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Jedes Jahr zur Feier des dreifachen Neumonds lädt das Orakel der Aesol neun Gesandschaften in seinen schwebenden Palast. Diejenige, die das Geschenk überreicht, welches dem Orakel am besten gefällt, darf diesem eine Frage stellen und wird eine absolut wahre Antwort bekommen. Dieses Mal jedoch ist die Stimmung angespannter als sonst, denn unter den Gesandschaften sind auch Vertreter des Schattenkults. Die junge Adäptin Tynay sollte die Nacht eigentlich gar nicht mehr erleben, sondern als Opfer für die Erweckung einer Schattenherrin dienen. Ärgerlicherweise sucht die sich jedoch jemand anderen aus (leider die einzige Person, die in der Lage gewesen wäre, das Geschenk für das Orakel zu erschaffen) und damit bedingt eine ganze Reihe unvorhergesehenen, mörderischer Ereignisse. Die anderen Gesandschaften haben sich gegen den Schattenkult verbündet und bald gibt es die ersten Toten. Tynya sieht sich plötzlich als Anführerin ihrer Gesandschaft und muss sich schnell etwas einfallen lassen, wenn sie nicht nur die Gunst des Orakels, sondern auch ihr eigenes Leben retten will...

Das Buch ist eine Art Spin-Off zu der Trilogie um die Schattenherren des Autors, jedoch ohne an Details der dort erzählten Geschichte anzuknüpfen. Allerdings ist deren Kenntnis durchaus hilfreich, da man sich dadurch schneller in der Welt zurechtfindet. Die Geschichte hat etwas von einem Kammerspiel: Sie ist auf den Ort des Palastes beschränkt und erzählt zeitlich die Ereignisse einer Nacht (jedes Kapitel steht dabei für eine der zwölf Stunden dieser). Trotz all dieser eigentlich viel versprechenden Ansätze will nicht so wirklich Spannung aufkommen. Die Handlung ist nicht komplex genug, die Figuren wirken wie Abziehbilder ohne wirkliche Tiefe oder Faszination. Wirklich schade, denn die Welt an sich birgt durchaus mehr Potenzial, wie die vorherigen Bücher des Autors hierzu gezeigt haben. Leider reicht ein bisschen düstere Magie, finstere Mächte und (um dann vermutlich auf Nummer sicher zu gehen) billige Sexszenen nicht aus, um das Optimale aus einer Geschichte herauszuholen.

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Der Trapper Hugh Glass begleitet mit seinem Sohn Hawk, dessen Mutter eine Indianerin war, eine Gruppe Jäger, die es auf Felle der einheimischen Tiere abgesehen haben. Kurz bevor die Expedition wieder ins sichere heimische Fort reisen will, werden sie von Arikaree-Indianern angegriffen und erleiden herbe Verluste. Nur ein kleiner Teil der Männer kann fliehen. Auf ihrem Weg kommt es schnell zu Streit zwischen Glass und John Fitzgerald, der zu so ziemlich jeder Entscheidung des Trappers eine andere Meinung hat. Als Glass durch den Angriff einer Bärin schwer verletzt wird, gelingt es den Männern zwar zunächst noch ihn zu tragen, doch bald machen die Berge und der einbrechende Winter ihnen einen Strich durch die Rechnung. Da sich ihr Anführer Captain Andrew Henry nicht dazu durchringen kann, Glass zu erschießen, lobt er einen Geldpreis für die drei Männer aus, die bei dem Verletzten bleiben, bis er entweder stirbt oder Hilfe aus dem Fort zu ihnen gelangt. Neben Glass' Sohn Hawk und dem jungen Jim Bridger erklärt sich ausgerechnet Fitzgerald zu dieser Aufgabe bereit - dass der Captain ihm vertraut, wird sich schon bald als Fehler erweisen.

