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Von dem einstigen Meisterstrategen Thomas Cale ist nicht viel übriggeblieben - offenbar kann seine Psyche die ganzen grausamen Erlebnisse seines Lebens nicht verkraften und rächt sich mit Krankheiten und Schmerzen. Cale wird in eine Pflegeeinrichtung gebracht, doch auch die ungewöhnliche Therapie dort, kann ihm nicht helfen. Als sich stattdessen die ersten Meuchelmörder blicken lassen, um ihn umzubringen, muss er auch von dort wieder verschwinden. Ihm bleibt nichts anderes übrig als nach Spanish Leeds zurückzukehren.

Kaum dort angekommen, ist auch das letzte bisschen Ruhe, dass er gebraucht hätte, schon vobei. Nicht nur, dass er seine beiden Freunde Vague Henry und Kleist aus den Händen des örtlichen Verbrecherkönigs befreien muss (was mal wieder mit einer Leiche mehr auf seinem Konto endet) - mittlerweile rüsten die Erlösermönche zum Kampf, um Gottes größten Fehler, die Menschheit, auszumerzen. Es dauert etwas, bis seine neuen Verbündeten begreifen, dass sie ohne Cale keine Chance haben, diesen Kampf zu gewinnen. Doch auch seine militärischen Erfolge und der Mythos, der sich um den "Engel des Todes" entwickelt, tragen nicht dazu bei, Cale das Leben leichter zu machen. Denn seine Verbündeten überlegen schon, wie sie ihn nach dem Sieg über die Erlöser loswerden können - und dies endgültig...

Der letzte Band in der ungewöhnlichen Reihe um Thomas Cale, ist meiner Meinung nach der Beste. Die Geschichte strotzt vor schwarzem Humor, Ironie und Anspielungen auf unsere, reale Welt , dass es einfach nur Spaß macht sie zu lesen. Cale ist immer noch der gleiche, unberechenbare Charakter - einerseits eiskalt, wenn es um Kriegsführung geht, andererseits immer noch in Arbell Materazi verliebt und von ihrem Verrat tief getroffen. Die Sache mit den ellenlangen Schlachtenbeschreibungen hat immer noch nicht aufgehört - da es dieses Mal aber wirklich um den finalen Kampf mit den Erlösermönchen ging, fand ich es erträglicher, weil notwendig. Eine Karte hätte ich mir immer noch gewünscht, um die Orte nachvollziehen zu können. (Und ich frage mich immer noch, ob hier ein Fehler passiert ist...War die Burg, in der Cale und seine Freunde aufgewachsen sind, wirklich die in Chartress? Ich hätte gedacht, es wäre eine andere. Kann das leider nicht mehr nachgucken, da ich den ersten Band nicht mehr habe.)

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Rachel Watson nimmt wie so viele Berufspendler immer den gleichen Zug nach London und am Abend von dort zurück. Da der Zug immer an derselben Stelle stehen bleibt, kann sie jeden Morgen ein junges Paar in ihrem Haus beobachten. Rachel nennt die beiden zum Spaß Jason und Jess. Eines Tages sieht sie jedoch, wie Jess einen anderen Mann im Garten küsst - Rachel ist entsetzt. Noch schlimmer wird es jedoch erst, als Rachel erfährt, dass die junge Frau. die eigentlich Megan heißt, kurz danach verschwunden ist. Rachel will helfen sie wiederzufinden - und verstrickt sich dabei immer weiter in ein Netz aus Lügen und Halbwahrheiten. Denn Rachel ist nicht das, was sie zu sein scheint - und sie pendelt schon gar nicht nach London, um dort zu arbeiten....

Das Buch wurde ja recht groß beworben und als die neue Thriller-Sensation hingestellt. Ich bin da ehrlich gesagt nicht ganz so begeistert. Die Geschichte wird gut aufgebaut und versucht den Spannungsbogen mit der Auflösung kurz vor Schluss zu halten. Die Hauptfiguren insbesondere Rachel sind gut dargestellt, wobei mich mal wieder stört, dass niemand dabei ist, der mir als Leserin sympathisch gewesen ist. Was mich aber am meisten gestört hat, war die Vorhersehbarkeit der Auflösung. Vielleicht habe ich auch nur gut geraten, aber ich hatte irgendwie schon nach dem ersten Drittel des Buches eine Vermutung, was passiert ist und die hat sich tatsächlich bestätigt. Damit verliert das Buch dann aber auch jeden Reiz, da es wirklich nur von der Auflösung bzw. dem Rätseln, was denn genau vorgefallen ist, lebt. Also auf keinen Fall für Leute zu empfehlen, die gerne zuerst nachschauen, wie es ausgeht! Ansonsten ist es gut geeignet als Reise- oder Bettlektüre, da es in recht einfacher Sprache verfasst ist und sich daher gut und schnell liest.

