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Walter Moers "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr"

Prinzessin Dylia leidet an einer mysteriösen Krankheit, die sich vor allem in Form von Schlaflosigkeit manifestiert. Die Nächte ohne Schlaf führen bei der Prinzessin nicht nur zu zahllosen Gedankenexperimenten und -erfindungen, sondern auch zu einem äußerst sensiblen Hör- und Sehsinn. Doch auch diese Symptome können Dylia nicht vor dem wapnen, was sich eines Nachts ereignet: Ein Nachtmahr sucht sie in ihrem Schlafzimmer heim. Hazardius Opal, wie er sich nennt, will ihr nicht nur Alpträume bescheren, sondern sie - wie er völlig unumwunden zugibt - in den Wahnsinn treiben. Einen Ausweg aus dieser Situation scheint es nicht zu geben, denn einen Nachtmahr wird man nur wieder los, wenn man stirbt. Dylia gelingt es jedoch, Opal zu einer Reise zu überreden, bevor er sein zerstörerisches Werk beginnt. Und so machen sich die Prinzessin und der Nachtmahr auf in Dylias Gehirn - hin zu dessen dunklem Zentrum: der Amygdala...

Endlich ein neuer Zamonien-Roman von Walter Moers. Eigentlich hatte ich ja auf den dritten Teil der Serie um Hildegunst von Mythenmetz und seine Abenteuer in Buchhain gewartet, aber man nimmt ja, was man kriegen kann. Das soll keine Abwertung sein. Moers ist mit dem vorliegenden Buch eine sehr unterhaltsame Geschichte gelungen, die offensichtlich von der Krankheit seiner Illustratorin inspiriert ist. Er beginnt sich mit den Leser_innen auf eine phantasievolle Reise in die Welt der Gedanken und Erinnerungen, immer angereichert mit dem faszinierenden Sprachspiel um Worte, Wortbedeutungen und Wortneuschöpfungen. Allein das Adjektiv aus dem Titel "alptraumfarben" macht schon deutlich, wo die Reise hingeht, wie eine Freundin von mir sehr zutreffend anmerkte. Davon abgesehen passiert handlungstechnisch nicht viel - doch das mindert den Spaß am Lesen keineswegs. Daher das Fazit: Für Moersfans eine echte Empfehlung; wer den Einstieg nach Zamonien sucht, sollte vielleicht doch besser mit dem 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär oder Der Stadt der träumenden Bücher anfangen.

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P.C. und Kristin Cast "Erlöst" (House of Night 12)

Zoey hat erkannt, dass es der Seherstein, ein Artefakt der uralten Magie von der Insel Skye, gewesen ist, der ihre Wut gebündelt und sie verändert hat. Sie will weder mit dem Stein noch mit der alten Magie mehr etwas zu tun haben. Doch bald sieht es so aus, als wäre genau dies der einzige Weg Neferet und die Finsternis zu besiegen. Die ehemalige Hohepriesterin des House of Night hat sich in einem Hotel mit den Menschen dort als Geiseln verschanzt - oder wie sie es nennt, mit ihren Anhängern begonnen eine neue Religion zu gründen. Es ist mehr als offensichtlich, dass sie jemand aufhalten muss. Doch der Preis, den dies Zoey und ihre Freunde kosten wird, ist sehr hoch...

Juhu, es ist vollbracht. Dies war der zwölfte und letzte Band der Reihe und damit hat es sich. Das Buch steht ganz in der Tradition seiner Vorgänger: Die Parts mit Neferet waren spannend, Zoey nervte wie immer, es wurde viel zu viel herumgelabert und am Ende zeigte sich im Showdown, dass die Autorinnen doch eigentlich deutlich mehr gekonnt hätten - es aber offenbar nicht wollten. Schade, das Ende konnte sich durchaus sehen lassen: gut inszeniert und einer so langen Reihe würdig. Nur der Weg dahin war mehr als steinig. Ich hoffe nur, dass war es dann mit dieser Reihe - nicht dass noch eine Fortsetzung oder eine Prequel-Reihe rauskommt oder jemand auf die Idee kommt, die Bücher zu verfilmen.

