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Buchstabensalat

Dmitry Glukhovsky "Future"

Die Welt in einer fernen Zukunft: Der Wissenschaft ist es gelungen, das Altern aufzuhalten und damit den Tod zu besiegen. Eine einfache Impfung macht es möglich. Dies hat jedoch zu einer weltweiten Überbevölkerung geführt. In Europa ist es daher verboten Kinder zu bekommen - es sei denn, ein Elternteil verzichtet freiwillig auf seine ewige Jugend und lässt sich ein Mittel geben, das binnen zehn Jahren den Tod herbeiführt. Jan Nachtigall ist Mitglied der "Unsterblichen" - einer Miliz, die Eltern sucht, die versucht haben, diesen Prozess zu umgehen und ihre Kinder heimlich bekommen haben. Die Unsterblichen rekrutrieren sich aus solchen Kindern, die ihren Eltern weggenommen werden und in einem Internat durch unmenschlichen Drill auf ihre spätere Aufgabe vorbereitet werden. Jan ist von der Richtigkeit des Systems überzeugt und will Karriere machen. So nimmt er auch gerne einen Sonderauftrag an, der in der Ergreifung eines Terroristen und dessen schwangerer Freundin besteht. Doch die Mission läuft aus dem Ruder und Jan findet Gefallen an der jungen Frau, die er eigentlich töten sollte. Ehe er sich versieht, ist er mit ihr auf der Flucht und muss erleben, wie sein gefestigtes Weltbild immer mehr zerfällt...

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Horch und Guck: 

Beth Revis "Godspeed - Die Suche"

Nach dem Tod des Ältesten versucht Junior die Menschen auf der Godspeed ohne die Droge Phydus anzuführen. Doch er stößt auf Ablehnung und Desinteresse bis zu offener Rebellion. Zusätzlich muss er sich noch um eine Lösung für das immer maroder werdende Schiff kümmern, dass sich seit unbekannter Zeit nicht mehr von der Stelle bewegt. Amy hat währenddessen mit der Ablehnung durch die Bewohner aufgrund ihres Aussehens zu kämpfen und bekommt mysteriöse Hinweise von Orion: Offenbar hatte dieser ein Geheimnis entdeckt und führt Amy nun Schritt für Schritt auf dessen Spur, da nur sie die richtige Entscheidung treffen kann. Als dann auch noch Morde geschehen, die mit Phydusmedpflastern verübt werden, und bei denen der Täter die Parole "Folge dem Anführer" hinterlässt, wid die Lage auf dem Schiff immer bedrohlicher...

Der zweite Band der Reihe setzt nahtlos am ersten an und führt die Geschichte um Amy und Junior fort. Erneut wird die Handlung abwechselnd aus Sicht der beiden Hauptcharaktere erzählt, was wieder dabei hilft, die Ereignisse aus deren jeweils unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Nachdem die Spannung im ersten Band vor allem durch die fremde Gesellschaftsform der Menschen auf der Godspeed hergestellt wurde und den Antagonisten in Form des Ältesten, ist es dieses Mal die sehr explosive Stimmung auf dem Schiff, Orions Rätsel sowie ein Gegenspieler, der bis zum Ende im Verborgenen bleibt. (Und auf den ich ehrlich gesagt nicht gekommen wäre, auch wenn es im Nachhinein absolut logisch gewesen ist.) Mir hat dieser Band sogar besser gefallen als der erste, wobei ich nicht genau sagen kann, warum eigentlich. Trotzdem habe ich erst einmal ein bisschen genug von der Godspeed und werde bis zur Lektüre von Band drei wohl ein wenig Zeit vergeben lassen.

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Stella Gemmel "Der Moloch"

Die Cité, eine große Stadt, liegt seit Jahrzehnten im Krieg mit sämtlichen Nachbarn. Der ewige Kampf hat seine Opfer gefordert: Es werden immer weniger Kinder geboren und sowohl Lebensmittel als auch andere Rohstoffe werden merkbar knapper. Viele sind des Krieges müde und es scheint nur einen Weg zu seiner Beendigung zu geben: Der "Unsterbliche", der Regent der Cité muss sterben. Doch wie soll man jemanden töten, der angeblich ewig leben kann? Ein alter Generel, der vor langer Zeit in Ungnade fiel und seitdem im Verborgenen lebt, soll der Schlüssel im Plan zur Ermordung des Unsterblichen werden. Doch nicht alle Verschwörer spielen mit offenen Karten und mehr als eine/r verfolgt seine eigenen Ziele...

