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Mattias Edvardsson "Der unschuldige Mörder"

 

Das Leben meint es nicht gut mit dem Journalisten Zackarias Levin: Nach der Freundin ist auch der Job auf einmal weg und da auch keine Aussicht auf andere Anstellung besteht, muss er zurück ins Haus seiner Mutter in der Provinz ziehen. Um seine Situation zu verändern, beschließt Zackarias ein Buch zu schreiben und der Stoff für den geplanten Bestseller ist schnell gefunden: Zacks Studienfreund Adrian ist für den Mord an dem Schriftsteller Leo Stark verurteilt worden - trotz schwacher Beweise und aufgrund einer fehlenden Leiche der berechtigten Frage, ob sich Leo Stark nicht einfach nur abgesetzt hat. Zack möchte die Ereignisse von damals aufarbeiten - ob er jedoch die Wahrheit erzählen will oder einen Roman schreibt, scheint ihm selbst nicht ganz klar zu sein. Dann geschieht etwas Unglaubliches: Leo Starks Leiche wird gefunden und die Polizei kann die Ermittlungen wieder aufnehmen. Haben Zacks Nachforschungen den Mörder nervös gemacht? Will ihm jemand helfen oder ganz im Gegenteil sogar schaden? Und was ist damals nun wirklich passiert? Selbst Zacks Schriftsteller Fantasie hätte sich die tatsächliche Auflösung des Falles wohl nicht träumen lassen...

Tja, was soll ich sagen? Das Buch liest sich recht gut und die Geschichte ist logisch konstruiert, ebenso wie die Auflösung. Kommt sie wirklich überraschend? Hier muss ich widersprechen - ich finde, es gab zumindest Ansätze, die schon früh nicht ausgeschlossen haben, dass dies die richtige Erklärung gewesen ist. Aus der Ich-Perspektive im Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu erzählen, hat sich zusätzlich zur Spannung beigetragen. Allerdings muss ich sagen, dass mir der Ich-Erzähler recht unsympathisch war und ich daher nicht wirklich mit ihm mitfiebern konnte. Das Buch ist daher eine bedingte Empfehlung - wer besseres in Aussicht hat, sollte dem den Vorzug geben.

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X-Men: Dark Phoenix

Charles Xavier hat es geschafft: Mutant*innen werden nicht mehr als Bedrohung gesehen. Die X-Men sind zu Heldenfiguren geworden, haben Fans und im Notfall ruft der Präsident hat und bittet um Unterstützung. So auch jetzt, als sich eine Raumfähre kurz nach dem Start manövrierunfähig im All wiederfindet. Doch bei der Rettungsmission kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: Jean Grey wird einer rätselhaften Macht ausgesetzt, von der alle zunächst vermuten, dass es sich um eine Sonnenerruption handelt. Bald jedoch wird klar, dass es etwas völlig anderes ist: eine Wesenheit, die Jean zwar stärker und mächtiger macht als zuvor, die sie jedoch kaum noch kontrollieren kann. Jean wird zu einer Gefahr, nicht nur für ihre Freund*innen sondern für alle Menschen in ihrer Umgebung. Charles Xavier, Magneto und die verbliebenen X-Men müssen Jean bald nicht nur vor sich selbst und der Armee beschützen, sondern auch vor den Überlebenden einer außerirdischen Rasse, die die Macht des Wesens, das von Jean Besitz ergriffen hat, für ihre eigenen Zwecke nutzen möchten...

Das war er nun also, der groß angekündigte finale Teil der X-Men Reihe. Ich muss sagen, ich bin ein bisschen enttäuscht. Die Rollen sind wie immer gut besetzt und die Effekte toll, aber mir fehlt hier eine Handlung, die mich wirklich mitgerissen hätte und die Komplexität aufweist. Irgendwie habe ich die anderen Filme aus der Reihe nicht nur anders sondern eindeutig als besser empfunden. Vielleicht war es mir auch einfach nur ein bisschen zu viel Jean Grey. Sie gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsfiguren aus diesem Kosmos. Btw: Bedeutet ein Neustart der X-Men dann endlich mal die Chance auf einen Gambit-Film?

