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C.S. Pacat "Dark Rise"

Die Magie ist in Vergessenheit geraten und nur noch wenige wissen, dass einst der Dunkle König beinahe alles Leben vernichtet hätte. Der Orden der Stewards hat damals gegen das Böse gekämpft und stellt sich ihm auch jetzt noch entgegen - denn es ist dabei zurückzukehren, mächtige Anhänger*innen versuchen die Wiedergeburt ihres einstigen Anführers einzuläuten. Der junge Will Kempen erfährt dies erst, nachdem er versucht hat, sich am Mörder seiner Mutter zu rächen - dem mächtigsten Anhänger des Dunkeln Königs, Lord Simon Creen. Will erfährt, dass seine Mutter eine Nachfahrerin jener "Dame" war, die damals den Dunklen König besiegt hat - doch um seine eigenen Mächte scheint es eher schlecht bestellt. Gemeinsam mit seiner neu gefundenen Freundin Violet, die aufgrund ihrer Familie eigentlich auf der anderen Seite stehen sollte, versuchen sie die Rückkehr des Bösen zu verhindern. Dabei begegnet Will immer wieder James St. Clair, dem wiedergeborenen General des Dunklen. Zwischen den beiden scheint eine Verbindung zu bestehen, die sich Will nicht erklären kann - und die kein gutes Ende nehmen kann...

Das Buch wurde in mehreren Buchhandlungen vom Personal so lobend beworben, dass ich mich zum Kauf entschlossen hatte. Es klang vom Klappentext her interessant und dieser Eidnruck hat sich für mich auch zunächst bestätigt. Die Welt ist ein London, das an das viktorianische Zeitalter erinnert, damit punktet man bei mir schon mal grundsätzlich. Dann fingen die Figuren an, mir immer besser zu gefallen, da sie Tiefe und Eigenarten haben. Als sich die Welt und ihre Geschichte enthüllte, stellte ich fest, dass ich mittlerweile richtig Spaß am Lesen hatte und zunehmend begeistert wurde. Dann kam das Ende und ich kann und werde dieses nicht verraten - aber es gibt eine wirkliche Überraschung zum Schluss, die dazu führte, dass ich das Buch einfach nur genial finde und unbedingt wissen will, wie die Geschichte um Will, Violet und James weitergeht. Also, kurz und gut: von mir eine absolute Leseempfehlung.

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Michael Jensen "Blutiger Schnee" (Syndicat Berlin 3)

Berlin 1925: Die Inflation nimmt immer stärker zu und auch die Geschäfte der Sass-Brüder laufen nicht mehr so gut wie sie es eigentlich sollten. Um ein neues Standbein zu entwickeln, lassen sie sich daher mit den chinesischen Triaden ein und sollen für die Heroin im großen Umfang von Hamburg nach Berlin bringen. Doch das große Geschäft erweist sich als harter Brocken: Die Transporte werden überfallen, statt Gewinnen droht Verlust. Offenbar spielt eine weitere Partei mit und diese will nicht, dass das Syndicat ein Stück des neu zu verteilenden Kuchens abbekommt. Zu allem Übel hat Franz Sass sich mit seiner Leidenschaft fürs Safeknacken in eine weitere Bredouille gebracht: Er wurde erwischt und wird nun von einem aufstrebenden Politiker der Rechten erpresst: Joseph Goebbels...

Tja, was kann ich zu dem Buch sagen, dass ich nicht schon zu den beiden ersten Bänden der Reihe geschrieben habe? Es ist einfach wieder ein sehr guter historischer Krimi mit einer anderen Perspektive. Wieder gibt es leichte oder auch größere Freiheiten bei den historischen Wahrheiten, was sich aber nicht negativ auf das Leseerlebnis auswirkt. Mittlerweile ist zu meiner großen Freunde auch ein vierter Band angekündigt worden, es geht also weiter mit der Reihe.