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Die Lage für die jungen Überlebenden von Camp Haven ist alles andere als positiv: Zwar ist es Cassie gelungen, ihren Bruder Sam zu finden und mit ihm und den anderen aus Bens Einheit zu fliehen, doch seitdem ist ihr Retter Evan Walker verschwunden. Die anderen sind der Meinung, er sei tot, doch Cassie will das nicht glauben und weigert sich daher zunächst den mit ihm vereinbarten Treffpunkt so schnell wie möglich wieder zu verlassen. Doch ewig dort bleiben können die Jugendlichen auch nicht. Ringer wird schließlich losgeschickt zu überprüfen, ob sich erreichbarer Entfernung gelegene Höhlen als Zuflucht eignen. Doch auf dem Weg dahin wird sie von den Aliens entdeckt und gefangengenommen. Währenddessen erreicht zu Cassies großer Freude Evan tatsächlich die Gruppe, doch er ist schwer verletzt und wird darüber hinaus von einem anderen Silencer verfolgt. Ringer wird derweil das Opfer merkwürdiger Experimente der Außerirdischen und entdeckt schließlich, was es mit den Silencern wirklich auf sich hat...

Der zweite Band der Reihe macht nahtlos da weiter, wo der erste aufgehört hat. Erneut führt der Autor seine LeserInnen in eine trostlose, bedrohliche Welt ohne Hoffnung, wo jede/r ein Betrüger sein kann und kleine Lichtblicke ebenso schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind. In diesem Band spielt Ringer eine weitaus größere Rolle als im ersten und man erfährt einiges über diesen Charakter und ihre Geschichte. Handlungsmäßig passiert deutlich weniger als im ersten Teil, dafür stehen jetzt die inneren Vorgänge in den Figuren mehr im Mittelpunkt. Sprachlich finde ich das Buch für einen Jugendroman sehr auffällig - allerdings im positiven Sinne: Es zeichnet sich durch eine extrem metaphorische, bildreiche Sprache aus, anstelle von Handlungsbeschreibungen finden sich Darstellungen von Gedankengängen, die sehr an Bewusstseinsströme erinnern. Alles in allem ein starkes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Ich bin gespannt auf Band 3.

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Im lyktieschen Heer geht die Angst um: Nacht um Nacht werden Orks auf ihren nächtlichen Patroullien angegriffen, ihre Leichen findet man später mit herausgerissenem Herzen. Unter den Orks ist schnell die Rede von einem Monster - dem Orksammler aus alten Legenden. Um den Vorgängen ein Ende zu bereiten entsendet das IAIT sein bestes Ermittlerduo: Meister Hippolit und Jorge, den Troll. Und der Fall erweist sich für die beiden durchaus als harte Nuss: Erste Untersuchungen können zu Hippolits großer Frustration nicht einmal eindeutig klären, ob Magie bei den Morden im Spiel war oder nicht. Während versucht Jorge seinem selbstgewählten Beinamen "der Erwischer" alle Ehre zu machen und ermittelt in den Kneipen der Totenstadt Torlem (dass dabei das ein oder andere Bier seinen Weg in seinen Magen findet, ist natürlich reiner Zufall und keinesfalls beabsichtigt). Als die beiden endlich eine Spur finden, die zur Lösung beiträgt, wird die Lage für das begnadete Ermittlerduo plötzlich gefährlicher als sie hätten vorstellen können...

Auch der zweite Band dieser ungewöhnlichen Mischung aus Fantasy und Krimi ist nach dem bewährten Muster seines Vorgängers gestrickt. Witzige und ungewöhnliche Ideen, aber vor allem die beiden Hauptfiguren tragen dazu bei, dass man sich auch bei diesem Buch blended unterhalten fühlt. Wobei man vermutlich den Humor der Autoren teilen muss - aber ich persönlich kann einfach nicht verstehen, wie man insbesondere Jorge und seine Trollsprichwörter ("Wir Trolle haben da ein Sprichwort und das geht so...") nicht witzig finden kann. Die Krimielemente sind gut in die Geschichte integriert, alles in allem ist es aber typische Ermittlungsarbeit, die hier geleistet wird. Sprachlich ist der Band, wie auch das erste Buch der Reihe, sicher kein Highlight, aber es liest sich angenehm und man ist recht schnell in der Geschichte drin. Wer also Spaß an lustiger und ungewöhnlicher Fantasy hat, der dürfte auch mit diesem Buch genau richtig liegen.

