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Knives out - Mord ist Familiensache

Harlan Thrombey ist tot. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätte der 85-jährige Krimiautor in der Nacht nach seiner Geburtstagsparty Selbstmord begangen. Die Polizei wird jedoch hellhörig, als der Privatdetektiv Benoit Blanc auf dem Familienanwesen der Thrombeys auftaucht - jemand hat ihn anonym für die Ermittlungen in dem Fall engagiert. Bald zeigt sich, dass mehr als ein Familienmitglied des Thrombey-Clans ein Motiv für einen Mord an dem Patriachen gehabt hätte. Dieser hatte nämlich offenbar kurz vor seinem Geburtstag beschlossen, an einigen Stellen reinen Tisch zu machen und so manchen seiner Sprößlinge und ihrer Nachfahren aus dem bequemen Nest zu schubsen. Als sich dann auch noch herausstellt, dass Thrombey seinen gesamten Nachlass seiner Pflegerin Martha vermacht hat, gibt es noch eine weitere Verdächtige. Detektiv Blanc muss seinen messerscharfen Verstand sehr sorgfältig einsetzen, um das Netz an Lügen und Heimlichkeiten zu durchdringen und schließlich die überraschende Lösung des Falles zu finden...

Ich mag klassische Detektivfilme im Stile von Hercule Poirot sehr gerne. Wenn diese zusätzlich noch so prominent besetzt sind wie der hier vorliegende Film, dann kann ja eigentlich nichts schiefgehen - dachte ich zumindest. Leider hat mich der Film ziemlich enttäuscht. Zwar wird eine skurrile Familie präsentiert und ein (angeblich) genialer Meisterdetektiv, doch wird aus diesen guten Voraussetzungen zu wenig herausgeholt. Ich habe mich wirklich dabei ertappt, mich zu langweilen und zu hoffen, dass der Film bald zu Ende ist - was er natürlich noch nicht war, weshalb sich dieser Gedankengang mehrfach wiederholte. Völlig unnötig und zusätzlich noch abstrus ekelig ist meiner Meinung nach die Besonderheit von Pflegerin Martha, die sich jedesmal übergeben muss, wenn sie lügt. Das ist echt Penälerhumor der untersten Stufe und sagt vermutlich mehr als meine gesamten vorherigen Worte über den Film aus.

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Ragnar Jonasson "Dunkel"

Hulda Hermannsdottir ist Kommissarin bei der Polizei in Reykjavik und eine recht gute noch dazu. Das hilft ihr jedoch auch nicht weiter, als sie Platz für einen jüngeren Kollegen machen und früher als geplant in den Ruhestand gehen soll. Zum Ausgleich bietet ihr Chef ihr an, die letzten Tage mit einem Cold Case ihrer Wahl zu verbringen. Hulda entscheidet sich für den Fall einer jungen Asylbewerberin aus Russland, der von dem Kollegen damals als Selbstmord abgetan wurde. Sie findet schnell heraus, dass nicht richtig ermittelt wurde und es mehr als einen Hinweis gibt, dass die Selbstmord-Theorie nicht passen kann. Dass sie bei ihren Ermittlungen jedoch in mehr als ein Wespennest sticht und in tödliche Gefahr gerät, hätte sich Hulda allerdings nicht gedacht...

Wow, das Buch hat mich ziemlich begeistert. Hulda Hermannsdottir ist eine vielschichtige und interessante Hauptfigur und entspricht so überhaupt nicht gängigen Krimiklischees. Es ist gleichzeitig auch mein erster Krimi, der in Island spielt und das Setting hat mir ebenfalls recht gut gefallen, wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob die Geschichte abseits der Namen nicht auch in jedem anderen skandinavischen Land hätte spielen können. Der Fall ist vielleicht etwas unspektakulär, das wird aber durch die faszinierende Hauptfigur wieder ausgeglichen. Wirklich gespannt bin ich auf die beiden weiteren Bände der Reihe, die zeitlich vor diesem hier angesiedelt sein werden. Das wird doch mal richtig spannend.

