dem Hellp-Desk gekauft und einige witzige Situationen erwartet. Leider kommen diese nur sehr selten vor, stattdessen wird hier ein unglaublich kitschiger Liebesroman erzählt - halt nur mit Dämonen. Einige der Idee um die jenseitige Welt fand ich ja noch recht gut, aber all diese netten Dämonen? Das passte für mich nicht und wäre mir stellenweise auch selbst bei Engeln zu viel gewesen. Ich habe mich durch das Buch wirklich durchquälen müssen, es hat echt lange gedauert (was nicht nur an den über 800 Seiten lag) und ich habe es dann irgendwie mit festgelegten Lesezielen für jeden Tag geschafft. Leider kann ich daher so überhaupt keine Empfehlung aussprechen.

1
Durchschnitt: 1 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Teresa Sporrer "Goddess of Fury - Dein Herz so steinern"

Euryale ist eine Halbgöttin, die Tochter von Circe, und ihr Lebensziel besteht darin eine Furie zu werden - so wie die Wesen, die sie seit Kindesbeinen umsorgt haben. Um dies zu erreichen, muss sie mehrere Aufgaben erfüllen, die ihre Ziehmütter ihr stellen. Die letzte und entscheidende führt sie in das viktorianische London, wo sie einen Riss zwischen der Welt der Menschen und der Unterwelt finden und verschließen soll. Während ihrer Suche macht sie die Bekanntschaft des jungen angehenden Geschichtsprofessors Deacon, der Lebensfäden sehen und manipulieren kann. Nach anfänglichen Auseinandersetzungen fühlen sich die beiden zueinander hingezogen, doch Deacon hat mehr mit Euryales Aufgabe zu tun als beide ahnen...

Griechische Mythologie und ein Setting im viktorianischen London - das waren die beiden Elemente, die das Buch für mich interessant gemacht haben. Insbesondere zu Beginn hat es mir auch sehr gut gefallen - es las sich auch sehr flüssig und die Story war spannend. Dann hat jedoch die Liebesgeschichte zwischen Euryale und Deacon nach meiner Meinung zu viel Raum eingenommen - und ich befürchte, dass sich hier wieder so ein Seelengefährten-Kram abzeichnet. Der Cliffhanger am Ende ist wirklich gemein und ich befürchte, dass ich nur wegen ihm trotzdem den zweiten (und finalen) Band lesen werde.

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

R.F. Kuang "Im Zeichen der Mohnblume - Die Schamanin"

Rin wächst als Kriegswaise im Süden des Reiches Nikan auf. Für ihre Pflegeeltern ist sie vor allem eine billige Arbeitskraft, die sie schließlich an einen reichen alten Mann verheiraten wollen. Rins einzige Chance dieser Zwangsehe zu entgehen, sind die jährlichen Prüfungen, die sie zur Überraschung aller als beste ihrer Provinz besteht. Dies eröffnet ihr die Chance an der militärischen Eliteakademie der Hauptstadt Sinegard zu studieren, doch auch hier wird sie wegen ihrer Herkunft verachtet und muss gegen mehr Widerstände als ihre Mitschüler*innen ankämpfen. Bald jedoch zeigt sich, dass Rin Fähigkeiten hat, die ausgesprochen selten geworden sind: Sie ist eine Schamanin, die die Kraft der Götter kanalisieren kann. Dies wird vor allem dann umso wichtiger, als ein lange ruhender Konflikt wieder aufflammt und das Nachbarreich Nikan erobern will...

Ich bin bekennender Fan der Autorin und trotzdem habe ich etwas gebraucht, bis ich jetzt endlich angefangen habe, ihre Debütreihe zu lesen. Ich hatte einiges darüber gehört, dass es ziemlich traurig sein sollte (kann ich nur in Teilen zustimmen) bzw. stellenweise sehr heftig (das würde ich hingegen unterschreiben). Mir hat das Buch sehr gut gefallen, erzählt wird zwar eine klassische Grundstruktur der Fantasy, dies aber in einer sehr gut durchdachten Welt und mit gut konstruierten Charakteren. Die Anleihen an die asiatischen Mythen sowie Teile der realen asiatischen Geschichte haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Ich bin gespannt auf die beiden Folgebände (die ich jetzt hoffentlich etwas schneller lesen werde).

