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Sofakino

Knives out - Mord ist Familiensache

Harlan Thrombey ist tot. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätte der 85-jährige Krimiautor in der Nacht nach seiner Geburtstagsparty Selbstmord begangen. Die Polizei wird jedoch hellhörig, als der Privatdetektiv Benoit Blanc auf dem Familienanwesen der Thrombeys auftaucht - jemand hat ihn anonym für die Ermittlungen in dem Fall engagiert. Bald zeigt sich, dass mehr als ein Familienmitglied des Thrombey-Clans ein Motiv für einen Mord an dem Patriachen gehabt hätte. Dieser hatte nämlich offenbar kurz vor seinem Geburtstag beschlossen, an einigen Stellen reinen Tisch zu machen und so manchen seiner Sprößlinge und ihrer Nachfahren aus dem bequemen Nest zu schubsen. Als sich dann auch noch herausstellt, dass Thrombey seinen gesamten Nachlass seiner Pflegerin Martha vermacht hat, gibt es noch eine weitere Verdächtige. Detektiv Blanc muss seinen messerscharfen Verstand sehr sorgfältig einsetzen, um das Netz an Lügen und Heimlichkeiten zu durchdringen und schließlich die überraschende Lösung des Falles zu finden...

Ich mag klassische Detektivfilme im Stile von Hercule Poirot sehr gerne. Wenn diese zusätzlich noch so prominent besetzt sind wie der hier vorliegende Film, dann kann ja eigentlich nichts schiefgehen - dachte ich zumindest. Leider hat mich der Film ziemlich enttäuscht. Zwar wird eine skurrile Familie präsentiert und ein (angeblich) genialer Meisterdetektiv, doch wird aus diesen guten Voraussetzungen zu wenig herausgeholt. Ich habe mich wirklich dabei ertappt, mich zu langweilen und zu hoffen, dass der Film bald zu Ende ist - was er natürlich noch nicht war, weshalb sich dieser Gedankengang mehrfach wiederholte. Völlig unnötig und zusätzlich noch abstrus ekelig ist meiner Meinung nach die Besonderheit von Pflegerin Martha, die sich jedesmal übergeben muss, wenn sie lügt. Das ist echt Penälerhumor der untersten Stufe und sagt vermutlich mehr als meine gesamten vorherigen Worte über den Film aus.

2
Durchschnitt: 2 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Batman vs. Superman - Dawn of Justice

Nach Supermans Kampf gegen General Zorg, der Teile von Metropolis zerstört hat, spalten sich die Meinungen über den Außerirdischen: Während die einen ihn als Helden und Retter sehen, befürchten andere, dass er eine gefährliche und unkontrollierbare Kraft ist. Die letzte Meinung teilt auch Bruce Wayne, der als Batman in seiner Heimatstadt Gotham City nächtlich unterwegs ist. Clarke Kent, alias Superman, ist ebenfalls nicht begeistert, als er von dem Fledermausrächer hört, der seiner Meinung nach das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Die erste Begegnung geht noch einigermaßen glimpflich aus, doch es scheint klar, dass es dabei nicht bleiben wird. Und während sich beide Kämpfer für das Gute auf den Showdown vorbereiten, mehren sich die Zeichen, dass jemand im Hintergrund die Fäden zieht, um die Auseinandersetzung bewusst herbei zu führen. Ob Lex Luther etwas damit zu tun hat, der sich für seine Forschung Zugang zum abgestürzten kryptonischen Raumschiff verschafft hat?