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Es hätte alles so einfach sein können: Dem Magier Denser ist es tatsächlich gelungen den Dawnthief-Zauber zu wirken und die Wytchlords zu vernichten. Dummerweise hat der Spruch einen Dimensionsriss verursacht und nun droht Balaia die Invasion von Drachen, welche die Welt in Schutt und Asche legen würden. Dem Raben bleibt wenig Zeit, um die Aufzeichnungen von Septern zu finden, mit deren Hilfe sich der Riss vielleicht wieder schließen lässt. Und auch die Wesmen sind nach der Vernichtung der Wytchlords nicht geschlagen: Sie kämpfen auch ohne magische Unterstützung weiter und belagert die Kolleg-Stadt Julatsa. Genau hierhin macht sich auch der Rabe auf den Weg, um nach den ersten Aufzeichnungen Septerns zu suchen...

Eigentlich greift der dritte Band eine recht clevere Idee zur Fortsetzung der Handlung auf - allerdings scheitert es an der Umsetzung. Obwohl die Handlung nun häufiger zwischen verschiedenen Schauplätzen und Figuren wechselt, kommt die Geschichte nicht so richtig in Schmung. Es passiert einfach zu wenig und wird zu viel unnütz geredet. Am Ende des Buches war ich relativ überrascht, wie wenig die Handlung sich entwickelt hatte. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

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DCI Eve Clay wird zu einem grausigen Verbrechen gerufen: Ganz in der Nähe ihrer eigenen Wohnung haben Unbekannte eine Familie überfallen und brutal ermordet. Die Leichen wurden anschließend zu merkwürdigen Symbolen arrangiert. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel, denn es gibt kaum Hinweise, Täter und Opfern scheinen in keiner Beziehung zueinander gestanden zu haben. Dann passiert ein zweiter, ähnlicher Mord. Und plötzlich nimmt der Serienmörder Adrian White Kontakt zu Eve auf. Sie hat den bekennenden Satanisten damals hinter Gitter gebracht und er hat ihr kurz nach seiner Verurteilung den Beginn der Apokalypse prophezeit. Jetzt lassen sich immer mehr Hinweise finden, die Whites Vorhersage entsprechen. Steckt er etwa trotz seiner Inhaftierung hinter den Taten? Bald mehren sich jedoch die Anzeichen, dass Eve persönlich in den Fall tiefer verstrickt ist, als sie sich jemals hätte vorstellen können...

Mich hatte der Klappentext für das Buch interessiert und dank meines Faibles für Thriller mit Serienkillern habe ich es spontan gekauft. Ich muss sagen, es war eine gute Bauchentscheidung. Das Buch ist spannend erzählt und nimmt bereits auf den ersten Seiten ein Tempo in der Handlung auf, das auch später nicht nachlässt. Die einzelnen kurzen Kapitel verführen dazu, immer noch mal schnell ein paar Seiten weiterzulesen, nur um zu wissen, wie es weitergeht. Die Figuren bleiben größtenteils noch etwas blass, aber das ist in diesem Fall zu verzeihen, da es sich um ein zentrales Element der Handlung handelt, dass man vieles nicht über sie weiß. Es wirkt so, als sollte es der erste Band einer Romanreihe werden - ich jedenfalls würde mich über einen zweiten Band mit der Fortsetzung der Geschichte freuen.

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Am Bahnhof von Exeter wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden, dessen Körper mit rätselhaften Symbolen bedeckt ist. Die Polizei zieht Professor Felix Guichard hinzu, einen Experten für religiöse Kulte und Okkultismus. Doch auch diesem bleiben die Abbildungen zunächst ein Rätsel. Erst als die Verbindungen zu den Zeichen auf einer alten Medaillie des Magies John Dee erkennt, gelingt ihm der erste Schritt zur Lösung des Rätsels. Die Kontaktaufnahme mit der Person, die diese Medaillie damals an ein Museum verkauft hat, löst Felix die Bekanntschaft einer mysteriösen Frau machen. Er ist sich sicher, Jack schon einmal gesehen zu haben - und zwar am Bahnhof als die Mädchenleiche gefunden wurde. Bald ist Felix mit einem Fall konfrontiert, in dem es nicht nur um okkulte Symbole geht - sondern um die Macht Menschen vor dem Tode zu bewahren. Dieses Geheimnis besteht seit der Zeit John Dees, der mit seinem Wissen eine Bedrohung erschaffen hat, die auch Jahrhunderte später noch umgeht...

