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Auf den ersten Blick wirkt Atticus O'Sullivan wie ein normaler Anfangzwanzigjähriger: Er fährt viel Fahrrad, ist tättowiert, hat einen riesigen Irischen Wolfshund und besitzt eine Buch- und Teehandlung mit esoterischen Werken und selbsthergestellten Kräutermischungen in Arizona. Wohl kaum jemand würde auf die Idee kommen, dass er der letzte der Druiden ist - und über 2100 Jahre alt. Nach Arizona hat es ihn vor allem deshalb verschlagen, weil es hier so wenige Götter und Feen gibt - denen geht er lieber aus dem Weg. Doch nun scheint ihn seine Vergangenheit eingeholt zu haben: Ein alter irischer Gott will endlich das magische Schwert zurück, das Atticus einst an sich brachte und schickt ihm mehr als eine ungemütliche Wesenheit auf den Hals. Ehe er sich versieht hat Atticus nicht nur Ärger mit dem örtlichen Hexenzirkel, sondern auch der Polizei. Bald wird klar, dass ihm nur eine Chance bleibt: Er muss sich dem Kampf gegen seinen göttlichen Widersacher stellen...

Bei Urban Fantasy bin ich häufig skeptisch, was daran liegt, dass diese Gattung meist nur zwei Arten von Büchern hervorbringt: richtig gute oder grottenschlechte. Dieses Buch hier ist eindeutig der ersten Kategorie zuzuordnen. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam geschrieben, der Ich-Erzähler Atticus eine sympathische Hauptfigur und die Ideen des Autors gefallen mir gut und bringen frischen Wind in das Fantasygenre. Das Buch liest sich extrem flüssig und schnell - fast zu schnell für Leser wie mich - aber dafür ist es sowohl als Reise- als auch Bettlektüre hervorragend geeignet. Ich für meinen Fall freue mich auf die weiteren Bände der Reihe. (Ebenfalls positiv hervorzuheben ist meines Erachtens noch, dass hier die englischen Bände eins zu eins ins Deutsche übersetzt wurden und nicht wie sonst ja leider häufig üblich aus einem Buch im Englischen aus überhaupt nicht nachvollziehbaren Gründen zwei Bände im Deutschen werden.) 

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Die Söldnertruppe um den Roten Ritter wird zu einem neuen Auftrag gerufen: Dieses Mal geht es in das Nachbarreich Morivia, wo der Kaiser Unterstützung braucht. Doch die Söldner kommen zu spät, der Kaiser ist entführt worden und wird vom Herzog von Thrake gefangen gehalten. Zwar übernimmt die Prinzessin von Morivia den Thron und besteht auch auf der Fortführung des Auftrags, doch bald wird klar, dass hier nicht jeder der ist, der er vorgibt zu sein und neben Spionen auch so manche Person ihre eigenen Intrigen spinnt. Zu allem Übel hat der Rote Ritter auch noch die Seele des Magiers Harmodius bei sich aufgenommen, was nicht nur für ihn ausgesprochen unangenehm ist, sondern auch ausgesprochene Probleme herbeiführen könnte, wenn die Kirche auf diese schwere Sünde aufmerksam werden sollte. In der Wildnis hat sich derweil der Magier Thorne von seiner Niederlage erholt und sucht neue Verbündete, um seinen Kampf fortzusetzen. Ohne es zu bemerken, wird er dabei zum Werkzeug einer uralten und bösen Macht. Am Königshof von Albia erlangen die gallischen Ritter immer mehr Einfluss, was insbesondere für die Königin zu einer immer stärkeren Bedrohung wird...

Das Buch setzt nahtlos dort an, wo der erste Band aufgehört hat und strickt seine Handlung ebenfalls auf die gleiche Weise. Erneut werden historisches Wissen und Fantasyelemente miteinander verbunden (wer sich etwas mit der Geschichte des Byzantinischen Reichs auskennt, dem dürfte so einiges bekannt vorkommen). Mir hat dieses Buch besser gefallen als der erste Teil, insbesondere weil hier deutlich mehr Handlungsstränge erzählt werden, die jetzt aber besser zuzuordnen sind. Auf die Nerven ging mir lediglich die Handlung um die Königin und den königlichen Hof in Albia. Ich bin mir darübr hinaus noch unsicher, wie ich es finden soll, dass sich jetzt herausstellt, dass hinter dem Magier Thorne eine andere, ältere Macht im Hintegrund die Fäden zieht. Mal schauen, was das im dritten Band ergibt...

