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Yvy Kazi "A spell unspoken"

Gema Stone und Darren Hunter sind auf der Flucht, da sie fälschlicherweise als Terrorist*innen bezeichnet werden. Sie finden Zuflucht bei Gemas Müttern und können dort an einem neuen Plan arbeiten, die Pläne der Life Inc. und des Zirkels in New York zu vereiteln. Dies setzt jedoch die gefährliche Rückkehr in die Stadt voraus, bei der sich sowohl neue Verbündete finden als auch vermeintliche Freund*innen als das Gegenteil herausstellen. Bald zeigt sich, dass der Zirkel insbesondere an Gema ein hohes Interesse hat, denn ihre Kräfte können ihm nutzen. Gema sucht verzweifelt nach einem Ausweg, ohne auf jene Magie zurückzugreifen, die sie eigentlich nicht nutzen will. Doch die rätselhaften Schatten, die immer mehr zu ihr sprechen, scheinen bald die einzigen zu sein, die ihr eine Lösung anbieten...

Wie auch den ersten Band würde ich das Buch als unterhaltsame Urban Fantasy bezeichnen, die sich recht angenehm liest und durchaus spannend ist. Der Anfang hat sich jedoch meiner Meinung nach etwas zu sehr hingezogen, insbesondere die ganze Zeit bei Gemas Müttern war mir zu ausführlich geschildert - die Ereignisse in New York haben sich dann hingegen fast überschlagen und vom Ende bin ich nur teilweise überzeugt.

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Nikki St. Crowe "West of Wicked" (Great and terrible Land 1)

Dorothy wächst auf einer Farm in Kansas auf. Sie mag das Leben dort vor allem wegen der beiden Menschen, die sie als Kind aufnahmen - doch in letzter Zeit wird es ihr etwas langweilig dort. Dann führt ein Wirbelsturm eines Nachts dazu, dass sie sich in einem ihr völlig ungekannten Land wiederfindet und bei ihrer Ankunft die Herrscherin des Teilgebiets, die Hexe des Ostens, getötet hat. Dorothy wird plötzlich als Heldin verehrt, dabei möchte sie doch nur wieder nach Hause. Ihr wird geraten zur Smaragdstadt zu gehen und den Zauberer um Hilfe zu bitte. Der Weg dahin lässt sie die Bekanntschaft eines Mannes machen, der beinahe als Vogelscheuche einen qualvollen Tod erlebt hätte und der nun von einer Begleitung zu einem Freund wird. Die hat Dorothy auch bitter nötig, denn die Hexe des Westens hat den besten Attentäter dieser merkwürdigen Welt, den Blechmann, auf sie angesetzt...

Ja, wem die Geschichte bekannt vorkommt - das hier erinnert sehr an den Zauberer von Oz -, der*die liegt damit absolut richtig. Das Buch ist ein Retelling des bekannten Stoffes und aus meiner Sicht eines von den richtig guten dieses Genres. Mir hat es unglaublichen Spaß gemacht, die Veränderungen in der bekannten Geschichte zu lesen und auch die Neuinterpretationen der Figuren. Das Buch ist der Auftakt einer Reihe und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

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Hafsah Faizal "A steeping of blood"

Es sieht nicht gut aus für Arthie Casimir und ihre Crew: Ihr Versuch, den Widder zu enttarnen, ist fehlgeschlagen und in einem Massaker an den anwesenden Journalist*innen geendet, dass nun den Vampiren in die Schuhe geschoben wird. Entsprechend aufgeheizt ist die Stimmung in White Roaring und der Widder heizt die Proteste gegen Vampire immer weiter an. Doch noch haben Arthie und ihre Mitstreiter*innen einen Trumpf in der Hand: Sie besitzen noch immer das Kassenbuch des Widders und mit Flicks Hilfe können sie den Geheimcode darin entziffern. Dieser führt sie auf die Spur einer unglaublichen Verschwörung, die in Arthies Heimat beginnt und ihren Höhepunkt im Palast von White Roaring findet...

