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J.R. Ward "Crown of war and shadow"

Die junge Sorrel lebt in den Dorf Grünswehr seit ihre Mutter sie als Baby hier aussetzte. Der lokale Gasthof ist ihr Zuhause geworden, der Wirt gibt ihr Unterkunft und eine Arbeit, behandelt sie jedoch wie alle Dorfbewohner*innen mit Distanz. Ihre Fähigkeiten zum Heilen werden jedoch gerne angenommen. Das ändert sich jedoch, als sie einen Drachen vor der Misshandlung durch drei Jungen rettet und diese dem Fulcrum, einer magischen Barriere zur Welt der Dämonen, dabei zu nahe kommen und zwei von ihnen sterben. Sorrel ist klar, dass sie ihr Dorf so schnell wie möglich verlassen muss, wenn sie nicht das Opfer eines Mobs werden will. Ausgerechnet der Gastwirt übergibt ihr jedoch noch das Vermächtnis ihrer Mutter, mit dem sie sich zur Königin des Südens aufmachen will, damit diese gegen die Dämonen kämpft. Unterstützung auf ihrer Reise erhält sie von dem Söldner Merc, zu dem sie sich auf rätselhafte Weise hingezogen fühlt. Gemeinsam trotzen sie vielfältigen Gefahren und Sorrel erfährt einige Geheimnisse über den Mann an ihrer Seite - und schließlich auch sich selbst...

Das Buch haben einige sehr gelobt und da ich die Autorin von den Black-Dagger-Romanen her kannte, dachte ich, es sei eine gute Idee ihm eine Chance zu geben. Das World-Building hat mir ganz gut gefallen, es könnte jedoch etwas komplexer sein. Den zentralen Antagonisten den Dunklen König zu nennen, fand ich etwas langweilig, das hatten wir doch schon in anderen Büchern. Sorrel und Merc waren interessante Hauptfiguren, auch wenn mir die Liebesgeschichte zwischen den beiden etwas zu viel war und ich ihr Verhalten nicht immer logisch fand. Die Handlung zog sich für mein Verständnis ziemlich und es brauchte lange, bis alles in Schwung kam. Nichts gegen Zeit lassen beim Erzählen, aber dann sollte auch etwas erzählt werden. Was mich aber unglaublich aufgeregt hat, waren die vielen sprachlichen Fehler - keine Ahnung, ob die beim Übersetzen entstanden sind oder schon im Original da waren. Das Lowlight in dieser Hinsicht war die Stelle, wo die beiden Hauptfiguren sich reitend fortbewegend und dann im nächsten Satz stand "Sie fuhren weiter." - Ja klar, auf Pferden wird gefahren... Sorry, aber das sollte nicht passieren - auch an anderen Stellen haben solche Fehler es echt schwer gemacht, die Sätze zu verstehen.

3
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Tami Fischer "Pretty savage"

Sarahs Rachepläne sind völlig aus dem Ruder gelaufen - sie haben die Falsche erwischt und ihre Beziehung zu Monroe hat sich in Luft aufgelöst, als sie beobachten musste, wie dieser sie betrügt. Ihr einziger Halt ist ihr Nachbar Holden, zu dem sie sich auch mehr als freundschaftlich hingezogen fühlt. Nach einer kurzen Phase der Verzweiflung will sie aber weitermachen und ihre Schwester rächen. Die ist derweil selbst in New York angekommen, um Sarah zu beweisen, dass sie ihr vertrauen kann. Ausgerechnet in Peters Freundin Cameron findet sie dabei eine Verbündete. Doch im Hintergrund zieht jemand die Fäden, der*die scheinbar alle gegeneinander ausspielt...

Hmm, ich hatte das Gefühl, dass die Rachestory immer weniger Platz in der Geschichte einnimmt und es stattdessen immer mehr um Liebeswirrwarr geht. Sarah kommt über Monroe, in den sie ja so verliebt war, sehr schnell hinweg und findet Ersatz. Der Mittelteil des Buches hat sich für mich unglaublich gezogen und die Beschreibungen, wer welche Kleidung trägt, sind für mich noch anstrengender geworden als im ersten Band.