Vielleicht hätte ich nicht die extended Version gucken sollen, aber ich muss sagen, dies war die erste DC-Comic-Verfilmung, bei der ich mich stellenweise gelangweilt habe und mir wünschte, es möge bald zu Ende sein. Woran das genau liegt, kann ich nicht wirklich festmachen. Eigentlich mag ich es, wenn sich in Filmen die Handlung langsam entwickelt, verschiedene Handlungsstränge aufgemacht und nach und nach zusammengeführt werden. Nur konnte mich das dieses Mal einfach nicht fesseln. Hinzu kommt noch, dass mich Ben Affleck als Batman einfach nicht überzeugt (schlimmer wird vermutlich nur noch Robert Pattinson). Dafür fand ich die Interpretation der Figur von Lex Luthor großartig - Hut ab vor Drehbuchautor*innen und dem Schauspieler, hier war jeder Auftritt ein Lichtblick. Ansonsten leitet der Film gewohnt routiniert zum Nachfolger Justice League über. Man kann die Fime aber auch in anderer Reihenfolge gucken - habs ausprobiert, funktioniert.

2
Durchschnitt: 2 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Wonder Woman

Diana wächst als einziges Kind auf der Insel der Amazonen auf. Ihre Mutter, die Königin, will sie zunächst nicht zur Kriegerin ausbilden, doch als Diana heimlich trainiert, willig sie schließlich doch ein - unter der Bedingung, dass Dianas Ausbildung härter wird als die aller anderen. Jahre später muss ein britischer Spion vor der Insel notlanden. Diana rettet ihn vor dem Ertrinken, dass er jedoch die ihn verfolgenden Deutschen mit auf die Insel bringt und der anschließende Kampf einige Opfer fordert, bringt dem jungen Mann nicht gerade Pluspunkte bei Dianas Volk ein. Als er von den Ereignissen in der Welt berichtet, die ihn auf die Insel verschlagen haben, sind die Amazonen entsetzt. Der Erste Weltkrieg tobt und fordert tausende Opfer. Der deutsche General Ludendorff und seine Chemikerin arbeiten an Giftgas, das weitere Massen an Todesopfern fordern wird. Diana glaubt, dass Ludendorff in Wahrheit Ares, der Gott des Krieges und Erzfeind der Amazonen ist. Obwohl ihre Mutter es ihr verbietet, folgt sie dem britischen Spion in die Welt der Menschen - und muss entdecken, dass Frauen dort eine ganz andere Rolle spielen als in ihrer Heimat. Doch Diana lässt sich nicht einschüchtern und macht sich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von britischen Soldaten auf, um Ludendorff das Handwerk zu legen...

Ich war zugegebenermaßen recht skeptisch was diesen Film angeht, muss jetzt aber sagen, dass er mir wirklich gut gefallen hat. Mit Wonder Woman bekommt eine weibliche Heldin ihren eigenen Film, die sich als starker und sympathischer Charakter gezeigt hat. Diana ist selbstbewusst und für die Zeit, in der die Handlung spielt, viel zu emanzipiert - ihre Zusammenstöße mit der konservativen Männerwelt machen dabei Spaß. Ein bisschen gestört hat mich, dass unbedingt eine Romanze in die Handlung geschrieben werden musste. Ich fand wirklich nicht, dass der Film dieses Element unbedingt gebraucht hat.

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Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)
Horch und Guck: 
 

Man of Steel

Der Planet Krypton steht kurz vor der ultimativen Katastrophe. Um wenigstens seinen Sohn Kal-El zu retten, schickt ihn Jor-El in einer Rettungskapsel zu einem Planeten, auf dem er überleben kann: die Erde. Dort landet er in Kansas und wird von einem Farmerehepaar gefunden und als ihr Sohn aufgezogen. Schon früh zeigt sich, dass Clarke über besondere Fähigkeiten verfügt, doch seine Eltern bringen ihm bei, diese möglichst nicht zu zeigen. Als eine Forschungsmission in der Arktis ein seltsames Objekt findet, schleicht sich Clarke in das Bergungsteam ein und erfährt schließlich die Wahrheit über seine Herkunft. Dummerweise ist ihm die Reporterin Lois Lane gefolgt, die nun mehr weiß, als Clarke gut findet. Doch dieses Problem wird schon bald von den folgenden Ereignissen in den Hintergrund gedrängt: General Zorg und seine Truppe tauchen auf der Erde auf. Einst wegen Rebellion auf Kripton in ein Wurmloch verbannt, überlebten sie so den Untergang des Planeten und sind nun auf der Suche nach dem Kodex, um Kripton wieder auferstehen zu lassen. Den Kodex hat Jor-El seinem Sohn mit auf die Erde gegeben, die Zorg und seine Kumpanen zum neuen Kripton umformen möchten. Dumm, dass für die Menschheit kein Platz auf diesem neuen Planeten sein wird. Ehe er sich versieht, muss Clarke seine Tarnung fallen lassen und seine Kräfte einsetzen, um den Planeten zu retten, auf dem er aufgewachsen ist...

