Lebensmittel

Zum fünften mal bittet foodwatch / abgespeist.de zur Abstimmung. Diesmal gibt es einen Preis für die dreisteste Werbemasche bei Kinderprodukten zu vergeben:

Bundesforderungsministerin Ilse Aigner fordert bzgl. Bio-Eier-Skandal: "Die zuständigen Kontrollbehörden der Bundesländer müssen diese Gesetze auch überwachen, und zwar nicht nur vom Schreibtisch aus."

Bündnisgrüne Renate Künast hat sich heute im Morgenmagazin schon mal ein paar Gedanken gemacht: "Aber sie zählen die Tiere nicht wirklich durch. Wir müssen einen Weg finden zu zählen." In etwa so: "Achtung! Zur großen Hühnerzählung durch Frau Künast stillgestanden." "Eins, zwei, drei, ..., 2.999, 3.000. Vollzählig!" "Rührt Euch! Weiterpicken."

Rainer Wendt von der DPolG ist da schon weiter. Er würde per Google Street View oder Google Earth zählen lassen.

Versteckte Tiere in Lebensmitteln kennzeichnen - jetzt E-Mail-Aktion unterzeichnen!

Zusatzstoffe sind für mich ein Ärgernis. Ich hasse nichts mehr als ständig hinten im Kleingedruckten zu forschen, was diesmal alles in die wertvollen Lebensmittel hineingepanscht wurde. Leider viel zu oft schaut man doch nicht so genau hin. Schließlich will man nicht die ganze Woche im Supermarkt verbringen.

Noch problematischer finde ich es, wenn Zusatz- oder Hilfsstoffe erst gar nicht auftauchen. Ich will einfach wissen, was in dem Zeuch drin ist, was ich da zu mir nehme oder mit was das hergestellt wurde. Das hat für mich ganz allgemeine Transparenzgründe. Ich bin weder Vegetarier (auch wenn der Fleischkonsum mittlerweile arg eingeschränkt ist) noch habe ich religiöse Vorbehalte (mangels Vereinsmitgliedschaft).

Es ist mal wieder Zeit den goldenen Windbeutel zu verleihen. Das tolle ist, ihr dürft wieder mit abstimmen, denn der Goldene Windbeutel von foodwatch/abgespeist ist ein Publikumspreis. Zur Auswahl stehen diesmal:

Thilo Bode, der "Chef" hinter foodwatch und abgespeist, zeigt in seinem Buch, "was uns die Lebensmitelkonzerne auf die Teller lügen." Dabei deckt er schonungslos die legalen Tricks der Branche auf. Er zeigt, dass die Mär vom Wachstum nur durch immer mehr Abstriche bei der Qualität zu erreichen ist. Er offenbart, wie die Verbraucher durch Wellness- und Gesundheitsprodukte hinters Licht geführt werden oder wie mit vermeintlich traditioneller oder regionaler Herstellung Qualität vorgetäuscht werden soll, obwohl es sich doch nur um industrielle Massenware handelt.

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Wir versuchen seit einiger Zeit unseren Fleischkonsum zu reduzieren. Nicht das wir zum Vegetarier werden wollen, aber ein- bis zweimal in der Woche Fleisch reicht vollkommen aus. Zurück zum Sonntagsbraten heißt die Devise. Dazu gehört natürlich auch das Stück Fleisch mit der nötigen Liebe zu behandeln - und auszusuchen. Lieber nur einmal in der Woche Fleisch, dann aber von einem Rindvieh das "glücklich" gestorben ist. Denn nur aus gutem Fleisch kann man auch was vernünftiges rausholen.

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Zum mittlerweile dritten Mal vergibt foodwatch den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge. Wie in den vergangenen beiden Jahren auch dürfen die Verbraucher abstimmen - bis zum 16.06.2011. Nominiert sind diesmal:

Slow Food (light) ist für uns ja nichts neues, auch wenn wir das nicht immer durchhalten. Nicole hatte uns nun just für den Aschermittwoch auf das Heringsessen der Essener Convivium von Slow Food aufmerksam gemacht und so war das quasi abgemacht. Da ich meine Kamera nicht dabei hatte (es gab aber Ersatz, der auch - wie ich - das Essen photographierte) müsst Ihr mir einfach glauben, dass es super lecker war, was Chefkoch Andreas Neumann uns kredenzte. Man glaubt gar nicht, was man aus Hering so alles machen kann. Natürlich auch Matjes, Bismarck-Hering oder Rollmops und mit der richtigen Qualität geht das sogar in lecker. So lecker und vielfältig, dass wir satt wurden ohne uns an Hering zu "überfressen". So lecker, dass wir auf die - auch leckeren - Dips zum Hering verzichteten, um den feinen Geschmack nicht zu erschlagen (die Sößchen haben wir lieber pur genossen). Alles in allem ein gelungener Abend und es wird mit Sicherheit nicht der letzte gewesen sein.

Wer schon immer mal wissen wollte wie Russen schmecken, sollte im ALDI-Markt im Essener Altendorf-Center vorbeischauen. Da gibt es offenbar Brot aus Russen gebacken... 

Russenbrot

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