Ich muss gestehen, ich bin bisher nicht mit den Romanen David Gemmel warmgeworden und mit diesem Debüt seiner Frau/Witwe geht es mir ähnlich. Es fällt schwer zu sagen, woran es liebt. Die Grundidee der Geschichte fand ich durchaus faszinierend und Stella Gemell versteht es ambivalente und vielschichtige Charaktere zu entwerfen - dies sind eigentlich Elemente, die mir grundsätzlich gut gefallen. Trotzdem ist bei diesem Buch der Funke bei mir nicht übergesprungen. Irgendwie war es dann doch zu viel Gekämpfe, zu viel Vorhersehbares und eine sehr langatmige Erzählweise, die dazu führten, dass ich mich größtenteils durch das Buch gequält habe.

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Beth Revis "Godspeed - Die Reise beginnt"

Die Menschheit hat einen Planeten im All entdeckt, der bewohnbar ist. Für die Reise dorthin werden ausgewählte in einen Kälteschlaf versetzt, der 300 Jahre andauern soll. Amy ist nur unter den Eingefrorenen, weil ihre Eltern für die Besiedelung des neuen Planeten benötigt werden - ihr Vater ist Strategieexperte beim Militär, ihre Mutter Genetikerin. Als sie aus dem Kälteschlaf erwacht, ist sie zunächst erfreut, die Reise überstanden zu haben, muss dann jedoch erfahren, dass jemand sie vorzeitig aufgeweckt hat und ein erneutes Einfrieren nicht möglich ist. Während Amy an der Seite von Junior, einem Jungen, der auf dem Raumschiff geboren wurde, versucht sich an das neue Leben und die Gesellschaftsform zu gewöhnen, müssen die beiden schnell feststellen, dass so einiges nicht mit rechten Dingen zugeht auf der Godspeed. Nicht nur, das jemand offensichtlich versucht, die im Kälteschlaf befindlichen Menschen zu töten - auch der Anführer der Bewohner, der sogenannte Älteste, scheint etwas zu verbergen und die Menschen zu täuschen. Amy und Junior müssen sich beeilen, wenn sie das Rätsel lösen und weitere Tote verhindern wollen...

Bei dem Buch handelt es sich um einen Roman für Jugendliche/junge Erwachsene, der in einer Science-Fiction-Szenarie angesiedelt ist und dystopische Element a la Tribute von Panem aufgreift - allerdings nicht in der gleichen radikalen und stellenweise sehr brutalen Weise. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptfiguren Amy und Junior erzählt, was durchaus gelungen ist, weil man dadurch beide Perspektiven der Hauptcharaktere erleben kann. Die Grundidee hat mir ebenfalls recht gut gefallen, die dargestellte Gesellschaftsform regt zum Nachdenken an und scheint bei allen erschreckenden Elementen, über die sie verfügt, gar nicht so unrealistisch. Nur der letzte Funke zur Begeisterung will bei mir nicht überspringen, wobei ich allerdings nicht genau sagen kann, woran das liegt.

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Michael A. Stackpole "Die neue Welt"

Die neun Dynastien werden vom Krieg erschüttert: Prinz Nelesquin ist zurückgekehrt und will die Länder als Imperium unter der Kaiserkrone wiedervereinen - und natürlich soll er derjenige sein, welcher diese Krone tragen wird. Seine Erscheinen sorgt auch dafür, dass alte Verbündete und Feinde wieder auf der Bildfläche erscheinen, auch solche, die schon lange als tot galten.

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Benjamin Monferat "Welt in Flammen"

Mai 1940: Während Hitlers Wehrmacht Europa überrennt, bricht der legendäre Orient-Express in Paris zu seiner letzten Fahrt nach Istanbul auf. An Bord des Zuges sind Menschen, die ein Spiegelbild der gesellschaftlichen und politischen Ereignisse darstellen: eine aus Deutschland geflohene Jüdin, ein Agent des Widerstands in der deutschen Abwehr, ein ehemaliger König, Angehörige der Familie Romanov aus Russland, ein bolschewistischer Agent, ein Ölmilliardär aus Texas mit seiner jungen Ehefrau,...Sie alle werden auf der Fahrt mit der politischen Realität ihrer Zeit, aber auch persönlichen Schicksalsschlägen konfrontiert werden. Denn der Orient-Express ist längst nicht mehr nur ein Zug, sondern zum Spielball der Mächte geworden, die auf dem Kontinent um die Herrschaft ringen.

