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Wolverine hat genug von seinem Dasein als X-Men und sich in die Einsamkeit der kanadischen Wildnis zurückgezogen. Doch auch dort findet er keine Ruhe. Der heimtückische Angriff einer Gruppe von Jägern auf einen Bären lässt ihn den nahegelegenen Ort aufsuchen, wo er die Bekanntschaft einer jungen Japanerin macht, die nach ihm sucht. Ihr Auftraggeber, der Firmenmogul Yashinda, liegt im Sterben und möchte sich vor seinem Tod noch von Wolverine verabschieden, der ihm einst beim Abwurf der Atombombe auf Nagasaki das Leben gerettet hat. Zögernd reist Wolverine nach Japan. Dort stellt sich auch bald heraus, dass der alte Herr sich keinesfalls nur von ihm verabschieden wollte: Er möchte Wolverines Selbstheilungskräfte, um ewig leben zu können. Als dieser dem Sterbenden seinen Wunsch verweigert, bringt er sich selbst in große Gefahr: Hineingezogen in eine Familienfehde, bei der auch noch die Yakuza mitmischt, versucht Wolverine alles, um Yashinda Enkelin zu beschützen, in die er sich verliebt hat. Doch er ist geschwächt: Seine Selbstheilungskräfte sind verschwunden. Offenbar spielt die rätselhafte Ärztin von Yashinda dabei keine unbedeutende Rolle - Wolverine entdeckt schließlich einen perfiden Plan, der selbst ihn völlig überrascht...

Ein weiterer Film aus dem X-Men Universum weckt ja immer mein Interesse. Okay, dieses Mal hat es etwas gedauert, bis wir ihn auch geguckt haben, aber das muss ja nichts heißen. Ich muss aber dennoch ehrlich sagen, dass dies meiner Meinung nach der bisher schwächste Film der Reihe ist. Die Kampfszenen sind schön anzuschauen, aber die Handlung fand ich doch recht mau. Ich verstehe auch diesen Hype um Wolverine nicht - warum nicht auch mal einzelne Film zu anderen X-Men Charakteren, wie ich es bei der Origins-Reihe mal erhofft hatte? Ich warte ja immer noch auf den Gambit-Film.

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Es läuft gut für die Agentur Lockwood und Co. - fast ein bisschen zu gut, denn Lockwood, George und Lucy können sich vor Aufträgen kaum noch retten und sind völlig überarbeitet. Der richtig große Auftrag ist allerdings nicht dabei und auch zu dem unerklärlichen Maßenausbruch an Geistererscheinungen in Chelsea wird die kleine Agentur nicht dazugeholt. Das ändert sich erst mit der neuen Sekretärin Holly, die Lucy zwar nicht ausstehen kann, welche jedoch durch ihre Kontakte eine prominente Fürsprecherin für das kleine Unternehmen findet, die schließlich dafür sorgt, dass sie doch im Chelsea-Fall mitermitteln dürfen. Und natürlich ist es Georges unermüdlicher Recherche zu verdanken, dass sie schließlich einen Hinweis auf die Lösung des Rätsels haben. Währenddessen wird Lucys Leben immer komplizierter: Nicht nur, dass ihr die neue Sekretärin auf die Nerven geht, sie vermisst auch die enge Zusammenarbeit mit Lockwood - es ist aber schließlich ihre immer stärker werdende Gabe mit den Geistern zu kommunizieren, die nicht nur sie, sondern auch ihre Freunde in Gefahr bringt - und Lucy zu einem folgenschweren Entschluss gelangen lässt...

Ich bin ja bekanntermaßen Fan der Reihe und auch dieses Buch hat mich nicht enttäuscht. Spannend und witzig geschrieben sorgt es dafür, dass es einem sehr schwerfällt, es aus der Hand zu legen, wenn man einmal mit dem Lesen angefangen hat. Was allerdings auffällt ist, dass dieses Mal kein großer Fall im Mittelpunkt steht, sondern vielmehr die Charaktere und Beziehungen der Hauptfiguren untereinander. Dabei wird immer deutlicher, dass Lucy in Lockwood verliebt ist - wie ich das finden soll, weiß ich allerdings noch nicht. Der Zickenkrieg zwischen ihr und der neuen Sekretärin hat mich etwas genervt, das wäre in der Form für die Geschichte nicht nötig gewesen. Die Hintergrundgeschichte um die mysteriöse Orpheus-Gesellschaft spielt eine ganz kleine Rolle - wird aber auch in Minischritten vorangetrieben. Ich bin auf jeden Fall gespannt auf den nächsten Band und hoffe vor allem auf eine Auflösung des echt fiesen Cliffhangers am Ende des Buches.