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Kit, Mina und ihre Freunde versuchen immer noch einen Weg ins Knochenhaus und damit zum Quell der Seelen zu finden, denn mittlerweile ist klar: Dadurch, dass Arthur Flint-Petry damals seine Frau dort von den Toten erweckte, hat er eine Entwicklung in Gang gesetzt, die das gesamte Universum instabil werden lässt und schlussendlich zur Apokalypse führen wird. Doch das Ley-Reisen wird immer gefährlicher, weil sich kaum noch bestimmen lässt, wo man nach dem Sprung landen wird. Schließlich bleibt den Freunden nichts anderes übrig, als eine Alianz mit ihrem ärgsten Feind, Lord Burghley, einzugehen. Kann man dem angeblich geläuterten Bösewicht trauen oder führt er doch wieder etwas im Schilde?

Mit dem fünften Band liegt nun endlich der Abschluss der Reihe vor - und ich muss sagen, dass dies auch gut so ist. Irgendwie war die Luft raus und auch der letzte Band macht es nicht besser. Mir ist die Auflösung der ganzen Handlungen etwas zu plötzlich und einfach gestrickt (oder unbefriedigend, wie im Falle von Fayth und Giles), darüber hinaus geht jede Faszination an der Reihe verloren, da nun auch noch der essentielle Erzbösewicht verschwindet bzw. geläutert wird. (Und ein bisschen zu religiöse würde es mir ehrlich gesagt auch.) Schade, als ich mit den Büchern angefangen habe, hatte ich mir mehr erhofft. 

2

Oh weh, das Großstadtkind Peter Grant wurde für Ermittlungen aufs Land geschickt. Der Londoner Bobby und Magierlehrling fühlt sich hier alles andere als wohl, aber da bei einem Fall zweier verschwundener Mädchen Magie nicht ausgeschlossen werden kann, muss auch in dieser Richtung ermittelt werden. Und schnell lassen sich die ersten Hinweise auf übernatürliche Kräfte finden - doch wer oder was steckt dahinter? Neben zwei von Molly gepackten Schrankkoffern schickt Nightinghale auch Beverly Brooks zu Peters Unterstützung. Als dann die beiden Mädchen wieder auftauchen, wird der Fall immer verworrener. Haben Feen ihre Hände im Spiel und handelt es sich hier um die moderne Auflage von Wechselbald-Geschichten? Dass sich Peters ehemalige Kollegin Leslie auch noch per SMS bei ihm meldet, macht das ganze nicht gerade einfacher - schließlich hat sie ihm bei ihrer letzten Begegnung in den Rücken getasert, was unser Held immer noch nicht wirklich verwunden hat...

Ein gewohnt guter und toll erzählter Roman um dem Polizisten und Magierlehrling Peter Grant. Dieses Mal ohne den Londoner Lokalcharme, den ich an den Büchern so mag, dafür mit jeder Menge englischer Landromantik. Was mich stört, ist, dass das Buch in den Haupthandlungsstrang - die Suche nach dem schwarzen Magier - eingeschoben wird und diesen damit quasi aussetzt (bis auf die Kontakte mit Leslie und ein paar rätselhafte Andeutungen). Das ist irgendwie "schreib ein Buch, aber so, dass die Reihe damit ihrem Abschluss nicht näher kommt". Ansonsten aber, wie bereits geschrieben, ein weiterer toller Band aus der Reihe.

