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Emily J. Taylor "Hotel Magnifique - Eine magische Reise"

Seit dem Tod der Mutter ist Jani für ihre jüngere Schwester Zosa verantwortlich - doch die Mädchen kommen mehr schlecht als recht durchs Leben. Dann scheint sich ihnen eine Chance zu bieten: Das Hotel Magnifique, das mit magischen Kräften jede Nacht an einen anderen Ort reisen kann, macht Station in ihrer Stadt. Zosa gelingt es dank ihres Gesangstalents eine Stelle dort zu ergattern, Jani kann sich nur mit einem Trick ebenfalls in das Hotel einschleußen. Kaum dort angekommen, werden die Schwestern jedoch voneinander getrennt, was Jani gar nicht gefällt. Auch sonst hat sie den Eindruck, dass so einiges nicht stimmt mit diesem legendären Ort. Je mehr sie herausfindet, desto überzeugter ist sie, dass sie und ihre Schwester das Hotel wieder verlassen müssen. Doch das ist nicht so leicht, wie es vielleicht scheint, denn wie alle Bedienstete sind Jani und Zosa Teil des perfiden Spiels der Maitre. Doch im Portier Bel hat sie einen Verbündeten gefunden, der ihr beisteht - oder?

Ich bin auf das Buch vor allem wegen der schönen Gestaltung aufmerksam geworden (der bunte Buchschnitt funktioniert bei mir einfach) und fand dann die Geschichte interessant genug, um ihm eine Chance zu geben. Ich muss sagen, das war eine gute Idee. Erzählt wird eine spannende Geschichte mit sympathischen Figuren in einer gut durchdachten Welt. Die Idee mit dem magischen Hotel, das durch die Welt reist, fand ich ziemlich witzig, doch auch der Rest der Hintergrundhandlung war gut konstruiert. Die Erzählung in diesem Buch ist zwar abgeschlossen, lässt jedoch Potenzial für eine Fortsetzung. Falls es diese gibt, würde ich sie auf jeden Fall lesen.

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Black Panther: Wakanda forever

Seitdem Wakanda der Welt die Wahrheit über seine Existenz verraten hat, steht es im Mittelpunkt vieler politischer Interessen. Alle wollen Zugang zu Vibranium, über welches das kleine Land exklusiv verfügt. Dann entwickelt eine amerikanische Collegestudentin einen Sensor, um Vibranium aufzuspüren. Bei einer Suchaktion im atlantischen Ozean wird das Forschungsschiff angegriffen und zunächst steht Wakanda unter Verdacht. Königin Ramonda und Shuri wissen es nach einer unfreiwilligen Begegnung König Namor jedoch besser: Die Angreifer stammten aus dem Unterwasserreich Talocan, der ebenfalls im Besitz von Vibranium ist. Weil sich die beiden weigern, die Erfinderin des Vibranium-Detektors, die junge Studentin Riri Williams, an ihn auszuliefern, sieht sich Wakanda neben dem Misstrauen der Welt nun auch dem Angriff durch die überlegenen Talocan gegenüber. Und zu allem Übel fehlt Wakanda durch den Tod von T'Challa auch noch sein langjähriger Beschützer: der Black Panther.

Ich war gespannt, wie Black Panther ohne den Hauptdarsteller des ersten Teils funktionieren würde, muss jedoch sagen, dass das sehr gut und sehr bewegend gelungen ist (gerade der Einstieg in den Film rührt da schon die ein oder andere Träne). Die eigentliche Handlung hat mir auch gut gefallen - sowohl die vielen weiblichen Hauptfiguren als auch Talocan und sein König, die ich durchaus faszinierend fand und von denen ich gerne in zukünftigen Marvelfilmen mehr Auftritte hätte. Viel zu wenig gab es dafür in diesem Film von Everett Ross - das muss nächstes Mal bitte anders werden bzw. hätte ich auch nichts dagegen, wenn er seinen eigenen Film bekäme. Vielleicht bin ich die Einzige, aber ich finde, Wakanda braucht im Deutschen ein anderes Motto. Mich hat es jedes Mal, wenn es hieß "Wakanda über alles" zusammenzucken lassen.

