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Sam Holland "The puppet master"

Ein neuer Fall für die Major Crime Unit unter DCI Cara Elliott. Was zunächst wie ein Selbstmord aussieht, weckt bei der erfahrenen Ermittlerin Misstrauen, so dass sie weitere Untersuchungen veranlasst. Dann kommt es zu zwei weiteren Selbsttötungen, auch hier scheinen wieder kleine Details nicht zu passen und schließlich kristallisiert sich ein Zusammenhang zu einem der anderen Fälle heraus. Bald ist klar: Das Team hat es mit einem perfiden Serientäter zu tun, der*die die Opfer so manipuliert, dass sie Suizid verüben. Der letzte Fall hat bei allen schwere Spuren hinterlassen und personell sind sie auch noch unterbesetzt, so dass Cara sogar ihren Bruder wieder in den Dienst zurückholt. Doch Nate Griffin macht wie immer sein eigenes Ding - was gut oder schlecht für sein Team ausgehen kann...

Der zweite (eigentlich wohl dritte) Fall der Major Crime Unit. Ich fand diesen etwas schwächer als den anderen und erneut hat mich gestört wie stark persönlich betroffen fast alle Ermittler*innen waren bzw. wie psychisch angeschlagen. Ich weiß nicht, wie die Gesetze in Großbritannien sind, aber in Deutschland hätte vermutlich kaum jemand von ihnen arbeiten geschweige denn ermitteln dürfen. Dies zeigt sich dann auch daran, dass dem Team Fehler unterlaufen und wichtige Sachverhalte erst sehr spät bemerkt werden. Leider hat mich das Buch daher nicht so ganz begeistert, auch wenn es ein gut geschriebener, spannender Thriller ist.

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Stacia Stark "Kingdom of lies - Ein Hof so grausam und schön"

Als herauskommt, dass Prisca über magische Fähigkeiten verfügt, die sie eigentlich nicht haben dürfte, ist sie gezwungen aus ihrem Dorf zu fliehen. Nachdem sie beinahe im Fluß ertrinkt, rettet sie eine Gruppe Söldner - insbesondere deren Anführer, Lorian, scheint zunächst alles andere als angetan von ihr zu sein, bis er erfährt, dass sie mit ihrer Magie die Zeit anhalten kann. Plötzlich will er sie in ihren Fähigkeiten unterrichten - natürlich nur, wenn sie im Gegenzug ihm und seinen Männern hilft, in die Hauptstadt zu gelangen. Als das Vorhaben schließlich gelingt, sollten sich ihre Wege für immer trennen, doch der Versuch, ihre beste Freundin zu retten, treibt Prisca zu den Rebell*innen und schließlich als Spionin für diese an den königlichen Hof. Und ausgerechnet hier trifft sie wieder auf Lorian, der sich als Adeliger ausgibt. Das kann nach Priscas Meinung überhaupt nicht sein, doch bald erweist sich Lorian als wertvoller Verbündeter gegen die vielen Intrigen des königlichen Palastes. Aber kann Prisca dem rätselhaften Mann wirklich vertrauen?

Das Buch ist nicht schlecht, spannend erzählt und mit einer gut durchdachten, komplexen Welt, die mir gut gefallen hat. Die Hauptfigur ist sympathisch, wenn auch manchmal etwas anstregend; Lorian gibt einen passenden MMC ab. Ich hatte einige Reviews gelesen, die das Buch als sehr politisch angepriesen haben - das kann ich nicht so ganz mitgehen, für mich hätte es durchaus mehr davon gebraucht. Alles in allem aber ein guter Reihenaustakt mit einem spannenden Plottwist am Ende, so dass ich gespannt auf die Fortsetzung bin. Die expliziten Sexszenen halten sich zwar in Grenzen und dominieren auf keinen Fall die Handlung, ich würde das Buch wegen ihnen aber dennoch erst für Leser*innen ab 16 Jahren empfehlen. 