Ich bin ja eigentlich nicht so ein Fan von Superman, muss aber sagen, dass mir dieser Film recht gut gefallen hat. Erzählt wird zwar nur eine Abwandlung der klassischen Story, aber dafür sind die Bilder sehr gut gelungen und auch die Besetzung fand ich überzeugend. Daher durchaus ein Tip auch für diejenigen, die bisher mit dem Herrn im blauen Schlafanzug eher weniger anfangen konnten.

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
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Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn

Harley Quinn hatte im Joker eigentlich die Liebe ihres Lebens gefunden, doch die Beziehung ist alles andere als ideal. Nach der Trennung ertränkt sie ihren Kummer in Parties und Alkohol und benimmt sich mehr als einmal daneben. Konsequenzen hat sie nicht zu befürchten, will sich doch niemand mit der Freundin des Verbrecher-Prinzen anlegen. Doch als Harley selbst mit einem großen Knalleffekt die Trennung bekannt gibt, sieht es plötzlich anders für sie aus. Um sich vor der Rache des Gangsterbosses Black Mask zu schützen, erklärt sie sich bereit für ihn zu arbeiten und einen Diamanten zu suchen, der ihm Zugang zum Vermögen einer vor Jahren ausgelöschten Mafia-Familie geben soll. Den Stein hat eine junge Diebin, die Quinn auch recht erfolgreich aus einer Polizeiwache befreien kann. Eigentlich muss sie sie nur noch an Black Mask übergeben, doch dummerweise wird ihr das Mädchen sympathisch...

Nachdem ich Suicide Squad so grandios fand, war ich sehr gespannt auf die Quasi-Fortsetzung in Form des Films über Harley Quinn. Und ich muss sagen, auf der einen Seite wird genau da weitergemacht, wo Suicide Squad aufgehörte. Das ist hier ist nicht das eindeutige und saubere Superheldenfilmchen a la Avengers oder Thor. Harley Quinn ist kein netter Charakter und eigentlich keine Heldin - aber sie ist so herrlich abgedreht, dass man sie einfach mögen muss. Margot Robbie spielt großartigund allein dafür, sollte man sich den Film angucken. Und wer davon noch nicht überzeugt ist, der muss sich Ewan McGregor als Black Mask anschauen... Aber - auch das muss sein - ein bisschen mehr Handlung wäre auch schön gewesen. Hier fehlt es mir eindeutig an Substanz. Und dass der Joker nur als Erwähnung auftauchte, geht gar nicht. Der muss im nächsten Film wieder dabei sein.

4
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Shazam!

