Buchstabensalat

Neferet will trotz ihrer Verbannung aus dem House of Night nicht aufgeben. Nun setzt sie alles daran, Zwietracht zwischen Menschen und Vampyren zu säen und lässt sich immer mehr auf ihren Pakt mit den uralten Mächten der Finsternis ein. Zoey und ihre Freunde haben einiges zu tun, um das schlimmste zu verhindern. Kalona hat die Seiten gewechselt und ist nun Thanatos, der neuen Hohepriester, als eidgebundener Krieger verpflichtet. Doch kann man dem Unsterblichen wirklich vertrauen? Was Zoey jedoch mehr Probleme macht, ist der merkwürdige Junge Aurox, Neferets Geschöpf, der sich in einen Stier verwandeln kann. Sie glaubt in ihn Heath, ihren verstorbenen Freund, wiederzuerkennen. Ihre Freunde halten Zoey für überdreht und glauben, dass sie ihre Trauer noch nicht überwunden hat. Doch dann entführt Neferet Zoeys Großmutter und plötzlich ist Aurox der Einzige, der sie retten kann. Hat Zoey möglicherweise doch Recht mit ihrer Vermutung?

Ja, viel mehr ist meiner Meinung nach nicht passiert in dem knapp 500 Seiten starken Buch. Das muss man auch mal hinbekommen. Der zehnte Band ist meiner Meinung nach einer der schwächsten und ich habe echt gebraucht, um ihn zu lesen. (Möglich war das nur mit mehreren Pausen.) Aber es kommen ja nur noch zwei Bücher und ich will jetzt einfach wissen, wie es ausgeht. Das ist wirklich meine einzige Motivation zum Durchhalten. Und bald ist es geschafft. Mal schauen, wie lange ich für Band elf brauchen werde.

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Felix Castor war einmal einer der besten Exorzisten in einem von Geistern und Werwesen heimgesuchten England. Dann ging ein Job schrecklich schief: Er scheiterte an der Vertreibung eines vermeintlichen Geistes aus dem Körper seines Freundes Rafi, da sich der Geist als Dämon entpuppte. Danach hat Felix seinen Job für unbestimmte Zeit an den Nagel gehängt. Doch irgendwoher muss das Geld für die monatliche Miete ja kommen und als sich der Versuch als Zauberkünstler auf Geburtstagen welches zu verdienen als ebenfalls nicht erfolgreich erwiesen hat, muss Castor wohl oder übel einen Job in seinem alten Metier wieder annehmen. Der Auftrag hört sich auch denkbar einfach an: In einem Archivar spukt der Geist einer jungen Frau. Nachdem er kürzlich einen Mitarbeiter mit einer Schere verletzt hat, soll dieser exorziert werden. Doch was Felix zunächst für einen einfachen Job hält, entpuppt sich bald als einer der gefährlichsten Aufträge seiner Karriere, bei dem er es nicht nur mit dem organisierten Verbrechen zu tun bekommt, sondern auch noch von einer Dämonin verfolgt wird...

Der Roman verarbeitet eine zunächst interessant erscheinende Idee, kommt aber leider nicht übers Mittelmaß hinaus. Erzählt wird in typischer Detektiv-noir-Manier aus der Sicht der Hauptfigur, deren Wissensstand und -zugewinn man als LeserIn teilt. Ähnlich wie dieser Typ von Detektiven schafft es Castor auch immer wieder, sich in Schwierigkeiten zu bringen bzw. es sich mit Menschen, die es eigentlich gut mit ihm meinen, zu verderben. Gut gefallen hat mir der sarkatische Humor des Ich-Erzählers und seine wichtigste Waffe im Kampf gegen die Geister: eine irische Flöte. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass mir die Handlungsidee im Ganzen doch etwas zu stark von der Buchreihe um den Magier Harry Dresden inspiriert zu sein scheint.

