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Ach ja, eine Linksammlung haben wir natürlich auch...

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Lange vor den Menschen haben sich die Minions entwickelt - und seit ihrer Entstehung ist es ihr wichtigstes Ziel, einen Bösewicht zu finden und diesem als Helfer zu dienen. Dummerweise sind die Minions aber nicht gerade die Klügsten und daher ihren Meister auch häufig alles andere als nützlich. Als ihr Dienst für Napoleon zu dem Debakel des Angriffs auf Russland mitbeiträgt, müssen sie mal wieder fliehen und suchen Zuflucht in einer einsamen Höhle. Zunächst geht es ihnen damit recht gut, doch ohne Meister machen sich schnell Depressionen bei den kleinen Kerlen breit. So beschließt Minion Kevin sich in der weiten Welt auf die Suche nach einem neuen Erzbösewicht für sein Volk zu machen. Begleitet von dem coolen Stuart und dem kleinen Bob (immer nebst Teddybärchen Tim) bricht er auf. Ihr Weg führt sie nach Amerika, wo sie auf der Villan-Com, der Messe der Bösewichte, die Aufmerksamkeit von Scarlett Overkill erregen, die die Drei in ihre Dienste nimmt. Ihr erster Auftrag lautet, die Krone von England zu stellen, doch es wären wohl nicht die Minions, wenn dieser Auftrag glatt laufen würde. Leider erweist sich Scarlett als ausgesprochen nachtragend, was Fehler angeht...

Die Minions kannte man ja bisher auf den Filmen um den Bösewicht Gru, wo sie sich mit ihrer tollpatischigen Arg, dem lustigen Aussehen und vor allem ihrer eigenen Sprache ziemlich viele Fans gemacht haben. Es war daher naheliegend den ersten eigenen Film zu erwarten. Ich muss gestehen, ich war skeptisch, gibt es doch einige Beispiele, wo es nicht funktioniert, die Sidekicks zu den Hauptcharakteren zu machen (ein besonders abschreckendes Beispiel sind für mich die Pinguine aus den Madagaskar-Filmen). Bei den Minions jedoch ist alles richtig gemacht worden: Der Film ist witzig, unterhaltsam und einfach ideal zum entspannten auf dem Sofa sitzen und anschauen. In dem Sinne: Banana!!!

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Große Aufregung im Hause de Luce: Harriet, Flavias lang verschollene Mutter, ist gefunden worden und kehrt nach Hause zurück - leider in einem Sarg. Ihre Ankunft am Bahnhof in Bishop's Lacey wird zu einem halben Staatsempfang, selber der ehemalige Premierminister Winston Churchill ist da. Warum er Flavia allerdings fragt, ob sie auch Fasanensandwiches mag, ist der jungen Chemikerin und Hobbydetektivin ein Rätsel. Und dann ist da noch der merkwürdige Mann, der Flavia eine rätselhafte Botschaft zuflüstert und dann vor einen Zug gestoßen wird. Flavias Ermittlergeist ist damit natürlich geweckt. Und bald zeigt sich, dass der rätselhafte Fremde sie auf die Spur ihrer eigenen Familiengeschichte und vor allem des Todes ihres Mutter bringt. War es am Ende gar kein Unfall sondern Mord? Am Ende des Buches weiß Flavia eine Menge mehr über die de Luces, als ihr lieb ist.

Mit dem sechsten Band sollte die Geschichte um Flavia eigentlich abgeschlossen sein, doch mittlerweile ist wohl sicher, dass es doch noch weitere Bände geben wird. Diesem Buch hier merkt man die Abschiedsstimmung ganz schön an - es ist das wohl düsterste aus der Reihe. Selbst Flavia fehlt über weite Schrecken ihr sonst so typischer Humor und detektivische Ermittlungsarbeit kommt auch nur am Rande vor. Dafür erfährt man so einiges über die Hintergrundgeschichte der Familie - was auch schon lange überfällig gewesen ist. Alles in allem hat mir das Buch vor allem deshalb gefallen. Wer jedoch auf der Suche nach richtiger Krimikost ist, wird hier vermutlich eher enttäuscht sein. Für LeserInnen der Reihe um Flavia ist dieses Buch allerdings ein Muss.