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Vor Jahren wanderten die Götter unter den Menschen, wurden von ihnen angebetet und griffen in das Leben der Menschen ein. Dann kam der Krieg der Götter, in dem sie sich gegenseitig vernichtet haben. Seitdem liegen ihre Leichen über das ganze Land verstreut dar, ihr Tod hat Katastrophen ausgelöst, aber da ihr Sterben immer noch andauert, geht von ihnen weiterhin Gefahr aus. Es gibt Menschen, die von ihrer Macht berührt oder auch verflucht werden und danach über herausragende Fähigkeiten verfügen. Ayae ist ein Kartographenlehrling und eine ganz normale junge Frau - denkt sie zumindest, bis sie in der Werkstatt ihres Meisters angegriffen wird und das ausbrechende Feuer ohne jede Verletzung übersteht. Damit steht für ihre Mitmenschen fest: Ayae gehört zu den Verfluchten und wird von nun an ausgesprochen misstrauisch beobachtet, selbst ihr Lebensgefährte wendet sich von ihr ab. Gleichzeitig droht ihrer Heimatstadt große Gefahr: Ein Heer aus dem Nachbarland hat sich auf den Weg gemacht, sie anzugreifen. Und die feindlichen Soldaten scheinen von einer seltsamen Macht gestärkt zu sein, einer Art religiösem Wahn. Als auch der rätselhafte Zaifyr auftaucht, wird die Lage immer verworrener: Denn Zaifyr ist ebenfalls ein Verfluchter und ein äußerst Mächtiger dazu. Einst gründete er gemeinsam mit anderen die "Fünf Reich", bis seine Fähigkeit mit den Toten zu sprechen, ihn wahnsinnig machte und seine Gefährten ihn in einen Turm sperren mussten. Doch die Gefahr, die hinter der feindlichen Armee steckt, scheint noch schlimmer als Zaifyr zu sein: ein Kind, das über unglaubliche Macht gebietet und möglicherweise die Rückkehr der Götter einläuten könnte...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Peek hat eine interessante und neuartige Welt erschaffen, die sich angenehm von dem abhebt, was ich bisher im Fantasybereich gelesen habe. Die Figuren sind mehrschichtig angelegt, wirklich durchschaubar ist zunächst keiner, was jedoch für mich die Spannung erhöht hat. Teilweise fällt es jedoch etwas schwer, der Handlung zu folgen und Ereignisse sowie Namen richtig zuzuordnen. hier wären Erläuterungen hilfreich gewesen. Auch bin ich mir nicht sicher, ob ich an einigen Stellen einfach nur den Faden verloren habe oder die Geschichte hier wirklich so kompliziert wurde, dass man nicht mehr folgen konnte. Wie auch immer, trotzdem hat mich das Buch überzeugt und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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Dem Raben ist es gelungen, in die belagerte Stadt Julatsa zu gelangen und einen Teil von Septerns Aufzeichnungen dort zu sichten. Doch der Preis dafür war hoch und hat ein Mitglied der Gruppe das Leben gekostet. Bald zeigen die Recherchen, dass der helfende Spruch zum Schließen des Dimensionsrisses aus der Drachenwelt heraus gewirkt werden muss. Dorthin zu gelangen, schafft der Rabe zwar, aber für eine erfolgreiche Mission sind sie auf die Unterstützung von Stylian, dem ehemaligen Obermagier von Xetesk, angewiesen - und der hat sich bisher nicht als besonders vertrauenswerter Verbündeter erwiesen. Und während der Rabe sich in der Drachendimension auf den letzten verzweifelten Versuch vorbereitet, ihre Heimat Balaia vor der Invasion von Drachen zu retten, geht der Krieg zwischen den Wesmen und den Menschen im Osten in die nächste Runde...

Irgendwie hat mich die Fortsetzung nicht mehr so ganz gepackt. Nach dem vielen Gerede in Band drei, bin ich dieses Mal von den unzählichen Kämpfen genervt. Wieso meinen eigentlich alle Fantasy-Autoren, dass die Leser knapp hundert Seiten über verschiedenste Kämpfe, Strategien und Schlachten lesen wollen? Das habe ich noch nie verstanden. Auch hier hätte man aus der grundsätzlichen Handlung viel mehr machen können, wenn man wirklich eine Geschichte erzählt hätte und Charaktere entwickelt hätte.