3

Kate, Michael und Emma ist es gelungen das Buch Emerald vor den Gefolgsleuten des grässlichen Magus in Sicherheit zu bringen. Kate hat sich dabei als die Hüterin des Buches erwiesen und lernt langsam, wie sie mit dessen Hilfe in der Zeit reisen können. Dr. Prym hat die Geschwister zur Sicherheit aus Cambridge Falls fortgeschickt - zurück in das letzte, schreckliche Waisenhaus, dessen Leiterin alles andere als begeistert ist, die drei wieder in ihrer Einrichtung zu haben. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Den Anhängern des grässlichen Magus ist es gelungen, die drei Geschwister zu finden und während Kate mit einem der Schergen in der Zeit reist, um Michael und Emma die Flucht zu ermöglichen, werden diese in letzter Minute von Dr. Prym gerettet.

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Mal wieder steht eines Abends ein unerwarteter Gast vor der Tür des Monstrumologen: Am betreffenden Abend handelt es sich um einen Herrn, der Warthrop im Auftrag den Kauf eines unglaublich kostbaren Artefakts anbietet will - das Ei eines Monsters, welches schon seit langem als ausgestorben gilt. Warthrop ist jedoch misstrauisch und will einen Beweis, den der Unterhändler nicht liefern kann - oder will. Will Henry gelingt es schließlich zu erfahren, dass der Unterhändler tatsächlich den Gegenstand besitzt, den er verkaufen will - und diesen darüber hinaus auszutricksen und das Artefakt in seine und Warthrops Hände zu bringen.

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Eigentlich wollte die unter Minotaurismus leidende Helen mit dem Job im Burgerladen nur ein wenig Geld dazuverdienen. Dummerweise muss sich ihr Chef ausgerechnet als Jünger eines verbannten Gottes erweisen und planen diesem Helen als Opfer darzubieten. Doch es kommt anders als geplant und während ihr Chef selbst von seinem Gott verspeist wird, ist Helen plötzlich mit einem göttlichen Fluch versehen, der sie zwingt mit ihrem Arbeitskollegen Troy auf eine Heldenquest zu gehen. Ihr Weg führt sie quer durch Amerika - immer auf der Suche nach rätselhaften Artefakten, für die sie Drachen, Hexen und Erdgötter besiegen müssen. Was die beiden nicht ahnen: Der verbannte Gott braucht diese Gegenstände, um das Ende der Welt herbeizuführen - und da haben die anderen Götter doch etwas dagegen. Mit dem Auftrag Helen und Troy zu töten, wird eine Ork-Biker-Gang den beiden ahnungslosen Helden hinterher geschickt...

Ein typischer, aber leider durchschnittlicher Martinez-Roman. Die Idee ist originell und das Buch hat auch seine Momente, die mich zum Lachen gebracht haben - leider war das aber immer im Zusammenhang mit den Orks und nicht mit den eigentlichen Hauptfiguren. Vor allem Troy ging mir ab der Mitte des Buches eher auf die Nerven als das ich ihn sympathisch gefunden hätte. Schade, aus der Idee für das Buch hätte man einiges mehr machen können. Fans von Martinez werden aber sicher trotzdem ihren Gefallen an der Geschichte finden - kurzweilige Unterhaltung ist sie allemal.