Ich habe schon den ersten Band der Reihe gemocht und dieses Buch steht dem in nichts nach. Die Autorin erzählt spannend und für mich in einer fast poetischen Sprache und schafft es eine Fantasygeschichte mit Kritik am Imperialismus zu verbinden. Das erinnert ein bisschen an R.F. Kuang, die in "Babel" ähnliches vermochte - allerdings ähneln sich die Geschichten überhaupt nicht. Ich kann die Reihe nur empfehlen, sie ist ungewöhnlich, aber gerade dadurch gut. 

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Mai Corland "Four ruined realms"

Der Plan, Kaiser Joon zu stürzen, ist gescheitert: Er lebt weiterhin und hat auch die Drachenkrone in seinem Besitz. Zusätzlich stellte sich noch heraus, dass der Attentatsversuch von ihm selbst inszeniert war, um die gescheiterten Täter*innen in seine Gewalt zu bringen. Denn er hat direkt einen neuen Auftrag für die Gruppe: Sie sollen in das Nachbarreich Kithan aufbrechen, um den Goldring des Drachenherrschers zu stehlen - von niemand anderem als der dortigen Königin, die auch noch Joons Schwester ist. Den Gefährt*innen wider Willens bleibt nichts anderes übrig als der Anweisung Folge zu leisten. Doch ihre Chancen stehen noch schlechter als beim ersten gemeinsamen Vorhaben, denn Misstrauen hat sich mittlerweile zwischen fast allen ausgebreitet und verstärkt sich noch als weitere Geheimnisse ans Licht kommen...

Ich hatte ja schon den ersten Band der Reihe grandios gefunden und dieser zweite steht ihm in nichts nach. Wieder wird eine spannende Geschichte mit tollen Charakteren erzählt und wir erfahren noch einiges mehr über die Welt (sehr gutes Worldbuilding) und die Hauptfiguren. Am Ende gibt es zwei richtig große überraschende Ereignisse, die ich so nicht habe kommen sehen und die absolut Lust darauf machen, den dritten und letzten Band der Reihe zu lesen. 

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Philippa Ballantine "Die Runen der Macht - Geisterzeichen"

Die Grenzen zwischen den Welten werden immer dünner: Geistwesen tauchen in großer Zahl auf und terrorisieren die Bevölkerung. Der Orden, der sie einst bekämpfte, ist so geschrumpft, dass er kaum dagegen ankommt. Sorcha Faris versucht verzweifelt die Kräfte zu bündeln, denn wenn die Grenze erst völlig fällt, werden Wesen unter den Menschen wandeln, die so mächtig sind, dass niemand sie mehr besiegen kann. Auch Raed spürt die Veränderungen, denn der Rossin in ihm wird immer mächtiger. Währenddessen zieht der völlig wahnsinnige Kaiser durch die Ländern und metzelt nieder, wen er für seine Gegner*innen hält. Doch die wahre Entscheidung wird in der Hauptstadt Vermillion getroffen und es sind Sorcha, Raed und Merrick, die nur gemeinsam die Rettung herbeiführen können...

Der vierte und letzte Teil der Reihe führt konsequent auf den finalen Kampf hin, den vor allem Sorcha bestreiten muss. Ich fand es etwas schade, dass man hier nicht mehr so wirklich viel Neues über die Welt erfährt, aber vielleicht war das beim letzten Band auch zuviel verlangt. Jedenfalls steuert alles auf den finalen Showdown hin und besonders die Frage, was der Rossin plant, sorgt für Spannung. Das Ende war aus meiner Sicht gut erzählt, ich denke aber auch, dass die Geschichte damit auserzählt ist und kein Potenzial für weitere Bände geboten hätte.