Der 14-jährige Billy lebt bei Pflegeeltern seit er seine Mutter auf einem Jahrmarkt verloren hat und diese ihn offenbar nicht suchte. Das hindert ihn jedoch nicht daran, sie weiterhin zu suchen und aus allen Pflegefamilien weg zu laufen. Auch bei seinen neuen Pflegeeltern plant er nicht heimisch zu werden. Als er seinem neuen Pflegebruder Freddy hilft und vor den Mobbern in die U-Bahn flieht, findet er sich plötzlich an einem rätselhaften Ort wieder, wo ihn ein alter Zauberer zu seinem Champion erklärt und ihm seine Kräfte überträgt. Zu Billys Entsetzen bedeutet dies, dass er sich im Körper eines Erwachsenen in einem Superhelden-Kostüm wiederfindet. Gemeinsam mit Freddy findet er nach und nach heraus, welche Superkräfte er besitzt und wie er zwischen seinem Erwachsenen- und dem wahren Ich wechseln kann. Anfangs nutzen die Jungs die Superkräfte aus, um Bier im Supermarkt zu besorgen und Oben-Ohne-Bars zu besuchen, doch bald zeigt sich eine wahre Bedrohung. Ein einst als Junge vom Zauberer abgewiesener Mann hat den Weg zurück gefunden und das Auge von Envy aufgenommen. Damit hat er sich die Kräfte der sieben Todsünden angeeignet und diese mit in unsere Welt gebracht. Es sieht so aus, als würden Billys Superkräfte bald für weitaus ernstere Zwecke benötigt werden, ob er bereit ist oder nicht...

Der Film war an mir völlig vorbei gegangen, als er in den Kinos lief. Eher zufällig habe ich herausgefunden, dass es sich um die Verfilmung eines DC-Comics handelt, weshalb dann die BlueRay angeschafft wurde. Im Nachinein muss ich nun sagen: War eine gute Entscheidung. Shazam ist witzig und erzählt eine gute Superhelden-Story. Was auffällt ist, dass alles ein bisschen kindlicher ist: die Story um Zauberer und Magie, die Hauptfiguren. Das macht aber nichts, sondern gibt dem Film im Gegenteil sein besonderes Etwas. Ich jedenfalls habe mich hervorragend unterhalten gefühlt und würde ohne zu zögern auch einer Fortsetzung direkt eine Chance geben.

4
Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)
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X-Men: Dark Phoenix

Charles Xavier hat es geschafft: Mutant*innen werden nicht mehr als Bedrohung gesehen. Die X-Men sind zu Heldenfiguren geworden, haben Fans und im Notfall ruft der Präsident hat und bittet um Unterstützung. So auch jetzt, als sich eine Raumfähre kurz nach dem Start manövrierunfähig im All wiederfindet. Doch bei der Rettungsmission kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: Jean Grey wird einer rätselhaften Macht ausgesetzt, von der alle zunächst vermuten, dass es sich um eine Sonnenerruption handelt. Bald jedoch wird klar, dass es etwas völlig anderes ist: eine Wesenheit, die Jean zwar stärker und mächtiger macht als zuvor, die sie jedoch kaum noch kontrollieren kann. Jean wird zu einer Gefahr, nicht nur für ihre Freund*innen sondern für alle Menschen in ihrer Umgebung. Charles Xavier, Magneto und die verbliebenen X-Men müssen Jean bald nicht nur vor sich selbst und der Armee beschützen, sondern auch vor den Überlebenden einer außerirdischen Rasse, die die Macht des Wesens, das von Jean Besitz ergriffen hat, für ihre eigenen Zwecke nutzen möchten...

Das war er nun also, der groß angekündigte finale Teil der X-Men Reihe. Ich muss sagen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Die Rollen sind wie immer gut besetzt und die Effekte toll, aber mir fehlt hier eine Handlung, die mich wirklich mitgerissen hätte und die Komplexität aufweist. Irgendwie habe ich die anderen Filme aus der Reihe nicht nur anders sondern eindeutig als besser empfunden. Vielleicht war es mir auch einfach nur ein bisschen zu viel Jean Grey. Sie gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsfiguren aus diesem Kosmos. Btw: Bedeutet ein Neustart der X-Men dann endlich mal die Chance auf einen Gambit-Film?

