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LebensmittelWir versuchen seit einiger Zeit unseren Fleischkonsum zu reduzieren. Nicht das wir zum Vegetarier werden wollen, aber ein- bis zweimal in der Woche Fleisch reicht vollkommen aus. Zurück zum Sonntagsbraten heißt die Devise. Dazu gehört natürlich auch das Stück Fleisch mit der nötigen Liebe zu behandeln - und auszusuchen. Lieber nur einmal in der Woche Fleisch, dann aber von einem Rindvieh das "glücklich" gestorben ist. Denn nur aus gutem Fleisch kann man auch was vernünftiges rausholen. Zum mittlerweile dritten Mal vergibt foodwatch den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge. Wie in den vergangenen beiden Jahren auch dürfen die Verbraucher abstimmen - bis zum 16.06.2011. Nominiert sind diesmal: Slow Food (light) ist für uns ja nichts neues, auch wenn wir das nicht immer durchhalten. Nicole hatte uns nun just für den Aschermittwoch auf das Heringsessen der Essener Convivium von Slow Food aufmerksam gemacht und so war das quasi abgemacht. Da ich meine Kamera nicht dabei hatte (es gab aber Ersatz, der auch - wie ich - das Essen photographierte) müsst Ihr mir einfach glauben, dass es super lecker war, was Chefkoch Andreas Neumann uns kredenzte. Man glaubt gar nicht, was man aus Hering so alles machen kann. Natürlich auch Matjes, Bismarck-Hering oder Rollmops und mit der richtigen Qualität geht das sogar in lecker. So lecker und vielfältig, dass wir satt wurden ohne uns an Hering zu "überfressen". So lecker, dass wir auf die - auch leckeren - Dips zum Hering verzichteten, um den feinen Geschmack nicht zu erschlagen (die Sößchen haben wir lieber pur genossen). Alles in allem ein gelungener Abend und es wird mit Sicherheit nicht der letzte gewesen sein. Wer schon immer mal wissen wollte wie Russen schmecken, sollte im ALDI-Markt im Essener Altendorf-Center vorbeischauen. Da gibt es offenbar Brot aus Russen gebacken...
Regionale Produkte gelten als klimafreundlicher und frisch und reif geerntet schmecken sie auch besser als gelagerte und künstlich nachgereifte Produkte. Nur wann hat die heimische Ware eigentlich Saison? Die Verbraucherzentrale NRW klärt auf. Es gibt mal wieder Oscars. Zum zweiten Mal wird der goldene Windbeutel für die dreisteste Werbelüge vergeben. Und hier sind die Nominierten:
Ob von Erika oder Erna erfährt man hier zwar nicht, aber von welchem Bauern(hof) sein Frühstücksei stammt, kann man in dieser Online-Abfrage des KAT e.V. ermitteln. Dr. Oetker lässt vor Weihnachten seine Kunden schon mal suchen. Nicht nach Ostereiern sondern nach Schokolade. Wie man aus 1,875% Kakao 75% machen kann zeigt Abgespeist. Nun könnte man natürlich einwenden, dass ein Pudding mit 75% Kakao ungenießbar wäre, "da bitter im Geschmack und nicht cremig, sondern fest. Er würde sich im Mund staubig und trocken anfühlen." Allerdings wird "normaler" Schokopudding immerhin mit ca. 20% Schokolade gemacht. Da liegt der Bielefelder Dr. immer noch mehr als 90% drunter. Wie tief muss ein womöglich noch besternter Fernsehkoch eigentlich sinken, dass er für die Scheiße Werbung macht, die er selber verteufelt. Gut, ein Horst Lichter kann ja (nach eigenen Angaben) nicht kochen, da nimmt man ihm auch ab, dass er in seinen Kochshows und seinem Restaurant nur mit Maggi Geschmack an die Sahne bekommt. Dem Sternekoch Schuhbeck nimmt man da die Geschmacksverstärker schon übler. Neuester Streich ist der selbsternannte "Kochprofi" Martin Baudrexel. Das sind die Herren, die nach einem Probeessen in die Küche latschen und (zu recht) erst mal die Fertigprodukte etc. Update: Hans Dorsch hat einen Brief in Martin Baudrexels Gästebuch geschrieben. (via) Vielleicht hätte man dem Westerwelle mal stecken sollen, dass die Lebensmittelampel nichts mit einer SPD-FDP-Grünen-Koalition zu tun hat. Der Westerwelle hat die Ampel vor der Wahl nämlich so kategorisch ausgeschlossen, dass dem jetzt nicht beizubringen ist, dass die Lebensmittelampel was anderes ist. Dabei sind fast 70% der Deutschen für eine Ampel und wir hatten z.B. während unseres Schottlandurlaubs schon festgestellt, dass die Ampel von Verbrauchern, aber auch den Herstellern angenommen wird. Produkte mit roten Ampelfarben verschwinden keinesfalls vom Markt, sondern werden bewusster gekauft oder durch eine neue Rezeptur (z.B. weniger Salz) verbessert. Das Standardargument, dass mit der Ampel das gute Produkt Olivenöl nicht mehr gekauft würde, ist ja auch an den Haaren herbeigezogen. Eine rote Ampel bedeutet nicht, dass das Produkt nicht mehr gekauft werden soll, sondern dass es mit Bedacht und nicht in Litern genossen werden soll... |
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