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Michael Tsokos "Zerbrochen"

Rechtsmediziner Fred Abel kehrt wieder in seinen Job zurück, nachdem er durch einen Angriff im Auftrag eines Mannes, den er ins Gefängnis gebracht hat, beinahe gestorben wäre. Das Verbrechen kennt dabei keinen leichten Start in den Job, Abel wird direkt mit dem Fall des Dark Room Killers konfrontiert, wobei es eine Idee von ihm ist, die die Polizei den Täter schließlich identifizieren lässt. Ein Fauxpas führt jedoch dazu, dass Abels Name genannt wird und nun will der flüchtige Mörder Rache nehmen. Abel fühlt sich gar nicht wohl mit dieser Drohung im Nacken, zumal auch seine Kinder gerade zu ihm nach Berlin gereist sind. Als Noah und Manon entführt werden, steht der Täter für ihn daher schnell fest, doch bald muss er feststellen, dass es mehr als eine Person, die ihn unter Druck setzen möchte. Gemeinsam mit seinem Freund Lars Moewig versucht Abel verzweifelt seine Kinder zu finden, doch der Entführer scheint überaus trickreich zu sein...

Auch dieser Band der Reihe arbeitet mit dem üblichen Erzählmuster: Es muss nicht nur einer, sondern gleich drei Fälle gelöst werden - den aus dem Epilog zähle ich mal nicht mit. Erneut ist Abel persönlich in einen der Fälle involviert, ermittelt aber trotzdem. Warum das in der Realität keine gute Sache ist, zeigt dieser Roman meiner Meinung nach unfreiwillig sehr deutlich. Spannend fand ich, dass eine der Fälle auf einem realen Kriminalfall basierte, allerdings in deutlich geänderter Form. Ich finde es wirklich schade, dass der Autor so wenig aus den rechtmedizinischen Aspekten seiner Figuren und Ermittlungen macht - das würde ich wirklich gerne lesen.

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Ben Creed "Das dunkle Lied der Toten"

Leningrad 1953: Ein Serienmörder geht in der Stadt um. Seine Opfer tötet er mich zwei Pistolenschüssen und stopft ihnen anschließend ein Blatt Papier mit rätselhaften Nachrichten in den Mund. Major Nikitin, der sich bei seinen neuen Vorgesetzten durch Erfolge beliebt machen muss, um nicht in die Hände des Mannes zu fallen, den er sich bei seinen letzten Ermittlungen zum Feind machte, steht vor einem Rätsel. Er weiß, dass er jemanden mit dem Instinkt zum Ermitteln und dem Auge für Details braucht, die er selbst nicht hat. Und er weiß auch, wer ein solcher Mann ist: Lieutenant Revol Rossel, mit dem er bereits zusammengearbeitet hat. Doch Rossel sitzt in einem sibirischen Gulag und ausgerechnet Nikitin ist verantwortlich dafür. Doch der ehemalige Verhörspezialist der Staatssicherheit weiß, wie er das von Menschen bekommt, was er haben will. Und so ermittelt Rossel plötzlich wieder in seiner Heimatstadt - wo er nicht nur einem Serienmörder aus Rache auf die Spur kommt, sondern auch Hinweisen auf eine gefährliche Waffe, die die Nazis in den letzten Tagen des Krieges auf theoretischer Ebene entwickelt haben. Stalin würde diese sicher gerne in der Praxis erproben...

Auch wenn die bedrückte Atmosphäre des ersten Bandes nicht erreicht wird, hat mich auch dieses Buch wieder fasziniert. Erneut gelingt den Autoren ein toller historischer Krimi mit einer fesselnden Geschichte und gut gezeichneten Hauptfiguren. Über den Bezug zu Nazi-Deutschland war ich erst skeptisch, so etwas hatte ich schon in anderen Büchern gelesen und meist ging es nicht gut, hier aber passt selbst dieses Element. Zusätzlich habe ich auch ein paar neue historische Details gelernt (über Stalins Sohn), was ja auch nicht schlecht ist. Ich bin gespannt auf weitere Bände aus der Reihe, von deren Erscheinen ich ausgehe.