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Batman vs. Superman - Dawn of Justice

Nach Supermans Kampf gegen General Zorg, der Teile von Metropolis zerstört hat, spalten sich die Meinungen über den Außerirdischen: Während die einen ihn als Helden und Retter sehen, befürchten andere, dass er eine gefährliche und unkontrollierbare Kraft ist. Die letzte Meinung teilt auch Bruce Wayne, der als Batman in seiner Heimatstadt Gotham City nächtlich unterwegs ist. Clarke Kent, alias Superman, ist ebenfalls nicht begeistert, als er von dem Fledermausrächer hört, der seiner Meinung nach das Gesetz in die eigene Hand nimmt. Die erste Begegnung geht noch einigermaßen glimpflich aus, doch es scheint klar, dass es dabei nicht bleiben wird. Und während sich beide Kämpfer für das Gute auf den Showdown vorbereiten, mehren sich die Zeichen, dass jemand im Hintergrund die Fäden zieht, um die Auseinandersetzung bewusst herbei zu führen. Ob Lex Luther etwas damit zu tun hat, der sich für seine Forschung Zugang zum abgestürzten kryptonischen Raumschiff verschafft hat?

Vielleicht hätte ich nicht die extended Version gucken sollen, aber ich muss sagen, dies war die erste DC-Comic-Verfilmung, bei der ich mich stellenweise gelangweilt habe und mir wünschte, es möge bald zu Ende sein. Woran das genau liegt, kann ich nicht wirklich festmachen. Eigentlich mag ich es, wenn sich in Filmen die Handlung langsam entwickelt, verschiedene Handlungsstränge aufgemacht und nach und nach zusammengeführt werden. Nur konnte mich das dieses Mal einfach nicht fesseln. Hinzu kommt noch, dass mich Ben Affleck als Batman einfach nicht überzeugt (schlimmer wird vermutlich nur noch Robert Pattinson). Dafür fand ich die Interpretation der Figur von Lex Luthor großartig - Hut ab vor Drehbuchautor*innen und dem Schauspieler, hier war jeder Auftritt ein Lichtblick. Ansonsten leitet der Film gewohnt routiniert zum Nachfolger Justice League über. Man kann die Fime aber auch in anderer Reihenfolge gucken - habs ausprobiert, funktioniert.

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Tamsyn Muir "Ich bin Gideon"

Gideon Nav wächst auf dem Heimatplaneten des Neunten Hauses auf. So richtig zugehörig fühlt sie sich seinen Bewohner*innen jedoch nicht - und dies scheint auch seit Gideons Kindheit auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Sie hat bereits unzählige Fluchtversuche hinter sich, doch der jetzige ist so durchdacht, dass er einfach gelingen muss. Dummerweise geht mal wieder alles schief und Gideon wird vor die Wahl gestellt: Sie soll gemeinsam mit der Erbin des Neunten Hauses, Harrowhark Nonagesimus, zur Heimatwelt des Imperators reisen und dort die Rolle ihrer Kavalierin übernehmen. Es werden neue Lyctor*innen gesucht und wenn Harrowhark erfolgreich ist, winkt Gideon die Freiheit. Mehr aus Not als aus Begeisterung lässt Gideon sich auf den Handel ein. In der Heimatwelt des Ersten Hauses müssen beide Frauen bald feststellen, dass sie in einem wahren Schlangennest gelandet sind. Nicht nur der Wettbewerb um die Lyctor*innenwürde, sondern auch die üblichen Feindschaften zwischen den neun Häusern führen zu gefährlichen Spannungen. Und dann scheint auch noch eine weitere Kraft in dem Spiel mitzumischen, das bald die ersten Todesopfer fordert. Gideon wünscht sich einmal mehr, dass sie sich mit ihren Pornoheftchen an einen anderen Ort abgesetzt hätte...