2
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Rebecca Mix und Andrea Hannah "I killed the king"

Nach langen Jahren des Krieges soll endlich ein Friedensabkommen zwischen den Reichen Avendell und Istellia unterzeichnet werden. Noch vor den eigentlichen Feierlichkeiten bittet der König von Avendell eine Gruppe von sechs jungen Leuten zu einem vertraulichen Treffen in seinen Gemächern: seinen Sohn und Thronfolger, die Prinzessin von Istellia und zukünftige Braut seines Sohnes, seinen Leibwächter, den neuen Heiler des Palastes, eine magische Tierbändigerin und eine Assassinin. Doch bevor er den Grund für das Treffen mitteilen kann, bricht er zusammen - er wurde ermordet. Es scheint klar, dass es eine der Personen aus dem Zimmer gewesen sein muss - nur wer? Um das herauszufinden, müssen die sechs wohl oder übel zusammenarbeiten. Doch sie müssen nicht nur das Misstrauen untereinander bekämpfen, sondern auch schnell sein. Denn wenn die falschen Personen erfahren, dass der König gestorben ist, stehen die gesamten Friedensverhandlungen auf dem Spiel...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich mag die Mischung aus Fantasy und Kriminalroman ja grundsätzlich gerne und hier wird eine klassische "Wer hat es getan?"-Story erzählt, die um fantastische Elemente angereichert ist. Zusätzlich wird die Handlung abwechselt aus den Perspektiven der sechs Hauptfiguren erzählt, was die Geschichte zusätzlich interessant macht. Die Auflösung war sehr überraschend, aber durchaus logisch hergeleitet. Das Ende lässt leichtes Potenzial für einen Folgeband - ich bin gespannt, ob es dazu kommt, und würde mich darüber freuen.

5
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Oliver Plaschka "Die Geister von La Spezia"

Pat Colombari arbeitet als Ermittlerin für eine Firma, die Fälle auf ungewöhnliche Art löst: Ihre Angestellten werden Teil der Erinnerung von Zeug*innen und agieren darin wie eine eigenständige Person, um die Ereignisse aufzuklären. Pats neuer Fall soll den Tod des Schriftstellers Percey Shelley im Auftrag seines Vaters klären. Die Zeugin, auf deren Erinnerungen Pat zurückgreifen soll, ist niemand anderes als Mary Shelley, ebenso wie ihr verstorbener Ehemann, eine Schriftstellerin. Nach anfänglichem Zögern willigt Mary in das Vorhaben ein, auch weil sie auf die finanzielle Unterstützung ihres Schwiegervaters angewiesen ist. Ihre Reise in die Vergangenheit anhand von Marys Erinnerungen führt Pat in die Gesellschaft von Lord Byron und seinen dekadenten Feiern und Vorhaben, Percy Shelleys verzweifeltem Wetteifern mit dem großen Dichter sowie schließlich ein Experiment mit fatalen Folgen für mehr als einen der Beteiligten...

Mich hatte an dem Buch vor allem das Setting mit den historischen Figuren der bekannten Dichter*innen interessiert (und ob da vielleicht ein Körnchen Wahrheit in der Erzählung steckt). Das fantastische Element fand ich ebenfalls spannend. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht so wirklich erfüllt. Es ist schön erzählt, konnte mich aber nicht wirklich fesseln. Die Erinnerung in der Erinnerung in der Erinnerung hat mich an einen Film erinnert, in dem ähnliches mit den verschiedenen Niveaus von Träumen gemacht wurde (Inception hieß der Film, wenn sich noch jemand erinnert). Die Auflösung der Hintergründe von Shelleys Tod war zwar in der Handlung logisch, aber irgendwie für mich nicht der Knaller, der mich umgehauen hätte. Schade eigentlich, ich glaube, hier wäre mehr Potenzial drin gewesen.

3
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Yvy Kazi "A spell unspoken"

Gema Stone und Darren Hunter sind auf der Flucht, da sie fälschlicherweise als Terrorist*innen bezeichnet werden. Sie finden Zuflucht bei Gemas Müttern und können dort an einem neuen Plan arbeiten, die Pläne der Life Inc. und des Zirkels in New York zu vereiteln. Dies setzt jedoch die gefährliche Rückkehr in die Stadt voraus, bei der sich sowohl neue Verbündete finden als auch vermeintliche Freund*innen als das Gegenteil herausstellen. Bald zeigt sich, dass der Zirkel insbesondere an Gema ein hohes Interesse hat, denn ihre Kräfte können ihm nutzen. Gema sucht verzweifelt nach einem Ausweg, ohne auf jene Magie zurückzugreifen, die sie eigentlich nicht nutzen will. Doch die rätselhaften Schatten, die immer mehr zu ihr sprechen, scheinen bald die einzigen zu sein, die ihr eine Lösung anbieten...