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Fonda Lee "Jade City - Familie ist Pflicht"

Kekon wäre vermutlich ein unbedeutendes kleines Inselreich, wenn es dort nicht etwas Einzigartiges gäbe: die magische Jade, die insbesondere die Einwohner*innen Kekons nutzen können, um schier übermenschliche Fähigkeiten zu erlangen. Nach dem letzten Krieg gegen ausländische Invasoren haben die zwei bedeutendsten Clans den Jadehandel und nahezu das gesamte geschäftliche Leben unter sich aufgeteilt: der No-Peak-Clan und das Bergvolk. Doch dann taucht eine neuartige Droge auf, die es allen Menschen erlauben würde, die magische Jade zu tragen. Das Bergvolk unter seiner aufstrebenden Anführerin will nicht nur an diesem neuen Geschäftszweig verdienen, sondern strebt auch eine Vereinigung aller Clans unter seiner Herrschaft an. Die jungen Anführer*innen des No-Peak-Clans sind von keiner der beiden Ideen begeistert und schon bald tobt ein heftiger Krieg zwischen den beiden Clans und ihren Anhänger*innen in der Hauptstadt, der von allen Beteiligten schwere Opfer verlangen wird...

Ein sehr ungewöhnlicher, aber dadurch gerade richtig guter Fantasyroman. Erzählt wird eine Geschichte, die an einen Gangsterfilm erinnert, der in einem asiatischen Land spielt. Das wird ergänzt um die magische Jade und eine gut gestrickte Familiengeschichte und heraus kommt ein sehr faszinierendes und spannendes Buch. Es hat ein bisschen gebraucht, bis ich mich in die Welt hineingefunden und an die spezifischen Begriffe insbesondere der Clanstrukturen gewöhnt habe (dass der oberste Stratege bspw. der Wettermacher ist, amüsiert mich immer nach). Ich hatte richtig Spaß mit diesem Buch und freue mich auf die weiteren Bände der Reihe.

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Indiana Jones und das Rad des Schicksals

Deutschland 1944: Der Archäologe Dr. Henry „Indiana“ Jones Jr. versucht gemeinsam mit seinem Kollegen Basil Shaw den Nazis die Lanze des Longinus zu entwenden, die sich jedoch als Fälschung herausstellt. Unter den vielen archäologischen Schätzen, die nach Berlin gebracht werden sollen, ist jedoch auch der Mechanismus vn Antikythera, eine Art Uhr, die Archimedes baute und die angeblich Raum-Zeit-Übergänge anzeigen kann. Durch einen Luftangriff der Alliierten können Indiana Jones und Shaw mit dem Mechanismus entkommen. New York 1969: Jones hält seine letzte Vorlesung am Hunter College - unter den eher mäßig interessierten Studierenden: seine Patentochter Helena Shaw, Tochter seines einstigen Mitstreiters Basil. Helena will den Teil der Antikythera an sich bringen, die Jones einst ihrem Vater wegnahm, da dieser zunehmend besessen von dem Artefakt war. Doch Helena hat Verfolger, die ebenfalls Interesse an dem rätselhaften Objekt haben - unter ihnen der Physiker Jürgen Voller, ein Nazi, der es nach Amerika geschafft hat. Helena gelingt es mit dem Teilstück von Jones zu entkommen, das sie in Tanger versteigern möchte. Jones, mittlerweile auf der Flucht vor Helenas Verfolgern und an ihrer Stadt von der Polizei als Mordverdächtiger gesucht, setzt sich auf ihre Fährte. Die beiden beschließen nach einigen Startschwierigkeiten zusammen zu arbeiten, um den zweiten Teil des Artefakts zu finden. Doch Voller und seine Schergen sind ihnen weiterhin auf der Spur...

Endlich mal wieder Kino und mit dem fünften Indiana Jones Film hatten wir uns einen guten Popcorn-Film ausgesucht. Wie alle Filme aus der Reihe wird eine spannende, actionreiche und in Teilen auch witzige Geschichte erzählt mit dem Aufhänger eines mysteriösen historischen Artefakts. Wer dieses Muster bisher gemocht hat, sollte also auch hier auf seine Kosten kommen. Klar, ist Indiana Jones mittlerweile etwas in die Jahre gekommen, aber auch damit spielt der Film sehr geschickt und baut das Lamentieren des alternden Helden in Handlung und Dialoge ein. Harrison Ford ist übrigens immer noch top in dieser Rolle und ich muss sagen, mir gefällt diese Variante besser als einen jüngeren Nachfolger für ihn zu finden - was ich nach Teil vier zunächst befürchtet hatte. Alles in allem kann ich den neuen Indiana Jones daher nur als gute Unterhaltung empfehlen, wir hatten viel Spaß im Kino.

