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Alan Bradley "Eine Leiche wirbelt Staub auf" (Flavia de Luce 7)

Flavia ist verbannt worden - zumindest fühlt sie sich so. Da hilft es auch nichts, dass sie weiß, dass ihre Ausbildung nur dazu dient, sie auf ihre Mitgliedschaft in der Geheimorganisation Nest des Colchius vorzubereiten, zu der auch ihre Mutter einst gehörte. Eine Mädchenschule in Kanada ist eben nicht Bucksaw und selbst ihre gemeinen Schwestern vermisst Flavia auf einmal. Allerdings braucht Flavia nicht einmal eine Nacht in Kanada, um wieder auf eine Leiche zu stoßen: Aus dem Kamin ihres Zimmers fällt ein in den Union Jack gehüllter Leichnam und Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie sich nicht an die Lösung des Falles machen würde...

Der siebte Band der Reihe ist der erste, der nicht auf dem heimatlichen Familiensitz der de Luces spielt und damit auch einen Großteil der von mir liebgewonnenen Charaktere außen vor lassen muss (und Flavias geliebtes Chemielabor). Dies ist zu Beginn ungewohnt, die Bewohnerinnen von Flavias neuer Schule erweisen sich jedoch schnell als würdiger Ersatz. Dieser Teil der Geschichte hat mir recht gut gefallen, ebenso wie Flavias Entwicklung - so langsam überwindet sie einige ihrer eher kindlichen Eigenschaften und wird erwachsener. Gestört hat mich hingegen, dass die Kriminalgeschichte sehr stark ins Hintertreffen geraten ist und nicht einmal die Hälfte der Handlung des Buches ausmacht. So gut mir der Band auch gefallen hat, Flavia de Luce bleibt für mich eine Krimireihe und als solche sollte dies auch den Großteil der Handlung ausmachen.

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S. L. Grey "Underground"

Eine Grippeepidemie breitet sich weltweit aus und erste Ausläufer haben bereits die USA erreicht. Um der tödlichen Krankheit zu entfliehen haben sich verschiedene Familien im Sanctum, einer unterirdischen Wohnanlage eingemietet. Sie alle gehören der sogenannten "Preper-Szene" an, Menschen, die bereits seit langem auf ein Szenario wie das der jetzt wütenden Grippe warten und sich auf diesen Fall umfassend vorbereitet haben. Ihre Ankunft im Sanctum steht jedoch unter keinem guten Stern - die Anlage ist nur halb fertig und verfügt längst nicht über die Funktionen und Angebote, die der Besitzer versprochen hat. Schnell treten Spannungen zwischen den unterschiedlichen Bewohnern auf und als schließlich ein Mord passiert, ist klar - die wahre Bedrohung wurde nicht ausgesperrt...

Das Buch hat mich recht enttäuscht zurückgelassen. Ich habe mir von der Geschichte mehr versprochen, ein spannendes Kammerspiel durch die Enge des Handlungsraums erwartet - das wurde aber überhaupt nicht erfüllt. Es fehlt an einem wirklichen Spannungsbogen, der Erzählstil der Autoren lässt diesen einfach nicht entstehen. Die Charaktere verfügen über keine Tiefe, mir fehlte eine Figur, mit der ich als Leserin mitfiebern kann. Zwar liest sich das Buch recht schnell - ich habe den Ostersonntag dafür gebraucht - aber das ist fast schon das einzig Positive. Die Auflösung am Ende ist auch recht überraschend - schafft es aber trotzdem nicht, das Buch herauszureißen.

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Candice Fox "Fall"

Frank Benett und Eden Archer setzen ihre Arbeit für die Mordkommission in Sydney fort. Während Frank seine Alkohol- und Tablettensucht erfolgreich bekämpft, leidet Eden immer noch unter den Verletzungen, die ihr die letzten Ermittlungen zugefügt haben. Doch auch der neue Fall der beiden Polizisten zieht bald weite Kreise: ein Killer macht Jagd auf Joggerinnen. Während eine lokale Feministin davon überzeugt ist, dass Frauenfeindlichkeit das Motiv der Taten ist, hat Eden einen Seelenverwandten im Täter erkannt - und ist zusätzlich davon überzeugt, dass es sich um eine Frau handelt. Währenddessen ist Franks neue Freundin Imogen fest entschlossen, ihr kriminalistisches Gespür einzusetzen und das Rätsel um die vor Jahren verschwundenen Tanner-Kinder zu lösen. Sie hätte nur besser gewusst, dass es mehr als gefährlich ist, in der Vergangenheit von Eden und ihrem Ziehvater Hades herum zu schnüffeln...