5
Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

M.L. Wang "Blood over bright haven"

Hohe Positionen innerhalb der magischen Universität von Tiran sind aus religiösen Gründen nur Männern vorbehalten, lediglich alle zehn Jahre erhält eine Frau die Chance, sich den Prüfungen für die Position der Hochmagier*innen zu stellen. Doch noch nie hat eine von ihnen diese bestanden. Die junge Sciona will die Erste sein, der dies gelingt - was auch tatsächlich eintritt. Doch entgegen ihrer Hoffnungen wird sie auch danach nicht als Ebenbürdige angesehen, sondern von ihren männlichen Kollegen weiterhin mit Verachtung gestraft. Statt eines Assistenten wird ihr der Hausmeister Thomil zugeteilt, dessen Herkunft als nomadischer Jäger des Volkes der Kwen sich jedoch bald als überaus nützlich erweist. Denn seine Sichtweisen, die so gänzlich anders sind als das, was Sciona bisher in ihren Büchern fand, helfen dem ungleichen Duo dabei, die Aufgabe, vor die alle Hochmagier gestellt wurden, zu lösen. Gleichzeitig erfährt Sciona jedoch auch Dinge über die Quelle ihrer Magie, die bisher vor ihr geheim gehalten wurden. Als sie die gesamte Bevölkerung von Tiran darüber aufklären will, löst sie eine Katastrophe aus...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen - die Welt ist sehr durchdacht konstruiert und voll mit politischen und religiösen Elementen. Als Frau hat mich vieles davon wütend gemacht, konnte es doch nur als diskriminierend bezeichnet werden. Sciona ist eine gut konstruierte Hauptfigur, die mich völlig überzeugt hat - sie ist durch und durch Wissenschaftlerin und blendet zunächst die Fragen nach gesellschaftlicher Verantwortung ihrer Handlungen aus bzw. glaubt den offiziellen Behauptungen der Regierung und der Religion. Das Ende ist aus meiner Sicht sehr überzeugend, wenn auch leider etwas traurig, aber in anderer Variante hätte ich nicht glaubhaft gefunden. 

4
Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Alexander Teske "Inside Tagesschau - Zwischen Nachrichten und Meinungsmache"

Ich bin über das Buch zufällig in der Bahnhofsbuchhandlung gestolpert und fand es ganz interessant. Der Autor hat lange Jahre für die Tagesschau gearbeitet, kann daher einen Blick hinter die Kulissen liefern. Ich fand es spannend einmal zu erfahren, wie eine solche Nachrichtensendung zustandekommt. Auch seine Kritik kann ich in vielen Punkten nachvollziehen, bspw. wenn es darum geht, dass so wenige Ostdeutsche in hohen Positionen arbeiten, wie Themen ausgewählt werden und dass in der gesamten Redaktion zu ähnliche politische Meinungen herrschen. Ich kann völlig nachvollziehen, dass das Team einer der wichtigsten täglichen Nachrichtensendungen die komplette Bandbreite der Meinungen in der Bevölkerung widerspiegeln sollte. An manchen Stellen ist mir das Buch dann aber zu sehr wiederholend und auch zu polemisch. Warum es wichtig war, dass eine Person gerne barfuss läuft und Ingerwasser trinkt, hat sich mir nicht erschlossen. Der kritische Punkt hätte auch ohne diese Darstellung funktioniert. Alles in allem finde ich das Buch aber lesenswert und kann es daher durchaus empfehlen.

