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Philippa Ballantine "Die Runen der Macht - Der verfluchte Prinz"

Sorcha Faris ist eine der besten Aktiven ihres Ordens im Kampf gegen Geister und andere Wesen aus der Anderwelt. Doch ein Zwischenfall beraubt sie ihres Partners und Noch-Ehemanns und ohne einen Sensiblen an ihrer Seite sind Aktive keine wirkliche Hilfe. Ihr wird der junge Merrick Chambers an die Seite gestellt und bevor die beiden sich aneinander gewöhnen können, führt sie ihr erster Auftrag an den äußersten Rand des Kaiserreichs. Dort treffen sie auf Raed Rossin, den Sohn des gestürzten Kaisers, der überall gesucht wird. Raed ist durch einen Fluch an den Rossin, ein mächtiges Geistwesen gebunden, dass er nur schwer unter Kontrolle halten kann. Doch der junge Mann ist bald ihre kleinere Sorge und wird sogar zu einem Verbündeten im Kampf gegen Mächte, die eine uralte Macht beschwören wollen...

Das Buch bzw. die Reihe steht schon einige Zeit bei mir im Regal und wollte endlich mal gelesen werden. Ich kannte die Autorin von anderen Büchern, die mir gut gefallen haben, und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Ich habe aber etwas gebraucht, um mich in der Welt zurecht zu finden. Die Sache mit den Runen und den Aktiven bzw. Sensiblen hat sich mir nur schwer erschlossen, zum Ende hin wurde es dann besser. Die Hauptfiguren haben mir alle drei gut gefallen, aber insbesondere Sorcha ist eine interessante und starke Frauenfigur. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit ihr, Raed und Merrick weitergehen wird.

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Isabel Ibanez "Where the library hides"

Inez Oliveira steht vor einem Problem: Ihr Onkel will, dass sie Ägypten schnellstmöglich verlässt, doch sie will eigentlich nach ihrer Mutter suchen und diese ihrer gerechten Strafe zuführen. Dann bietet sich eine unerwartete Lösung an: eine Heirat mit Whitford Hayes, dem rätselhaften Assistenten ihres Onkels. Dieser will Inez dabei unterstützen, ihre Pläne umzusetzen. Doch schnell stellt sich heraus, dass sie auch Whit nicht wirklich trauen kann, hat dieser doch kurz nach ihrer Hochzeit Inez gesamtes Vermögen nach England transferiert, um seine Schwester vor einer ungewollten Ehe zu bewahren. Inez fühlt sich weitestgehend auf sich gestellt, will aber nicht aufgeben. Als ihr Onkel und sein Freund Abdullah wegen des Verschweigens der Entdeckung von Kleopatras Grab festgenommen, intensiviert sie ihre Bemühungen, ihre Mutter endlich zu finden. Doch wem kann sie dabei wirklich vertrauen? Ihr Ehemann hilft ihr zwar, doch scheint ihn vor allem ein alchemistischer Papyrus der Kleopatra zu interessieren. Und was ist eigentlich wirklich mit ihrem Vater passiert? Inez muss noch so manche Überraschung erleben, bis alle Rätsel gelöst sind...

Mir hat dieser zweite Band der Reihe genauso gut gefallen wie der erste. Die Geschichte wird auf gleichem Niveau fortgesetzt, ist spannend erzählt und verbindet wieder gekonnt einen Abenteuer-Roman mit fantastischen Elementen. Ein paar mehr der schönen Zeichnungen wäre gut gewesen, diese bereichern die Erzählung ungemein. Es gibt einige wirklich überraschende Plot-Twists, die ich nicht habe kommen sehen. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

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A.B. Poranek "Wo die Nacht verweilt"

Liska versucht seit langem ihre magischen Fähigkeiten vor den anderen Bewohner*innen ihres Dorfes zu verbergen, doch das klappt immer schlechter. Als ein Vorfall auch noch die Freundschaft mit ihrer Cousine zerstört, will Liska handeln. Sie macht sich auf in den Driadawald, wo angeblich eine Farnblüte Wünsche erfüllen soll. Doch statt der Blüte trifft sie auf den Dämon Lesky, den Herrscher und Beschützer des Waldes. Dieser bietet ihr einen Handel an - sie soll ein Jahr für ihn arbeiten, dann werde ihr Wunsch, ihre Magie zu verlieren, erfüllt. Liska ist bald hin- und hergerissen zwischen Misstrauen gegenüber ihrem Gastgeber und wachsender Zuneigung zu ihm. Und gleichzeitig beginnt sie zu erkennen, dass ihre Magie nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss...