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The Marvels

Als Carol Danvers Rache an den Kree nahm und die Oberste Intelligenz zerstörte, die das Volk lenkte, hat sie damit einen Bürgerkrieg ausgelöst, der den Heimatplaneten der Kree komplett destabilisierte. Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree, will nun die Quantum-Armbänder an sich bringen, um Hala zu retten und sich an Carol Danvers zu rächen. Allerdings kann sie natürlich nur eins finden, denn das andere befindet sich im Besitz von Kamala Khan. Dennoch gelingt es ihr einen Sprungpunkt im Weltraum zu öffnen. Mit dessen Hilfe will sie Hala die Dinge zurückbringen, die dem Planeten fehlen: Luft, Wasser und Sonnenlicht. Nehmen will sie diese Dinge von Orten, die Carol wichtig sind - es bleibt also nur eine Frage der Zeit, bis auch die Erde dran ist. Unterstützt von Kamala, Monica Rambeau und Nick Fury versucht Carol Dar-Benn aufzuhalten und muss dabei etwas tun, was selbst ihr als Captain Marvel schwerfällt: anderen vertrauen und mit ihnen zusammenarbeiten.

Oh weh, vermutlich merkt man es schon an der Zusammenfassung: Dies ist ein Marvelfilm mit erstaunlich wenig Handlung. Dabei will ich gar nicht sagen, dass der Film schlecht ist - ganz im Gegenteil. Die vielen negativen Stimmen kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wir haben uns im Kino sehr gut unterhalten gefühlt. Allerdings fehlt mir die komplexere Story, die ich sonst von diesen Filmen gewöhnt bin und mit nur knapp 90 Minuten ist er auch erstaunlich kurz. Wir haben den Film in englischen Original geguckt, dieses Mal hatte ich arge Schwierigkeiten alle Dialoge zu verstehen. Insbesondere Samuel L. Jackson nuschelte mir zu arg (sorry!). Dafür gibt es jede Menge niedliche Katzen aka Flerken. Wer Superheld*innen-Filme mag, wird daher aus dieses Mal Spaß haben und die Midcredit-Szene ist wirklich der Hammer.

[Update] Habe den Film jetzt als BlueRay auf Deutsch gesehen - das Nuschelproblem von Nick Fury ist damit gelöst, jetzt konnte ich ihn gut verstehen. Mir sind einige Sprachwitze durchgegangen - damit rechne ich bei englischen Filmen aber immer. Ansonsten hat auch die deutsche Synchronfassung nichts an meiner Einschätzung geändert: guter Film, leider zu kurz.

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Tibor Rode "Der Wald"

Überall auf der Welt erhalten Menschen rätselhafte Päckchen mit Pflanzensamen. Wenn sie diese einpflanzen, entsteht daraus eine überaus inversive und gefährliche Art, die sich rasant ausbreitet. Das US-Heimatschutzministerium holt den deutschen Biologen Marcus Holland als Unterstützung im Kampf gegen die Pflanzen dazu, obwohl dieser mit seinen Thesen von Pflanzen als intelligenten Lebewesen in der Fachwelt durchaus umstritten ist. Holland folgt der Spur der Päckchen mit den Samen nach China und kommt einem uralten Rätsel auf die Spur. Offenbar demselben, dem einst die Botanikerin und Archäologin Waverly Park nachforschte und dass sie zum Spielball einer mächtigen Geheimgesellschaft machte. Handelt es sich bei der bedrohlichen neuen Art tatsächlich um die Urpflanze, in deren Besitz einst die Illuminaten und Goethe kamen und deren Samen sie wohlweislich vor dem Rest der Welt versteckt haben?

Mir hatte die Idee mit der rätselhaften Pflanze gefallen und in dieser Hinsicht liest sich das Buch auch sehr gut und baut einen überzeugenden Spannungsbogen auf. Etwas überrascht und schließlich auch enttäuscht hat mich die Auflösung der ganzen Geschichte. Die Sache mit Goethe und den Illuminaten fand ich noch einigermaßen okay, aber als dann heraus, wer (Vorsicht Spoiler: oder besser was) eigentlich für die Verbreitung der Pflanze verantwortlich ist, muss ich ehrlich sagen, dass wir das eindeutig zu viel war. Wer aber einen spannenden Thriller für eine längere Bahnfahrt oder ähnliches sucht, dürfte mit dem Buch nichts falsch machen. Über die eigene Meinung zur Auflösung der Geschichte muss jede*r dann selber entscheiden.