Auch der dritte Band der Reihe besitzt die gewohnten Qualitäten: ein durchschnittlicher, aber logisch aufgebauter Fall, Franks gewohnt schnodderige Art seine Geschichte zu erzählen und die Faszination um die beiden Figuren Eden und Hades. Das Buch liest sich gewohnt schnell und hat sich für mich erneut als sehr unterhaltsam herausgestellt. Schade fand ich nur, dass Hades in diesem Band nur in sehr geringem Umfang vorkommt - irgendwie finde ich diesen Charakter immer noch am faszinierendsten. Der Band soll das Ende der Reihe sein und schließt die Geschichte auch auf eine Art ab - allerdings nicht so endgültig, dass es nicht möglich wäre, die Reihe doch noch wieder aufleben zu lassen und fortzusetzen.

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Alexey Pehov "Goldenes Feuer" (Chroniken der Seelenfänger 3)

Ludwig van Normayenn zieht weiterhin als Seelenfänger durch die Länder, allerdings ist seine Reise mittlerweile nicht mehr nur von den Aufträgen der Bruderschaft oder dem Zufall getrieben - stattdessen folgt er der Spur der Seraphimdolche, jener Waffen, die dunkle Seelen erschaffen können. Seine einzige Spur sind dabei zunächst die Zigeuner, deren Anführen einen der Seraphimdolche bessesen hatte. Die Nachforschungen deuten zunächst auf eine Beteiligung des Ordens der Gerechtigkeit, die sich jedoch als zufällig herausstellt, Ludwig jedoch Verbindungen zu einer alten Freundin entdecken lässt: der Seelenfängerin Cristina. Als er sie endlich wiederfindet, muss er erkennen, dass er sich in eine Angelegenheit verstrickt hat, in der es nicht nur um die mysteriösen Dolche geht, sondern möglicherweise ein Plan verhindert werden muss, der die Hölle auf Erden heraufbeschwören könnte. Wenn Ludwig nur wüsste, ob er dem Überbringer dieser Informationen trauen kann...

Auch der dritte Band folgt dem bewährten Muster der Reihe: Sechs abgeschlossene Geschichten bilden die Handlung - die Ereignisse im Hintergrund halten die eigentliche Geschichte zusammen. Dieses Mal zieht sich die Rahmenhandlung ein wenig, die Bedeutung der ersten Geschichte erschließt sich bspw. erst am Ende des Buches. Trotzdem bin ich von der Reihe immer noch begeistert: Mich fesseln einfach die Geschichten um Ludwig und seine beiden Begleiter, hinzu kommt noch der ironische Humor des Autors, mit der auch seinen Ich-Erzähler ausgestattet hat. Erneut ist es mir äußerst schwergefallen, das Buch aus der Hand zu legen, so dass ich es wieder im Eiltempo durchgelesen hatte.

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Michael R. Fletcher "Chroniken des Wahns - Blutwerk"

In der Welt der Wahnwirker gilt eine Grundregel: Wer nur fest genug an seine Wahnvorstellungen glaubt, dem verleihen sie ungeheure Macht. Soziopathen, Pyromanen, Paranoiker - sie alle sind in dieser Welt mächtig und werden von ihren Mitmenschen gehasst und veehrt. Die religiöse Gruppe der Geborenen ist der Ansicht, dass auch die Götter nur den (Wahn)Vorstellungen der Menschen entstammen und es daher möglich ist, durch den Glauben einen neuen Gott zu erschaffen. Der Junge Morgan ist das Versuchsobjekt, mit dem sie ihre Theorien beweisen wollen. Als das Kind jedoch entführt wird, steht nicht nur der Glaube der Gruppe, sondern auch das Leben ihres Anführers auf dem Spiel. Dieser ist ein mächtiger Wahnwirker, der kurz davor steht, das Schicksal aller Angehörigen dieser Spezies zu erleiden: Seinen eigenen Wahnvorstellungen zum Opfer zu fallen. Er setzt alles daran, Morgan wieder zu finden und scheut nicht davor zurück, zu diesem zweck die abscheulichsten seiner Anhänger einzuspannen...