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Arthur Kowal war recht erfolgreich: Er hat es geschafft St. Petersburg erfolgreich nach seinen Vorstellungen zu prägen - die Stadt entwickelt sich wirtschaftlich und politisch weiter und hat sich nach der Zerstörung Moskaus zum politischen Zentrum des ehemaligen Russlands gemausert. Doch Kowals Position ist nicht einfach - es gibt vielfältige Fraktionen in der Stadt und nicht alle sind ihm und seinen Plänen wohlgesonnen. Da kommt ihm die gleiche Expedition, die er anführen möchte, gerade recht. Sein Ziel ist Paris, denn hier sollen ebenfalls noch Kältekammern existieren, in denen vielleicht wie er Menschen schlafen, die in Folge der Entwicklungen auf der Erde vergessen worden sind. Doch die Reise nach Paris ist alles andere als ungefährlich und Arthur muss bald lernen, dass er immer noch erschreckend wenig über die veränderte Welt weiß. Und dann mehren sich noch die Zeichen, dass ein alter Feind sich in Istanbul niedergelassen hat und von dort aus zu einem Eroberungsfeldzug ansetzt, der bald auch Arthur und Petersburg gefährlich werden könnte...

Auch für den zweiten Band der Cryonic-Reihe gilt, was ich schon zum ersten Teil geschrieben habe: Eine toll konstruierte Welt, die mich wirklich zu fesseln vermag, aber leider hat auch dieses Buch durch die von der Hauptfigur vertretenen Positionen Untertöne, mit denen ich mich nicht anfreunden kann. Immerhin gibt es weniger logischer Fehler und die Ausweitung der Handlungsorte auf Europa sorgt für interessante Hintergrundinformationen. Schade finde ich, dass nach diesem Band offenbar Schluss ist mit den deutschen Übersetzungen, wobei das Ende den sehr starken Verdacht nährt, dass es im russischen Original noch weitergeht.

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Einst schuf Gott vier weibliche Engel, die sogenannten Sternenengel, als Gefährtinnen für seine vier bevorzugten Erzengel. Doch wie fast zu erwarten, sorgte diese Schöpfung für Neid unter den anderen Engeln, so dass die Sternenengel zur Erde geschickt wurden, um sie zu schützen. Die vier Erzengel Uriel, Gabriel, Michael und Azrael konnten diese Entwicklung jedoch nicht hinnehmen und folgten den ihnen zugedachten Gefährtinnen auf die Erde. Die Suche gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht und es sollte mehrer tausend Jahre dauern, bis die vier fündig würden.

Uriel ist als Schauspieler in einem Vampirfilm berühmt geworden und sollte eigentlich nur zu einer Autogrammstunde in einem kleinen Buchladen auftreten, als er dort Eleanore Granger kennenlernt und in ihr seine lange gesuchte Gefährtin wiedererkennt. Die junge Frau von ihrem Schicksal zu überzeugen, ist jedoch alles andere als einfach. Zwar fühlt sich Eleanore durchaus zu ihm hingezogen, aber an eine Bestimmung will sie nicht glauben. Hinzu kommt auch noch, dass sie über bemerkenswerte Fähigkeiten, wie die Kraft zu heilen, verfügt, die offenbar auch das Interesse einer anderen Partei geweckt haben, die schon mehrfach versuchten, sie zu entführen. Und dann ist da noch der Erzengel Samael, der große Gegenspieler der vier anderen, der alles tun würde, um einen der Sternenengel in seine Hände zu bekommen...

Moderne Urbanfantasy, die sich recht gut liest und immer auf dem schmalen Grad zwischen unterhaltsamen Trash und Kitsch wandelt, so lässt sich dieses Buch wohl am besten zusammenfassen. Sprachlich recht einfach gehalten, kommt man schnell in die Geschichte rein und ist auch bald einigermaßen gefesselt, allerdings passiert auf knapp 470 Seiten recht wenig, der Großteil geht doch für das Anschmachten/Bewundern zwischen Uriel und Eleanore drauf. (Mich hätte ja Samael viel mehr interessiert...) Vermutlich in Anlehnung an die erfolgreiche Shades of Grey-Reihe und die Black Dagger Romane von J.R. Ward wird das Ganze noch mit einigen mehr oder weniger expliziten Sexszenen ergänzt. Meiner Meinung nach kein großer Wurf, aber durchaus mit einem gewissen Unterhaltungswert. Ich vermute, ich werde weiterlesen, weil mich die Geschichte um Samael interessiert...