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Jonas Winner "Murder Park"

Paul Greenblatt ist Journalist und spezialisiert auf die Berichterstattung über Kriminalfälle. Seit seiner Jugend hat er zudem ein besonderes Interesse an Serienmördern, daher verwundert es ihn auch nicht, dass er einer von 12 Gästen ist, die zur Eröffnung eines neuen Freizeitparks eingeladen werden. Auf Zodiac Island hatte mit Jeffrey Bohner einst ein psychopatischer Killer gewirkt, der Freizeitpark auf der Insel wurde geschlossen und soll nun als "Murder Park" wiedereröffnet werden. Paul ist skeptisch, was das Konzept dieses Parks angeht - ein Freizeitpark, der ganz Serienkillern gewidmet ist, erscheint ihm keine überzeugende Idee. Als er auch noch erfährt, dass der Park zusätzlich als Datingevent für Singles gedacht ist, wird ihm die ganze Sache noch suspekter. Doch die Insel verlassen kann er nun nicht mehr - das nächste Boot wird erst nach dem Wochenende kommen. Und plötzlich wird aus dem Besuch eines abstrusen Freizeitparks ein Kampf um Leben und Tod - denn ein Mörder geht um und tötet einen Gast nach dem anderen. Ist Jeffrey Bohner wirklich zurückgekehrt, wie Paul glaubt, oder treibt jemand ein perfides Spiel mit Paul und den anderen?

Der Klappentext versprach einen interessanten Thriller (Serienkiller, einsame Insel, ein unbekannter Mörder). Das Buch ist auch gar nicht schlecht geschrieben und verstand es zu Beginn durchaus mich zu fesseln. Durch geschickt eingestreute Hintergrundinformationen werden die Leser_innen immer wieder in verschiedene Richtungen gelengt. Immer, wenn man denkt, jetzt wisse man, wer hinter dem ganzen steckt, entpuppt sich dies doch im nächsten Kapitel als Irrtum. Die Geschichte liest sich recht angenehm und schnell, das sprachliche Niveau entspricht dem Gebrauch im Alltag, komplizierte Sätze oder Handlungsstränge finden sich nicht. Was mich jedoch völlig enttäuscht hat, war die Auflösung der Geschichte. Ich möchte hier nicht spoilern, daher nur soviel: Sie war für mich völlig unvorhersehbar, aber hat mich überhaupt nicht überzeugt, sondern im Gegenteil das gesamte Buch bis zu dieser Stelle ins Lächerliche gezogen. Schade, aber das nennt man wohl, Ziel völlig verfehlt.

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John Wick

Eigentlich hatte sich John Wick zur Ruhe gesetzt und der Welt des Verbrechens den Rücken gekehrt. Doch als drei junge Gangster nach dem Tod seiner Frau sein Auto stehlen und seinen Hund töten, sieht der ehemalige Auftragskiller rot und zieht in den Krieg. Dabei stört ihn auch nicht, dass einer der Diebe der Sohn des örtlichen Gangsteroberhaupts ist. Wick nimmt die Spur auf, nutzt alte Kontakte und kommt seinem Ziel damit immer näher. Doch ist er wirklich noch so gut wie früher oder haben ihn Alter und die lange inaktive Zeit mürbe und verwundbar gemacht?

Ich muss gestehen, dass der Film völlig an mir vorbeigegangen ist, sollte er im Kino gelaufen sein. Und dass, wo ich Keanu Reeves sehr gerne mag. In diesem Film fand ich ihn zunächst ungewöhnlich, nicht mehr der nette Kerl oder Held, den ich aus den anderen Filmen mit ihm kannte (vielleicht ist hier auch meine Auswahl selektiv). Aber die Rolle passt irgendwie auch unheimlich gut zu ihm. Und selbst aus mehreren Wunden blutend macht er immer noch eine verdammt gute Figur. Ebenfalls sehr überzeugend fand ich Alfie Allen in der Rolle von Joseph - John Wicks Hauptziel. Im Gegensatz zu seinem Charakter in Game of Thrones, ist er hier eindeutig nur unsympatisch - aber auch einen Kotzbrocken muss man gut darstellen können. Alles in allem bietet John Wick überzeugendes und gut gemachtes Actionkino mit ordentlich Blut und Kämpfen. Wer so etwas mag, wird den Film lieben - wer eher nicht darauf steht, sollte von dem Film besser die Finger lassen. Ich freue mich auf Teil 2.