Ich bin wirklich sehr begeistert von dem Buch. Es spielt in einer von slawischen Mythen inspirierten Welt, die sehr gut konstruiert ist. Der Erzählstil ist sehr poetisch und sprachlich wirklich schön. Wer auf viel Action in Fantasy steht, wird hier vermutlich enttäuscht werden, weil die Handlung teilweise auch sehr ruhig ist und die Autorin sich Zeit nimmt, ihre Figuren und die Geschichte zu entwickeln. Mir hat genau das gefallen, aber das kann ja unterschiedlich gesehen werden. Schade fand ich das traurige Ende, auch wenn es in sich stimmig war, hätte ich auch mit einem etwas klischeehafteren Happy-End leben können.

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Julia Kuhn "Moonlight Academy - Feenzauber"

Eigentlich hatte sich Mondfee Eleanor auf ihr neues Schuljahr an der Moonlight Academy gefreut, doch dann geht alles schrecklich schief. Sie muss erfahren, dass ein alter Fluch verhindert, dass sie und ihre große Liebe Elijah jemals zusammen sein dürfen - dumm nur, dass er die gleiche Schule besuchen muss wie sie. Und dann geht auch noch ein Mörder um, der es auf Feen abgesehen hat. Eleanor und ihre Visionen scheinen dabei helfen zu können, den oder die Täter*innen zu finden. Nur scheinen es alle für eine gute Idee zu halten, dass Elijah auch dabei helfen soll. Und dann ist da noch der neue Trainer für Verteidigung, Kilian, der zwar ein wenig rätselhaft, aber auch durchaus anziehend auf Eleanor wirkt...

Oh weh, das Buch war leider so gar nicht meins. Ich weiß gar nicht mehr, warum ich es mir gekauft hatte - eigentlich hätte ich das vorhersehen können. Mir war das ganze Setting zu niedlich und clean, Feen sind offenbar nicht so meine Sache und die Liebesgeschichte hat mehr Raum eingenommen, als die Ermittlungen im Falle der toten Feen. Das Irland-Setting war zwar ganz nett, aber das hat es dann für mich auch nicht mehr gerettet. Und dann habe ich erst beim Lesen gemerkt, dass das Buch quasi ein Spin-Off einer anderen Duologie der Autorin ist. Ich will nicht sagen, dass das Buch schlecht ist, aber für mich war es einfach nichts - ich bin einfach nicht Teil der Zielgruppe.

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Sam Holland "The puppet master"

Ein neuer Fall für die Major Crime Unit unter DCI Cara Elliott. Was zunächst wie ein Selbstmord aussieht, weckt bei der erfahrenen Ermittlerin Misstrauen, so dass sie weitere Untersuchungen veranlasst. Dann kommt es zu zwei weiteren Selbsttötungen, auch hier scheinen wieder kleine Details nicht zu passen und schließlich kristallisiert sich ein Zusammenhang zu einem der anderen Fälle heraus. Bald ist klar: Das Team hat es mit einem perfiden Serientäter zu tun, der*die die Opfer so manipuliert, dass sie Suizid verüben. Der letzte Fall hat bei allen schwere Spuren hinterlassen und personell sind sie auch noch unterbesetzt, so dass Cara sogar ihren Bruder wieder in den Dienst zurückholt. Doch Nate Griffin macht wie immer sein eigenes Ding - was gut oder schlecht für sein Team ausgehen kann...

Der zweite (eigentlich wohl dritte) Fall der Major Crime Unit. Ich fand diesen etwas schwächer als den anderen und erneut hat mich gestört wie stark persönlich betroffen fast alle Ermittler*innen waren bzw. wie psychisch angeschlagen. Ich weiß nicht, wie die Gesetze in Großbritannien sind, aber in Deutschland hätte vermutlich kaum jemand von ihnen arbeiten geschweige denn ermitteln dürfen. Dies zeigt sich dann auch daran, dass dem Team Fehler unterlaufen und wichtige Sachverhalte erst sehr spät bemerkt werden. Leider hat mich das Buch daher nicht so ganz begeistert, auch wenn es ein gut geschriebener, spannender Thriller ist.

