Buchstabensalat

Vor Jahren wanderten die Götter unter den Menschen, wurden von ihnen angebetet und griffen in das Leben der Menschen ein. Dann kam der Krieg der Götter, in dem sie sich gegenseitig vernichtet haben. Seitdem liegen ihre Leichen über das ganze Land verstreut dar, ihr Tod hat Katastrophen ausgelöst, aber da ihr Sterben immer noch andauert, geht von ihnen weiterhin Gefahr aus. Es gibt Menschen, die von ihrer Macht berührt oder auch verflucht werden und danach über herausragende Fähigkeiten verfügen. Ayae ist ein Kartographenlehrling und eine ganz normale junge Frau - denkt sie zumindest, bis sie in der Werkstatt ihres Meisters angegriffen wird und das ausbrechende Feuer ohne jede Verletzung übersteht. Damit steht für ihre Mitmenschen fest: Ayae gehört zu den Verfluchten und wird von nun an ausgesprochen misstrauisch beobachtet, selbst ihr Lebensgefährte wendet sich von ihr ab. Gleichzeitig droht ihrer Heimatstadt große Gefahr: Ein Heer aus dem Nachbarland hat sich auf den Weg gemacht, sie anzugreifen. Und die feindlichen Soldaten scheinen von einer seltsamen Macht gestärkt zu sein, einer Art religiösem Wahn. Als auch der rätselhafte Zaifyr auftaucht, wird die Lage immer verworrener: Denn Zaifyr ist ebenfalls ein Verfluchter und ein äußerst Mächtiger dazu. Einst gründete er gemeinsam mit anderen die "Fünf Reich", bis seine Fähigkeit mit den Toten zu sprechen, ihn wahnsinnig machte und seine Gefährten ihn in einen Turm sperren mussten. Doch die Gefahr, die hinter der feindlichen Armee steckt, scheint noch schlimmer als Zaifyr zu sein: ein Kind, das über unglaubliche Macht gebietet und möglicherweise die Rückkehr der Götter einläuten könnte...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Peek hat eine interessante und neuartige Welt erschaffen, die sich angenehm von dem abhebt, was ich bisher im Fantasybereich gelesen habe. Die Figuren sind mehrschichtig angelegt, wirklich durchschaubar ist zunächst keiner, was jedoch für mich die Spannung erhöht hat. Teilweise fällt es jedoch etwas schwer, der Handlung zu folgen und Ereignisse sowie Namen richtig zuzuordnen. hier wären Erläuterungen hilfreich gewesen. Auch bin ich mir nicht sicher, ob ich an einigen Stellen einfach nur den Faden verloren habe oder die Geschichte hier wirklich so kompliziert wurde, dass man nicht mehr folgen konnte. Wie auch immer, trotzdem hat mich das Buch überzeugt und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

4

Dem Raben ist es gelungen, in die belagerte Stadt Julatsa zu gelangen und einen Teil von Septerns Aufzeichnungen dort zu sichten. Doch der Preis dafür war hoch und hat ein Mitglied der Gruppe das Leben gekostet. Bald zeigen die Recherchen, dass der helfende Spruch zum Schließen des Dimensionsrisses aus der Drachenwelt heraus gewirkt werden muss. Dorthin zu gelangen, schafft der Rabe zwar, aber für eine erfolgreiche Mission sind sie auf die Unterstützung von Stylian, dem ehemaligen Obermagier von Xetesk, angewiesen - und der hat sich bisher nicht als besonders vertrauenswerter Verbündeter erwiesen. Und während der Rabe sich in der Drachendimension auf den letzten verzweifelten Versuch vorbereitet, ihre Heimat Balaia vor der Invasion von Drachen zu retten, geht der Krieg zwischen den Wesmen und den Menschen im Osten in die nächste Runde...

Irgendwie hat mich die Fortsetzung nicht mehr so ganz gepackt. Nach dem vielen Gerede in Band drei, bin ich dieses Mal von den unzählichen Kämpfen genervt. Wieso meinen eigentlich alle Fantasy-Autoren, dass die Leser knapp hundert Seiten über verschiedenste Kämpfe, Strategien und Schlachten lesen wollen? Das habe ich noch nie verstanden. Auch hier hätte man aus der grundsätzlichen Handlung viel mehr machen können, wenn man wirklich eine Geschichte erzählt hätte und Charaktere entwickelt hätte.