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R.F. Kuang "Katabasis"

Alice Law ist Doktorand am Institut für Analytische Magie in Cambridge. Ihr Doktorvater Jacob Grimes gilt als schwierig und anspruchsvoll - und ist aktuell leider auch sehr tot. Alice beschließt in die Hölle zu reisen, um ihn zurückzuholen, denn sie braucht ihn unbedingt für ihren Abschluss. Zu ihrem Entsetzen taucht vor der Durchführung des notwendigen Rituals Peter Murdoch auf, ihr stärkster Konkurrent in nahezu allen akademischen Belangen. Doch sie muss einsehen, dass seine Argumente, warum sie zusammenarbeiten müssen, überzeugend sind und so reisen die beiden schließlich gemeinsam ins Jenseits. Ihr Aufenthalt dort stellt sie vor mehr als ein unerwartetes Problem und auf ihre Magie können sie zur Lösung nicht zurückgreifen. Während sie die verschiedenen Kreise durchschreiten, erweisen sie sich als ein erstaunlich gutes Team - doch können sie einander wirklich vertrauen oder werden sie einander im entscheidenden Moment verraten?

Ich weiß einfach nicht, wie diese Autorin es macht, aber ihre Bücher sind einfach großartig. R.F. Kuang versteht es auf unglaubliche Weise ernsthafte Themen mit einem tollen Fantasysetting und durchdachten Welten zu verbinden. Hier ist es das Leben als Doktorand*in im akademischen Betrieb, die Abhängigkeit von der Förderung durch Professor*innen sowie der Machtmissbrauch, der leider auch vorkommen kann. Allerdings ist die wissenschaftliche Disziplin, um die es hier geht, die Magie. Und auch das ist herrlich unterfüttert durch reale Autor*innen mit ihren entsprechenden Werken, Philosoph*innen, Mythen und Sagen. Vielleicht ist das einigen zu verkopft, aber ich habe es sehr gemocht und dieses Buch wirklich genossen. Ich kann es daher nur unbedingt weiterempfehlen und hoffe auf weitere ähnliche Bücher der Autorin.

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Sarah Henning "The Blackgate Invitation"

Die Schwestern Wren und Ruby Jordain sind finanziell nicht gerade gut gestellt und müssen jobben, um sich Geld für das College zu verdienen. Als die reiche Mrs. Blackgate ihnen Geld dafür anbietet, dass sie bei einem Dinner die Rollen ihrer Enkelinnen übernehmen, sagen die beiden daher nicht "nein". Das Ganze klingt nach leicht verdientem Geld und einem unterhaltsamen Abend. Doch die Ereignisse nehmen eine unvorhergesehene Wendung. Kurz nach Ankunft wird die Gastgeberin ermordet und alle Anwesenden sitzen nun im Herrenhaus der Familie Hegemony fest. Denn außer Wren und Ruby sind alle Anderen Hexen, wie die beiden Schwestern mit Entsetzen erfahren. Der Geist der ermordeten Gastgeberin fordert die Erfüllung zweier Aufgaben: das Auffinden der vier Meisterrelikte und die Entlarvung des*der Mörder*in. Nur dann werden alle das Anwesen wieder verlassen können. Ruby und Wren müssen also mitspielen, wenn sie nicht wollen, dass alle erfahren, dass sie Hochstaplerinnen sind...

Das Buch ist eine sehr gelungene Mischung aus Krimi und Urban-Fantasy. Durch das Setting in dem abgeriegelten Anwesen steigt die Spannung zusätzlich, da auch Konflikte zwischen den Charakteren ausgetragen werden müssen. Das World Building ist okay, nicht zu komplex, aber logisch und verständlich - mehr kann man von einem Standalone auch eigentlich nicht erwarten. Teilweise waren es mir zu viele Konflikte und Auseinandersetzen zwischen den Beteiligten, das wurde auf Dauer etwas anstrengend. Die Liebesgeschichte hätte ich nicht unbedingt gebraucht und das Ende war mir etwas zu versöhnlich und happy in allen Punkten. Trotzdem ein sehr unterhaltsames Buch, das Spaß gemacht hat zu lesen.