4
Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Freida McFadden "Die Kollegin"

Natalie Farrell ist die Starverkäuferin ihrer Firma und sowohl bei den Kolleg*innen als auch beim Chef hochbeliebt. Dawn Schiff ist hingegen die graue Maus - Buchhalterin, pendantisch, teilweise etwas anstrengend, aber absolut verlässlich. Als sie eines Morgens nicht zur üblichen Zeit im Büro erscheint, ist Natalie sofort klar, dass hier etwas nicht stimmt. Und ihr Gefühl trügt sie nicht: Dawn ist spurlos verschwunden, in ihrem Haus werden Blutspuren gefunden. Die Polizei beginnt zu ermitteln und dann wird eine Frauenleiche gefunden - Dawn wurde ermordet. Die Ermittlungen zeigen immer mehr, dass Natalie und Dawn sich nicht so gut verstanden haben, wie Natalie anfangs behauptet hat. Immer mehr gerät sie in den Fokus der Polizei und versucht verzweifelt, zu beweisen, dass sie mit der Tat nichts zu tun hatte...

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, die ja für ihre Plottwists bekannt ist. Mir hat der Thriller recht gut gefallen, er las sich schnell und die Handlung war spannend. Mit den Wendungen hatte ich nicht gerechnet, fand sie aber auch nicht so unlogisch, wie viele andere im Internet behaupten. Auch die Sache mit den Schildkröten fand ich nicht so nervig, wie manche andere - es gehört halt zu der Figur von Dawn dazu. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Adalyn Grace "Holly"

Es herrscht Weihnachtsstimmung in Wisteria Gardens: Blythe will nach der Rückkehr von Aris das Fest mit ihren Liebsten feiern und so verbringen ihr Vater und ihre Cousine Signa die Feiertage bei ihnen. Doch bald schon wird die Idylle gestört, denn eine Truppe Geister macht das Anwesen unsicher und will sich nicht so einfach vertreiben lassen. Zwischen den Suche nach den passenden Geschenken sind Signa und Aris nun damit beschäftigt, herauszufinden, wie sie ihre ungewollten Gäste wieder loswerden, ohne dass Blythe etwas davon mitbekommt...

Ich bin ja großer Fan der beiden ersten Bände aus der Belladonna-Reihe, fand den dritten aber deutlich schwächer und dies setzt sich hier leider fort. Mir fehlt das Krimielemente, dass die beiden ersten Bände so auszeichnete - da reicht es auch nicht, dass Signa hier ein Rätsel lösen soll (was für mich einfach nicht das Gleiche ist). Das Weihnachssetting ist nett und daher passte es auch, das Buch jetzt zu lesen, ich hätte es aber nicht gebraucht. Als Novelle ist es leider auch recht dünn und damit schnell durchgelesen.

4
Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Isla Davon "Blackened Bond"

Nach dem Angriff auf die Akademie beruhigt sich die Situation nur sehr langsam. Der Rat sendet Sucher aus, die die Schüler*innen verhören sollen, was weder Micai noch den "Infernal Four" besonders gefällt. Micai unternimmt eigene Recherchen, um die Hintergründe des Angriffs aufzudecken, findet jedoch keine hilfreichen Hinweise. Unterdessen intensiviert sich ihre Beziehung zu Annex und Ezra und langsam auch zu Mallyn, was Creed dem Anführer der Infernal Four gar nicht gefällt, da diese nun weniger Zeit für ihre geschäftlichen Verpflichtungen haben. Auf der Weihnachtsfeier kommt es schließlich zu einer Auseinandersetzung zwischen Micai und Creed mit weitreichenden Folgen...

Nachdem mir der erste Band recht gut gefallen hat, muss ich sagen, dass ich von der Fortsetzung leider enttäuscht bin. Die Handlung kommt nicht wirklich voran, stattdessen wird viel Raum für explizite Sexszenen genutzt, die die Story nicht weiterbringen. Auch das Verhalten der Männer in Micais Nähe ging mir tierisch auf die Nerven. Ist ja schön, dass sie in sie verliebt sind, aber mir waren die Stellen, in denen Annex und Ezra immer wieder begründeten, warum ihnen diese Frau so wichtig ist, zu viel und völlig übertrieben. Ich hatte die Reihe aus einem anderen Grund angefangen zu lesen und davon gab es in diesem Band eindeutig zu wenig. Das Ende hat dieses Mal zwei Cliffhanger und ich vermute, dass ich Band drei eine Chance geben werde, weil mich genau dieser Teil der Handlung interessiert.