2

Wenn es etwas gibt, dass Kommissar Dupin mehr hasst als Anrufe des Präfekten und einen Mangel an gutem Kaffee, dann ist die Aussicht auf eine Bootsreise. Doch genau um diese kommt er nicht herum: Auf einer kleinen Inselgruppe vor der Bretagne sind drei Leichen gefunden worden und während Dupin noch auf einen Segelunfall hofft, macht die forensische Untersuchung schnell klar: Es war Mord. Feinde hatte insbesondere einer der Toten mehr als genug und dass eines der anderen Opfer auch noch ein Freund des Präfekten war, macht die Sache nicht gerade einfacher. Dupins zunächst ziellose Ermittlungen legen schließlich ein tragisches Geheimnis bloß- und eine Geschichte um Geldgier, Verrat und Rache...

Mir hatte ja bereits der erste Band der Reihe recht gut gefallen und ich muss sagen, der zweite entspricht diesem haargenau. Erneut wird eine klassische Kriminalgeschichte geboten, mit einem rätselhaften Fall, einer Vielzahl von Verdächtigen und einem Kommissar der alten Schule. Dupin ist brummelig wie auch schon im ersten Roman, nur durch Kaffee oder gutes Essen aufzuheitern und bringt sowohl seinen Chef als auch seine Untergebenen mit seinem Eigensinn mehrfach an den Rand der Verzweifelung. Und erneut trägt das Buch dazu bei, dass man am liebsten sofort Urlaub einreichen und in die Bretagne fahren möchte - so sympathisch und faszinierend werden Land und Leute beschrieben. 

4

Pekkala hat sich mittlerweile daran gewöhnt, als Sonderermittler für Stalin tätig zu sein. Ganz so schlecht ist seine Tätigkeit auch nicht, schließlich genießt er eine ganze Menge Privilegien und scheint zumindest vorerst auch vor allen Denunziationen und den damit verbundenen unliebsamen Folgen sicher zu sein. Sein aktueller Fall bringt ihn jedoch bald in Gefahr, all dies zu verlieren. Stalins wichtigstes Geheimprojekt - der Bau eines eigenen sowjetischen Panzers - ist offenbar verraten worden. Pekkala soll nun herausfinden, wer dahintersteckt. Doch noch während er und Major Kirrow in der geheimen Forschungsstätte ermitteln, wird der verantwortliche Ingenieur tot aufgefunden. Ein Unfall? Selbstmord? Pekkalas berühmter Beobachtungsgabe ist es zu verdanken, dass schnell feststeht, dass es sich um Mord gehandelt hat. Doch die Spuren sind rar und selbst die beiden erfahrenen Ermittlern drohen so mancher falschen Spur aufzusitzen. Und die Auflösung offenbart schließlich weniger ein politisches Komplott als vielmehr eine menschliche Tragödie...

Auch der zweite Band der Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen - fast noch besser als der erste. Das hat vermutlich damit zu tun, dass hier nicht mehr soviel Erzählzeit darauf verwendet werden musste, die Figuren und die Rahmenhandlung einzuführen, sondern sich der Erzähler völlig auf den Fall konzentrieren konnte. Dieser ist zwar sicher kein Meisterwerk der Krimigeschichte, aber solide gestrickt, spannend aufgebaut und so konstruiert, dass er logisch aufgelöst wird, ohne zu schnell durchschaubar zu sein. Sehr gut eingefangen fand ich auch die historische Stimmung - die konstante Angst der Menschen vor der möglichen Verhaftung, Deportation oder gar dem Tod. Auch die Rückblicke werden jetzt etwas kritischer - was mich im ersten Band ja noch gestört hatte. Zwar wird ein besonderer Fokus der negativen Darstellung auf die Zarin gelegt - doch zumindest an einer Stelle wird deutlich, dass auch der Zar ein kritisch zu beurteilender Charakter ist. Amüsant sind die Geplänkel zwischen Pekkala und Kirrow - und die Geschichte hier endet mit einem sehr gemeinen Cliffhanger. Band drei wird daher sehr sicher in naher Zukunft gelesen.