3

Seitdem ihre Eltern plötzlich verschwunden sind, werden die drei Geschwister Kate, Michael und Emma von einem Waisenhaus zum nächsten gereicht. Zur Vermittlung eignen sie sich nicht besonders gut: Zum einen bestehen sie darauf zusammenzubleiben, zum anderen betonen sie immer wieder, dass sie ja keine Waisen sind, da ihre Eltern noch leben. Adoptiveltern sind davon nicht gerade begeistert. Als mal wieder eine Adoption schiefläuft, hat die Leiterin die Nase voll und schickt die Kinder erneut zu einem anderen Waisenhaus - nach Cambridge Falls zu Dr. Prym. Dort jedoch ist es alles andere als gewöhnlich: Die drei Geschwister sind die einzigen Kinder bei Dr. Prym und um den Ort ranken sich merkwürdige Geschichten. Ein mysteriöses Buch sorgt schließlich für noch mehr Verwirrung, denn mit ihm können die Kinder durch die Zeit reisen. Und dann überschagen sich die Ereignisse: Kate, Michael und Emma lernen bald nicht nur, dass es Magie und Magier wirklich gibt (und Dr. Prym einer von ihnen ist), sondern machen auch die Bekanntschaft von Zwergen, bösen Hexen und Monstern. Über allem liegt das Rätsel um ihre Herkunft und dem Verschwinden ihrer Eltern. Schließlich wird klar, dass alles in Verbindung mit drei mächtigen magischen Büchern steht - den Chroniken von Anbeginn, zu denen die Kinder in einer besonderen Verbindung stehen - und die von einem Magus gesucht werden, der die Bücher aufgrund seiner Bösartigkeit nie in die Hände bekommen darf...

Eine gut erzählte, von ihrem Ansatz her fast schon klassische Fantasygeschichte mit jugendlichen bzw. kindlichen Helden in den Hauptrollen. Der Autor versteht es schnell, seine LeserInnen zu fesseln - man will immer noch ein Kapitel weiterlesen, um zu wissen, was als nächstes passiert. Die drei Geschwister zeichnen sich jede/r durch ihre eigenen typischen Charaktereigenschaften aus - als LeserIn kann man sich selbst entscheiden, wer einem am besten gefällt. (Ich muss gestehen, dass ich deutliche Sympathien für Emma habe.) Es handelt sich um den ersten Band einer Triologie, der seine Funktion gut erfüllt: die zentralen Figuren werden vorgestellt und der Handlungsstrang vorgestellt. Fortsetzung folgt dann selbstverständlich - schließlich gibt es drei Chroniken und drei Kinder. ;-) Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht und Band 2 liegt auch schon auf dem Nachttisch bereit.

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Auf Eretz ist der Krieg durch den Tod des Magiers Brimstone und des Kriegsherren zu Ende - die Chimären haben verloren und die Seraphim verfolgen die Überlebenden gnadenlos, um sie zu versklaven oder zu töten. Doch plötzlich tauchen ermordete Seraphim auf, sowohl Soldaten als auch Zivilisten, versehen mit rätselhaften Botschaften. Offenbar gibt es einen neuen Magier unter den Chimären, der die Kunst des Wiedererweckens beherrscht. Akiva ist immer noch entsetzt von den Folgen seiner Handlungen und versucht heimlich den Chimären zu helfen. Ein neuer Auftrag führt ihn in die Welt der Menschen, wo er entdeckt, wer der Wiedererwecker ist - seine geliebte Karou. Sie arbeitet jetzt für ihren ehemaligen Feind, den weißen Wolf Thiago.

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Die Menschen leben seit sie zurückdenken können in unterirdischen Silos. Das Leben hier ist streng geregelt: Jedes Stockwerk dient einem bestimmten Zweck: von der politischen Führung über die IT, die Gesundheitsversorgung, die Materialproduktion, die Farmen und die Mechaniker zur Wartung der Stromgeneratoren. Beziehungen müssen offiziell erlaubt werden und wer Kinder bekommen darf, regelt eine Lotterie, bei deren Gewinn das Implantant zur Empfängnisverhütung, das jede Frau tragen muss, für einen bestimmten Zeitraum deaktiviert wird. Fragen danach, warum dies alles so ist, werden nicht gerne gesehen und zu energische Nachforschungen - auch über die eigene Geschichte - können tödlich enden. Denn die Welt außerhalb der Silos ist vergiftet und zerstört, wer zur Strafe hier herausgeschickt wird, überlebt nicht lange.