3

Jacob Reckless hat sich mal wieder in Schwierigkeiten gebracht: Der Handel, den er im Labyrinth abgeschlossen hat, um Fuchs vor dem Blaubart zu retten, zeigt seine Konsequenzen. Der Erlelf Spieler will seinen Preis: das erste gemeinsame Kind von Jacob und Fuchs. Jacob beschließt, dass er seine Liebe nicht zeigen darf - auch wenn dies bedeutet, Fuchs an jemand anderen zu verlieren. Derweil macht sich auch Will wieder in die Welt hinter den Spiegeln auf, dieses Mal um seine Freundin Clara zu retten, die in einen merkwürdigen Schlaf gefallen ist, aus dem sie niemand erwecken kann (Dornröschen lässt grüßen). Sein Auftrag ist dabei klar: Finde die dunkle Fee und töte sie. In seiner Begleitung ist bald nicht nur der Goyl Nerron, sondern auch zwei merkwürdige Spiegelwesen, die ihr Aussehen wechseln und jedes Lebewesen durch Berührung in Silber verwandeln können. Jacob und Fuchs setzen sich auf Wills Spur und bald führt ihr Weg sie in den Osten des Spiegelreichs, an den Hof des Zaren und unfreiwillig in die politischen Ränke der Herrschenden. Und im Hintergrund zieht jene uralte Macht ihre Fäden, die einst von den Feen aus dieser Welt verbandt wurde und nun alles daran setzt, den Fluch zu brechen und zurückzukehren....

Die Reckless-Reihe nimmt definitiv Fahrt auf und ihre Figuren gewinnen immer mehr an Tiefe, was mir sehr gut gefällt. Erneut gelingt es Cornelia Funke Elemente bekannter Märchen und historische Persönlichkeiten geschickt zu einer spannenden Geschichte zu vermischen. Auffallend ist die sehr düstere Stimmung, die sich durch das ganze Buch zieht - sowohl in der Beziehung zwischen Jacob und Fuchs als auch bei den anderen Figuren. Das wirkt zwar recht bedrückend, gibt der Handlung aber die Tiefe, die ich in den ersten beiden Bänden vermisst habe. Und über allem hängt der bedrohliche Schleier der Rückkehr der Erlelefen - hier bin ich wirklich gespannt, wie es im nächsten Buch (oder den nächsten Büchern?) weitergehen wird.

4

Kommissar Jens Hurtig steht vor einem Fall, den er, der selbst durch einen Suizid seine Schwester verlor, am liebsten nicht übernehmen möchte: In Schweden häufen sich Selbstmorde von Teenagern. Allen Fällen gemein ist, dass sie während ihres Todes Musikkassetten eines Interpreten namens "Hunger" hörten. Hat der mysteriöse Musiker sie zu ihren Taten angestiftet? Gleichzeitig beschäftigt sich die Stockholmer Mordkommission auch noch mit einem Mord in einer S-Bahn und dem Tod eines ehemaligen Majors. Dann werden den Ermittlern Hinweise in die Hände gespielt, dass nicht nur die beiden Mordfälle zusammenhängen, sondern auch die Selbstmorde der Teenager nicht isoliert zu betrachten sind. Jens Hurtig und seine Kollegen tauchen in eine Welt ein, in der Selbsthass und Aggressionen gegen die eigene Person an der Tagesordnung sind und in der religiöser Eifer seine schrecklichen Nachwirkungen entwickelt. Bald muss Jens Hurtig erkennnen, dass der Fall seine Kreise bis in sein Privatleben hinein zieht - mit gefährlichen Folgen für den Kommissar...

Nach der Viktoria-Bermann-Reihe setzen die schwedischen Autoren mit einem neuen Fall an, der jedoch wieder die gleichen Ermittlungsbeamten ins Feld schickt. Ihrem Erzählstil, der unterschiedliche Handlungsstränge und Akteure präsentiert sowie immer wieder an unterschiedlichen Orten und Handlungen die Geschichte weitererzählt, bleiben sie auch hier treu. Dies führt zu einer am Anfang verwirrenden Mischung, die sich im Laufe des Buches jedoch auflöst und schließlich im großen Finale endet. Das muss man nicht mögen, aber ich bin ja bekennender Fan solcher umfangreichen Handlungsstränge. Da die Geschichte dieses Mal mit einem Band abgeschlossen ist, zieht sich alles nicht so lange und es fehlen die häufigen Wendungen wie bei den anderen Büchern - was ich persönlich besser finde. Und dieses Mal endet das Buch mit einem ziemlichen Hammer - aber ich will nicht spoilern. Das Buch ist schwedischer Krimi at its best: extrem düster, aber unglaublich spannend. Ich kann es daher nur weiterempfehlen.