4

Mörder Anders ist eigentlich gar kein so schlechter Mensch, auch wenn sein Name etwas anderes vermuten lässt. Aber solange er sich von Schnaps und Tabletten fernhält, verliert niemand sein Leben, sondern im schlimmsten Fall höchstens ein paar Zähne. Seinen Hang zur Gewalt machen sich bald eine atheistische ehemalige Pfarrerin und der Rezeptionist seiner Stockholmer Pension zunutze. Das Körperverletzungsunternehmen funktioniert so lange gut, bis Anders sich zum Glauben hingezogen fühlt und Gewalt und Jesus nicht mehr miteinander verbinden will. Dumm nur, dass seine Gefährten noch eine ganze Menge Aufträge angenommen haben und dafür auch bereits das Geld kassierten. Um der Stockholmer Unterwelt zu entkommen, flieht das Trio quer durch Schweden. Als das Geld zur Neige geht, muss eine neue Geschäftsidee her und wieder steht Mörder Anders im Mittepunkt: Er bekommt seine eigene Kirche. Seine Predigten sind zwar etwas eigenwillig und die Messen sehr weinseelig, aber der Rubel rollt wieder für Mörder Anders und seine Freunde. Dumm nur, dass der ehemalige Kirchendiener so gar nicht mit den Veränderungen in der Gemeinde einverstanden ist und auch die Stockholmer Unterwelt hat die Spur des Trios wieder aufgenommen...

Ich denke die Beurteilung dieses Buchs kann man recht kurz halten: ein herrlicher Spaß. Wie schon bei seinem Erfolgsroman "Der Hundertjährige..." hat der Autor erneut ein Talent für skurille Charaktere, Situationskomik und eine feine Ironie in der Sprache, die man meiner Meinung nach einfach mögen muss. Schlichtweg keine Leseempfehlung, sondern ein Lesebefehl. :-)

5

Das Land Albia liegt an der Grenze zur Wildnis und ist schon immer Übergriffen von Trollen, Kobolden oder Irks ausgesetzt gewesen. Doch dieses Mal scheint ein wahrer Sturm aufzuziehen, denn ein mächtiger Magier hat die verschiedenen Völker versammelt und startet einen organisierten, gemeinsamen Angriff auf die Abtei von Lissen Carak. Glücklicherweise hat die dortige Äbtisin gerade aus einem anderen Grund eine Gruppe von Söldnern angeworben, die unter dem Kommando eines mysteriösen jungen Hauptmanns stehen, der von allen nur "der rote Ritter" genannt wird, da er seinen wahren Namen verschweigt. Und genau jener Ritter stellt sich als zentrales Problem in den Plänen seiner Gegner dar - denn er verfügt nicht nur über strategisches Geschick, sondern ist auch ein Magier - der die Kräfte der Wildnis nutzen kann...

Ich habe ziemlich gebraucht, um in die Geschichte hinein zu finden und mit dem Buch warm zu werden. Die vielen Handlungsstränge und Personen sind nicht nur am Anfang verwirrend, sondern bleiben es teilweise bis zum Ende. Ein Personenregister zum Nachschlagen wäre hilfreich gewesen. Positiv fällt auf, dass man dem Autor seine Sachkenntnis in Bezug auf das Mittelalter und den Schwertkampf anmerkt (ein Kollege von mir, der selbst im Bereich des historischen Schwertkampfs unterwegs ist, kennt den Herrn sogar). Was mir nicht so gut gefällt, ist die Vermischung von historischem Mittelalter mit Fantasy. Da steht eine offensichtlich sehr christliche Kirche Magiern, Lindwürmern und Drachen gegenüber. Nicht so ganz meins, wenn ich ehrlich sein soll. Trotzdem hat es das Buch irgendwie geschafft, mich dann doch zu fesseln, insbesondere die rätselhafte Hauptfigur hat es mir dann doch angetan und ich musste einfach weiterlesen. Teilweise war dies aber auch der Not geschuldet - ich hatte etwas Sorge, wenn ich das Buch mal für ein paar Tage weglegen sollte, völlig den Überblick über die Personen zu verlieren. Den Vergleich mit Game of Thrones bzw. A Song of Fire and Ice kann ich irgendwie nicht nachvollziehen - meiner Meinung nach ist das ein recht plumper Werbegag. Trotzdem bin ich jetzt soweit angefixt, dass es zumindest für Band 2 auf jeden Fall noch reichen wird.