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Emily Rudolf "Das Dinner"

Jonathan, Lotta, Tristan, Hannah und Kiano waren jahrelang Freund*innen und haben gemeinsam als Clique viel unternommen. Bis bei einem Musikfestival das sechste Mitglied, Maria, spurlos verschwunden ist. Was mit ihr passiert ist, blieb seitdem unklar und hat die Beziehungen der Gruppe verändert. Nach fünf Jahren laden Jonathan und Lotta die anderen nun in das Restaurant, das Jonathan seit kurzem führt, ein, um sich wie früher zu einem Krimidinner zu treffen. Doch das Rätsel um Maria liegt weiterhin schwer über dem Treffen, umso mehr als die Story im Krimidinner plötzlich immer mehr Parallelen zu den damaligen Ereignissen aufweist. Bald wird klar, dass hier jemand Aufklärung oder sogar Rache für das haben möchte, was damals passiert ist. Je weiter das Spiel voranschreitet, desto mehr Konflikte und Geheimnisse kommen ans Licht und es wird klar: Der*die Möder*in von Maria sitzt mit am Tisch...

Das Buch ist ein wirklich gelungener Thriller, der mich absolut gefesselt hat. Ich habe Kritiken an den vielen Erzählperspektiven und Zeitebenen gehört, die ich jedoch überhaupt nicht nachvollziehen kann, da die Kapitel entsprechend überschrieben sind. Ich fand die verschiedenen Perspektiven sogar gut, da man hierdurch noch besser miträtseln konnte. Die Plottwists fand ich sehr gelungen, ein oder zwei habe ich vorhergesehen, aber die meisten waren wirklich überraschend und stimmig. Ich kann das Buch sehr empfehlen und bin auf weitere Bücher der Autorin gespannt.

4
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Iliana Xander "Love, Mom"

Mackenzie Casper ist die Tochter der bekannten Thriller-Autorin E.V. Renge, doch das Verhältnis zu ihrer Mutter war bestenfalls als unterkühlt zu beschreiben.Als diese plötzlich stirbt, bleibt Mackenzie auch eher distanziert und versucht sich dem ganzen Trubel soweit es geht zu entziehen. Dann erhält sie plötzlich mysteriöse Briefe - offenbar geschrieben von ihrer Mutter in der Vergangenheit. Diese offenbaren einen ganz anderen Menschen und einige weitere Ungereimtheiten, die die junge Frau dazu veranlassen, gemeinsam mit ihrem besten Freund EJ zu recherchieren. Die beiden stoßen auf ein Geheimnis und Intrigen, die mehr als ein Leben vernichtet haben...

Das Buch ist wirklich ein guter Thriller, spannend erzählt, angenehm zu lesen und mit so einigen überraschenden Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen. Das ganze Setting war schon sehr perfide und wirklich gut durchdacht. Ich kann das Buch allen Thrillerfans nur empfehlen.

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Jerome Charyn "Ravage & Son"

Ben Ravage wächst im New York Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts als Sohn einer alleinerziehenden Mutter auf. Als diese ins Irrenhaus eingewiesen wird, verbringt man Ben in ein Waisenhaus mit sadistischen Wärtern. Der Fürsprache eines Verlegers ist es zu verdanken, dass er in Havard Jura studieren kann und Rechtsanwalt wird. Doch statt ins Gericht zieht es Ben zur Kehillah, einer Art Privatpolizei reicher jüdischer Geschäftsleute. In deren Auftrag soll er nun den Mann suchen, der immer wieder die Prostituierten in der Allen Street angreift - und mit dem er enger verbunden ist als ihm lieb sein kann...

Irgendwie hatte ich mir anhand des Klappentexts etwas anderes unter dem Buch vorgestellt, daher war ich leider enttäuscht nach der Lektüre. Die Geschichte ist dabei nicht schlecht und die Figuren durchaus interessant, aber ich fand es wirklich sperrig zu lesen, bin nur sehr schwer in die Geschichte hereingekommen und wirklich mitgerissen hat mich die Handlung auch nicht. 