Wie auch den ersten Band würde ich das Buch als unterhaltsame Urban Fantasy bezeichnen, die sich recht angenehm liest und durchaus spannend ist. Der Anfang hat sich jedoch meiner Meinung nach etwas zu sehr hingezogen, insbesondere die ganze Zeit bei Gemas Müttern war mir zu ausführlich geschildert - die Ereignisse in New York haben sich dann hingegen fast überschlagen und vom Ende bin ich nur teilweise überzeugt.

3
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Nikki St. Crowe "West of Wicked" (Great and terrible Land 1)

Dorothy wächst auf einer Farm in Kansas auf. Sie mag das Leben dort vor allem wegen der beiden Menschen, die sie als Kind aufnahmen - doch in letzter Zeit wird es ihr etwas langweilig dort. Dann führt ein Wirbelsturm eines Nachts dazu, dass sie sich in einem ihr völlig ungekannten Land wiederfindet und bei ihrer Ankunft die Herrscherin des Teilgebiets, die Hexe des Ostens, getötet hat. Dorothy wird plötzlich als Heldin verehrt, dabei möchte sie doch nur wieder nach Hause. Ihr wird geraten zur Smaragdstadt zu gehen und den Zauberer um Hilfe zu bitte. Der Weg dahin lässt sie die Bekanntschaft eines Mannes machen, der beinahe als Vogelscheuche einen qualvollen Tod erlebt hätte und der nun von einer Begleitung zu einem Freund wird. Die hat Dorothy auch bitter nötig, denn die Hexe des Westens hat den besten Attentäter dieser merkwürdigen Welt, den Blechmann, auf sie angesetzt...

Ja, wem die Geschichte bekannt vorkommt - das hier erinnert sehr an den Zauberer von Oz -, der*die liegt damit absolut richtig. Das Buch ist ein Retelling des bekannten Stoffes und aus meiner Sicht eines von den richtig guten dieses Genres. Mir hat es unglaublichen Spaß gemacht, die Veränderungen in der bekannten Geschichte zu lesen und auch die Neuinterpretationen der Figuren. Das Buch ist der Auftakt einer Reihe und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

4
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Hafsah Faizal "A steeping of blood"

Es sieht nicht gut aus für Arthie Casimir und ihre Crew: Ihr Versuch, den Widder zu enttarnen, ist fehlgeschlagen und in einem Massaker an den anwesenden Journalist*innen geendet, dass nun den Vampiren in die Schuhe geschoben wird. Entsprechend aufgeheizt ist die Stimmung in White Roaring und der Widder heizt die Proteste gegen Vampire immer weiter an. Doch noch haben Arthie und ihre Mitstreiter*innen einen Trumpf in der Hand: Sie besitzen noch immer das Kassenbuch des Widders und mit Flicks Hilfe können sie den Geheimcode darin entziffern. Dieser führt sie auf die Spur einer unglaublichen Verschwörung, die in Arthies Heimat beginnt und ihren Höhepunkt im Palast von White Roaring findet...

Ich habe schon den ersten Band der Reihe gemocht und dieses Buch steht dem in nichts nach. Die Autorin erzählt spannend und für mich in einer fast poetischen Sprache und schafft es eine Fantasygeschichte mit Kritik am Imperialismus zu verbinden. Das erinnert ein bisschen an R.F. Kuang, die in "Babel" ähnliches vermochte - allerdings ähneln sich die Geschichten überhaupt nicht. Ich kann die Reihe nur empfehlen, sie ist ungewöhnlich, aber gerade dadurch gut. 

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Mai Corland "Four ruined realms"

Der Plan, Kaiser Joon zu stürzen, ist gescheitert: Er lebt weiterhin und hat auch die Drachenkrone in seinem Besitz. Zusätzlich stellte sich noch heraus, dass der Attentatsversuch von ihm selbst inszeniert war, um die gescheiterten Täter*innen in seine Gewalt zu bringen. Denn er hat direkt einen neuen Auftrag für die Gruppe: Sie sollen in das Nachbarreich Kithan aufbrechen, um den Goldring des Drachenherrschers zu stehlen - von niemand anderem als der dortigen Königin, die auch noch Joons Schwester ist. Den Gefährt*innen wider Willens bleibt nichts anderes übrig als der Anweisung Folge zu leisten. Doch ihre Chancen stehen noch schlechter als beim ersten gemeinsamen Vorhaben, denn Misstrauen hat sich mittlerweile zwischen fast allen ausgebreitet und verstärkt sich noch als weitere Geheimnisse ans Licht kommen...