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Leni Wambach "Der Zirkel der Sechs - Runen und Knochen"

Unbemerkt von den meisten Menschen existiert eine magische Gesellschaft mitten unter ihnen: Bevölkert von Magiern, Wesen wie Feen und Nixen und jenen Zirkeln, die für die Durchsetzung der Ordnung in dieser Welt verantwortlich sind. Sirena selbst ist nicht magisch begabt, arbeitet jedoch als Freelancerin für den Zirkel von Paris - sie stellt abtrünnige Magier*innen und besorgt verlorene Objekte. Doch jetzt scheint sich etwas größeres anzudeuten: Immer mehr Magier*innen werden abtrünnig, mächtige Objekt verschwinden. In den Tunneln unter Paris werden Sirena und fünf Andere mit einer Prophezeiung konfrontiert, die besagt, dass sie alle eine wichtige Rolle in den kommenden Ereignissen spielen werden - aber die anderen verraten und töten werde. Das trägt nicht gerade dazu bei, dass sich die Sechs - die sich zu Teilen bereits kennen - leicht damit tun, zusammen zu arbeiten. Doch bald wird deutlich, dass sie dies unbedingt tun müssen, um zu verhindern, dass eine Gruppe von Magier*innen, die den alten Zeiten nachtrauern, etwas unsagbar Grauenhaftes auf die Menschheit loslassen...

Das hier ist ein wirklich guter Start in eine neue Fantasyreihe und ich würde mich freuen, weitere Romane der Autorin zu lesen. In diesem Buch erzählt sie spannend und unterhaltsam vor dem Hintergrund einer Parallel-Welt zu unserer, in der es Magie und magische Wesen gibt. Dabei stehen sechs junge Menschen im Mittelpunkt, die sich als unterschiedliche, aber jede*r auf seine*ihre Art sympathische Figuren erweisen. Ich würde gerne mehr aus dieser Welt lesen und hoffe daher auf eine Fortsetzung.

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Grady Hendrix "Southern Gothic"

Patricia Campbell ist eine typische Südstaaten-Mutter: Ihr Mann verdient das Geld, sie kümmert sich um Haushalt, Kinder und die demente Schwiegermutter. Zusätzlich engagiert sie sich im Carpool und gründet nach einem kleinen Skandal (sie hatte das Buch nicht gelesen) mit anderen Frauen ihren eigenen True-Crime-Buchclub. Als mit James Harris der Neffe einer eher als unangenehm bekannten Nachbarin ihr Hause übernimmt, ist sie zunächst erfreut über den gebildeten und gut aussehenden neuen Nachbarn. Doch bald kommen ihr Zweifel, ob James wirklich der ist, der er zu sein vorgibt. Hat Patricia zu viele True-Crime-Romane gelesen und vermutet nun völlig unberechtigt hinter jeder Merkwürdigkeit einen Verbrecher? Doch je mehr sie ihren Spuren nachgeht, umso deutlicher wird es: James Harris steht in Verbindung zu mehreren merkwürdigen Vorkommnissen mit Kindern und Jugendlichen. Als Patricia in jedoch in flagantri ertappt, erkennt sie, dass er das Blut seiner jungen Opfer trinkt. James Harris ist ein Vampir - aber die gibt es doch gar nicht, oder?

Das Buch hat mir vor allem im Hinblick auf seinen Humor (ja, vermutet man zunächst gar nicht) gefallen. Der Autor blickt mit einem liebevollen Augenzwinkern auf die amerikanischen Südstaaten und die Stereotype ihrer Bewohner*innen, was sich immer wieder in diesem Buch bemerkbar macht. Darüber hinaus ist ihm ein wirklich guter moderner Vampirroman gelungen. Und er hat wirklich Talent für unsympathische Männer - an Patricias Stelle hätte ich mich schon auf den ersten Seite von meinem Ehemann getrennt.