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P.C. und Kristin Cast "Entfesselt" (House of Night 11)

Zoey und ihren Freunden ist es gelungen, Neferet einen schweren Schlag zu versetzen - aber besiegt ist die mächtige Vampyrin damit noch lange nicht. Der Mord am Bürgermeister von Tulsa, Aphrodites Vater, der offensichtlich von einem Vampyr begangen wurde, trägt nicht gerade dazu bei, die Beziehungen zwischen Menschen und Vampyren zu verbessern. Ob es ihnen passt oder nicht, Zoey, ihre Freunde und die anderen roten Jungvampyre müssen zu ihrem eigenen Schutz wieder in das House of Night ziehen. Hier steigern sich die Spannungen zwischen den unterschiedlichen Fraktionen immer weiter - bis eine Seite einen Fehler macht, der schwerwiegende Konsequenzen hat. Insbesondere Aphrodite beobachtet die Ereignisse mit einer gewissen Unruhe: Etwas stimmt nicht mit Zoey, die extrem gereizt und aggressiv selbst auf ihre Freunde reagiert. Doch was ist der Auslöser für Zoeys Veränderung?

Ich fasse mich mal kurz und verweise auf die anderen Reviews zu den Bänden der Reihe, denn dieses Buch steht genau unter dem schon hinlänglich bekannten Motto der Reihe: Viel Text, viel unnötiges Gerade, viel nervige Zoey - wenig Handlung und noch weniger Spannung. Gefallen haben mir nur die Kapitel über Neferet, insbesondere über ihre Vergangenheit lernt man hier jede Menge. Das macht diese zwar nicht sympathischer, aber als Charakter glaubwürdiger. Und zum Glück ist dies der vorletzte Band der Reihe - nur noch ein Buch und es ist überstanden, juhuu!

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Dan Wells "Ein Killer wie du und ich"

John Cleaver ist wieder allein unterwegs. Seine Freundin Brooke hat er der Obhut einer psychiatrischen Klinik übergeben - in der Hoffnung, dass ihr zersplitterter Verstand dort doch irgendwie wieder gekittet werden kann. Ohne ihre Hilfe und die Unterstützung des FBI ist es jedoch schwierig, die restlichen Verwelkten zu finden. John verlässt sich mehr oder weniger auf das Prinzip Zufall und genau dieser führt ihn in eine Kleinstadt in Arizona. Im lokalen Bestattungsunternehmen wird er schneller fündig als ihm lieb ist - gleich mehrere merkwürdige Mordfällen haben sich in der letzten Zeit ereignet. Das Werk von Verwelkten? Als auch noch ein völlig unbekannter Mann versucht John zu ermorden, ist diesem klar, wer seine Gegner sind. Doch John steht dieses Mal dem letzten Aufgebot der Dämonen gegenüber und verzweifelte Gegner sind zu allem fähig, wie John selbst nur allzu gut weiß...

Der sechste und nun wohl wirklich letzte Band der Reihe um John Cleaver versteht es wie die anderen Bücher aus der Reihe eine spannende Geschichte zu erzählen. Der Ich-Erzähler, John selbst, ist wie üblich voll in seinem Element, sein schwarzer Humor hat mir wie auch bei den Vorgängerbänden sehr gut gefallen. Schade finde ich nur, dass dieser letzte Band so unglaublich dünn ist und so wenig darin passiert. Bevor man richtig in die Welt eingetaucht ist, war alles auch schon wieder vorbei. Sehr schade, ich hatte mich auf ein wenig mehr Zeit mit meinem Lieblingssoziopathen gefreut. Dieses Mal wirkt es damit wirklich so, als sei die Geschichte um John zu Ende - nicht nur die Handlung deutet dies an, ich habe auch den sehr starken Eindruck, dass sich hier eine Reihe einfach auch inhaltlich zu Ende erzählt hat und kein weiteres Potenzial mehr bietet.