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Die Schlacht um die Stadt Derok ist vorbei - die Zwerge sind geschlagen worden. Doch der Krieg zwischen ihnen und den Orks geht weiter. Die Clans sind auf dem Weg, die Schande wieder wettzumachen und Derok zurückzuerobern. Unterdessen ist der junge Ork Krendar mit seinen Kriegern einer neuen Abteilung zugeordnet worden: Sie sollen die Herzen der gefallenen Krieger in die Heimat bringen, damit diese dort bestattet werden und ihre Geister Ruhe finden können. Denn die Ork-Schamaninen sehen eine große Gefahr von Osten heranziehen: eine Finsternis, die alles Leben vernichten könnte: Menschen, Zwerge und Orks. Der Zwerg Glond ist währenddessen auf einer selbstgewählten Mission unterwegs - er sucht den rätselhaften Jungen Navarro. Gemeinsam mit dem Wolfmann aus dessen ehemaligem Gefolge folgt er einer Spur, die ihn bald auf die Fährte der Orks um Krendar führen wird. Und noch eine dritte Macht ist unterwegs - angeführt von einem verhüllten Menschen, der Tote auferwecken und seinen Anhängern übernatürliche Kräfte zu verleihen mag. Eine rätselhafte, uralte Orkstadt in einem undurchdringlichen Wald ist der Ort, wo sich alle Gruppen schließlich treffen und einer finsteren Macht gegenüberstehen...

Das Buch ist ähnlich wie der erste Band. Spannende und actionreiche Fantasy, die sicher nicht zu den bedeutenden Werken des Genres zählen wird, aber gute Unterhaltung und eine mitreißende Story. Was mich ebenfalls an der Reihe fasziniert, ist, dass es den Autoren gelingt, dass man beide Rassen mag: sowohl die Orks als auch die Zwerge. Wobei das auch sehr stark auf die beiden Hauptfiguren, Krendar und Glond, zurückzuführen ist, die in gewisserweise untypisch für ihre Völker sind und diese auch sehr kritisch betrachten. Ein bisschen schade fand ich, dass mir in diesem Band Fehler aufgefallen sind bspw. Namensverwechselung (so wird aus dem Orkmischling Kyrk in einem Dialog am Ende plötzlich Kryn...). Das sollte eigentlich nicht passieren. Trotz alle dem: Ich bin gespannt auf Band drei.

3

Einst war Daemron ein mächtiger Krieger der Götter - dann stieg ihm seine Macht zu Kopf und er wollte selbst unter Ausnutzung der Chaosmagie über die Welt herrschen, weshalb er in die Chaoswelt verbandt wurde. Doch der Schild, der diese und die Welt der Menschen trennt, wird immer brüchiger und es gelingt dem Weltenzerstörer, einen Teil seiner Macht in vier Kinder zu transferieren. Deren Lebenswege könnten zunächst unterschiedlicher nicht sein, verschiedene Wendungen des Schicksals führen sie schließlich jedoch mehr oder weniger zusammen. Während eine von ihnen ein mächtiges Objekt der Chaosmagie vor Daemron und seinen Schergen versteckt, versuchen die anderen - ohne zu wissen, wem sie damit in die Hände spielen können - ein anderes Artefakt in ihre Hände zu bringen. Die Mission gelingt zwar, bringt aber Tod und Zerstörung mit sich - und eine mächtige Feindin...

Ich muss gestehen, ich hatte mir doch etwas anderes unter dem Buch vorgestellt -mehr Daemron und weniger über seine Kinder. Hinzu kommt, dass es unheimlich lange dauert, bis endlich etwas passiert, dann aber kommt alles Knall auf Fall und ist auf einmal etwas unbefriedigend zu Ende. (Wobei ich mittlerweile gesehen habe, dass es sich offenbar um eine Trilogie handelt bzw. es zumindest einen zweiten Band gibt.) Eigentlich ist die Idee der Geschichte nicht schlecht und das Ganze wird auch recht gut erzählt und liest sich sehr flüssig. Ich tue mich noch ein bisschen schwer damit eine der Hauptfiguren wirklich zu mögen - und dann quäle ich mich immer ziemlich durch Bücher. Von daher: Einstieg in eine Reihe mit leichten Startschwierigkeiten, aber durchaus ausbaufähig.