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Vor Jahren hat sich Dr. Hank Prym zurückgezogen, um zu verhindern, dass seine Erfindungen von der Organisation SHIELD zu Zwecken missbraucht werden, die er andersweitig nicht hätte verhindern können. Ärgerlicheweise hat sein ehemaliger Assistent Darren Cross seine Meinung nicht geteilt und die Forschung fortgesetzt, mit denen er jetzt kurz vor einem Durchbruch zu stehen scheint. Zur gleichen Zeit wird der ehemalige Elektroingenieur Scott Lang aus dem Gefängnis entlassen. Trotz aller Vorsätze nun ein ehrliches Leben zu führen, muss er bald erkennen, wie schwierig dies ist. Als er seinen Job verliert und die Geburtstagsparty seiner Tochter nicht besuchen darf, weil er mangels Geld keinen Unterhalt zahlen kann, lässt er sich von seinem ehemaligen Zellengenossen Luis zu einer absolut sicheren Sache überreden. Der Einbruch gelingt zwar, aber in dem aufgebrochenen Safe findet Lang nur einen merkwürdigen Anzug, den er aus Verzweiflung mitnimmt. Er ahnt nicht, dass er die ganze Zeit von Dr. Prym beobachtet wird, der alles angezettelt hat, weil er Scott für einen möglichen Nachfolger als Träger seines Anzugs sieht - und damit als einzige Möglichkeit, als Ant-Man Darren Cross aufzuhalten...

Ein typischer Marvel-Film, der allerdings meiner Meinung nach dieses Mal arg lange braucht, bis die Story so richtig in Fahrt kommt. Toll sind vor allem die Bilder, wenn sich Scott verkleinert hat und die Welt aus einer gänzlich anderer Perspektive betrachtet oder gemeinsam mit den Ameisen agiert. Wobei es mir bei meiner Insektenphobie schon ganz schön gekribbelt hat, als ich die alle sah. Mein Highlight war aber Correy Stoll als Darren Cross - schade, dass er als Bösewicht dann doch nicht dauernd im Film zu sehen war. (Nachdem er mir ja schon als Peter Russo in House of Cards gefallen hat, werde ich jetzt vermutlich doch einmal in The Strain reinschauen, wo er die Hauptrolle spielt.) Zusammenfassend kann man also sagen: Ant-Man ist ne nette Comic-Verfilmung, kommt aber weder an Avengers noch Captain America heran, die auf einem weitaus höheren Niveau, was die Story angeht, spielen.

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Wenn es etwas gibt, dass Kommissar Dupin mehr hasst als Anrufe des Präfekten und einen Mangel an gutem Kaffee, dann ist die Aussicht auf eine Bootsreise. Doch genau um diese kommt er nicht herum: Auf einer kleinen Inselgruppe vor der Bretagne sind drei Leichen gefunden worden und während Dupin noch auf einen Segelunfall hofft, macht die forensische Untersuchung schnell klar: Es war Mord. Feinde hatte insbesondere einer der Toten mehr als genug und dass eines der anderen Opfer auch noch ein Freund des Präfekten war, macht die Sache nicht gerade einfacher. Dupins zunächst ziellose Ermittlungen legen schließlich ein tragisches Geheimnis bloß- und eine Geschichte um Geldgier, Verrat und Rache...

Mir hatte ja bereits der erste Band der Reihe recht gut gefallen und ich muss sagen, der zweite entspricht diesem haargenau. Erneut wird eine klassische Kriminalgeschichte geboten, mit einem rätselhaften Fall, einer Vielzahl von Verdächtigen und einem Kommissar der alten Schule. Dupin ist brummelig wie auch schon im ersten Roman, nur durch Kaffee oder gutes Essen aufzuheitern und bringt sowohl seinen Chef als auch seine Untergebenen mit seinem Eigensinn mehrfach an den Rand der Verzweifelung. Und erneut trägt das Buch dazu bei, dass man am liebsten sofort Urlaub einreichen und in die Bretagne fahren möchte - so sympathisch und faszinierend werden Land und Leute beschrieben. 