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Andreas Gruber "Die schwarze Dame"

Peter Hogart ist Versicherungsdetektiv und wird in dieser Eigenschaft nach Prag geschickt, um das Verschwinden einer Kollegin aufzuklären. Diese hatte nach einem spektakulären Brand vor Ort recherchiert und seit ihrer letzten Nachricht, in der sie mitteilte, dass sie den Versicherungsbetrug aufgedeckt hätte, spurlos verschwunden. Die örtliche Polizei war keine Hilfe und zeigt sich auch Hogart gegenüber wenig kooperativ. Anders verhält es sich mit Privatdetektivin Ivona Markovic, die eigentlich im Falle eines Serienmörders ermittelt, aber Hogart zu mögen scheint. Bald schon zeigt sich jedoch, dass beide Fälle zusammenhängen, den Hogarts Kollegin wurde ein Opfer eben jenes Serienkillers. Plötzlich findet sich der Wiener Detektiv in einem Wettlauf mit der Zeit wieder, in dem zwei wahnsinnige Mörder eine Partie Schach in den Straßen von Prag spielen - mit hohem Einsatz, denn für jede geschlagene Figur muss ein Mensch sterben...

Offenbar ist das hier der erste Roman von Andreas Gruber gewesen, was man leider auch ein wenig merkt. Es sind zwar jene Elemente zu erkennen, die ich an seinen späteren Büchern so gerne mag, aber es wirkt alles doch noch ein bisschen roh. Wobei die Grundidee mit den beiden Mördern schon sehr cool. Auch sind kleinere Logikfehler geblieben - die Tochter des Gangsters, die kein Deutsch versteht, reagiert auf eine Aussage von ihm in dieser Sprache? Hier hätte das Lektorat aufpassen müssen. Alles in allem aber trotzdem ein unterhaltsames Buch, das ich recht gern gelesen habe.

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Dmitry Glukhovsky "Summerki"

Übersetzer Dmitrij Alexejewitsch nimmt aus lauter Geldnot einen Auftrag für eine Übersetzung aus dem Spanischen an. Obwohl er sich schwer mit dem altmodischen Text tut, ist er bald schon fasziniert von dessen Inhalt: der Geschichte über die Reise einer Gruppe spanischer Conquistadoren zu einem geheimen Majatempel. Doch nicht nur in der Vergangenheit geschehen merkwürdige Ereignisse - bald ist auch in Dmitrjs Leben nichts mehr wie es war. Merkwürdige Geräusche aus dem Treppenhaus, Jaguarmenschen vor seiner Wohnungstür und die immer häufiger auftretenden Naturkatastrophen stellen ihn bald vor eine Frage: Hatten die Maja mit ihrer Vision von Ende der Welt Recht und steht die Apokalypse nun bevor?

Glukhovsky ist für mich immer wieder eine Überraschungstüte. Ich habe die Metro-Reihe gerne gelesen, Futu.re fand ich schrecklich langweilig und nun habe ich in einem Büchertauschschrank diesen Roman gefunden. Kannste ja nicht so viel falsch machen, war meine Überlegung. Nee, viel falsch habe ich nicht gemacht, aber auch nicht viel richtig. Das Buch fing ziemlich gut an und vor allem die Übersetzungen der Erlebnisse der Spanier auf ihrer Suche nach dem Maja-Tempel fand ich sehr spannend. Der Rest ist jedoch irgendwie naja und vor allem zieht sich vieles in dem Buch. Die Auflösung schließlich hat mich regelrecht geärgert - völliger Humbuck, wenn ich das mal so sagen darf. Wobei ja auch schon die Auflösung bei Metro nicht so wirklich meins war.