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Der junge Vahit Finn Fokklin hat seine Volljährigkeit erreicht und muss sich damit auch entscheiden, welchem Beruf er nachgehen will. Obwohl er sich eigentlich noch unsicher ist, beschließt er in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und eine Lehre in dessen Tinten- und Papierherstellung zu beginnen. Dass Finn entgegen der Erwartungen seines Vaters nicht Feuer und Flamme für diesen Beruf ist, zeigt sich schnell und eines Tages passiert ihm der schwerwiegende Fehler einen Brief mit der Bestellung eines wichtigen Kunden zu verbummeln. Zur Strafe muss Finn die Auslieferung übernehmen und soll dabei gleich Abbitte für die verspätete Lieferung tun. Doch die Reise wird zum Ausgangspunkt eines viel größeren Abenteuers als sich sowohl Finn oder sein Vater jemals erträumt hätten. Denn ihre Heimat ist für finstere Mächte interessant geworden und ein erster Spähtrupp bereits im Lande. Dass sich dieser ausgerechnet dort befindet, wohin Finn seine Lieferung bringen muss, konnte nun wirklich niemand ahnen... Und so geraten Finn und sein Freund Mellon in einen Strudel von Ereignissen, der sie nicht nur die Bekanntschaft von Menschen und Zwergen machen lässt, sondern auch ihr Leben und vermutlich dass aller Vahits im Hügelland für immer verändern wird....

Ich kann mir nicht helfen, aber dieses Buch zwang mich die ganze Zeit, Parallelen zum Herrn der Ringe zu suchen und auch zu finden. Da sind die Vahits im Hügelland, die doch sehr den Hobbits im Auenland ähneln. Es gibt eine böse Macht, die ein bestimmtes Artefakt sucht; finstere Diener (hier sind es elf statt neun) und Feinde, die auf Flugwesen reiten. Dessen ungeachtet hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Die Geschichte ist toll erzählt, die Welt unglaublich detaillreich ausgearbeitet - in einer Präzision, die man heute auch in der Fantasy nur noch selten findet. Es braucht einige Seiten, bis alles in Schwung kommt und manchmal sind die Landschaftsbeschreibungen ein bisschen zu langatmig, aber immerhin nimmt sich der Autor wirklich Zeit, seine Welt und die Charaktere in ihr zu entwickeln. Ich bin jedenfalls gespannt auf den zweiten Band.

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Der Kampf der Wächter geht weiter. Nachdem sowohl Braston als auch Despirrow getötet wurden, lichten sich die Reihen der mächtigen Magier und die vorhandenen Kräfte konzentrieren sich auf immer weniger Person. Während Forger weiterhin dem Bösen frönt, kämpfen Rostigan und die Priesterin Yalenna auf der Seite des Guten. Doch ihnen stellt sich ein unvorhergesehenes Problem: Die jahrhundertelange Gefangenschaft im Grab Regrets hat den ehemaligen Wächter Mergan wahnsinnig werden lassen. Er behauptet der wiedergeborene Regret zu sein und zieht so dessen Schöpfungen, die Entflochtenen, auf seine Seite - angestachelt von ihm wollen sie nun die Städte der Menschen erobern. Unterdessen hat der Wächter Salarkis zufällig eine unglaubliche Entdeckung gemacht, welche den Riss in der Magie, der durch Regrets Tun verursacht wurde, wieder schließen könnte. Dch für Salarkis wird es schwierig seine einstigen Gefährten über seine Erkenntnis zu berichten - und noch schwierig wird es vermutlich werden, alle von ihnen davon zu überzeugen, ihre Kräfte wieder herzugeben...

Eine gute Fortsetzung des ersten Teils und ein sinnvoller Abschluss der Geschichte. Mich hat ein wenig die lange Beschreibung der Schlacht gestört - und das sich alle bisherigen Probleme dann doch sehr einfach lösen ließen, war auch etwas ungeschickt im Plot konstruiert. Aber alles in allem habe ich mich von dem Buch recht gut unterhalten gefühlt und am Ende gibt es auch noch eine kleine überraschende Wendung, die ich hier aber nicht näher beschreibe, um nicht zu spoilern.