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Stacia Stark "Kingdom of lies - Ein Hof so grausam und schön"

Als herauskommt, dass Prisca über magische Fähigkeiten verfügt, die sie eigentlich nicht haben dürfte, ist sie gezwungen aus ihrem Dorf zu fliehen. Nachdem sie beinahe im Fluß ertrinkt, rettet sie eine Gruppe Söldner - insbesondere deren Anführer, Lorian, scheint zunächst alles andere als angetan von ihr zu sein, bis er erfährt, dass sie mit ihrer Magie die Zeit anhalten kann. Plötzlich will er sie in ihren Fähigkeiten unterrichten - natürlich nur, wenn sie im Gegenzug ihm und seinen Männern hilft, in die Hauptstadt zu gelangen. Als das Vorhaben schließlich gelingt, sollten sich ihre Wege für immer trennen, doch der Versuch, ihre beste Freundin zu retten, treibt Prisca zu den Rebell*innen und schließlich als Spionin für diese an den königlichen Hof. Und ausgerechnet hier trifft sie wieder auf Lorian, der sich als Adeliger ausgibt. Das kann nach Priscas Meinung überhaupt nicht sein, doch bald erweist sich Lorian als wertvoller Verbündeter gegen die vielen Intrigen des königlichen Palastes. Aber kann Prisca dem rätselhaften Mann wirklich vertrauen?

Das Buch ist nicht schlecht, spannend erzählt und mit einer gut durchdachten, komplexen Welt, die mir gut gefallen hat. Die Hauptfigur ist sympathisch, wenn auch manchmal etwas anstregend; Lorian gibt einen passenden MMC ab. Ich hatte einige Reviews gelesen, die das Buch als sehr politisch angepriesen haben - das kann ich nicht so ganz mitgehen, für mich hätte es durchaus mehr davon gebraucht. Alles in allem aber ein guter Reihenaustakt mit einem spannenden Plottwist am Ende, so dass ich gespannt auf die Fortsetzung bin. Die expliziten Sexszenen halten sich zwar in Grenzen und dominieren auf keinen Fall die Handlung, ich würde das Buch wegen ihnen aber dennoch erst für Leser*innen ab 16 Jahren empfehlen. 

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R.F. Kuang "Katabasis"

Alice Law ist Doktorand am Institut für Analytische Magie in Cambridge. Ihr Doktorvater Jacob Grimes gilt als schwierig und anspruchsvoll - und ist aktuell leider auch sehr tot. Alice beschließt in die Hölle zu reisen, um ihn zurückzuholen, denn sie braucht ihn unbedingt für ihren Abschluss. Zu ihrem Entsetzen taucht vor der Durchführung des notwendigen Rituals Peter Murdoch auf, ihr stärkster Konkurrent in nahezu allen akademischen Belangen. Doch sie muss einsehen, dass seine Argumente, warum sie zusammenarbeiten müssen, überzeugend sind und so reisen die beiden schließlich gemeinsam ins Jenseits. Ihr Aufenthalt dort stellt sie vor mehr als ein unerwartetes Problem und auf ihre Magie können sie zur Lösung nicht zurückgreifen. Während sie die verschiedenen Kreise durchschreiten, erweisen sie sich als ein erstaunlich gutes Team - doch können sie einander wirklich vertrauen oder werden sie einander im entscheidenden Moment verraten?

Ich weiß einfach nicht, wie diese Autorin es macht, aber ihre Bücher sind einfach großartig. R.F. Kuang versteht es auf unglaubliche Weise ernsthafte Themen mit einem tollen Fantasysetting und durchdachten Welten zu verbinden. Hier ist es das Leben als Doktorand*in im akademischen Betrieb, die Abhängigkeit von der Förderung durch Professor*innen sowie der Machtmissbrauch, der leider auch vorkommen kann. Allerdings ist die wissenschaftliche Disziplin, um die es hier geht, die Magie. Und auch das ist herrlich unterfüttert durch reale Autor*innen mit ihren entsprechenden Werken, Philosoph*innen, Mythen und Sagen. Vielleicht ist das einigen zu verkopft, aber ich habe es sehr gemocht und dieses Buch wirklich genossen. Ich kann es daher nur unbedingt weiterempfehlen und hoffe auf weitere ähnliche Bücher der Autorin.