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Karsten Dusse "Das Kind in mir will achtsam morden"

Rechtsanwalt Björn leidet unter unerklärlichen spontanen Wutanfällen. Um weiteren Ärger mit seiner Noch-Ehefrau zu vermeiden, besucht er erneut seinen Achtsamkeits-Coach, der ihm erklärt, dass seine Wutausbrüche auf Verletzungen seines inneren Kindes zurückzuführen. Björn muss diesem Vertrauen vermitteln und so die Wunden heilen, die seine Eltern ihm einst zugefügt haben. Dumm nur, dass die Woche, in der eigentlich das innere Kind und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen sollten, alles andere als ruhig verläuft. Irgendjemand hat herausgefunden, dass Björn Mafiaboss Boris im Keller seines Hauses versteckt und erpresst ihn nun. Der Elternbeirat des Kindergartens will mehr Nachhaltigkeit und daher die alte Ölheizung entfernen lassen, die jedoch den Zugang zu Boris Gefängnis verbirgt. Und als ob das alles nicht genug wäre, ist Björns Noch-Ehefrau auch noch davon überzeugt, dass er sie betrügt. Björns Vorsätze, nicht mehr zu morden, kommen immer mehr ins Wangen, auch weil sein inneres Kind sich als ausgesprochen blutrünstig entpuppt...

Nachdem ich den ersten Band ja förmlich verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Es kann ja auch schon mal passieren, dass diese nicht den Erwartungen aus dem Vorgänger gerecht wird. Bei diesem Buch muss sich jedoch niemand Sorgen in dieser Richtung machen. Auch hier dominiert wieder ein feiner schwarzer Humor, wie ich ihn sonst nur von britischen Autor*innen kenne. Daher kann ich allen, die den ersten Band gelesen haben, die Fortsetzung nur empfehlen. Und denen, die das nicht getan haben, nur dringend raten, sich beide Bücher zu besorgen und Zeit zum Lesen freizuschaufeln - es lohnt sich, versprochen!

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Karsten Dusse "Achtsam morden"

Björn Diemel ist Rechtsanwalt und Vater - doch weder im Job noch in der Familie läuft es so richtig rund. Seine Frau zwingt ihn schließlich dazu, ein Achtsamkeits-Coaching zu machen und nach anfänglicher Skepsis muss Björn feststellen, dass ihm dieses sehr hilft. Dummerweise hat sein einziger Mandant, ein örtlicher Mafia-Boss, noch nie von Achtsamkeit gehört und besteht daher auf der Flucht vor der Polizei auf einem Treffen mit Björn, obwohl dieser gerade seine Vater-Tochter-Zeitinsel hat. Im Prinzip ist er also selber schuld, dass er den Aufenthalt im heißen Kofferraum von Björns Wagen nicht überlebt hat. Doch das werden die übrigen Mafiosi vermutlich anders sehen und so bleibt Björn nichts anderes übrig, als so zu tun, als würde sein Opfer noch leben und den Clan nun stellvertretend zu leiten. Seine neu erworbenen Kenntnisse über Achtsamkeit helfen ihm dabei überraschenderweise sehr - wenn auch für einige Personen in seinem Umfeld mit tödlichen Ausgang. Gleichzeitig sorgt Björn aber auch dafür, dass sein Mafia-Clan mit dem Betrieb eines Kindergartens ein neues Geschäftsfeld eröffnet und seine Tochter endlich einen der begehrten Plätze erhält..

Ich hatte tierischen Spaß mit diesem Buch und kann es daher nur empfehlen. Es ist einfach ein herrlicher Humor, der hier zum Tragen kommt: fein, scharfzüngig und absolut auf den Punkt. Wie Björn Diemel durch Achtsamkeit plötzlich zum Mörder und Boss eines Mafia-Clans wird, ist einfach unglaublich unterhaltsam. Ich habe das Buch fast an einem Tag gelesen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte. Daher: Lesebefehl!

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James Barclay "Heldensturz" (Die Legenden des Raben 6)

Gemeinsam mit den Elfen und den verbliebenen Magier*innen des Kolleg von Julatsa macht sich der Rabe auf nach Xetesk. Die Dämonen können nur zurückgedrängt werden, wenn der Dimensionsriss in ihrer Heimat verschlossen wird und genau dorthin will sich der Rabe schicken lassen. Ihre Hoffnung ruht auf Erienne, die als Magierin des Einen über Kräfte verfügt, denen die Dämonen nichts entgegensetzen können. Die Dimensionsmagier in Xetesk sollen ihnen die Reise ermöglichen. Doch der Weg zum Dunklen Kolleg ist lang und gefährlich, führt er doch durch von den Dämonen beherrschtes Gebiet. Und nach zahllosen und schmerzhaften Verlusten in Xetesk angekommen, scheinen alle Hoffnungen vergebens, denn auch dort weiß niemand, wie der Rabe in die Dämonendimension geschickt werden kann. Doch wider Erwartens erweist sich ausgerechnet ein alter Feind als letzte Chance...