3

Früher war Pekkala der oberste Ermittler des Zaren - berühmt für sein exzellentes Gedächtnis und seine Beobachtungsgabe. Dann kam die Oktoberrevolution und Pekkala wurde nach Sibirien in ein Arbeitslager gebracht. Eines Tages steht dort plötzlich ein junger Politoffizier vor ihm: Pekkalas besondere Fähigkeiten werden wieder gebraucht - niemand anderer als Stalin will, dass er in einem äußerst brisanten Fall ermittelt. Er soll die Leichen der Romanows finden oder die noch lebenden Mitglieder der Familie. Was die Kommunisten jedoch vor allem interessiert, ist der sagenumwobene Schatz der Zarenfamilie. Froh seinem Martyrium entkommen zu können, nimmt Pekkala das Angebot Stalins an - und stößt mit seinen Ermittlungen in ein Wespennest, das einen altbekannten, sehr gefährlichen Gegner ans Tageslicht befördert...

Ich mag ja grundsätzlich historische Krimis und die Idee einen solchen in der Sowjetunion zur Zeit Stalins anzusiedeln, fand ich ausgesprochen reizvoll. Es gelingt dem Autor auch sehr gut, das politische Klima dieser Zeit darzustellen, mit allen ihren Besonderheiten und teilweise auch skurillen Geschehnissen. Was man aber definitiv sagen muss, ist, dass sich der Autor nicht unbedingt an historische Gegebenheiten hält, sondern diese auch gerne mal so verändert, wie es ihm gerade passt. Das Geschichtsbild ist einseitig, Kritik an den Romanows wird nicht deutlich, die Zarenfamilie ist das Opfer der bösen Kommunisten. (Da auch der Zar ein sehr repräsiver Herrscher war, wird nicht thematisiert.) Der Kriminalfall an sich ist gut konstruiert, aber durchaus als Standardware zu bezeichnen. Trotz allem hat mir das Buch gut gefallen und ich vermute, dass dies vor allem an der Hauptfigur von Pekkala liegt, der einen als Leser durchaus fasziniert. 

4

Jedes Jahr zur Feier des dreifachen Neumonds lädt das Orakel der Aesol neun Gesandschaften in seinen schwebenden Palast. Diejenige, die das Geschenk überreicht, welches dem Orakel am besten gefällt, darf diesem eine Frage stellen und wird eine absolut wahre Antwort bekommen. Dieses Mal jedoch ist die Stimmung angespannter als sonst, denn unter den Gesandschaften sind auch Vertreter des Schattenkults. Die junge Adäptin Tynay sollte die Nacht eigentlich gar nicht mehr erleben, sondern als Opfer für die Erweckung einer Schattenherrin dienen. Ärgerlicherweise sucht die sich jedoch jemand anderen aus (leider die einzige Person, die in der Lage gewesen wäre, das Geschenk für das Orakel zu erschaffen) und damit bedingt eine ganze Reihe unvorhergesehenen, mörderischer Ereignisse. Die anderen Gesandschaften haben sich gegen den Schattenkult verbündet und bald gibt es die ersten Toten. Tynya sieht sich plötzlich als Anführerin ihrer Gesandschaft und muss sich schnell etwas einfallen lassen, wenn sie nicht nur die Gunst des Orakels, sondern auch ihr eigenes Leben retten will...