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James Dashner "Phase Null"

Thomas ist einer der Auserwählten - immun gegen die Krankheit, die sich auf der Erde immer weiter ausbreitet, soll er gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen dabei helfen, ein Gegenmittel zu finden. Thomas Leben sieht dabei denkbar trostlos aus: Ohne Kontakt zu Altersgenossen spielt sich sein Leben zwischen medizinischen Tests, Unterricht und Langeweile in seinem Zimmer ab. Dies ändert sich erst, als er die Bekanntschaft des Mädchens Teresa macht - und heimlich die drei Jungen Newt, Alby und Minho kennenlernt. Doch auch ihre vermeindlichen Ausbrüche aus ihrem kontrollierten Leben werden genau überwacht. ANGST ist allgegenwärtig, die Versuche ein Heilmittel zu finden, werden immer verzweifelter. Schließlich wird die nächste Stufe der Forschung in Gang gesetzt: die Schaffung von zwei Labyrinthen, in denen die Hirnaktivitäten der Probanden in Stress- und emotionalen Ausnahmesituatonen untersucht werden sollen. Thomas und Teresa wirken an der Entwicklung der Labyrinthe mit und sollen die Versuche mit überwachen. Doch können sie ANGST wirklich vertrauen oder steckt ein viel perfiderer Plan hinter allem, den die beiden nicht erkennen können?

Ich war schon von dem anderen Prequel zur Maze-Runner-Serie nicht wirklich angetan und mit diesem hier geht es mir ähnlich. Auch wenn die Handlung hier zu den altbekannten ProtagonistInnen zurückführt und die Geschichte so einige spätere Ereignisse in neuem/anderen Licht erscheinen lässt, reicht mir das einfach nicht aus. Spannend wäre es gewesen, einmal wirklich die Perspektive zu wechseln und nicht mehr die jugendlichen ProbandInnen, sondern die Verantwortlichen und WissenschaftlerInnen von ANGST in den Mittelpunkt zu stellen und alles aus ihrer Perspektive zu schildern. Das hätte wirklich neue und spannende Sichtweisen eingeführt. In der jetzigen Form wirkt das Buch aber leider nur wie der Versuch auch noch das letzte bisschen Geld aus einer eigentlich schon auserzählten Idee zu quetschen.

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A. Lee Martinez "Constance Verity"

Constance Verity ist seit sie zurückdenken kann Superhelding und Retterin der Welt. In unzähligen Dimensionen und auf noch mehr Planeten hat sie Bösewichte bekämpft, Monster getötet und Unschuldige gerettet. Ihr Leben ist aufregend und normal ein Fremdwort für sie. Doch Constance hat genug vom Dasein als Superheldin - sie will das langweilige Leben haben, um welches sie ihre beste Freundin Tia beneidet. Normal werden ist jedoch gar nicht so einfach: Schuld an Constances Abenteuern ist ein Zauber, den sie als Baby von einer Fee erhalten hat. Constance macht sich daher auf die Suche nach dieser, um den Zauber rückgängig zu machen. Dass mehrere Geheimbünde und Superschurken nichts besser zu tun haben, als genau nach Constances Zauber zu suchen und dieser benötigt wird, um die Welt zu retten, konnte Constance ja nun wirklich nicht ahnen...

Das Buch ist ein typischer Martinez-Roman. Dieses Mal arbeitet er sich am Superhelden-Thema ab. Dies gelingt ihm mit seinen weiblichen Hauptcharakteren ganz gut und auch die Ideen, die er um die beiden strickt (Constances vergangene Abenteuer, Tias Entführungen) sind originell und witzig. Was mir jedoch fehlt, ist das besondere Etwas - eine Idee oder Figur, die besonders hervorsticht. Daher bleibt das Buch für mich im guten Mittelmaß stecken. Es ist definitiv eines der stärkeren Martinez-Bücher, leider aber kein Highlight seines Schaffens. Interessant finde ich, dass es sich offenbar um den ersten Band einer Reihe handeln soll - das wiederrum wäre etwas ganz Neues von dem Autor.  