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Pekkala hat sich mittlerweile daran gewöhnt, als Sonderermittler für Stalin tätig zu sein. Ganz so schlecht ist seine Tätigkeit auch nicht, schließlich genießt er eine ganze Menge Privilegien und scheint zumindest vorerst auch vor allen Denunziationen und den damit verbundenen unliebsamen Folgen sicher zu sein. Sein aktueller Fall bringt ihn jedoch bald in Gefahr, all dies zu verlieren. Stalins wichtigstes Geheimprojekt - der Bau eines eigenen sowjetischen Panzers - ist offenbar verraten worden. Pekkala soll nun herausfinden, wer dahintersteckt. Doch noch während er und Major Kirrow in der geheimen Forschungsstätte ermitteln, wird der verantwortliche Ingenieur tot aufgefunden. Ein Unfall? Selbstmord? Pekkalas berühmter Beobachtungsgabe ist es zu verdanken, dass schnell feststeht, dass es sich um Mord gehandelt hat. Doch die Spuren sind rar und selbst die beiden erfahrenen Ermittlern drohen so mancher falschen Spur aufzusitzen. Und die Auflösung offenbart schließlich weniger ein politisches Komplott als vielmehr eine menschliche Tragödie...

Auch der zweite Band der Reihe hat mir wieder sehr gut gefallen - fast noch besser als der erste. Das hat vermutlich damit zu tun, dass hier nicht mehr soviel Erzählzeit darauf verwendet werden musste, die Figuren und die Rahmenhandlung einzuführen, sondern sich der Erzähler völlig auf den Fall konzentrieren konnte. Dieser ist zwar sicher kein Meisterwerk der Krimigeschichte, aber solide gestrickt, spannend aufgebaut und so konstruiert, dass er logisch aufgelöst wird, ohne zu schnell durchschaubar zu sein. Sehr gut eingefangen fand ich auch die historische Stimmung - die konstante Angst der Menschen vor der möglichen Verhaftung, Deportation oder gar dem Tod. Auch die Rückblicke werden jetzt etwas kritischer - was mich im ersten Band ja noch gestört hatte. Zwar wird ein besonderer Fokus der negativen Darstellung auf die Zarin gelegt - doch zumindest an einer Stelle wird deutlich, dass auch der Zar ein kritisch zu beurteilender Charakter ist. Amüsant sind die Geplänkel zwischen Pekkala und Kirrow - und die Geschichte hier endet mit einem sehr gemeinen Cliffhanger. Band drei wird daher sehr sicher in naher Zukunft gelesen.

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Mörder Anders ist eigentlich gar kein so schlechter Mensch, auch wenn sein Name etwas anderes vermuten lässt. Aber solange er sich von Schnaps und Tabletten fernhält, verliert niemand sein Leben, sondern im schlimmsten Fall höchstens ein paar Zähne. Seinen Hang zur Gewalt machen sich bald eine atheistische ehemalige Pfarrerin und der Rezeptionist seiner Stockholmer Pension zunutze. Das Körperverletzungsunternehmen funktioniert so lange gut, bis Anders sich zum Glauben hingezogen fühlt und Gewalt und Jesus nicht mehr miteinander verbinden will. Dumm nur, dass seine Gefährten noch eine ganze Menge Aufträge angenommen haben und dafür auch bereits das Geld kassierten. Um der Stockholmer Unterwelt zu entkommen, flieht das Trio quer durch Schweden. Als das Geld zur Neige geht, muss eine neue Geschäftsidee her und wieder steht Mörder Anders im Mittepunkt: Er bekommt seine eigene Kirche. Seine Predigten sind zwar etwas eigenwillig und die Messen sehr weinseelig, aber der Rubel rollt wieder für Mörder Anders und seine Freunde. Dumm nur, dass der ehemalige Kirchendiener so gar nicht mit den Veränderungen in der Gemeinde einverstanden ist und auch die Stockholmer Unterwelt hat die Spur des Trios wieder aufgenommen...

Ich denke die Beurteilung dieses Buchs kann man recht kurz halten: ein herrlicher Spaß. Wie schon bei seinem Erfolgsroman "Der Hundertjährige..." hat der Autor erneut ein Talent für skurille Charaktere, Situationskomik und eine feine Ironie in der Sprache, die man meiner Meinung nach einfach mögen muss. Schlichtweg keine Leseempfehlung, sondern ein Lesebefehl. :-)