Die Welt, die der Autor hier entwirft, ist wirklich faszinierend. Auf die ganzen Ideen muss man erst mal kommen. Was diesen Aspekt angeht, ist das Buch hier einer der innovativsten Fantasyromane, den ich in den letzten fünf Jahren gelesen habe. Die Rahmenhandlung zeichnet sich dagegen durch eine Standardgeschichte aus, die in einem anderen Roman vermutlich meinerseits für gähnende Langeweile gesorgt hätte. So extrem hart, wie auf dem Klappentext angekündigt, fand ich das Buch allerdings auch wieder nicht. Es ist sicher keine Geschichte für sanfte Gemüter - aber Stephen King oder Clive Barker finde ich deutlich härter. Was man allerdings sagen muss, ist, dass der Autor ein Faible für ekelhafte Details hat: So viel Rotz und Spucke wie in diesem Buch, habe ich bisher nirgends gelesen. Sprachlich sollte man übrigens kein literarisches Highlight erwarten, der schnelle Lektüre ist das sprachliche Niveau aber auf jeden Fall förderlich. Sehr interessant fand ich auch, dass der Autor im englischen Original wohl mit deutschen Namen und Begriffen gearbeitet hat - da er diese aber nur mit einem Übersetzungsprogramm gefunden hat, mussten die deutschen Übersetzer hier sehr kreativ werden, wobei sie die Namensgebungen im Anhang erläutern und den orginalen Begriff aus der englischen Fassung aufführen, was ich durchaus spannend zu lesen fand.

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Angelika Felenda "Der eiserne Sommer"

München 1914: An der Isar wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Zunächst deutet alles auf einen Unfall und Tod durch Ertrinken hin, doch dann wird in der Gerichtsmedizin entdeckt, dass das Opfer an einer bewusst herbeigeführten Verletzung der Wirbelsäule starb. Als ein zweites Opfer gefunden wird, das auf die gleiche Weise ermordet wurde, ist klar, dass hier eine größere Sache vorliegt. Kommissär Reitmeyer übernimmt den Fall und stößt in das sprichwörtliche Wespennest: Seine Ermittlungen weisen auf Verbindungen des Militärs mit der Homosexuellenszene Münchens hin - zu jener Zeit ein unglaublicher Skandal. Offenbar hat jemand die Herren Militärs mit ihren sexuellen Vorlieben erpresst. Reitmeyers Vorgesetzte tun alles, um seine Ermittlungen unter den Teppich zu kehren. Doch dieser lässt sich nicht beirren - auch nicht, als sich Verbindungen zu seinem Freundeskreis auf der Jugend aufzeigen und die Freundschaften an den Ermittlungen zu zerbrechen drohen...

Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an gefesselt. Der Kriminalfall wird spannend erzählt und ist logisch aufgebaut. Zusätzlich kommen noch sympathische und tiefgründige Charaktere hinzu, denen ihre bayerische Herkunft deutlich anzumerken ist (auch an der Sprache, allerdings in einem auch für Norddeutsche verständlichen Rahmen). Was mich jedoch am meisten begeistert hat, ist die akkurate Schilderung der historischen Verhältnisse (mit geringfügigen Anpassungen, auf die die Autorin jedoch hinweist). Hier merkt man einfach, dass eine Historikerin die Geschichte erzählt. Die Stimmung im Deutschland der Kaiserzeit, welches sich auf den Ersten Weltkrieg hinbewegt (die Handlung spielt vor dem Hintergrund des Attentats in Sarajewo), wird sehr genau und mit allen feinen Nuancen eingefangen. Allein für dieses Stilbild der damaligen Zeit macht es schon Spaß, das Buch zu lesen. Ich bin jedenfalls gespannt auf Band zwei, der hoffentlich bald als Taschenbuch erscheint.