Ich hatte ja schon den ersten Band der Reihe grandios gefunden und dieser zweite steht ihm in nichts nach. Wieder wird eine spannende Geschichte mit tollen Charakteren erzählt und wir erfahren noch einiges mehr über die Welt (sehr gutes Worldbuilding) und die Hauptfiguren. Am Ende gibt es zwei richtig große überraschende Ereignisse, die ich so nicht habe kommen sehen und die absolut Lust darauf machen, den dritten und letzten Band der Reihe zu lesen. 

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Philippa Ballantine "Die Runen der Macht - Geisterzeichen"

Die Grenzen zwischen den Welten werden immer dünner: Geistwesen tauchen in großer Zahl auf und terrorisieren die Bevölkerung. Der Orden, der sie einst bekämpfte, ist so geschrumpft, dass er kaum dagegen ankommt. Sorcha Faris versucht verzweifelt die Kräfte zu bündeln, denn wenn die Grenze erst völlig fällt, werden Wesen unter den Menschen wandeln, die so mächtig sind, dass niemand sie mehr besiegen kann. Auch Raed spürt die Veränderungen, denn der Rossin in ihm wird immer mächtiger. Währenddessen zieht der völlig wahnsinnige Kaiser durch die Ländern und metzelt nieder, wen er für seine Gegner*innen hält. Doch die wahre Entscheidung wird in der Hauptstadt Vermillion getroffen und es sind Sorcha, Raed und Merrick, die nur gemeinsam die Rettung herbeiführen können...

Der vierte und letzte Teil der Reihe führt konsequent auf den finalen Kampf hin, den vor allem Sorcha bestreiten muss. Ich fand es etwas schade, dass man hier nicht mehr so wirklich viel Neues über die Welt erfährt, aber vielleicht war das beim letzten Band auch zuviel verlangt. Jedenfalls steuert alles auf den finalen Showdown hin und besonders die Frage, was der Rossin plant, sorgt für Spannung. Das Ende war aus meiner Sicht gut erzählt, ich denke aber auch, dass die Geschichte damit auserzählt ist und kein Potenzial für weitere Bände geboten hätte.

3
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Sophie Clark "Cruel is the light"

Die Welt ist gefangen in einem Kampf zwischen Dämonen und der römischen Kirche. Seitdem vor Jahren tatsächlich Gott erschienen ist und beinahe getötet wurde, ist der Vatikan auch die größte politische Macht. Exorzist*innen bekämpfen in seinem Auftrag Dämonen und andere übernatürliche Wesen. Selene Alleva ist eine von ihnen, wenn nicht sogar die Beste. Doch sie steht im Schatten ihres Vaters, der sich vom ranghohen Mitglied des Vatikans zum Ketzer wandelte und dafür hingerichtet wurde. Leon Lacroix ist ein Waisenjunge, der wie alle Waisen nach der Volljährigkeit zum Kriegsdienst eingezogen wurde und seitdem an der Front in Tschechien gegen Dämonen kämpft. Als er nach einem verheerenden Angriff desertiert und mehr über seine Herkunft erfahren will, kreuzen sich seine Wege und die von Selene. Nachdem die beiden sich zu Beginn eher misstrauisch gegenüberstehen, erkennen sie bald, dass sie zusammenarbeiten müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Dass sie dabei auf das zentrale Geheimnis des Vatikans stoßen werden und es mit einem Dämonenlord zu tun bekommen, hätten beide aber wohl nicht geahnt...

Mir hat vor allem die Welt, in der das Buch spielt, sehr gut gefallen. Ich mag ja solche alternativen Realitäten, insbesondere wenn sie wie hier mit Religion und Dämonen angereichert werden. Die beiden Hauptfiguren sind sympathisch, welches man als Leser*in mit ihnen mitfiebert und sich neben der actionreichen Handlung auch dadurch Spannung aufbaut. Die Lovestory zwischen den beiden hätte ich nicht unbedingt gebraucht, sie schadet dem Buch aber auch nicht. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird.

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