Ein ungewöhnliches Buch - eine Mischung aus Space Opera und Nekromanten-Roman. Ich war recht neugierig, nachdem ich an verschiedenen Stellen so viel Lob über diesen Roman gelesen hatte. Und ich muss sagen, ich kann mich nur anschließen: Das ist mit das Abgefahrenste, was ich seit langem gelesen habe. Sowohl was die Story angeht, aber vor allem die Sprache finde ich herausragend aus dem sonstigen Einheitsbrei. Was sich Gideon und Harrowhark an den Kopf werfen, wenn sie sich mal wieder streiten, war schon bemerkenswert - auf solche Ideen muss man erstmal kommen. Ich bin jedenfalls echt gespannt auf Band 2 der Reihe und könnte mir auch eine Verfilmung des Buches sehr spannend vorstellen.

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Elizabeth Kostova "Der Historiker"

1972 findet die Tochter des Historikers Paul in seiner Bibliothek einige rätselhafte vergilbte Briefe. Zunächst will er ihr die Hintergründe der Schriftstücke nicht erläutern, muss jedoch bald erkennen, dass seine Tochter nur auf eigene Faust nachforschen wird, wenn er nichts erzählt. Also nimmt er sie mit auf eine beispiellose Zeitreise: In die 1950er Jahre als er selbst als junger Doktorand unter schwierigsten Bedingungen in Istanbul, Budapest und Sofia einem Geheimnis auf der Spur war sowie in die 1930er Jahre als sein Doktorvater in Rumänien und Istanbul das selbe Rätsel lösen wollte. Und nun werfen die Ereignisse von damals ihre Schatten in die Gegenwart. Wird sich endlich klären, wo Draculas Grab liegt und was wirklich an der Legende um den untoten Fürsten dran ist?

Das Buch hat eindeutig seine Stärken und Schwächen. Gefallen hat mir die Grundidee, den Dracula-Mythos mal anderes zu beleuchten und ihm einen historischen Unterbau zu geben. Das las sich spannend und es machte Spaß, sich die Frage zu stellen: Und wenn Vlad Tepes nun doch ein Vampir war bzw. ist? Gut umgesetzt fand ich auch die Erzählart mit den Rückblicken - mal aus Sicht der Tochter, mal des Vaters, zwischendurch in der Form von Briefen. Gar nicht gefallen hat mir jedoch das Ende. Zum einen war es mir zu viel auf einmal, was sich da auflöste und dann ging es einfach zu schnell und einfach. Als ob sich ein so durchtriebener Taktiker wie Dracula so einfach ausschalten lassen würde. Was mir ebenfalls an vielen Stellen negativ auffiel, ist die Sprache. Die Autorin neigt zu völlig umständlichen Schachtelsätzen, die man teilweise mehrfach lesen muss, um sie zu verstehen. Vielleicht ist das auch eine schlechte Übersetzung, aber diese gestelzte Sprache fand ich überzogen und unnötig (und ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen lange Sätze - ganz im Gegenteil).

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Mark Haddon "Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone"

Der 15-jährige Christopher findet im Nachbargarten einen toten Hund. Da er den Pudel gerne mochte, beschließt er zu ermitteln, wer das Tier getötet hat. Doch Christopher ist nicht irgendein jugendlicher Hobby-Detektiv: Er hat Autismus und dies prägt auch seinen Ermittlungsstil. In Sachen Logik macht ihm niemand etwas vor und wenn sich der Fall nur mit mathematischem Sachverstand lösen ließe, hätte Christopher ihn wohl in Höchstgeschwindigkeit aufgeklärt. Doch für seine Ermittlungen muss er mit den Menschen in der Nachbarschaft interagieren und das ist etwas, was ihm so gar nicht liegt. Und so bringt er sich mehr als einmal in komplizierte Situationen, sehr zum Entsetzen seines Vaters, der ihm das Ermitteln schließlich strickt verbietet. Doch so einfach ist Christopher nicht von seinem Vorhaben abzubringen - auch dann nicht, als er nicht nur herausfindet, wer den Hund umgebracht hat, sondern auch noch ein Familiengeheimnis lüftet...