3

Colin Chandler ist Geschichtsprofessor in Harvard und mit seinem beschaulichen Leben dort auch vollkommen zufrieden. Das alles ändert sich jedoch, als der Student Bill Davis, dessen Tutor er war, ermordet wird. Plötzlich scheint jeder zu vermuten Chandler wisse etwas über den Grund für den Mord: Angefangen bei der Fernsehreporterin Polly Bishop bis zu den beiden vermeindlichen Herren von der Polizei, die eine Wanze in seinem Büro deponieren. Als dann zwei andere Männer abends in seiner Wohnung auftauchen und ihm Folter androhen, wenn er nicht auspackt, ergreift Chandler die Flucht. In seiner Not erscheint ihm Polly Bishop die einzige Zuflucht zu sein und bald finden sich die beiden in einem verwirrenden Katz-und-Maus-Spiel mit diversen Akteuren wieder. Offensichtlich geht es um ein Dokument, dessen Echtheit Chandler für seinen Studenten bezeugen wollte. Als er es endlich in den Händen hält, kann er seinen Augen nicht trauen: Hat George Washington im Unabhängigkeitskrieg etwa wirklich als Spion für die Briten gearbeitet?

Ein gut geschriebener und spannend erzählter Agententhriller, der aus heutiger Sicht etwas angestaubt wirkt, was aber damit zu tun hat, dass das Buch in den 1970er Jahre spielt und auch geschrieben worden ist. Der Magel an technischen Gadgets erstaunt aus heutiger Sicht und die Ablehnung des Professors gegenüber dem Medium Fernsehen hat etwas richtiggehend Amüsantes. (Was er wohl zum Internet bzw. dem heutigen Fernsehangebot sagen würde?) Wenn man etwas abstrakt liest, hat man fast das Gefühl hier das Vorbild für die Romane von Dan Brown in den Händen zu halten, der das Grundgerüst nur um Symbole und Geheimgesellschaften ergänzt hat.

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Robert Langdon erwacht mit einer Kopfverletzung in einem Krankenhaus. Woher die Wunde stammt, weiß er nicht - und noch weniger warum er sich in Florenz befindet und plötzlich eine Frau versucht, ihn zu erschießen. Gemeinsam mit der jungen Ärztin Sienna Brooks flieht er vor seiner Angreiferin und versucht seine Erinnerungen an die Ereignisse der letzten zwei Tage zu rekonstruieren. Dabei zeigt sich bald, dass Langdon in ein gefährliches Rätsel verwickelt ist, bei dem der Dichter Dante und seine "Göttliche Komödie" eine bedeutende Rolle spielen. Ein Wissenschaftler, der von Dante nahezu besessen war, hat Rätsel zu etwas hinterlassen, das Langdon im Auftrag der WHO finden sollte: einen gefährlichen Virus, der möglicherweise die ganze Welt bedroht. Was Langdon jedoch nicht weiß: Sein Gegner hat mächtige Unterstützer und nicht alle Menschen in seiner Umgebung sind ehrlich zu ihm, was ihre Hintergünde und Motive angeht...

Ach, irgendwie macht Dan Brown ohne Vatikan keinen Spaß. Die beiden ersten Bücher habe ich noch richtig gern gelesen, aber schon der dritte Band der Reihe und jetzt dieser Teil hier wirken nur noch wie Wiederholungen des immer gleichen Musters. Langdon gerät in eine rätselhafte Geschichte, entschlüsselt Symbole, reist um die Welt, wird von mysteriösen Organisationen gejagt, trifft hübsche Frau... Nee, selbst die Variante mit der Amnesie hilft da irgendwie nicht wirklich. Das Buch liest sich zwar sehr angenehm, aber dieser Wunsch weiterzulesen, um die Auflösung zu erfahren, ist einfach nicht mehr da. Und auch die unerwarteten Wendungen sind mittlerweile so typisch für Dan Brown, dass man davon auch nicht mehr überrascht ist. Vielleicht wird es einfach Zeit für ein anderes Muster und einen neuen Helden...

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