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Sophie Clark "Cruel is the light"

Die Welt ist gefangen in einem Kampf zwischen Dämonen und der römischen Kirche. Seitdem vor Jahren tatsächlich Gott erschienen ist und beinahe getötet wurde, ist der Vatikan auch die größte politische Macht. Exorzist*innen bekämpfen in seinem Auftrag Dämonen und andere übernatürliche Wesen. Selene Alleva ist eine von ihnen, wenn nicht sogar die Beste. Doch sie steht im Schatten ihres Vaters, der sich vom ranghohen Mitglied des Vatikans zum Ketzer wandelte und dafür hingerichtet wurde. Leon Lacroix ist ein Waisenjunge, der wie alle Waisen nach der Volljährigkeit zum Kriegsdienst eingezogen wurde und seitdem an der Front in Tschechien gegen Dämonen kämpft. Als er nach einem verheerenden Angriff desertiert und mehr über seine Herkunft erfahren will, kreuzen sich seine Wege und die von Selene. Nachdem die beiden sich zu Beginn eher misstrauisch gegenüberstehen, erkennen sie bald, dass sie zusammenarbeiten müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Dass sie dabei auf das zentrale Geheimnis des Vatikans stoßen werden und es mit einem Dämonenlord zu tun bekommen, hätten beide aber wohl nicht geahnt...

Mir hat vor allem die Welt, in der das Buch spielt, sehr gut gefallen. Ich mag ja solche alternativen Realitäten, insbesondere wenn sie wie hier mit Religion und Dämonen angereichert werden. Die beiden Hauptfiguren sind sympathisch, welches man als Leser*in mit ihnen mitfiebert und sich neben der actionreichen Handlung auch dadurch Spannung aufbaut. Die Lovestory zwischen den beiden hätte ich nicht unbedingt gebraucht, sie schadet dem Buch aber auch nicht. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird.

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Julia Kuhn "Ravenhall Academy - Verborgene Magie"

Eigentlich hätte Lilly Campbell die Zeit bis zum Beginn ihres Studiums lieber in Italien verbracht, doch stattdessen hilft sie ihrer Großmutter in derem Buchladen. Bald wird sie Zeugin einiger merkwürdiger Vorkommnisse, doch das größte Geheimnis enthüllt schließlich ihre Grandma: Lilly entstammt einer Familie von Hexen und hat diese Fähigkeit geerbt. Statt zum Literaturstudium nach London geht es für sie auf die Ravenhall Academy und damit in eine ihr bisher völlig unbekannte Welt. Schnell findet sie hier zwar Freund*innen, doch etwas geht vor in der magischen Welt. Zunächst werden nur Anschläge auf tierische Gefährt*innen verübt, dann sogar auf die Fee Elanor, Lillys Zimmergenossin. Ist ein uraltes Böses auf dem Weg zurück in die Welt der Hexen?

Das Buch ist sicher recht nett, für mich aber zu clean und zu niedlich. Vermutlich bin ich nicht die Zielgruppe, ich könnte mir vorstellen, dass es jüngeren Leser*innen besser gefällt. Wobei ich auch die Idee der Geschichte jetzt nicht so wirklich innovativ finde, vieles erinnerte mich sehr an Hogwarts und die Harry-Potter-Reihe. Sprachlich ist es so geschrieben, dass es sich sehr angenehm und entspannt liest, Spannung ist bei mir dafür aber leider auch nicht wirklich aufgekommen.

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Annika Strauss mit Sebastian Fitzek "REM"

Dass sie nicht einschlafen darf, ist das letzte, woran sich Alyssee von ihrem Vater erinnert. Damals war sie vier Jahre alt und ihr Vater ist kurz danach verstorben, angeblich genauso ermordet wie auch ihre Mutter. Als Kind plagten sie Alpträume, die sich zu Schlafstörungen manifestierten, die auch im Erwachsenenalter anhielten. Doch Alyssee ist sich sicher: Irgendetwas ist dran an der Warnung, dass etwas Bedrohliches in ihrem Schlaf auf sie lauert. Als sie plötzlich von einem angeblichen Erbe ihres Vaters erfährt, macht sie auf zu dem ehemaligen Hotel, das ihm als Forschungsanlage gedient hat. Hier muss die junge Frau erfahren, dass die Geheimnisse ihrer Familie noch viel gefährlicher sind als sie erwartet hat...