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
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X-Men: Logan - The Wolverine

Das Jahr 2029: Es gibt keine Mutant*innen mehr, die X-Men existieren nicht mehr und Professor Xaviers Schule ist geschlossen. Ein gealterter Wolverine schlägt sich als Chaffeur durch und scheint mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben. Was allerdings niemand weiß: Gemeinsam mit Caliban versteckt er Professor X in Mexiko. Der alte Herr leidet an Alzheimer, was in Kombination mit seinen geistigen Kräften für seine Umwelt lebendsbedrohlich werden kann, wenn er Anfälle bekommt. Er wird deshalb in den USA als Terrorist gesucht. Logan und Caliban kümmern sich um ihn und versuchen mit Medikamenten die Anfälle zu unterdrücken. Doch dann wird die vermeindliche Idylle gestört: Eine Frau bitte Logan um Hilfe. Er soll sie und ihre Tochter nach North Dakota begleiten. Logan lehnt erst ab, da er jedoch Geld braucht, nimmt er schließlich doch an. Dumm nur, dass die Frau kurze Zeit später ermordert wird und er mit dem Mädchen Laura auf der Flucht ist. Bald stellt sich heraus, dass Laura gar nicht die Tochter der Frau war, sondern sie diese aus einer medizinischen Forschungseinrichtung gerettet hat. Das Militär hat dort versucht Kinder künstlich mit den Kräften von Mutanten auszustatten und sie so zu Kämpfern zu machen. Das Projekt scheiterte jedoch und seitdem sind mehrere Kinder auf der Flucht. Obwohl er nicht daran glaubt, lässt sich Logan schließlich breitschlagen, Laura nach North Dakota zu bringen, von wo aus sie ins sichere Kanada fliehen will. Gehetzt von den Sicherheitsdiensten der Forschungseinrichtung, die alles tun, um ihre Experimente geheim zu halten, muss Logan bald erkennen, dass er anfängt, eine emotionale Bindung zu Laura aufzubauen - und dass die Kleine Fähigkeiten hat, die ihm nur zu bekannt sind...

Ich hatte viel Positives über diesen letzten Film aus der eigenen Reihe über Wolverine gehört, muss aber sagen, dass er mir nicht ganz so gut gefallen hat. Die Stimmung ist extrem depressiv und mir fehlen einfach andere X-Men. Das konnten ein alter, kranker Professor Xavier und die Kinder-Mutanten nicht auffangen. Irgendwie schade, ich hätte Wolverine ein bombastischeres Ende gewünscht.

3
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X-Men: Apocalypse

Die 1980er Jahre: Seitdem Mystique den amerikanischen Präsidenten vor einem Attentat gerettet hat, ist das Leben für die Mutanten etwas einfacher geworden. Charles Xavier unterrichtet junge Mutant*innen in seiner Schule darin, ihre Fähigkeiten zu beherrschen - unter seinen Schüler*innen sind auch Jean Grey und Scott Summers. Mystique reist um die Welt und versucht, Mutant*innen aus gefährlichen Situationen zu retten, wie etwa den jungen Nightcrawler, den sie in Ost-Berlin findet, wo Mutant*innen in Käfigen zur Belustigung des Publikums gegeneinander kämpfen sollen. Derweil erwacht in Ägypten eine Gefahr für Menschen und Mutant*innen: Apocalypse, der erste Mutant, wird durch einen Zufall wieder zum Leben erweckt. Ihm gefällt gar nicht, wie sich die Welt entwickelt hat und er beschließt, dass die Mutant*innen wieder die Macht erhalten müssen. Zu diesem Zweck rekrutiert er vier Mitstreiter*innen, unter ihnen Magneto, deren Fähigkeiten er verbessert. Dann macht er sich auf die Suche nach Charles Xavier: Dessen Fähigkeiten sind es, die ihm nach all seinen Lebenjahren noch fehlen, um die gesamte Welt zu kontrollieren. Doch Charles ist mit Apocalypses Zielen nicht einverstanden und gemeinsam mit Mystique, Hank McCoy und einigen seiner Schüler*innen versuchen sie die Katastrophe aufzuhalten...