So, ich kann es nicht anders sagen: Es ist zum Glück endlich geschafft. Ich bin mit der Reihe durch. Und gerade dieser letzte Band war echt eine Qual. Langweilig bis zum Untergang, Schlacht reiht sich an Schlacht. Es mag Fantasy-Leser*innen geben, die sowas toll finden. Für mich sind elenlange Schlachtszenen immer ein Beispiel für uninspirierte Autor*innen. Ich werden auf jeden Fall keine Bücher mehr von James Barclay lesen, die Reihen um den Raben haben definitiv gereicht.

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James Barclay "Drachenlord" (Die Legenden des Raben 5)

Der Rabe hat genug vom Söldnerdasein und dem damit verbundenen Undank für verschiedenste Heldentaten. Die Mitglieder beschließen, mit den Elfen in ihre Heimat zurückzukehren und sich dort zur Ruhe zu setzen. Doch die Pläne werden mal wieder durchkreuzt: Um die Belagerung der Wesmen zu brechen, wenden die Magier in Xetesk einen neuen Dimensionszauber an. Dumm nur, dass die Dämonen in ihrer Heimatdimension nur darauf gewartet haben: Sie nutzen die Verbindung und schaffen einen Riss, durch den sie in Balaia einfallen können. 

Drei Jahre später sind alle Menschen tot oder Sklaven der Dämonen. Die Kollegs konnten sich halten, weil die Magier in ihnen Kalträume ohne Mana schufen, in denen die Dämonen angreifbar sind. Doch die Gegner werden immer mächtiger und es ist abzusehen, dass auch der letzte Widerstand bald fallen wird. Da wird der Rabe auf die Ereignisse aufmerksam. Die Söldnertruppe beschließt, ein letztes Mal in den Kampf zu ziehen, denn die Dämonen bedrohen auch die Dimensionen der Drachen und das Totenreich und damit Sha-Kaan und Ilkar...

Wow, tatsächlich mal ein Band aus der Reihe, der über ein größeres Ausmaß an Handlung verfügt. Wobei das meine Meinung über den Raben und selbst das Buch im Speziellen auch nicht großartig ändert. Es bleibt weiterhin dabei, dass hier uninspirierte Standard-Fantasy präsentiert wird, mit flachen Charakteren, von denen keine*r überzeugt. Das Einzige, was ich dem Autor positiv zu Gute halten kann, ist, dass es ihm gelingt, die depressive Stimmung des von Dämonen unterjochten Landes einzufangen und als Leser*in mitzuempfinden. Allerdings ist das zur Zeit etwas, das man auch nicht so wirklich braucht.

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X-Men: Logan - The Wolverine

Das Jahr 2029: Es gibt keine Mutant*innen mehr, die X-Men existieren nicht mehr und Professor Xaviers Schule ist geschlossen. Ein gealterter Wolverine schlägt sich als Chaffeur durch und scheint mit seiner Vergangenheit abgeschlossen zu haben. Was allerdings niemand weiß: Gemeinsam mit Caliban versteckt er Professor X in Mexiko. Der alte Herr leidet an Alzheimer, was in Kombination mit seinen geistigen Kräften für seine Umwelt lebendsbedrohlich werden kann, wenn er Anfälle bekommt. Er wird deshalb in den USA als Terrorist gesucht. Logan und Caliban kümmern sich um ihn und versuchen mit Medikamenten die Anfälle zu unterdrücken. Doch dann wird die vermeindliche Idylle gestört: Eine Frau bitte Logan um Hilfe. Er soll sie und ihre Tochter nach North Dakota begleiten. Logan lehnt erst ab, da er jedoch Geld braucht, nimmt er schließlich doch an. Dumm nur, dass die Frau kurze Zeit später ermordert wird und er mit dem Mädchen Laura auf der Flucht ist. Bald stellt sich heraus, dass Laura gar nicht die Tochter der Frau war, sondern sie diese aus einer medizinischen Forschungseinrichtung gerettet hat. Das Militär hat dort versucht Kinder künstlich mit den Kräften von Mutanten auszustatten und sie so zu Kämpfern zu machen. Das Projekt scheiterte jedoch und seitdem sind mehrere Kinder auf der Flucht. Obwohl er nicht daran glaubt, lässt sich Logan schließlich breitschlagen, Laura nach North Dakota zu bringen, von wo aus sie ins sichere Kanada fliehen will. Gehetzt von den Sicherheitsdiensten der Forschungseinrichtung, die alles tun, um ihre Experimente geheim zu halten, muss Logan bald erkennen, dass er anfängt, eine emotionale Bindung zu Laura aufzubauen - und dass die Kleine Fähigkeiten hat, die ihm nur zu bekannt sind...