Ich hatte mir das Buch spontan gekauft, weil mich der Klappentext interessiert hatte. Die Idee einen historischen Roman an einer Bahnfahrt in dem berühmten Orient-Express aufzuhängen, schien mir grundsätzlich sehr spannend. Und es ist auch genau dieses Element, welches den besonderen Reiz des Buches ausmacht. Die Handlung ist größtenteils auf den Zug bzw. dessen Wagen/Abteile beschränkt, so dass leicht die Atmosphäre eines Kammerspiels aufkommt. Langweilig wird dies allerdings wiederrum nicht, da genügend Personen zur Verfügung stehen, die eine abwechselungsreiche und spannende Handlung garantieren ... könnten, muss man leider sagen. Vielleicht sind es einfach zu viele Figuren, die der Autor hier ins Rennen schickt, denn wirkliche Tiefe der Charaktere oder gar eine Verbindung mit ihnen will nicht aufkommen. Ein wirkliches Mitfiebern seitens des Lesers mag daher auch nicht entstehen. Schade, hier wäre weniger vermutlich mehr gewesen. Schlecht ist das Buch allerdings auch wieder nicht - man sollte nur vor dem Kauf abwägen, worauf man Wert legt, damit man hinterher nicht enttäuscht ist.

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Royce Buckingham "Die rubinrote Königin"

Abrogan wird von einer feindlichen Armee überrannt: Von jenseits des Meeres haben sich die Roten aufgemacht, den Kontinent zu erobern. Wexford Stoli, mittlerweile ein alter Mann, nimmt mittels der magischen Landkarte Rache an den Invasoren, die ihm Frau und Kinder nahmen. Dabei verschiebt er erneut den Schleier und gibt Vill Magnan wieder frei - nur dass sich der einstige Bösewicht gewandelt hat und nun Buse für seine Taten leisten will.

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Susan Ee "Angelfall - Tage der Dunkelheit"

Penryn hat es geschafft, wieder mit ihrer Mutter und Paige, ihrer kleinen Schwester, vereint zu sein. Doch dies ist auch das einzig Positive: Die Ereignisse im Engelshorst haben ihre Spuren hinterlassen. Paige leidet unter den Veränderungen, die durch die Experimente an ihr vorgenommen wurden und Penryn wird von allen misstrauisch beobachtet, da sie nicht verstehen, dass sie das Skorpiongift nur gelähmt, aber nicht getötet hat. Dann verschwindet Paige erneut und Penryn macht sich abermals auf die Suche nach ihr.

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Rick Yancey "Der letzte Stern"

Die wenigen Überlebenden um Cassie, Ben und Evan sitzen immer noch im Hause der Silencerin Grace fest und wissen nicht so richtig, wie es weitergehen soll. Über allen droht eine neue Gefahr: Das Mutterschiff der Aliens wird in wenigen Tagen alle großen Städte dem Erdboden gleichmachen und die fünfte Welle die Überlebenden jagen und töten. Doch wo soll sich die Gruppe verstecken? Während Evan nach einer Möglichkeit sucht, diese Entwicklung zu verhindern, beschließt Ben sich auf die Suche nach Ringer zu machen. Dass sie von Vosh gefangen genommen und verändert wurde, weiß er nicht.

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Carsten Stroud "Der Aufbruch"

In Niceville wird die Lage immer bedrohlicher: Mehrere brutale Morde geschehen, vorher unbescholtene Bürger werden zu blutrünstigen Killern. Alle berichten dabei von einem Summen und Stimmen in ihrem Kopf und stechenden Schmerzen, wenn sie sich den Wünschen der Stimmen widersetzen wollten. Die Cops wissen bald nicht mehr, wo sie zuerst mit ihren Ermittlungen anfangen sollen und Nick Kavenaugh muss sich zusätzlich auch mal wieder um seinen Adoptivsohn Rainey kümmern, der in weitaus größerer Verbindung zu den rätselhaften Ereignissen steht, als Nick zunächst vermutet...

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