Ein tolles Buch mit einem ungewöhnlichen Helden - was auch den Reiz des Romans ausmacht. Als Leser*in erfahren wir einiges über die Sichtweisen und das Erleben der Welt von Menschen mit Autismus. Ich hatte schon ein wenig Vorwissen in diesem Bereich, daher war mir einiges bekannt. Es ist aber trotzdem noch einmal etwas Anderes die Schilderungen von Christophers Welt in geballter Form zu lesen. Nebenher lernt man auch etwas über Mathematik - natürlich nur über einfache Probleme, von denen Christopher gar nicht versteht, dass man die Lösung erklären muss. :-) Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass ich den Beweis aus seiner Abiturprüfung auch mit den Erläuterungen nicht verstanden habe - wobei ich damit leben kann.

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Jenn Lyons "Der Untergang der Könige" (Drachengesänge 1)

In einem Verlies sitzen ein Junge und ein Monster und erzählen abwechselnd eine Geschichte: Kihrin, der Junge, berichtet, wie er vor dem Dasein als Sklave gerettet, in Magie und Schwertkampf ausgebildet wurde und dann zurückkehrte, um seine Heimat vor einer großen Bedrohung zu retten. Doch der Plan scheiterte und nun wartet er auf sein Schicksal, bewacht von einem Monster. Klaue, das Monster oder genauer eine Gestaltwandlerin, schildert hingegen jene Ereignisse, die zu Kihrins Dasein als Sklave führten: Wie aus dem einstigen Dieb der verlorene Sohn einer Adelsfamilie wurde, der zwischen die Fronten der Politik geriet. Wenn die Geschichten zu Ende erzählt sind, wird sich Kihrins Schicksal entscheiden...

Oh weh, ja, genauso verworren, wie sich die Zusammenfassung liest, ist das Buch leider auch. Hier hat die Autorin offenbar zu viel gewollt bzw. es dann nicht umsetzen können. Durch die Handlung durchzusteigen mit allen Abschweifungen und Zusammenhängen ist extrem schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Und dann diese ganzen Personen, die ihre Seelen tauschten - ich bin irgendwann nicht mehr mitgekommen. Zusätzlich muss ich ehrlich sagen, dass ich die Hauptfigur blass bis nervig finde und mir mehr als ein Mal egal war, was mit ihm passieren wird. Irgendwie hatte ich mir weitaus mehr von dem Buch versprochen.

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Wonder Woman

Diana wächst als einziges Kind auf der Insel der Amazonen auf. Ihre Mutter, die Königin, will sie zunächst nicht zur Kriegerin ausbilden, doch als Diana heimlich trainiert, willig sie schließlich doch ein - unter der Bedingung, dass Dianas Ausbildung härter wird als die aller anderen. Jahre später muss ein britischer Spion vor der Insel notlanden. Diana rettet ihn vor dem Ertrinken, dass er jedoch die ihn verfolgenden Deutschen mit auf die Insel bringt und der anschließende Kampf einige Opfer fordert, bringt dem jungen Mann nicht gerade Pluspunkte bei Dianas Volk ein. Als er von den Ereignissen in der Welt berichtet, die ihn auf die Insel verschlagen haben, sind die Amazonen entsetzt. Der Erste Weltkrieg tobt und fordert tausende Opfer. Der deutsche General Ludendorff und seine Chemikerin arbeiten an Giftgas, das weitere Massen an Todesopfern fordern wird. Diana glaubt, dass Ludendorff in Wahrheit Ares, der Gott des Krieges und Erzfeind der Amazonen ist. Obwohl ihre Mutter es ihr verbietet, folgt sie dem britischen Spion in die Welt der Menschen - und muss entdecken, dass Frauen dort eine ganz andere Rolle spielen als in ihrer Heimat. Doch Diana lässt sich nicht einschüchtern und macht sich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe von britischen Soldaten auf, um Ludendorff das Handwerk zu legen...