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Owen Pitt ist Buchhalter und hat damit einen der langweiligsten Jobs auf der Welt - denkt er zumindest, bis sich sein unausstehlicher Boss eines Abends in einem Werwolf verwandelt und Owen nur dadurch mit dem Leben davonkommt, dass er ihn aus dem Fenster wirft. Seine tollkühne Aktion und sein Mut wecken die Aufmerksamkeit einer Organisation, die sich Monster Hunter Incorporated nennt, einer privaten Firma, die Werwölfe, Vampire und alle anderen Sorten von Untoten und Monstern jagen. Owen ist zunächst skeptisch und nimmt das Angebot hauptsächlich deshalb an, weil er sich in eine Mitarbeiterin der Firma, Julie Shackleford, verliebt hat, doch bald stellt er fest, dass der Job seiner Berufung entspricht. Denn Owen hat merkwürdige Träume, in denen ein alter Mann ihn vor einem mächtigen Feind warnt. Und dieser taucht schneller auf, als den Monsterjägern lieb sein kann. Ein uralter Verfluchter, begleitet von sieben Meistervampiren, der über ein Artefakt verfügt, das den Weltuntergang verursachen kann. Owen wird bald mehr in seinem neuen Job gefordert, als ihm lieb ist und manchmal wünscht er sich doch das beschauliche Leben als Buchhalter zurück...

Ein netter und recht flott geschriebener Urban-Fantays-Roman lautet mein Kurzurteil zu diesem Buch. Ich habe ein wenig gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden - oder vielleicht brauchte die Story auch einfach die ersten hundert Seiten um in Gang zu kommen. Danach hat es mich jedoch gefesselt und ich musste mich teilweise zwingen, das Buch abends aus der Hand zu legen. Inhaltlich wird dabei sicherlich nicht viel Neues geboten (die Monster kennt man größtenteils, recht witzig sind die etwas anderen Interpretationen von Elfen und Orks), aber bekannte Elemente unterhaltsam zusammenzuschnüren, ist schließlich auch eine gute schriftstellerische Leistung. Von daher: als Bettlektüre oder auf Reisen durchaus sehr zu empfehlen, wenn einen der Umfang des Buches (mit 650 Seiten schon ein kleiner Wälzer) nicht abschreckt.

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Als Halbjapaner hat es Kai (Keanu Reeves) nicht leicht in der höfischen Gesellschaft. Auch seine Liebe zu Prinzession Mika erleicht das Leben der beiden nicht. Bei einem Besuch am Hofe des Shogun wird Mikas Vater beschuldigt, einen anderen Gast angegriffen zu haben, und muss Selbstmord begehen. Kai weiß jedoch, dass dahinter die Hexe Mizuki steckt, die im Auftrag von Fürst Kira handelt. Dieser erhält nun das gesamte Land seines einstigen Rivalen und die Aussicht auf Mika als Ehefrau. Doch die ehemaligen Samurai ihres Vaters wollen das Unrecht nicht akzeptieren, das ihrem Herrn angetan wurde und planen trotz des ausdrücklichen Verbots Rache. Dafür nehmen sie Kai in ihre Reihen auf, der sich bald auch als überaus wichtig erweist, gelingt es ihm doch, den Kriegern Waffen zu beschaffen. In der Nacht vor der Hochzeit zwischen Fürst Kira und Mika wollen sie schließlich seine Festung stürmen und ihre Rachepläne in die Tat umsetzen...

Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist eine bekannte japanische Erzählung - allerdings im Original ohne die fantastischen Elemente. Das sollte man bedenken, wenn man den Film schaut, denn alles ist sehr japanisch - auch das Ende. Mir hat der Film recht gut gefallen - tolle Bilder, coole Kampfszenen und eine gut erzählte Geschichte. Keanu Reeves passt in die Hauptrolle - hat mich gefreut, mal wieder einen guten Film mit ihm zu sehen. Seit Matrix und Constantine hat er sich für mein Empfinden etwas rar gemacht.

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Master Gregory ist ein alter Geisterjäger, auch Spook genannt. Sein letzter Kampf gegen eine alte Feindin, die Hexe Mutter Malkim, führt jedoch dummerweise zum Tod seines Lehrlings, so dass er einen Ersatz für diesen braucht. Er findet ihn in dem jungen Tom Ward, der als siebter Sohn eines siebten Sohnes, besondere Fähigkeiten besitzen müsste. Doch in der Ausbildung stellt sich Tom zur Verzweiflung seines Meisters alles andere als besonders geschickt an. Zusätzlich drängt auch noch die Zeit: Denn wenn der Blutmond seine volle Größe erreicht hat, wird Mutter Malkim so mächtig werden, dass ihr nicht mehr beizukommen ist. Bereits jetzt hat sie ihre alten Schergen wieder zu ihrer Festung gerufen und plant sich an den Menschen zu rächen und ein Zeitalter der Finsternis heraufzubeschwören. Ausgebildet oder nicht, Tom muss seinen Meister in den Kampf begleiteten...

Mir hat der Film sehr gut gefallen. Es handelt sich zwar um eine Variante der typischen Fantasy-Grundstory (Junge mit besonderen Fähigkeiten, Meister bildet ihn aus, er braucht einige Zeit, bis er entdeckt, was er kann und rettet dann die Welt...), aber die Geschichte wird gut erzählt und wird mit tollen Bildern dargestellt. Die Rollen sind gut besetzt, die Tricks und Monster sind gut gestaltet. Ich bin ja mal gespannt, ob es eine Fortsetzung geben wird (die Buchreihe hätte genügend Stoff dafür) oder ob der Film doch zu sehr an den Kinokassen gefloppt ist.

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Nach den Ereignissen in Fort Bruce hat sich John Cleaver vom FBI getrennt und ist wieder alleine auf der Jagd - oder besser: Er und Brooke sind vor dem FBI geflohen und reisen nun quer durch das Land auf der Suche nach weiteren Verwelkten. Ihre Ziele entnehmen sie dabei den Erinnerungen der Dämonin Niemand, die immer noch Teil von Brookes verwirrtem Verstand ist. Das erste Opfer auf der Liste erweist sich dann auch als schnell zu lösendes Problem, doch ihr nächstes Ziel ist da ein ganz anderes Kaliber. Zunächst haben John und Brooke so ihre Zweifel, ob sie wirklich am richtigen Ort sind, doch eine mysteriöse Mordserie überzeugt sie schließlich davon, dass sie doch richtig lagen. Was John allerdings Kopfzerbrechen bereitet, ist die Identität der Verwelkten - hier scheinen mehrere Personen in Frage zu kommen und ohne die Hilfe des FBI ist die Identifikation schwierig. Und dann ist da noch die Frage, worum die Dämonin so lange in einer Kleinstadt leben konnte, ohne aufzufallen...

Weiter geht es in der Reihe um John Cleaver, den soziopathischen Teenager, der Dämonen jagt. Ich mag die Reihe einfach und auch Wells' Schreibstil gefällt mir unglaublich gut. Seine Bücher verstehen es zu fesseln und dafür zu sorgen, dass man sie einfach in einem Wahnsinnstempo durchlesen muss. (Für dieses Buch hier habe ich gerade einmal zwei Tage gebraucht.) Was ich schade fand, war, dass die Geschichte nicht wirklich weitergeht - der Band hält ein wenig inne und zögert die Spannung vor dem (vermutlich) letzten sechsten Band hinaus. Ich bin jedenfalls ehrlich gespannt auf das große Finale. 