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Das Land Albia liegt an der Grenze zur Wildnis und ist schon immer Übergriffen von Trollen, Kobolden oder Irks ausgesetzt gewesen. Doch dieses Mal scheint ein wahrer Sturm aufzuziehen, denn ein mächtiger Magier hat die verschiedenen Völker versammelt und startet einen organisierten, gemeinsamen Angriff auf die Abtei von Lissen Carak. Glücklicherweise hat die dortige Äbtisin gerade aus einem anderen Grund eine Gruppe von Söldnern angeworben, die unter dem Kommando eines mysteriösen jungen Hauptmanns stehen, der von allen nur "der rote Ritter" genannt wird, da er seinen wahren Namen verschweigt. Und genau jener Ritter stellt sich als zentrales Problem in den Plänen seiner Gegner dar - denn er verfügt nicht nur über strategisches Geschick, sondern ist auch ein Magier - der die Kräfte der Wildnis nutzen kann...

Ich habe ziemlich gebraucht, um in die Geschichte hinein zu finden und mit dem Buch warm zu werden. Die vielen Handlungsstränge und Personen sind nicht nur am Anfang verwirrend, sondern bleiben es teilweise bis zum Ende. Ein Personenregister zum Nachschlagen wäre hilfreich gewesen. Positiv fällt auf, dass man dem Autor seine Sachkenntnis in Bezug auf das Mittelalter und den Schwertkampf anmerkt (ein Kollege von mir, der selbst im Bereich des historischen Schwertkampfs unterwegs ist, kennt den Herrn sogar). Was mir nicht so gut gefällt, ist die Vermischung von historischem Mittelalter mit Fantasy. Da steht eine offensichtlich sehr christliche Kirche Magiern, Lindwürmern und Drachen gegenüber. Nicht so ganz meins, wenn ich ehrlich sein soll. Trotzdem hat es das Buch irgendwie geschafft, mich dann doch zu fesseln, insbesondere die rätselhafte Hauptfigur hat es mir dann doch angetan und ich musste einfach weiterlesen. Teilweise war dies aber auch der Not geschuldet - ich hatte etwas Sorge, wenn ich das Buch mal für ein paar Tage weglegen sollte, völlig den Überblick über die Personen zu verlieren. Den Vergleich mit Game of Thrones bzw. A Song of Fire and Ice kann ich irgendwie nicht nachvollziehen - meiner Meinung nach ist das ein recht plumper Werbegag. Trotzdem bin ich jetzt soweit angefixt, dass es zumindest für Band 2 auf jeden Fall noch reichen wird.

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Früher war Pekkala der oberste Ermittler des Zaren - berühmt für sein exzellentes Gedächtnis und seine Beobachtungsgabe. Dann kam die Oktoberrevolution und Pekkala wurde nach Sibirien in ein Arbeitslager gebracht. Eines Tages steht dort plötzlich ein junger Politoffizier vor ihm: Pekkalas besondere Fähigkeiten werden wieder gebraucht - niemand anderer als Stalin will, dass er in einem äußerst brisanten Fall ermittelt. Er soll die Leichen der Romanows finden oder die noch lebenden Mitglieder der Familie. Was die Kommunisten jedoch vor allem interessiert, ist der sagenumwobene Schatz der Zarenfamilie. Froh seinem Martyrium entkommen zu können, nimmt Pekkala das Angebot Stalins an - und stößt mit seinen Ermittlungen in ein Wespennest, das einen altbekannten, sehr gefährlichen Gegner ans Tageslicht befördert...

Ich mag ja grundsätzlich historische Krimis und die Idee einen solchen in der Sowjetunion zur Zeit Stalins anzusiedeln, fand ich ausgesprochen reizvoll. Es gelingt dem Autor auch sehr gut, das politische Klima dieser Zeit darzustellen, mit allen ihren Besonderheiten und teilweise auch skurillen Geschehnissen. Was man aber definitiv sagen muss, ist, dass sich der Autor nicht unbedingt an historische Gegebenheiten hält, sondern diese auch gerne mal so verändert, wie es ihm gerade passt. Das Geschichtsbild ist einseitig, Kritik an den Romanows wird nicht deutlich, die Zarenfamilie ist das Opfer der bösen Kommunisten. (Da auch der Zar ein sehr repräsiver Herrscher war, wird nicht thematisiert.) Der Kriminalfall an sich ist gut konstruiert, aber durchaus als Standardware zu bezeichnen. Trotz allem hat mir das Buch gut gefallen und ich vermute, dass dies vor allem an der Hauptfigur von Pekkala liegt, der einen als Leser durchaus fasziniert. 

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