Das Buch ist eine Art Spin-Off zu der Trilogie um die Schattenherren des Autors, jedoch ohne an Details der dort erzählten Geschichte anzuknüpfen. Allerdings ist deren Kenntnis durchaus hilfreich, da man sich dadurch schneller in der Welt zurechtfindet. Die Geschichte hat etwas von einem Kammerspiel: Sie ist auf den Ort des Palastes beschränkt und erzählt zeitlich die Ereignisse einer Nacht (jedes Kapitel steht dabei für eine der zwölf Stunden dieser). Trotz all dieser eigentlich viel versprechenden Ansätze will nicht so wirklich Spannung aufkommen. Die Handlung ist nicht komplex genug, die Figuren wirken wie Abziehbilder ohne wirkliche Tiefe oder Faszination. Wirklich schade, denn die Welt an sich birgt durchaus mehr Potenzial, wie die vorherigen Bücher des Autors hierzu gezeigt haben. Leider reicht ein bisschen düstere Magie, finstere Mächte und (um dann vermutlich auf Nummer sicher zu gehen) billige Sexszenen nicht aus, um das Optimale aus einer Geschichte herauszuholen.

2

Die Lage für die jungen Überlebenden von Camp Haven ist alles andere als positiv: Zwar ist es Cassie gelungen, ihren Bruder Sam zu finden und mit ihm und den anderen aus Bens Einheit zu fliehen, doch seitdem ist ihr Retter Evan Walker verschwunden. Die anderen sind der Meinung, er sei tot, doch Cassie will das nicht glauben und weigert sich daher zunächst den mit ihm vereinbarten Treffpunkt so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Doch ewig dort bleiben können die Jugendlichen auch nicht. Ringer wird schließlich losgeschickt zu überprüfen, ob sich erreichbarer Entfernung gelegene Höhlen als Zuflucht eignen. Doch auf dem Weg dahin wird sie von den Aliens entdeckt und gefangengenommen. Währenddessen erreicht zu Cassies großer Freude Evan tatsächlich die Gruppe, doch er ist schwer verletzt und wird darüber hinaus von einem anderen Silencer verfolgt. Ringer wird derweil das Opfer merkwürdiger Experimente der Außerirdischen und entdeckt schließlich, was es mit den Silencern wirklich auf sich hat...

Der zweite Band der Reihe macht nahtlos da weiter, wo der erste aufgehört hat. Erneut führt der Autor seine LeserInnen in eine trostlose, bedrohliche Welt ohne Hoffnung, wo jede/r ein Betrüger sein kann und kleine Lichtblicke ebenso schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. In diesem Band spielt Ringer eine weitaus größere Rolle als im ersten und man erfährt einiges über diesen Charakter und ihre Geschichte. Handlungsmäßig passiert deutlich weniger als im ersten Teil, dafür stehen jetzt die inneren Vorgänge in den Figuren mehr im Mittelpunkt. Sprachlich finde ich das Buch für einen Jugendroman sehr auffällig - allerdings im positiven Sinne: Es zeichnet sich durch eine extrem metaphorische, bildreiche Sprache aus, anstelle von Handlungsbeschreibungen finden sich Darstellungen von Gedankengängen, die sehr an Bewusstseinsströme erinnern. Alles in allem ein starkes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Ich bin gespannt auf Band 3.

4

Es hätte alles so einfach sein können: Dem Magier Denser ist es tatsächlich gelungen den Dawnthief-Zauber zu wirken und die Wytchlords zu vernichten. Dummerweise hat der Spruch einen Dimensionsriss verursacht und nun droht Balaia die Invasion von Drachen, welche die Welt in Schutt und Asche legen würden. Dem Raben bleibt wenig Zeit, um die Aufzeichnungen von Septern zu finden, mit deren Hilfe sich der Riss vielleicht wieder schließen lässt. Und auch die Wesmen sind nach der Vernichtung der Wytchlords nicht geschlagen: Sie kämpfen auch ohne magische Unterstützung weiter und belagert die Kolleg-Stadt Julatsa. Genau hierhin macht sich auch der Rabe auf den Weg, um nach den ersten Aufzeichnungen Septerns zu suchen...

Eigentlich greift der dritte Band eine recht clevere Idee zur Fortsetzung der Handlung auf - allerdings scheitert es an der Umsetzung. Obwohl die Handlung nun häufiger zwischen verschiedenen Schauplätzen und Figuren wechselt, kommt die Geschichte nicht so richtig in Schmung. Es passiert einfach zu wenig und wird zu viel unnütz geredet. Am Ende des Buches war ich relativ überrascht, wie wenig die Handlung sich entwickelt hatte. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

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