Ich hatte viel Positives über diesen letzten Film aus der eigenen Reihe über Wolverine gehört, muss aber sagen, dass er mir nicht ganz so gut gefallen hat. Die Stimmung ist extrem depressiv und mir fehlen einfach andere X-Men. Das konnten ein alter, kranker Professor Xavier und die Kinder-Mutanten nicht auffangen. Irgendwie schade, ich hätte Wolverine ein bombastischeres Ende gewünscht.

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Brian Lee Durfee "Der Mond des Vergessens" (Die fünf Kriegerengel 1)

Der junge Nail wächst als Waise in der kleinen Stadt Galgenhafen am Meer auf. Leicht hat er es nicht: Als jemand, dessen Eltern nicht bekannt sind, wird auf ihn herabgesehen. An religiösen Riten darf er nicht teilnehmen und sein Meister Shawcroft zeichnet sich auch nicht gerade durch einen liebevollen Umgang mit ihm aus. Doch als die Heere des Engelsprinzen von Sor Sevier seine Heimat angreifen, gerät Nail plötzlich ins Zentrum weitreichender Ereignisse. Steht das Ende der Welt, der feurige Sündenerlass, wirklich bevor? Welcher Glaube ist der wahre - jener, der ihm seit Kindesbeinen gepredigt wurde oder haben die Eroberer aus Sor Sevier Recht? Nail muss erfahren, dass Shawcroft jahrelang auf der Suche nach den geheimnisvollen Waffen der Kriegerengel gewesen ist, der fünf Gefährten des Gottes Laijon. Angeblich sind die Waffen mit Laijon zum Himmel aufgestiegen, doch Shawcroft hat vier der fünf gefunden. Während Nail mit seinen Freunden und einer der Waffen, der Streitaxt "Mond des Vergessens", flieht, werden in der Hauptstadt Ereignisse in Gang gesetzt, die weitaus mehr Folgen haben, als die Beteiligten wissen können. Die entzweite Königsfamilie wird ebenso ihre Rolle in der großen Auseinandersetzung spielen, wie die rätselhaften Vallé und die gefährlichen Bluthölzler, eine Sekte von Meuchelmörder*innen. Währenddessen suchen weitere Mitglieder der Bruderschaft von Mia nicht nur nach den Waffen, sondern auch nach den Inkarnationen der Kriegerengel, um die Rückkehr des Gottes Laijon zu ermöglichen...

Ich hatte mich beim Lesen dieses Buches geärgert, dass der Klappentext nicht so wirklich den Inhalt wiedergibt - nun muss ich leider feststellen, dass es mit meiner Zusammenfassung nicht anders ist. Es ist äußerst schwer, die verschiedenen Handlungsstränge mit den vielen Charakteren zusammenzufassen, ohne hier Seiten zu füllen, daher habe ich beschlossen mich auf die Hauptfigur zu fokussieren (zumindest hoffe ich, dass Nail dies sein wird). Zum Buch selbst kann ich nur sagen, dass ich dieses doch recht dicke Werk nahezu verschlungen habe. Erzählt wird der Anfang einer spannenden und epischen Geschichte, die sich bereits hier entwickelt und von der ich noch einiges für die Zukunft erwarte. Wer richtig Gute High Fantasy lesen will, der ist meiner Meinung nach bei den Kriegerengeln genau richtig und wird sich gut unterhalten fühlen.

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