Die Autorin mischt geschickt Elemente der realen Geschichte, wie die Figuren von John Dee und Elizabeth Barthory, mit einer fantastischen Erzählung. Recht gelungen finde ich dabei die wechselweise Erzählung der Handlung, die einmal in der Jetztzeit mit den Hauptfiguren Felix und Jack spielt, und einmal in der Vergangenheit, wobei die Ereignisse um John Dee, Edward Kelly und Elizabeth Barthory beschrieben werden. Was micht jedoch gestörrt hat, ist, wie wenig Tiefe die Charaktere erreichen: Sie bleiben allesamt sehr blass, ohne eine größere Hintergrundgeschichte und wirken daher sowohl als Personen als auch in ihren Handlungen wie Abziehbildchen der Stereotypen, die sie repräsentieren. Davon abgesehen bietet das Buch nette und ablenkende Unterhaltung - man sollte nur nicht allzu hohe literarische Ansprüche stellen.

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Die Bibliothek existiert an einem Ort jenseits von Zeit und Raum. Wer sich in ihr aufhält, altert nicht. Ihre Mitarbeitenden verfügen über besondere Gaben, wie eine Sprache, in der man Befehle erteilen kann (ein bisschen wie Magie oder nicht damit verwandt). Ziel der Bibliothekare ist es immer wieder, Bücher zu beschaffen. Zu diesem Zweck werden einige von ihnen in Außeneinsätze geschickt, die teilweise recht gefährlich werden können. Irene ist eine der vielen Nachwuchsbiblithekare, die zu solchen Aufträgen herangezogen wird. Doch ihre aktuelle Aufgabe hätte sie vermutlich nicht angenommen, wenn sie geahnt hätte, was da auf sie zukommt. Im London des 19. Jahrhunderts in einer vom Chaos durchdrungenen Parallelwelt, in der Elfen, Werwölfe und Vampire alltäglich sind, sollen sie und der Lehrling Kai eine seltene Ausgabe von Grimms Märchen beschaffen. Doch das Buch ist offenbar für verschiedenste Parteien interessant und bald sehen sich Irene und Kai mit einem der gefährlichsten Gegner der Bibliothek konfrontiert..

Das Buch stellt eine gelungene Abwechselung im Rahmen der manchmal doch recht einseitigen Fantasyliteratur dar. Eine ungewöhnliche Idee bildet den Hauptplot der Geschichte, ausgeschmückt mit vielen interessanten Ideen und Neuinterpretationen klassischer Elemente (bspw. die Verbindung von Elfen und der Macht des Chaos). Ich hab etwas gebraucht, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden, so ganz einfach wird einem das nicht unbedingt gemacht. Doch spätestens ab der Hälfte hat es mich dann doch gepackt und es ist mir gerade abends sehr schwer gefallen, das Buch aus der Hand zu legen. Die Charaktere sind faszinierend und es gelingt der Autorin genau das richtige Mittelmaß zu finden zwischen einer ausreichenden Tiefe der Darstellung der Hauptfiguren ohne gleichzeitig zuviel zu verraten und ihnen das Geheimnisvolle zu nehmen, was sich vermutlich noch auflösen wird. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung - irgendwo habe ich gelesen, dass die Geschichte als Triologie angelegt ist.

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Amerika zur Zeit des 2. Weltkriegs: Während alle anderen heilfroh wären sich vor dem Militärdienst drücken zu können, will Steve Rogers unbedingt einberufen werden. Doch seine schmächtige Gestalt und vor allem sein Asthma führen immer wieder zur Bewertung als nicht tauglich. Bei seinem fünften Musterungsversuch wird der Wissenschaftler Doktor Abraham Erskine auf ihn aufmerksam. Erskine ist auf der Suche nach einem Probanden für sein Serum, welches die Fähigkeiten von Menschen unermesslich steigern soll: Sie werden größer, schneller, stärker und auch die geistigen Fähigkeiten steigern sich (allerdings sowohl zum Guten wie auch zum Schlechten). Steve ist ihm aufgrund seiner positiven Charaktereigenschaften aufgefallen und trotz aller Zweifel setzt sich der Wissenschaftler schließlich durch: Steve wird der Umwandlungsprozedur unterzogen und entwickelt sich zum Supersoldaten Captain America. Anfangs vor allem zu Werbungszwecken eingesetzt, wird schnell deutlich, dass der Captain und seine Fähigkeiten mehr denn je im Kampf gebraucht werden. Denn in Nazideutschland hat sich mit der Organisation Hydra unter der Leitung von Johann Schmidt aka Red Skull ein mächtiger Gegner erhoben, der plant, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dass ihnen mit dem Tesserakt aus Asgard auch noch eine Energiequelle in die Hände gefallen ist, die bei diesen Plänen eine bedeutende Rolle spielt, macht die Aufgabe für den Captain und seine Mitstreiter nicht gerade einfacher...