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Dmitry Glukhovsky "Outpost - Der Posten"

Russland in der nahen Zukunft: Nach einem verheerenden Bürgerkrieg ist Jaroslawel der letzte Außenposten des neu entstandenen Zarenreiches. Eine Brücke führt in die Gebiete der Aufständischen, doch niemand weiß, ob dort überhaupt noch Menschen leben. Dann erscheint eines Tages ein Priester auf der Brücke und setzt eine Kette gefährlicher Ereignisse in Gang. Im fernen Moskau wird die Regierung aufmerksam und entsendet einen Trupp Kosaken, die das Gebiet jenseits der Brücke erkunden sollen. Der junge Jegor, der im Außenposten aufgewachsen ist, weiß, dass dieses Vorhaben sehr gefährlich ist - hat er doch heimlich die Brücke erkundet und dabei die Leichen von Menschen gefunden, die offenbar auf der Flucht vor etwas waren. Doch er kann nichts sagen, ohne zugeben zu müssen, dass er heimlich die Brücke alleine betreten hat. Und so fahren nicht nur die Kosaken in eine gefährliche Mission, bald nähert sich ein rätselhaft Zug mit einer gefährlichen Fracht dem Posten...

Dieses Buch ist für mich ein typischer Glukhovsky: utopisch, düster und voller Rätsel über die Ereignisse, die zur Welt, wie er sie beschreibt, geführt haben. Erst nach und nach erklären sich einige der Verhältnisse - allerdings auch nicht alle bis zum Ende dieses Buches. Ich fand es sehr spannend und gut erzählt, allerdings hat mir die weibliche Hauptfigur überhaupt nicht gefallen. Die ist mir zu sehr stereotypes Frauenbild in allen negativen Facetten. Leider habe ich auch das Gefühl, dass hier ein Veröffentlichungsformat gewählt wurde, das das Monetäre im primären Blick hatte. Eine etwas kleinere Schrift und Taschenbuchformat hätten auch ausgereicht, dann wäre auch der Preis vermutlich günstiger gewesen. Trotzdem bin ich gespannt auf Band 2, der schon auf dem to-read-Stapel liegt.

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Blake Crouch "Gestohlene Erinnerung"

Helena Smith ist Hirnforscherin und will eigentlich nur herausfinden, wie sie den Erinnerungsverlust bei Alzheimer-Patient*innen aufhalten kann, seitdem ihre eigene Mutter daran erkrankt ist. Dabei entwickelt sie unbeabsichtigt ein Verfahren, dass es Menschen ermöglicht, an zentrale Punkte ihrer Vergangenheit zu reisen und Fehler in ihren Leben zu korrigieren. Doch dieses vermeintliche Wunder hat seinen Preis: Es existieren ab diesem Punkt zwei Zeitstränge und an dem Tag, an dem diese wieder zusammentreffen, erhalten die Menschen auch die Erinnerungen an die andere Vergangenheit zurück. Dies führt zu extremen psychischen Belastungen bei den Betroffenen. Der New Yorker Cop Barry Sutton wird mit dem sogenannten False Memory Syndrom im Rahmen seines Jobs konfrontiert - und bald auch selbst einer jener Menschen, die zurückreisen, um die eigene Vergangenheit zu korrigieren. Helena und Barry treffen aufeinander, als sich immer deutlicher abzeichnet, welche Folgen Helenas Erfindung hat und versuchen diese rückgängig zu machen. Doch es scheint, als würde noch so viele Zeitstränge nicht ausreichen, um die Katastrophe, auf die die Welt zusteuert, zu verhindern...

Die Grundidee des Buches finde ich ungemein spannend: Was würde passieren, wenn Menschen Fehler in ihrem Leben korrigieren könnten? Welche Folgen hätten Zeitreisen? Wie wird eine solche Erfindung von Regierungen weltweit bewertet und schließlich eingesetzt? Das alles wird in diesem Buch thematisiert und trotz dieser ernsten Themen liest es sich sehr angenehm. Ich muss jedoch ehrlich gestehen, dass ich ca. ab der Mitte ein wenig den Überblick über die vielen parallelen Zeitlinien verloren habe und mir unsicher wurde, ob ich noch alle Handlungsstränge überblicke. Auf fehlt mir bei beiden Hauptcharakteren Tiefe, sie bleiben leider viel zu blass. Und die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist für mich völlig unnötig gewesen.