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Sebastian Fitzek "Das Kalendermädchen"

Psychologieprofessorin Olivia Rauch ist verzweifelt: Ihre Tochter Alma ist schwer erkrankt und nur eine Knochenmarkspende kann sie noch retten. Doch Alma wurde von ihr als Baby adoptiert und bisher konnten keine geeigneten Spender*innen gefunden werden. Die besten Chancen würden mit den leiblichen Eltern bestehen, in Almas Adoptionsakte steht jedoch der Hinweis, dass die Identität der Eltern auf keinen Fall preisgegeben werden darf, da der Mutter sonst Lebensgefahr drohe. Olivia ist trotzdem entschlossen alles zu tun, um ihre Tochter zu retten und macht sich daher auf die Suche nach der mysteriösen Frau. Dabei stößt sie auf die urbane Legende des Kalendermädchens und die Tradition des lebendigen Adventskalenders, die für eine junge Frau zu einer schrecklichen Bedrohung wurde...

Das Buch ist ein typischer Fitzek - die Geschichte ist spannend und liest sich sehr schnell. Man wird leicht in die Handlung hineingezogen und kann gut abends zum Abspannen lesen (wenn man denn mit Thrillern entspannen kann). Die Twists am Ende habe ich zum Teil kommen sehen, zum größten Teil aber nicht. Insgesamt kann ich das Buch Thrillerfans empfehlen.

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Walter Moers "Qwert"

Qwert ist ein gallertartiges Wesen und eigentlich in seiner Dimension ein Prinz - allerdings fiel er durch ein Dimensionsloch und landete in Zamonien, wo er gemeinsam mit Blaubär die Schulbank der Nachtschule drückte. Nun ist er erneut durch ein Dimensionsloch gefallen und in Ormea gelandet. Nachdem er irrtümlich eine Janusmeduse, das gefährlichste Wesen dieser Welt, befreit hat, muss er erkennen, dass er im Körper von Prinz Kaltbluth steckt: Held diverser Trivialromane und wie jeder gute Ritter mit einer Vielzahl an Feinden gesegnet. Zum Glück gibt es jedoch seinen treuen Knappen und das Reitwürmchen Schneesturm, die ihm durch manch brenzliche Situation helfen.

Das Buch ist wie jeder Roman von Walter Moers einfach genial. Ich kann die ganzen tollen Ideen gar nicht aufzählen, daher sei nur gesagt, dass es ein unglaublicher Lesespaß ist, den ich nur empfehlen kann. Wie immer ist das Hardcover leider recht teuer und auch ziemlich schwer (merkt man beim längeren Lesen), aber durch die tolle Gestaltung ist es die Anschaffung wirklich wert.

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Jaysea Lynn "For whom the belle tolls"

Lily ist tragisch recht früh an einer Krebserkrankung verstorben und erfährt zu ihrer eigenen Überraschung, dass sie im Jenseits dem Paradies zugeordnet wird. Da ihr die Zeit in ihrem gemütlichen Häuschen mit Unmengen von Büchern, leckerem Essen und gutem Kaffee jedoch schnell zu langweilig wird, sieht sie sich nach einer Beschäftigung um. Sie findet einen in der Ankunftshalle der Seelen und eröffnet den Hellp-Desk, wo sie ihre Erfahrungen im Kundendienst vor allem bei jenen Seelen einsetzt, die der Hölle zugeteilt werden. Schnell freundet sie sich mit ihren vor allem dämonischen Kolleg*innen an, von denen es ihr insbesondere Bel, ein Prinz der Hölle angetan hat...

Ih hatte mir das Buch wegen den Idee mit dem Hellp-Desk gekauft und einige witzige Situationen erwartet. Leider kommen diese nur sehr selten vor, stattdessen wird hier ein unglaublich kitschiger Liebesroman erzählt - halt nur mit Dämonen. Einige der Idee um die jenseitige Welt fand ich ja noch recht gut, aber all diese netten Dämonen? Das passte für mich nicht und wäre mir stellenweise auch selbst bei Engeln zu viel gewesen. Ich habe mich durch das Buch wirklich durchquälen müssen, es hat echt lange gedauert (was nicht nur an den über 800 Seiten lag) und ich habe es dann irgendwie mit festgelegten Lesezielen für jeden Tag geschafft. Leider kann ich daher so überhaupt keine Empfehlung aussprechen.

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