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Jonathan Stroud "Das flammende Phantom (Lockwood & Co. 4)"

Lucy hat sich von der Agentur Lockwood & Co. getrennt und arbeitet nun erfolgreich als freie Beraterin mit verschiedenen Agenturen zusammen. Dennoch fällt ihr immer wieder auf, wie sehr sie die enge Zusammenarbeit mit ihrem alten Team vermisst. Trotzdem ist sie zunächst geschockt, als Lockwood bei ihr zuhause auftaucht und sie um die Mitarbeit bei einem Auftrag bittet, den ihm Penelope Fitts, die Chefin der gleichnamigen großen Agentur vermittelt hat. Lucy genießt zwar die Gesellschaft der alten Kollegen, plant aber eigentlich es bei dieser einmaligen Angelegenheit zu belassen. Doch dann wird das Geisterglas mit dem sprechenden Schädel aus ihrer Wohnung gestohlen und ihre Nachforschungen bringen sie auf die Spur von Schwarzmarkthändlern, die auch vor einem Mordanschlag nicht zurückschrecken. In ihrer Not wendet sich Lucy schließlich an Lockwood & Co., mit denen sie die Ermittlungen fortsetzt. Den Fall des flammenden Phantoms, einem Geist, der angeblich andere Geister an sich binden kann, will Lockwood eigentlich gar nicht annehmen - bis er entdeckt, dass sich ein Forschungsinstitut der Agentur Rottwell in der Nähe befindet. Ihre Untersuchungen vor Ort bringen die jungen Agenten nicht nur in die gefährlichste Situation ihres bisherigen Berufslebens, sondern auch die Spur gefährlicher Experimente...

Auch der vierte Band der Reihe hat mich wieder völlig begeistert. Stroud ist einfach ein toller Erzähler mit fesselnden Ideen und einem Händchen für faszinierende Charaktere. In diesem Band wird auch endlich wieder die Hintergrundgeschichte der Orpheus-Gesellschaft wieder aufgegriffen und in Ansätzen weiterentwickelt. Ansonsten habe ich meinen bisherigen Kritiken der Bücher aus dieser Reihe nichts hinzuzufügen: absolute Empfehlung, man sollte sich nur darauf einstellen, dass man die einzelnen Bände nur schwer aus der Hand legen kann.

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Paul Grossman "Kindersucher"

Willi Kraus ist Kriminalbeamter im Berlin der Weimarer Republik - eigentlich sogar einer der besten, doch als Jude muss er mit dem verbreiteten Antisemitismus und den daraus folgenden Nachteilen in seinem beruflichen Alltag leben. Als ein Sack mit Kinderknochen gefunden wird, ist er den Fall daher schneller wieder los, als es ihm lieb ist. Stattdessen soll er sich um verdorbene Wurstwaren kümmern, die den Speiseplan der Berliner einschränken. Doch Kraus kann von dem Fall der offensichtlich ermordeten Kinder nicht lassen und forscht heimlich weiter. Er entdeckt, dass sich hinter dem Fund ungeahnte Ausmaße verbergen: Seit Jahren verschwinden Straßenkinder spurlos. Es gehen Gerüchte um eine selbstsame Frau um, die immer ganz in Weiß gekleidet ist und als "die Hirtin" bezeichnet wird. Äußere Umstände zwingen Kraus' Vorgesetzte schließlich, ihm den Fall doch wieder zu übertragen. Seine Ermittlungen führen ihn schließlich auf die Spur einer Gruppe von zutiefst psychisch gestörten Tätern und eines skrupellosen Wissenschaftlers...