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Rostigan ist ein alter Krieger und der ewigen Kämpfe und Abenteuer müde. Sehr zum Unwesen seiner Begleiterin, der Bardin Tarzi, die nur zu gerne neue Lieder über seine Heldentaten dichten würde. Als ihr Weg sie zufällig in die Nähe der Stadt Silberstein führt, machen sie eine schier unglaubliche Entdeckung: Die Stadt ist spurlos vom Erdboden verschwunden. Rostigan ist schnell klar, wer dahintersteckt - die Wächter, mächtige Magier, sind zurückgekehrt. Einst vereint im Kampf gegen einen gemeinsamen Feind, sind dessen Kräfte nach seinem Tod auf seine Gegner übergegangen und machten nicht jedoch von ihnen zu einem besseren Menschen. Rostigan gelingt es, die Wächterin zu töten, die für das Verschwinden Silbersteins verantwortlich ist - wobei deren Kräfte auf ihn übergehen. Denn Rostigan ist nicht der Mann, für den er sich ausgibt. Einst war er auch einer der Wächter, der dem Bösen anheimgefallen ist. Man nannte ihn Karrak, den Herrn der Lügen und der Krähen. Doch diesem Leben hat er schon seit Jahren abgeschworen. Doch nun sieht es so aus, als müsse er seine lange nicht genutzten Kräfte wieder benutzen - dieses Mal auf der Seite des Guten, um seine einstigen Verbündeten davon abzuhalten, wieder Angst und Schrecken zu verbreiten...

Ich war nach den ersten hundert Seiten etwas skeptisch, was dieses Buch anging, mittlerweile hat es mich aber doch gefangen. Die Geschichte ist gut erzählt und spannend aufgebaut - man erfährt geschickt verstreut einiges über die Hintergrundgeschichte der einzelnen Wächter. Gestört hatte mich, dass man recht schnell anfängt zu vermuten, dass Rostigan ebenfalls einmal ein Wächter war - aber es zeigt sich, dass dies keinesfalls der Kern der Handlung ist. Eine Sache hat mich aber dennoch irritiert und ich vermute, dass ich hier das große Logikproblem der Handlung gefunden habe: Bei den Ereignissen nach der Wiederkehr der Wächter wird immer dargestellt, dass seine Kräfte nach dem Tod auf andere Wächter, die sich in der Nähe befunden haben, übergehen. Ich verstehe nur nicht, warum das nicht auch vorher geschehen ist, als die guten Wächter ihre bösen Antagonisten getöten haben. (Für Erklärungen wäre ich dankbar.) Ansonsten handelt es sich meiner Meinung nach aber um einen guten Fantasyroman, der Spaß macht zu lesen.

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Lange vor den Menschen haben sich die Minions entwickelt - und seit ihrer Entstehung ist es ihr wichtigstes Ziel, einen Bösewicht zu finden und diesem als Helfer zu dienen. Dummerweise sind die Minions aber nicht gerade die Klügsten und daher ihren Meister auch häufig alles andere als nützlich. Als ihr Dienst für Napoleon zu dem Debakel des Angriffs auf Russland mitbeiträgt, müssen sie mal wieder fliehen und suchen Zuflucht in einer einsamen Höhle. Zunächst geht es ihnen damit recht gut, doch ohne Meister machen sich schnell Depressionen bei den kleinen Kerlen breit. So beschließt Minion Kevin sich in der weiten Welt auf die Suche nach einem neuen Erzbösewicht für sein Volk zu machen. Begleitet von dem coolen Stuart und dem kleinen Bob (immer nebst Teddybärchen Tim) bricht er auf. Ihr Weg führt sie nach Amerika, wo sie auf der Villan-Com, der Messe der Bösewichte, die Aufmerksamkeit von Scarlett Overkill erregen, die die Drei in ihre Dienste nimmt. Ihr erster Auftrag lautet, die Krone von England zu stellen, doch es wären wohl nicht die Minions, wenn dieser Auftrag glatt laufen würde. Leider erweist sich Scarlett als ausgesprochen nachtragend, was Fehler angeht...

Die Minions kannte man ja bisher auf den Filmen um den Bösewicht Gru, wo sie sich mit ihrer tollpatischigen Arg, dem lustigen Aussehen und vor allem ihrer eigenen Sprache ziemlich viele Fans gemacht haben. Es war daher naheliegend den ersten eigenen Film zu erwarten. Ich muss gestehen, ich war skeptisch, gibt es doch einige Beispiele, wo es nicht funktioniert, die Sidekicks zu den Hauptcharakteren zu machen (ein besonders abschreckendes Beispiel sind für mich die Pinguine aus den Madagaskar-Filmen). Bei den Minions jedoch ist alles richtig gemacht worden: Der Film ist witzig, unterhaltsam und einfach ideal zum entspannten auf dem Sofa sitzen und anschauen. In dem Sinne: Banana!!!

