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Tipps und Tricks
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass wir früher unser Paniermehl noch selber gemacht haben (wir hatten ja nix und noch nicht mal davon genug). Aber Paniermehl selber machen muss ja keine antiquarische Tätigkeit sein. Auch heutzutage fallen täglich Brot- und Brötchenreste an. Warum sollte man das alles wegschmeißen und sich dann im Laden wiederum gemahlene Brotreste kaufen? Zumal das Paniermehl weder beim Bäcker noch im Supermarkt aus Brotresten hergestellt wird, sondern aus frisch gebackenem Weizenmehlteig. Das ist nicht nur ökonomischer sondern auch ökologischer Unfug. Wir versuchen seit einiger Zeit unseren Fleischkonsum zu reduzieren. Nicht das wir zum Vegetarier werden wollen, aber ein- bis zweimal in der Woche Fleisch reicht vollkommen aus. Zurück zum Sonntagsbraten heißt die Devise. Dazu gehört natürlich auch das Stück Fleisch mit der nötigen Liebe zu behandeln - und auszusuchen. Lieber nur einmal in der Woche Fleisch, dann aber von einem Rindvieh das "glücklich" gestorben ist. Denn nur aus gutem Fleisch kann man auch was vernünftiges rausholen. Instant-Gemüsebrühe ist zwar praktisch, aber da ist meist auch ordentlich Chemie und "Füllmaterial" mit bei. Gute Gemüsebrühe ohne Geschmacksverstärker oder Hefeextrakt bekommt man auch im gut sortierten Bio-Laden. Selber welche zu kochen und einzufrieren ist a) aufwendig und b) verbraucht das auch Unmengen an Platz im Froster. Hier ist eine einfache Variante, die auch ohne die Energieverschwendung von Trocknungsvorgängen im Ofen auskommt und trotzdem lange haltbar ist. Etwa zwischen März und Mai hat Bärlauch Saison. Beim gut sortierten Gemüsehändler des Vertrauens ist der Waldknoblauch zu finden. Man kann ihn zwar auch selber im Wald suchen, da er aber gerne mit sehr giftigen Pflanzen verwechselt wird, sollte man dann lieber die Schwiegermutter vorkosten lassen. Oder den Partner, je nachdem. Wer möchte, kann sich Bärlauch aber auch selber im Garten oder auf dem Balkon züchten, die Zwiebeln sind nicht teuer. Ich habe leider nur ein Fensterbrett zur Verfügung. Trotzdem kann man sich da leicht bevorraten: Bärlauchblätter putzen, waschen, trockenschleudern und in einen Blitzhacker geben und häckseln was das Zeug hält. Dann ab in kleine Gläschen damit - wer will kann noch mit ein bisschen Olivenöl abdecken, das ist aber nicht nötig. Da Bärlauch antibakterielle Stoffe enthält, kann man ihn locker bis zur nächsten Saison aufbewahren und hat so immer "frischen" Bärlauch im Haus.
Bei manchen Rezepten braucht man Erdnussbutter und hat dann den Rest in der Küche stehen. Dabei kann man die ganz einfach selber machen und weiß auch noch was drin ist. Wer gerne Erdnussbutter als Brotaufstrich mag (soll's ja auch geben) der sollte sie erst Recht selber machen und kann auch noch gleich nach belieben variieren. Man tut sich ja häufig etwas schwer, wenn es ums Abschmecken der Speisen geht, die man grad zubereitet hat. Schmeckt es erstmal nach eingeschlafenen Füßen will man dem Gericht nicht so recht Geschmack einhauchen können - am Ende ist das Essen höchstens versalzen. Viele Köche meiden ja Brokkoli wie der Teufel das Weihwasser und bezeichnen es ironisch als ihr "Lieblingsgemüse". Zum großen Teil mag es daran liegen, dass Brokkoli relativ geschmacksneutral ist bzw. recht wenig Eigengeschmack mitbringt. Zur Ehrenrettung des Brokkoli sollte man aber unbedingt einmal auch den Strunk probieren. Ja, den Strunk! Ideal zum Nachschärfen ohne den Geschmack der Speisen zu verändern. Einfach auf den Tisch stellen und jeder kann sich seine ganz individuelle Schärfe einstellen. Es ist ja ein ähnliches Problem wie mit dem Zitronen- oder Limettensaft, wenn man es braucht, hat man es nie da oder man kann eine Kompanie damit ausstatten. Mittlerweile gibt es sowas zwar auch als Trockenfutter bei den Backzutaten, aber für die *****-Küche geht das natürlich überhaupt nicht. |
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