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Sebastian Fitzek "Mimik"

Hannah Herbst ist Expertin für Mimikresonanz und kann anhand unbewusster Reaktion von Menschen auf deren Gemütszustand schließen. Zusätzlich leidet sie an einer sehr seltenen allergischen Reaktion auf Sedativa: Nach deren Verabreichung ist ihr Langzeitgedächtnis für einen Zeitraum gestört und es dauert einige Zeit, bis sie sich wieder erinnern kann. Dieses Mal jedoch kann ihr Gedächtnisschwund verheerende Folgen haben, denn als sie erwacht befindet sie sich in der Gewalt eines geflohenen Serienmörders, der es nun auch auf sie abgesehen hat. Er ist davon überzeugt, dass Hannah ihre Familie ermordet hat und besitzt dafür sogar einen Beweis: ein Video, in dem sie die Tat gesteht. Hannah muss ihr ganzes fachliches Wissen einsetzen, um herauszufinden, was wirklich geschehen ist und zu verhindern, dass sie selbst zum Opfer wird...

Alles in allem ist das Buch ein typischer Fitzek - spannend, mit vielen überraschenden Wendungen und einer überraschenden Auflösung. Interessant fand ich die berufliche Tätigkeit der Hauptfigur, da ich von diesem Bereich bisher noch nie etwas gehört hatte. Gestört hat mich die übliche hektische Handlung, die in kürzester Zeit stattfand sowie die vielen Male, wo sich der Entführer von Hannah Herbst doch wieder entschied, sie zu töten. Das war beim ersten Mal spannend, beim zweiten noch leicht aufregend, ab dem dritten bin ich jedoch unbewusst davon ausgegangen, dass er es doch nicht tut. Das war eindeutig zuviel des gleichen Musters.

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Stephanie Garber "Caraval"

Scarlett und ihre Schwester Donatella leben seit dem Tod ihrer Mutter unter der Herrschaft ihres strengen und brutalen Vaters. Der einzige Ausweg scheint nun in Scarletts arrangierter Heirat mit einem unbekannten Adligen zu bestehen. Da eröffnet sich plötzlich noch ein anderer Ausweg: Nachdem ihre Briefe jahrelang ignoriert wurden, werden die Schwestern nun zum magischen Wettbewerb Caraval eingeladen - und zwar von Legend, dem geheimnisvollen Meister hinter dem Spiel höchstpersönlich. Nur durch einen Trick gelingt es Donnatella, Scarlett auf die Reise zu locken. Begleitet werden die Schwestern von dem mysteriösen Seemann Julian. Kaum in Caraval angekommen, wird Donatella entführt und Scarlett muss erfahren, dass das diesjährige Ziel des Spiels darin besteht, ihre Schwester zu finden. Scarlett wird in eine gefährliche Welt hineingezogen, in der nichts und niemand so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint...

Das Buch führt in eine spannende und innovative Welt ein, die mir sehr gut gefallen hat. Mir war lange unklar, ob es in Caraval wirklich Magie gibt oder dies nur sehr clevere Tricks innerhalb des Spiels sind. Das und das generelle Rätselsetting haben mir gut gefallen - weniger gut fand ich die Hauptfigur, Scarlett. Natürlich muss berücksichtigt werden, dass dieser Charakter in einer bestimmten Welt agiert, die sie geprägt hat. Aber wie widerstandslos sie sich mit ihrer Rolle anfreundet, wie krampfhaft sie sich an den strengen Moralvorstellungen festhält und wie lange sie braucht, um die arrangierte Ehe zu hinterfragen, das hat mir alles überhaupt nicht zugesagt und ich mag es auch einfach nicht mehr, so einen Mädchen- oder Frauencharakter heutzutage in einem Buch zu lesen, dass sich an Teenager*innen und junge Menschen richtet. Gerade deshalb bin ich aber gespannt auf Band 2, wo - suggeriert zumindest der Klappentext - Donnatella die Hauptrolle einnehmen wird, die ein deutlich anderes Kaliber ist als ihre Schwester.

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