Ich hab recht lange gebraucht, bis ich mich durchringen konnte, mir auch Captain America anzuschauen. Generell mag ich die Marvel-Verfilmungen ja sehr gerne, aber diese Figur war mir immer etwas zu patriotisch, um es vorsichtig auszudrücken. Ich muss aber ehrlich sagen, dass mich der Film angenehm überrascht hat. Von einem übertriebenen Amerika-über-alles ist nichts zu merken, der Captain propagiert - wenn überhaupt einmal - eher abstrakte Werte wie Freiheit und Selbstbestimmung. Abgesehen davon hat der Film alles zu bieten, was gutes Popcornkino braucht: Spannung, Humor und einen fiesen Bösewicht, der die Weltherrschaft übernehmen will (warum sich auch mit Kleinigkeiten zufrieden geben). Schön auch bekannte Figuren, wie Tony Starks (Iron Man) Vater im Film zu entdecken.Die Sache mit dem Tesserakt habe ich allerdings nicht so ganz verstanden - wie ist dieser denn dann wieder nach Walhalla gekommen, wo ihn Loki im ersten Thor-Film findet?

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Marcus Williams und die Shepherd Organisation sind erneut einem perfiden Serienkiller auf der Spur. Er wird "der Anstifter" genannt und sein Modus operandi besteht darin die Familie eines bisher völlig unauffälligen Mannes zu entführen und diesen zu zwingen einen anderen unbescholtenen Bürger zu ermorden, um seine Angehörigen lebendig zurück zu erhalten. Was jedoch außer der Shepherd Organisation niemand weiß, ist, dass sich hinter dem Anstifter Francis Ackerman senior verwirkt, der Vater von Marcus und dem Psychopathen Francis Ackerman junior. Marcus gelingt es seinen Bruder, der sich gerade auf einer Läuterungsmission befindet, zu überreden, sich gefangennehmen zu lassen und ihnen bei der Jagd nach ihrem Vater zu helfen. Doch Ackerman sen. ist selbst für seinen Sohn eine harte Nuss und eine Familienzusammenführung der völlig anderen Art lässt sich die Ereignisse dramatisch zuspitzen...

Die Reihe um Ackerman schafft mich irgendwie. Nachdem ich Band eins einfach nur schrecklich und Band zwei sowie den Kurzroman über Ackerman ziemlich gut fand, ist dieser Band leider wieder ins Mittelmaß mit ähnlichen Fehlern wie der erste Band versunken. Gut gefällt mir, dass Ackerman jun. weiterhin eine große Rolle in der Geschichte spielt und sich immer mehr zu einem faszinierenden, vielschichtigen aber nichtsdestotrotz abartigen Charakter entwickelt. Negativ finde ich seine Wendung zum Guten: Dass er sich plötzlich Marcus so verbunden fühlt und für diesen sogar das Morden aufgibt, erscheint mir nicht direkt logisch und eine weiterführende Erklärung in der Geschichte bleibt aus. Spannend ist auf jeden Fall, dass jetzt auch noch der Vater der beiden mitmischt - ein Charakter, der seinen Sohn an Bösartigkeit um Längen schlägt. Nervig bleibt die Detailverliebtheit in Waffen (ich muss immer noch nicht wissen, wer mit welcher Waffe und mit welcher Munition schießt) sowie die sprachliche Armut. Gleich in zwei Kapiteln bricht zum Ende buchstäblich die Holle aus. (Gähn!) Und dass der Chef der Shepherd Organisation auch im Deutschen "Director" und nicht Direktor heißt, ist hoffentlich nur ein Tippfehler. 

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