Wie schon letztens geschrieben, arbeite ich endlich mal Filme ab, die ich schon lange gucken wollte, aber bisher nicht geschafft habe - dabei liegt ein erster Fokus auf der X-Men-Reihe, zu der auch dieser Film gehört. Tja, was soll ich als Bewertung aber nun schreiben, was ich nicht bereits an anderer Stelle geäußert habe? Daher auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: gutes Popcorn-Kino, spannende Geschichte, gut besetzte Rollen. Ich hatte mich auf den Nightcrawler besonders gefreut, einer meiner Lieblings-X-Men. Ihn fand ich hier erst überraschend kindlich, im Laufe des Films habe ich mich aber daran gewöhnt und fand diesen jungen Kurt Wagner dann aber sehr passend. Michael Fassbender ist wieder als Magneto dabei, das ist für mich ja immer ein Highlight. Und Fans der Reihe dürfte auch der kurze, aber blutige Auftritt eines weiteren alten Bekannten gefallen. 

4
Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)
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X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Eine finstere Zukunft: Den Menschen ist es gelungen, fast alle Mutanten aufzuspüren und zu töten. Sentinell, tötliche Maschinen, die jegliche Fähigkeiten ihrer Gegner absorbieren können, sind für die einen zur besten Waffe und für die anderen zur schrecklichen Gefahr geworden. Professor X, Magneto, Wolverine und ein paar andere X-Men haben es geschafft, sich in China zu verstecken, doch ihre Zeit wird knapp. Ein letzter Plan soll die Rettung bringen: Auslöser für die Entwicklung des Sentinell-Programms war ein Attentat von Mystique auf den Wissenschaftler, der die Killerroboter erfunden hat. Ihrer DNA ist es zu verdanken, dass sich die Sentinell an die Fähigkeiten ihrer Gegner anpassen können. Eine Zeitreise in die Vergangenheit soll nun das Attentat und damit auch all seine Folgen verhindern. Von den X-Men ist allein Wolverine in der Lage diese Reise zu überleben und so wird er zurück in die Zeit geschickt. Doch seine Aufgabe ist alles andere als einfach: Professor Xavier unterdrückt seine Kräfte mit einer von Beast hergestellten Droge und niemand weiß, wo sich Mystique aufhält. Zu allem Übel scheint auch Magneto benötigt zu werden, um den Plan zu erfüllen, doch der sitzt in einem Hochsicherheitsgefängnis, da er für das Attentat auf JFK verantwortlich gemacht wird. Zwar gelingt es Wolverine und den anderen, ihn zu befreien und schließlich sogar Mystiques Mordversuch zu verhindern, doch das löst das drohende Unheil immer noch nicht völlig auf: Magneto erweist sich einmal wieder nicht gerade als Teamplayer und verfolgt eigene Ziele...

So, ich muss gestehen, dass ich ein bisschen bei den X-Men-Filmen hinterherhinke. Aber ich gelobe Besserung und versuche, die noch ausstehenden endlich zu gucken. Angefangen habe ich mit diesem, dem zweiten, der zu den Anfängen der X-Men zurückblickt. Hier gekoppelt an eine Zeitreisestory, die ich für etwas problematisch halte, weil ich an einigen Stellen das Gefühl hatte, sie passt nicht zu der erzählten Handlung in den bisherigen Filmen der Reihe. Was - für mich etwas lau - dann versucht wird, damit zu erklären, dass Wolverines Eingreifen eben genau diese Ereignisse verändert hätte. Nun ja, kann man so machen. Davon abgesehen hat mir der Film aber sehr gut gefallen, er ist unterhaltsam und Michael Fassbender spielt mit. Auch wenn es für meinen Geschmack etwas mehr Magneto hätte sein können.

4
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