Puh, nee, aber sorry, das war leider nichts. Ich hatte einen Horror-Roman erwartet, wirklich unheimlich fand ich aber leider so gut wie nichts. Also kein Gruselfeeling, egal an welcher Stelle. Die Auflösung war selbst mir zu abgedreht und hat mich überhaupt nicht überzeugt. Das einzig Positive ist, dass sich das Buch recht schnell liest, auch weil es eher dünn ist. Irgendwie schade - ich habe andere Bücher beider Autor*innen gelesen, die mir gut gefallen haben, aber hier haben sie das nicht hinbekommen.

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Asuka Lionera "Nordic Clans I"

Yrsa ist eine der wenigen weiblichen Clanführerinnen und ihre Leute vom Küstenclan gelten als eher unbedeutend und schwach. Dennoch reist sie zum Wettbewerb aller Clans, wo der neue Than der Thane ermittelt werden soll. Mehr noch als auf diesen Titel hofft sie allerdings darauf, dort den Anführer des Schwingenclans zu treffen, um ihren Vater zu rächen. Doch die Begegnung mit Kier ist anders als erwartet und bald beginnt sie ihr Vorhaben zu hinterfragen. Doch sie hat einst den Göttern geschworen ihren Vater zu rächen und nun nimmt ein blutgieriger Schwurschemen Besitz von ihr, sobald sie Kier nur ansieht. Doch das Schicksal scheint anderes mit ihnen vorzuhaben, denn mehr als einmal verlangen die Aufgaben im Wettbewerb von den beiden zusammenzuarbeiten...

Das Buch ist ein Fantasyroman, dessen Welt von den Wikingern inspiriert zu sein scheint. Das und die Sache mit dem Wettbewerb hatte ich ganz spannend gefunden, aber ich muss leider sagen, dass mit der Hauptfigur, Yrsa, irgendwie überhaupt nicht warmgeworden bin. Sie ging mir ziemlich auf die Nerven mit ihrem Verhalten und - Besessenheit hin und her - fand dieses auch alles andere als nachvollziehbar. Aus meiner Sicht daher leider keine Leseempfehlung.

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Robert Jackson Bennett "A drop of corruption"

Ein neuer Fall für Dinios Kol und seine Chefin Ana Dolabra: In der Hafenstadt Yarrowdale wird ein Mitarbeiter des imperialien Schatzamtes vermisst. Doch sein Zimmer war im höchsten Stock eines Turms, alle Türen und Fenster verschlossen und keine Spuren eines Eindringlings. Wie konnte der Mann verschwinden? Tage später werden Teile seiner Leiche in den Kanälen außerhalb der Stadt gefunden - die Reste wurden offenbar von Schildkröten gefressen. Für Ana und Din beginnen heikle Ermittlungen, denn Yarrowdale gehört noch nicht zum Imperium. Durch seine Nähe zum Schleier, wo die toten Leviathane verändert werden, ist es jedoch von enormer Wichtigkeit für das Reich und so wurde vor 100 Jahren ein Pakt geschlossen, der einen Beitritt in der Zukunft zusicherte. Dieser steht nun unmittelbar bevor und Delegationen verhandeln die Einzelheiten. Ana und Din müssen daher nicht nur kriminalistisch brilliant sondern auch politisch extrem vorsichtig vorgehen. Und zu allem Überfluss erweist sich ihr Gegner noch als unglaublich klug und scheint jede ihrer Handlungen vorherzusehen...

Der zweite Band dieser fantastischen Krimi-Reihe ist genauso genial wie der erste. Wieder wird ein komplexer Fall beschrieben, den die Ermittler*innen lösen müssen, wieder spielt Politik eine wichtige Rolle und erneut erfährt man als Leser*in so einiges für diese Welt, die ich immer besser durchdacht finde. Ich habe das Buch nahezu an einem Tag durchgelesen, so fasziniert war ich von der Geschichte und den Charakteren. Ich hoffe sehr auf weitere Bände, diese Bücher machen einfach zu viel Spaß.

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