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Große Aufregung im Hause de Luce: Harriet, Flavias lang verschollene Mutter, ist gefunden worden und kehrt nach Hause zurück - leider in einem Sarg. Ihre Ankunft am Bahnhof in Bishop's Lacey wird zu einem halben Staatsempfang, selber der ehemalige Premierminister Winston Churchill ist da. Warum er Flavia allerdings fragt, ob sie auch Fasanensandwiches mag, ist der jungen Chemikerin und Hobbydetektivin ein Rätsel. Und dann ist da noch der merkwürdige Mann, der Flavia eine rätselhafte Botschaft zuflüstert und dann vor einen Zug gestoßen wird. Flavias Ermittlergeist ist damit natürlich geweckt. Und bald zeigt sich, dass der rätselhafte Fremde sie auf die Spur ihrer eigenen Familiengeschichte und vor allem des Todes ihres Mutter bringt. War es am Ende gar kein Unfall sondern Mord? Am Ende des Buches weiß Flavia eine Menge mehr über die de Luces, als ihr lieb ist.

Mit dem sechsten Band sollte die Geschichte um Flavia eigentlich abgeschlossen sein, doch mittlerweile ist wohl sicher, dass es doch noch weitere Bände geben wird. Diesem Buch hier merkt man die Abschiedsstimmung ganz schön an - es ist das wohl düsterste aus der Reihe. Selbst Flavia fehlt über weite Schrecken ihr sonst so typischer Humor und detektivische Ermittlungsarbeit kommt auch nur am Rande vor. Dafür erfährt man so einiges über die Hintergrundgeschichte der Familie - was auch schon lange überfällig gewesen ist. Alles in allem hat mir das Buch vor allem deshalb gefallen. Wer jedoch auf der Suche nach richtiger Krimikost ist, wird hier vermutlich eher enttäuscht sein. Für LeserInnen der Reihe um Flavia ist dieses Buch allerdings ein Muss.

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Arthur Kowal war recht erfolgreich: Er hat es geschafft St. Petersburg erfolgreich nach seinen Vorstellungen zu prägen - die Stadt entwickelt sich wirtschaftlich und politisch weiter und hat sich nach der Zerstörung Moskaus zum politischen Zentrum des ehemaligen Russlands gemausert. Doch Kowals Position ist nicht einfach - es gibt vielfältige Fraktionen in der Stadt und nicht alle sind ihm und seinen Plänen wohlgesonnen. Da kommt ihm die gleiche Expedition, die er anführen möchte, gerade recht. Sein Ziel ist Paris, denn hier sollen ebenfalls noch Kältekammern existieren, in denen vielleicht wie er Menschen schlafen, die in Folge der Entwicklungen auf der Erde vergessen worden sind. Doch die Reise nach Paris ist alles andere als ungefährlich und Arthur muss bald lernen, dass er immer noch erschreckend wenig über die veränderte Welt weiß. Und dann mehren sich noch die Zeichen, dass ein alter Feind sich in Istanbul niedergelassen hat und von dort aus zu einem Eroberungsfeldzug ansetzt, der bald auch Arthur und Petersburg gefährlich werden könnte...

Auch für den zweiten Band der Cryonic-Reihe gilt, was ich schon zum ersten Teil geschrieben habe: Eine toll konstruierte Welt, die mich wirklich zu fesseln vermag, aber leider hat auch dieses Buch durch die von der Hauptfigur vertretenen Positionen Untertöne, mit denen ich mich nicht anfreunden kann. Immerhin gibt es weniger logischer Fehler und die Ausweitung der Handlungsorte auf Europa sorgt für interessante Hintergrundinformationen. Schade finde ich, dass nach diesem Band offenbar Schluss ist mit den deutschen Übersetzungen, wobei das Ende den sehr starken Verdacht nährt, dass es im russischen Original noch weitergeht.

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Einst schuf Gott vier weibliche Engel, die sogenannten Sternenengel, als Gefährtinnen für seine vier bevorzugten Erzengel. Doch wie fast zu erwarten, sorgte diese Schöpfung für Neid unter den anderen Engeln, so dass die Sternenengel zur Erde geschickt wurden, um sie zu schützen. Die vier Erzengel Uriel, Gabriel, Michael und Azrael konnten diese Entwicklung jedoch nicht hinnehmen und folgten den ihnen zugedachten Gefährtinnen auf die Erde. Die Suche gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht und es sollte mehrer tausend Jahre dauern, bis die vier fündig würden.