Ich entwickele in der letzten Zeit ein grundlegendes Interesse für historische Krimis, die in der Zeit vor und während des ersten Weltkriegs bzw. der Weimarer Republik spielen. Das vorliegende Buch ist in den Jahren 1929 und 1930 angesiedelt, es beginnt mit dem Börsencrash in New York, der die große Weltwirtschaftskrise ausgelöst hat. Der Autor verwendet neben dem eigentlichen Kriminalfall daher auch viel Zeit darauf, die gesellschaftlichen Veränderungen zu beschreiben. Die Hauptfigur Willi Kraus erlebt diese in doppelter Schärfe: nicht nur als deutscher Bürger, sondern durch seine Religionszugehörigkeit immer auch verschärft als Zielscheibe zunehmender Ablehnung und Feindseeligkeit. (Das geht sogar soweit, dass sich befreundete Nachbarn plötzlich völlig abwenden, um den neuen Zeitgeist und der aufkommenden politischen Macht zu entsprechen.) Über die historische Akkuratheit der Geschichte kann ich nicht urteilen, mir sind keine großen Unreimtheiten aufgefallen, was aber nicht heißen muss, dass es diese nicht doch gibt. Für mich war es ein sehr spannendes und unterhaltsames Lesevergnügen, der Autor erzählt stellenweise rasant, immer fesselnd und baut einen logisch durchdachten Kriminalfall auf. Mir ist es häufig abends schwer gefallen, das Buch aus der Hand zu legen und nicht doch noch eben ein weiteres Kapitel zu lesen, um zu erfahren, wie es weitergeht. Ich bin sehr gespannt auf die beiden weiteren Bücher aus der Reihe.

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Fargo

Der Autoverkäufer Jerry Lundegaard braucht dringend Geld, um das vermeindliche Geschäft seines Lebens zu machen. Leider hat er dieses nicht auf der hohen Kante und auch sein reicher Schwiegervater will ihm nichts leihen. Da kommt ihm die Idee, die Entführung seiner Frau zu inzenieren, den Schwiegervater zahlen zu lassen und sich das Lösegeld mit den Entführern zu teilen. Dumm nur, dass diese auf der Fahrt mit seiner Frau zu ihrem Versteckt drei Menschen töten - und nun die örtliche Polizei im Nacken haben. Diese ermittelt in Person der hochschwangeren Marge Gunderson und erweist sich als verdammt harte Nuss. Denn Marge ist eine genaue Beobachterin und nimmt ihre Spuren bedächtig, aber zielsicher auf...

Ich muss gestehen, dass ich diesen Film wirklich erst jetzt zum ersten Mal gesehen habe, obwohl ich ja bereits seit einiger Zeit von den Coen-Brüdern sehr angetan bin. Auch ihn zeichnet der typische skurille Humor und die seltsamen, teilweise liebenswerten teilweise verkommenen Charaktere aus, wie ich sie aus No Country for old men oder True Grid kannte. Fargo ist ein Film, der sich nicht wirklich in eine Schublade stecken lassen will: ruhig erzählt und durch Marges bedächtige Ermittlungen geprägt, dann aber wieder extrem blutig. Ich mag solche ungewöhnlichen Filme und sowohl Frances McDormand als auch Steve Buscemi sind in ihren jeweiligen Rollen einfach nur grandios.

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Royce Buckingham "Der Wille des Königs"

Ian Krystal ist der Anführer einer Gruppe von Clansmännern, die ausgesandt werden, den Kontinent Abrogan für ihren König in Besitz zu nehmen. Da sich Ian äußerst geschickt im Umgang mit der einheimischen Bevölkerung anstellt, wird er bald zum Kompanieführer ernannt, was nicht gerade für Begeisterung bei den anwesenden Adeligen führt. Ian und seine Männer erforschen immer weitere Teil der unbekannten Ländern und müssen feststellen, dass die neue Welt nicht ganz so ungefährlich und idyllisch ist, wie sie zunächst gedacht haben. Doch erst das Auftauchen eines Drachen und die Reaktionen des Königs darauf, lassen Ian an den Absichten seines Herrschers zweifeln...

Der Roman ist der zweite Band aus der Reihe um die Karte der Welt und schildert die Ereignisse vor dem ersten Band, die zur Entstehung der Karte und des Schleiers geführt haben. Leider ist auch dieser Band wie die anderen Bücher des Autors: extrem langgezogen, die Charaktere sind stereotyp und ohne Tiefe, die Handlung ist altbacken und wirklich innovative Ideen fehlen. Ich denke, das war es mit mir und Royce Buckingham, mit seiner Art von Fantasy werde ich einfach nicht warm.

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