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Leigh Bardugo "Wer die Hölle kennt"

Wenn es nach der Leitung von Haus Lethe geht, sollte Alex Stern mit der Überwachung der anderen acht Verbindungen von Yale fortfahren und sich nicht mehr um ihren verschwundenen Mentor Daniel Arlington kümmern. Doch Alex hat noch nie das gemacht, was Autoritäten ihr gesagt haben und außerdem ist sie sich sicher, dass Darlington in der Hölle festgehalten wird. Nach einiger Recherche gelingt es ihr, einen Höllenpfad zu finden und Verbündete, die sich an dem Ritual beteiligen wollen. Doch durch eine ungeplante Unterbrechung scheitert ihr Versuch: Darlington steckt zur Hälfte in einem Bannkreis fest, das Tor zur Hölle ist geöffnet geblieben und Alex und ihre Mitstreiter*innen werden von den Geistern der Menschen verfolgt, für deren Tod sie verantwortlich waren. Zusätzlich hat Alex altes Leben in Los Angeles wieder Einfluss auf ihre Handlungen in Yale erhalten und bei dem Versuch einen Gangsterboss zufriedenzustellen, macht sie sich auch noch einen Vampir zum Feind. Immer mehr erhärtet sich der Verdacht, dass ein mächtiges Wesen aus der Hölle im Hintergrund die Fäden zieht und einen ziemlich fiesen Plan verfolgt...

Mit der Reihe um Alex Stern zeigt die Autorin meiner Meinung nach hervorragend, was sie besonders gut kann: ungewöhnliche, komplexe und faszinierende Charaktere abseits des Mainstream entwickeln und in eine gute Geschichte integrieren. Wie schon der erste Band hat mir auch dieses Buch sehr gut gefallen. Neben Alex bekommt man auch Einblick in die Hintergründe einiger anderer Charaktere, die ebenfalls so manche Überraschung in Petto haben. Die Story selbst wird konsequent fortgeführt, den ersten Teil sollte man also auf jeden Fall gelesen haben, um alles zu verstehen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und wann die Fortsetzung erscheinen wird.

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Michael Tsokos "Zersetzt"

Eigentlich haben die Gerichtsmediziner*innen des BKA in Berlin schon genug zu tun: Mehrere Todesfälle in der Stadt sind auf Waterboarding zurückzuführen, es steht der Verdacht im Raum, dass ein ausländischer Geheimdienst hier die Finger im Spiel hat. Dann wird eine Leiche eingeliefert, bei der der Totenschein Darmkrebs als Ursache angibt, doch das Opfer zeigt keine Spuren dieser Krankheit. Stattdessen hat eine Kollegin in der Charité eine merkwürdige Einstichstelle im Knie bemerkt. Bald zeigt sich auch hier, dass es sich um eine Mordserie handelt und der Täter zusätzlich noch junge Frauen als weitere Opfer bevorzugt. Es besteht der dringende Verdacht, dass er gerade mit einem weiteren Opfer beschäftigt ist. Fred Abel kann also nicht über mangelnde Abwechselung klagen, da bittet ihn sein Chef für eine Obduktion nach Transnistrien zu reisen. In dem von der Republik Moldau separierten, international nicht anerkannten Pseudostaat wurden zwei Leichen in gelöschtem Kalk gefunden, beide wurden offenbar vor ihrem Tod gefoltert. Abel soll bestätigen, dass es sich bei den beiden um die Neffen eines reichen Oligarchen handelt. Doch die Reise wird mehr als gefährlich für den Rechtsmediziner, denn wenn sich der Verdacht um die Toten bestätigt, deutet alles auf den ehemaligen Geheimdienstchef Transnistriens als Täter hin. Dieser hat jedoch weiterhin treu ergebene Gefolgsleute, die Abel auch nach seiner Rückkehr das Leben schwer machen, damit seine Analyse das Ergebnis beinhaltet, was sie gerne hätten...