Uriel ist als Schauspieler in einem Vampirfilm berühmt geworden und sollte eigentlich nur zu einer Autogrammstunde in einem kleinen Buchladen auftreten, als er dort Eleanore Granger kennenlernt und in ihr seine lange gesuchte Gefährtin wiedererkennt. Die junge Frau von ihrem Schicksal zu überzeugen, ist jedoch alles andere als einfach. Zwar fühlt sich Eleanore durchaus zu ihm hingezogen, aber an eine Bestimmung will sie nicht glauben. Hinzu kommt auch noch, dass sie über bemerkenswerte Fähigkeiten, wie die Kraft zu heilen, verfügt, die offenbar auch das Interesse einer anderen Partei geweckt haben, die schon mehrfach versuchten, sie zu entführen. Und dann ist da noch der Erzengel Samael, der große Gegenspieler der vier anderen, der alles tun würde, um einen der Sternenengel in seine Hände zu bekommen...

Moderne Urbanfantasy, die sich recht gut liest und immer auf dem schmalen Grad zwischen unterhaltsamen Trash und Kitsch wandelt, so lässt sich dieses Buch wohl am besten zusammenfassen. Sprachlich recht einfach gehalten, kommt man schnell in die Geschichte rein und ist auch bald einigermaßen gefesselt, allerdings passiert auf knapp 470 Seiten recht wenig, der Großteil geht doch für das Anschmachten/Bewundern zwischen Uriel und Eleanore drauf. (Mich hätte ja Samael viel mehr interessiert...) Vermutlich in Anlehnung an die erfolgreiche Shades of Grey-Reihe und die Black Dagger Romane von J.R. Ward wird das Ganze noch mit einigen mehr oder weniger expliziten Sexszenen ergänzt. Meiner Meinung nach kein großer Wurf, aber durchaus mit einem gewissen Unterhaltungswert. Ich vermute, ich werde weiterlesen, weil mich die Geschichte um Samael interessiert...

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Owen Pitt ist Buchhalter und hat damit einen der langweiligsten Jobs auf der Welt - denkt er zumindest, bis sich sein unausstehlicher Boss eines Abends in einem Werwolf verwandelt und Owen nur dadurch mit dem Leben davonkommt, dass er ihn aus dem Fenster wirft. Seine tollkühne Aktion und sein Mut wecken die Aufmerksamkeit einer Organisation, die sich Monster Hunter Incorporated nennt, einer privaten Firma, die Werwölfe, Vampire und alle anderen Sorten von Untoten und Monstern jagen. Owen ist zunächst skeptisch und nimmt das Angebot hauptsächlich deshalb an, weil er sich in eine Mitarbeiterin der Firma, Julie Shackleford, verliebt hat, doch bald stellt er fest, dass der Job seiner Berufung entspricht. Denn Owen hat merkwürdige Träume, in denen ein alter Mann ihn vor einem mächtigen Feind warnt. Und dieser taucht schneller auf, als den Monsterjägern lieb sein kann. Ein uralter Verfluchter, begleitet von sieben Meistervampiren, der über ein Artefakt verfügt, das den Weltuntergang verursachen kann. Owen wird bald mehr in seinem neuen Job gefordert, als ihm lieb ist und manchmal wünscht er sich doch das beschauliche Leben als Buchhalter zurück...

Ein netter und recht flott geschriebener Urban-Fantays-Roman lautet mein Kurzurteil zu diesem Buch. Ich habe ein wenig gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden - oder vielleicht brauchte die Story auch einfach die ersten hundert Seiten um in Gang zu kommen. Danach hat es mich jedoch gefesselt und ich musste mich teilweise zwingen, das Buch abends aus der Hand zu legen. Inhaltlich wird dabei sicherlich nicht viel Neues geboten (die Monster kennt man größtenteils, recht witzig sind die etwas anderen Interpretationen von Elfen und Orks), aber bekannte Elemente unterhaltsam zusammenzuschnüren, ist schließlich auch eine gute schriftstellerische Leistung. Von daher: als Bettlektüre oder auf Reisen durchaus sehr zu empfehlen, wenn einen der Umfang des Buches (mit 650 Seiten schon ein kleiner Wälzer) nicht abschreckt.

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