2
Durchschnitt: 2 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

S.F. Williamson "Die Sprache der Drachen"

London 1923: Nach dem Krieg gegen die Drachen hat das Friedensabkommen zwar die Kämpfe beendet, jedoch um den hohen Preis strenger Regeln. Die Menschen wurden in drei Klassen eingeteilt, wobei jederzeit der Abstieg droht, wenn man sich nicht konform verhält oder zu wenig Leistung zeigt. Vivien wächst als Kind von Wissenschaftler*innen, die sich mit Drachen beschäftigen auf und möchte später einmal Sprachwissenschaftlerin werden. Sie beherrscht nicht nur mehrere menschliche Sprachen, sondern auch verschiedene Drachenzungen. Dann jedoch gerät ihr geordnetes Leben völlig aus der Bahn: Ihre Eltern werden als Rebell*innen verhaftet und Vivien zur Mitarbeit an einem geheimen Regierungsprojekt gezwungen. In der Hoffnung das Richtige zu tun und ihre Familie zu retten, lässt sie sich darauf ein, gemeinsam mit anderen Jugendlichen für die Regierung zu arbeiten. Vivien soll die Echoortung, eine spezielle Kommunikationsform der Drachen, entschlüsseln. Doch je länger das Projekt andauert, desto stärker werden ihre Zweifel: Könnte es sein, dass das System, an das sie bisher geglaubt hat, eine Lüge ist und sie auf der falschen Seite steht?

Mir hat an dem Buch gefallen, dass es sich um Dark Academia handelt und sehr viel Politik darin eine Rolle spielt. Die Welt ist gut durchdacht und das gesellschaftliche System hat schöne düstere alternative Vergangenheit-Vibes. Nicht zurechtgekommen bin ich aber mit der Hauptfigur - Vivien wurde mir bis ans Ende nicht wirklich sympathisch, auch wenn ich ihre Handlungen durchaus nachvollziehen konnte. Vielleicht ist sie einfach zu flach als Charakter geblieben, so wie übrigens alles anderen Figuren. Das Buch richtet sich an jüngere Jugendliche und liest sich sehr angenehm. Ich werde die Fortsetzung auf jeden Fall lesen - wissen, wie es ausgeht, muss ich einfach (auch wenn ich bei einer Sache eine Vermutung habe).

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Nisha J. Tuli "Tale of the heart queen" (Die Artefakte von Ouranos 4)

Die Lage wird immer schwieriger für Lor, denn mittlerweile wird sie nicht nur vom Aurora-König verfolgt, sondern auch noch von der Göttin Zerra. Diese hat erfahren, dass Lor sie ersetzen soll, was ihr so gar nicht gefällt. Lor muss daher die Anker der Reiche von Ouranos zerstören, denn nur sie können die Göttin töten. Doch dazu muss sie nicht nur die anderen Herrschenden überzeugen, sondern auch ihren eigenen Anker vom Aurora-König zurückbekommen. Dieser, so zeigt, sich handelt im Auftrag einer bösen Macht, die bisher unerkannt geblieben ist und deren Ziel es ist ganz Ouranos zu beherrschen...

Ich war nach dem Cliffhanger im vorherigen Band echt gespannt auf den Abschluss der Reihe, muss aber sagen, dass ich nun doch etwas enttäuscht bin. Irgendwie hat sich mir alles zu schnell und teilweise zu einfach aufgelöst, dafür, dass es bis zu diesem Buch häufig sehr verzwickt wirkte. Dann war jedoch plötzlich alles gelöst und fertig - das fand ich leider nicht überzeugend. Und die Sache mit den Seelengefährten war noch genauso nervig wie vorher - getoppt durch eine der peinlichsten Wiedersehensszenen, die ich seit langem gelesen habe. Vielleicht hätten ein oder zwei Bände mehr der Reihe gut getan. 

1
Durchschnitt: 1 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Seiten

darktiger.org RSS abonnieren