Ich war zugegebenermaßen recht skeptisch was diesen Film angeht, muss jetzt aber sagen, dass er mir wirklich gut gefallen hat. Mit Wonder Woman bekommt eine weibliche Heldin ihren eigenen Film, die sich als starker und sympathischer Charakter gezeigt hat. Diana ist selbstbewusst und für die Zeit, in der die Handlung spielt, viel zu emanzipiert - ihre Zusammenstöße mit der konservativen Männerwelt machen dabei Spaß. Ein bisschen gestört hat mich, dass unbedingt eine Romanze in die Handlung geschrieben werden musste. Ich fand wirklich nicht, dass der Film dieses Element unbedingt gebraucht hat.

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Ethan Cross "Die Stimme des Zorns"

Francis Ackerman jr. arbeitet mittlerweile für das FBI und tut das, womit er sich am besten auskennt: Er jagt Serienkiller. Dass er selber einer war, hilft ihm dabei ungemein. Sein letzter Partner wollte allerdings nicht auf Ackermans Rat hören und endete als Opfer des Mannes, den die beiden gesucht hatten. Ackerman erhält daher eine neue Partnerin, von der er jedoch alles andere als begeistert ist - was durchaus auf Gegenseitigkeit beruht. Doch die beiden müssen sich wohl oder übel zusammenraufen, denn ihr neuer Fall hat es in sich. Das Alien ist nicht nur gefährlich, sondern kann es in Sachen Intelligenz durchaus mit Ackerman aufnehmen - und zusätzlich hat es noch die ein oder andere Überraschung in der Hinterhand...

Nach der Reihe um die Shepherd-Organisation bekommt die meiner Meinung nach einzig interessante Figur aus diesen Büchern nun eine eigene Serie. Das finde ich grundsätzlich sehr gut und ich habe dieses Buch auch mit deutlich mehr Spaß gelesen als die Vorgänger-Romane. Es stört mich jedoch immer noch, dass Ackerman nicht mehr wirklich böse ist. Er wird viel zu nett und sympathisch dargestellt, mutiert damit also immer mehr zu Heldenfigur. Ich hätte gerne den Anti-Helden vom Anfang wieder, auch wenn die Bücher dann sicherlich ganz anders aussehen müssten. Aber jetzt wird Ackerman immer mehr zum Superhelden mit dunkler Vergangenheit - und das reicht mir für die Figur nicht.

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Alex North "Der Schattenmörder"

Paul Adams kehrt zurück in den Ort seiner Kindheit. Eigentlich wollte er nie wieder herkommen, aber seine Mutter liegt im Sterben und so wagt er schließlich doch den ungewollten Schritt. Paul war damals Mitglied einer Jungen-Clique um den charismatischen Charlie Crabtree, die sich mit luziden Träumen beschäftigt hat. Paul ging die Sache irgendwann zu weit und er stieg aus - gerade noch rechtzeitig. Die Anderen wollten ein bizarres Ritual umsetzen und haben dabei einen Mord begangen. Paul hatte eigentlich gedacht, er hätte mit den Ereignissen von damals abgeschlossen, doch nun mehren sich merkwürdige Ereignisse. Rote Handabdrücke auf dem Dachboden, ein rätselhaftes Klopfen in der Nacht und dann noch die Zeitausschnitte seiner Mutter, die auf Nachahmungstäter hindeuten. Oder hat etwa Charlie Crabtree, der nie gefunden wurde, überlebt und mordet weiter?

Mir hatte schon der Debütroman des Autors sehr gut gefallen und mit diesem Buch zeigt er sich erneut auf dem gleichen, sehr guten Niveau. Erzählt wird eine spannende Geschichte mit einigen Wendungen, die für mich als Leserin sehr überraschend kamen, aber durchaus logisch sind. An einigen Stellen im Buch habe ich mich gefragt, ob hier wirklich noch ein Thriller vorliegt oder nicht doch fantastische Elemente zum Tragen kommen werden. Dies konnte aber zu Gunsten des Ersteren aufgelöst werden. Ich hab das Buch nahezu in einem Rutsch gelesen, was wirklich nicht schwerfällt, da es ein ziemlicher Pageturner ist.

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