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Sarah Henning "The Blackgate Invitation"

Die Schwestern Wren und Ruby Jordain sind finanziell nicht gerade gut gestellt und müssen jobben, um sich Geld für das College zu verdienen. Als die reiche Mrs. Blackgate ihnen Geld dafür anbietet, dass sie bei einem Dinner die Rollen ihrer Enkelinnen übernehmen, sagen die beiden daher nicht "nein". Das Ganze klingt nach leicht verdientem Geld und einem unterhaltsamen Abend. Doch die Ereignisse nehmen eine unvorhergesehene Wendung. Kurz nach Ankunft wird die Gastgeberin ermordet und alle Anwesenden sitzen nun im Herrenhaus der Familie Hegemony fest. Denn außer Wren und Ruby sind alle Anderen Hexen, wie die beiden Schwestern mit Entsetzen erfahren. Der Geist der ermordeten Gastgeberin fordert die Erfüllung zweier Aufgaben: das Auffinden der vier Meisterrelikte und die Entlarvung des*der Mörder*in. Nur dann werden alle das Anwesen wieder verlassen können. Ruby und Wren müssen also mitspielen, wenn sie nicht wollen, dass alle erfahren, dass sie Hochstaplerinnen sind...

Das Buch ist eine sehr gelungene Mischung aus Krimi und Urban-Fantasy. Durch das Setting in dem abgeriegelten Anwesen steigt die Spannung zusätzlich, da auch Konflikte zwischen den Charakteren ausgetragen werden müssen. Das World Building ist okay, nicht zu komplex, aber logisch und verständlich - mehr kann man von einem Standalone auch eigentlich nicht erwarten. Teilweise waren es mir zu viele Konflikte und Auseinandersetzen zwischen den Beteiligten, das wurde auf Dauer etwas anstrengend. Die Liebesgeschichte hätte ich nicht unbedingt gebraucht und das Ende war mir etwas zu versöhnlich und happy in allen Punkten. Trotzdem ein sehr unterhaltsames Buch, das Spaß gemacht hat zu lesen.

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Emily Rudolf "Das Dinner"

Jonathan, Lotta, Tristan, Hannah und Kiano waren jahrelang Freund*innen und haben gemeinsam als Clique viel unternommen. Bis bei einem Musikfestival das sechste Mitglied, Maria, spurlos verschwunden ist. Was mit ihr passiert ist, blieb seitdem unklar und hat die Beziehungen der Gruppe verändert. Nach fünf Jahren laden Jonathan und Lotta die anderen nun in das Restaurant, das Jonathan seit kurzem führt, ein, um sich wie früher zu einem Krimidinner zu treffen. Doch das Rätsel um Maria liegt weiterhin schwer über dem Treffen, umso mehr als die Story im Krimidinner plötzlich immer mehr Parallelen zu den damaligen Ereignissen aufweist. Bald wird klar, dass hier jemand Aufklärung oder sogar Rache für das haben möchte, was damals passiert ist. Je weiter das Spiel voranschreitet, desto mehr Konflikte und Geheimnisse kommen ans Licht und es wird klar: Der*die Möder*in von Maria sitzt mit am Tisch...

Das Buch ist ein wirklich gelungener Thriller, der mich absolut gefesselt hat. Ich habe Kritiken an den vielen Erzählperspektiven und Zeitebenen gehört, die ich jedoch überhaupt nicht nachvollziehen kann, da die Kapitel entsprechend überschrieben sind. Ich fand die verschiedenen Perspektiven sogar gut, da man hierdurch noch besser miträtseln konnte. Die Plottwists fand ich sehr gelungen, ein oder zwei habe ich vorhergesehen, aber die meisten waren wirklich überraschend und stimmig. Ich kann das Buch sehr empfehlen und bin auf weitere Bücher der Autorin gespannt.

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Iliana Xander "Love, Mom"

Mackenzie Casper ist die Tochter der bekannten Thriller-Autorin E.V. Renge, doch das Verhältnis zu ihrer Mutter war bestenfalls als unterkühlt zu beschreiben.Als diese plötzlich stirbt, bleibt Mackenzie auch eher distanziert und versucht sich dem ganzen Trubel soweit es geht zu entziehen. Dann erhält sie plötzlich mysteriöse Briefe - offenbar geschrieben von ihrer Mutter in der Vergangenheit. Diese offenbaren einen ganz anderen Menschen und einige weitere Ungereimtheiten, die die junge Frau dazu veranlassen, gemeinsam mit ihrem besten Freund EJ zu recherchieren. Die beiden stoßen auf ein Geheimnis und Intrigen, die mehr als ein Leben vernichtet haben...

Das Buch ist wirklich ein guter Thriller, spannend erzählt, angenehm zu lesen und mit so einigen überraschenden Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Das ganze Setting war schon sehr perfide und wirklich gut durchdacht. Ich kann das Buch allen Thrillerfans nur empfehlen.

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