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Die Söhne Alexander Corvinus begründeten zwei Rassen der Unsterblichen: Markus die aristokratischen Vampire - William die wilden Werwölfe. Letztere sind tierische Bestien ohne jeden Verstand - bis eines Tages ein Werwolf geboren wird, der seine tierische Seite konstrollieren kann. Die Vampire sehen ihre Chance auf billige Sklaven gekommen und schaffen mehr Werwölfe vom Typ Luciens, die sie durch ein hartes Regime unter Kontrolle halten. Doch intelligente Sklaven neigen dazu, sich gegen ihre Unterdrücker zu erheben. Lucien, der erste neue Werwolf, will nicht mehr länger unter der Knute der Vampire leben. Zu allem Überfluss hat er sich in die schöne Vampirin Sonja, die Tochter des Vampirfürsten Viktor, verliebt. Doch diese Beziehung ist gefährlich. Als Viktor die Wahrheit erfährt, lässt er Sonja vor Luciens Augen ermorden - und zettelt damit einen Krieg an, der noch Jahrhunderte überdauern wird...

Der dritte Teil der Underworld-Reihe ist ein Prequel und damit vor den ersten beiden Filmen angesiedelt. Er erzählt die Geschichte Luciens, die eigentlich schon bekannt ist, jedoch durchaus zu faszinieren weiß. Mir hat dieser Teil sogar bisher am besten gefallen. Auch, wenn man weiß, wie es ausgeht: Die Story wird gut und spanned erzählt und die Atmosphäre des Films ist herrlich düster und stimmig. Da kann man sogar verschmerzen, dass Kate Beckingsale in diesem Film fehlt.

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Da er glaubt, am Unfalltod seiner Freundin zumindest mitschuldig zu sein, lässt sich Arthur Kowal auf ein riskantes Experiment ein: freiwillig für 20 Jahre in einer Kammer in den Kälteschlaf versetzt zu werden. Doch in der Zwischenzeit geht einiges schief und als Arthur schließlich erwacht, sind 120 Jahre vergangen und er erkennt die Welt kaum wieder. Kriege und Seuchen haben die Zivilisation nahezu völlig zerstört, die Menschen leben in arachaischen Gemeinschaften, nach strengen Regeln und vielfältigen Gefahren ausgesetzt. Die Natur hat sich verändert, mutierte Tiere leben in den Städten und vereinzelte Menschen besitzen besondere Begabungen - es gibt Zauberer und die sogenannten Wipper, naturverbundene Menschen mit überragenden Fähigkeiten im Umgang mit der belebten Umwelt, die sogar die Erde manipulieren - eben zum Wippen - bringen können. Als sich Arthur einer Karawane von St. Petersburg nach Moskau anschließt, gerät er ausgerechnet in die Hände der Wipper, die von den Menschen in den Städten gefürchtet werden. Sie sehen in Arthur eine Figur aus ihren Prophezeiungen: den erwachten Dämon, der ihnen helfen wird, die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Doch Arthur ist alles andere als bereit, diese Rolle einfach so zu übernehmen. Er hat vielmehr ganz eigene Vorstellungen davon, wie die Menschen zusammenleben sollen...

Das Buch hat mich etwas ratlos zurückgelassen. Einerseits hat mich die Erzählweise und die beschriebene Welt recht schnell in ihren Bann gezogen und ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen. (Diese Faszination und den Sog wecken russische Autoren häufig bei mir - die haben da irgendwie das gewisse Etwas, was Erzähltalent angeht.) Andererseits fand ich den Sinn hinter der Erzählung sehr bedenklich: Arthurs permanentes Eintreten für einen starken Staat, seine Auffassung, dass er entscheiden kann, wie die Menschen zu leben haben - das hat mich doch ziemlich irritiert. (Dann wieder mochte ich ihn auch bspw. wenn er gegen Sklaverei war oder die harten Gesetze mit den vielen Todesstrafen ablehnte.) Außerdem hat das Buch leider auch Unstimmigkeiten - so wissen Personen auf einmal Arthurs richtigen Namen, obwohl er sich unter einem anderen vorgestellt hat, oder es gibt zeitliche Sprünge in der Geschichte - offenbar um erzählerische Probleme zu lösen oder zu vermeiden. Schade, ohne diese Punkte wäre meine Bewertung noch besser ausgefallen.

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