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Paula Hawkins "Into the water"

Julia Abbott ist alles andere als begeistert, als sie der Tod ihrer Schwester Nel zurück in ihren Heimatort Beckford führt. Mit ihm - und auch ihrer Schwester - verbindet sie Erinnerungen an eine unglückliche Kindheit und ein schreckliches Ereignis. Die Erklärung der Polizei, dass Nel Selbstmord begangen haben soll, kann und will sie nicht glauben. Trotz Nels Faszination für den Ort, der sich Drowning Pool nennt und der in der Vergangenheit immer wieder ein Ort war, an dem Frauen starben, sieht sie keinen Grund für einen Selbstmord ihrer Schwester. Eher scheint ihr da schon Nels Satz passend, dass der Drowning Pool ein Ort sei, um unbequeme Frauen loszuwerden. War Nel eine solche Frau? Ehe Julia sich versieht, steckt sie mittendrin in den Ereignissen, die zu Nels Tod geführt haben und die jede Menge dunkle Geheimnisse und zerstörerische Emotionen nach oben spülen, die besser verborgen geblieben wären...

Ich hab den Wirbel, den gefühlt alle Welt um "Girl on the train" gemacht hat, ja überhaupt nicht verstanden. Das Buch war okay, aber nicht das Meisterwerk, als das es gehypt wurde. Daher habe ich länger überlegt, ob ich es mit dem jetzt vorliegenden zweiten Roman noch einmal mit der Autorin versuchen sollte. Die Neugier (durch den Klappentext geweckt) hat dann doch gesiegt und ich muss sagen, die Entscheidung hat sich gelohnt. Into the water ist um Längen besser und ein wirklich gelungener Thriller. Hier werden geschickt verschiedenste Handlungsfäden gesponnen, Ereignisse angedeutet, Hinweise gegeben - um sie dann erst einmal ruhen zu lassen und sich einem anderen Strang der Geschichte zuzuwenden. Die häufigen Perspektivwechsel, die die Geschichte aus der Sicht der verschiedenen beteiligten Personen erlebbar machen, tuen der Spannung und dem Unterhaltungswert ebenfalls sehr gut. Mir ist es schwergefallen, das Buch aus der Hand zu legen - immer wollte ich noch kurz das nächste Kapitel (diese sind auch so angelegt, dass man sie eben noch schnell lesen kann) lesen möchte, um zu wissen, wie es weitergeht. Im Gegensatz zu Girl on the train hatte ich dieses Mal auch nicht nach dem ersten Drittel des Buches den (richtigen) Verdacht, wer der Täter sein könnte. Die Auflösung hat mich wirklich überrascht, erscheint aber im Nachhinein mehr als stimmig.

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S. J. Watson "Tu es. Tu es nicht."

Julia Plummer lebt ein beschauliches Leben an der Seite ihres Mannes Hugh. Am wichtigsten ist ihr dabei Sohn Connor. Als ihre Schwester Kate in Paris ermordet wird, bricht die heile Welt jedoch nach und nach zusammen. Kate war auch noch Connors leibliche Mutter, Julia und Hugh haben den Jungen adoptiert, da Kate sich nicht richtig um ihn kümmer konnte. Der Tod ihrer Schwester geht Julia nicht nur aus diesem Grund sehr nahe und da die Polizei ihrer Meinung nach nicht engagiert genug ermittelt, beginnt sie auf eigene Faust zu recherchieren. Die Bekanntschaft mit Anna, der Mitbewohnerin ihrer Schwester, verschafft ihr ein neues Bild von Kate. Hat diese sich wirklich im Internet mit Männern zu Dates verabredet? Könnte einer von ihnen der Täter sein? Julias Ermittlungen lassen sie die Bekanntschaft von Lukas machen. Der Mann gefällt ihr, sie kommen sich näher. Und ehe Julia sich versieht, hat sie, die treusorgende Ehefrau und Mutter, eine Affäre mit einem jüngeren Mann. Doch ist Lukas wirklich der, der er vorgibt zu sein? Warum erscheint er plötzlich an Orten, wo Julia ihn nie erwartet hätte? Könnte er vielleicht doch mit Kates Tod zu tun haben?

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