2

In dem kleinen Küstenort Pont Avers ist der Hotelbesitzer Pierre-Louie Pennec ermordet worden. Kommissar Dupin wird als Urlaubsvertretung hinzugezogen, um den Fall zu lösen. Doch wer könnte ein Interesse daran haben, einen 96-jährigen Mann zu ermorden, der aufgrund seines schwachen Herzens ohnehin jeden Tag eines natürlichen Todes hätte sterben können? Dupin, der aus Paris in die Bretagne strafversetzt worden ist und immer noch mit den Eigenarten dieses Landstrichs und seiner Bewohner kämpft, stößt bei seinen Ermittlungen auf einige gut gehütete Geheimnisse - und eine Entdeckung, die für machtig Aufsehen sorgt und schlussendlich entscheidend zur Lösung des Falles beiträgt.

Ein gut konstruierter und toll Krimi. Dem Autor ist seine Liebe zu Frankreich und insbesondere zur Bretagne deutlich anzumerken - er versteht es hervorragend das Land und seine Bewohner zu beschreiben: mit all ihren Besonderheiten, aber immer wird der liebevolle Blick deutlich. Ich mag es ja auch, wenn in Krimis ganz klassisch ermittelt wird - und genau das tut Dupin: Er spricht mit den Leuten, denkt nach, kombiniert und sucht weiter. Er hat eine etwas kauzige Art und so mache Marrotte, unter der vor allem seine Untergebenen leiden. Alles in allem ein sehr gutes Buch und ich freue mich auf den nächsten Fall.

4

Die Kleinstadt Pagford scheint auf den ersten Blick aus dem Bilderbuch zu stammen, so ruhig und friedlich wirkt hier alles. Doch der plötzliche Tod des Gemeinderats Barry Fairbrother zeigt die Geheimnisse und Abgründe, die gut versteckt hinter der heilen Welt lauern. Der Versuch des kleinen Städtchens die Sozialsiedlung Fields wieder an die Großstadt Yavril anzugliedern und die Drogenklinik Bellechapel schließen zu lassen, haben zu tiefen Verwerfungen im Gemeinderat geführt, die im Wahlkampf um Barrys Nachfolge immer deutlicher zu Tage tretten und immer weitreichendere Auswirkungen nach sich ziehen. Lange versteckte Geheimnisse, unterdrückte Probleme und familiäre Probleme treffen aufeinander und führen in einer Verkettung von Ereignissen zu einem tragischen Höhepunkt...

Es ist ein bisschen schwierig die Handlung genauer zu beschreiben, da Rowling eine solche Vielzahl von Charakteren in diesem Buch beschreibt, die hier nicht darstellbar ist. Dabei gelingt es ihr aber sehr gut, eine Milieustudie der Einwohner einer englischen Kleinstadt zu zeichnen - mit all den großen und kleinen Tragödien, die das Leben dort mit sich bringt. Die vielen Charaktere stören den Lesefluss dabei kaum, recht schnell hat man sich hier zurecht gefunden - zumal Rowling die einzelnen Figuren gekonnt einführt. Die Handlung selber ist aufgrund ihres düsteren Inhalts hingegen recht verstörend und sehr deprimierend - wer Bücher mit Happy End mag, ist hier definitiv fehl am Platze. Ich finde, dass sich hier eine gewisse Tendenz fortsetzt, die man auch schon in den Harry-Potter-Büchern gesehen hat - auch hier zeigen sich sehr düstere Momente, beispielsweise im Tod diverser Hauptfiguren. Alles in allem zeigt dieses Buch aber, dass sich Rowling hervorragend auf das Erzählen von Geschichten versteht und wirklich eine großartige Autorin ist. Inhaltlich ist die Geschichte aber nicht so mein Fall gewesen und wenn nicht Rowling die Autorin gewesen und ich nicht auch viele positive Kritiken gelesen hätte, weiß ich nicht wirklich, ob ich das Buch auch so gelesen hätte. (Vermutlich eher nicht.)

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