Ich hatte mir von diesem zweiten Band der Reihe um Fred Abel deutlich mehr versprochen. Insbesondere hatte ich einen stärkeren, eigentlich sogar ausschließlichen Fokus auf die Ereignisse in Transnistrien erwartet, aber das war dann irgendwie nur einer von drei Fällen. Und das, was ich vom Autor eigentlich erwartet habe, nämlich den Fall aus der Perspektive der Rechts- oder Gerichtsmedizin zu schildern, passiert mir leider auch zu wenig. Stattdessen werden zunächst mehrere Kapitel darauf verwendet, die Folter der später von Abel zu identifizierenden Männer vor ihrem Tod zu beschreiben und später wird dann immer wieder auf die Perspektive des Serientäters gewechselt, der eine junge Frau in seiner Gewalt hat. Ich habe den Eindruck, dass man hier der Ansicht war, dass das Buch erst durch detaillierte Schilderungen von Gewalt interessant werden würde - für mich hat es genau den gegenteiligen Effekt.

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Sarah Painter "Das Bullenherz" (Crow Investigations)

Lydia Crow hat nach ihrem Deal mit dem mysteriösen Mister Smith die Rolle des Oberhaupts der Crows übernommen. Bald stellt sich heraus, dass es gar nicht so einfach ist, ihr Detektivbüro weiter zu betreiben und sich gleichzeitig um das Familiengeschäft zu kümmern, zumal nicht alle sie akzeptieren wollen. Und natürlich sind die Geschäfte deutlich weniger legal, als ihr Onkel ihr immer weismachen wollte, was Lydia so gar nicht gefällt. Doch all das muss hintenan stehen, als das Oberhaupt der Silvers plötzlich verstirbt und der Verdacht im Raum steht, dass er ermordet worden. Sollen die Beziehungen der beiden Familien sich nicht weiter verschlechtern, dann muss Lydia unbedingt herausfinden, ob er einem Mord zum Opfer fiel - und am besten auf gleich, wer der*die Täter*in ist. Ihre Ermittlungen scheinen sich auf einer heißen Spur zu bewegen, denn ehe sie sich versehen kann, werden auch auf Lydia Mordanschläge verübt...

Lydia Crow ermittelt weiter und es deutet sich an, dass die Reihe auch mit diesem fünften Band noch lange nicht an ihr Ende gekommen ist. Ein bisschen enttäuscht hat mich das viele Getue um die Geschäfte der Crows, aber gut, dass ist nun einmal Lydias neue Rolle. Trotzdem finde ich es schade, dass sie nicht mehr so viel als Ermittlerin aktiv war. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, zumal das Buch mit einem wirklich fiesen Cliffhanger endet.

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Michael Robotham "Fürchte die Schatten"

Cyrus Haven wird in seiner Eigenschaft als psychologischer Berater zu einem neuen Fall hinzugezogen: Hamish Whitmore, eine ehemaliger Polizist, wurde tot in seinem Auto gefunden, erste Anzeichen deuten auf Selbstmord hin. Cyrus erkennt jedoch schnell, dass der Suizid nur inszeniert wurde, Whitmore ist ermordet worden. In seiner Freizeit hatte er sich mit einem alten, eigentlich gelösten, Fall auseinandergesetzt und scheint dabei einem Pädophilen-Ring auf die Spur gekommen zu sein. Was jedoch Cyrus Interesse weckt ist ein Name im Zusammenhang mit den Recherchen von Whitmore: Angelface. Jener Name, unter dem Evie Cormac bekannt wurde, als man sie vor einigen Jahren gefunden hat. Cyrus scheint endlich eine Spur gefunden zu haben, wer Evie wirklich ist - und bringt damit unwissentlich jene Menschen auf Evies Spur, vor denen sie sich seit damals versteckt...

Das Buch ist der zweite Band der Reihe um Cyrus Haven und Evie Cormac und setzt sehr nahtlos an den Ereignissen aus dem Vorgängerband an - ich würde daher unbedingt empfehlen, dieses vorweg zu lesen, da dem Inhalt sonst vermutlich nur schwer gefolgt werden kann. Ausgangspunkt ist zwar ein Fall, zu dem Cyrus hinzugezogen wird, aber im Prinzip geht es um die Auflösung von dem, was Evie als Kind passiert ist. Das ist keine leichte Kost, das nur als Warnung. Alles in allem hat mir auch dieses Buch gut gefallen - es ist spannend erzählt und mir gefallen die beiden Hauptfiguren, über die Leser*innen hier noch mehr erfahren, sehr gut. Wirklich gespannt bin ich jetzt auf den dritten Band der Reihe, der mich überhaupt auf die Bücher (und den Autor) aufmerksam gemacht hat.

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Horch und Guck: 
 

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