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Kendra Elliot "Merciful truth"

In Eagle's Nest geht ein Feuerteufel um, weshalb der Fall zunächst nur Polizeichef Truman Daly betrifft. Als jedoch beim nächsten Brand zwei Officer erschossen werden und kurz darauf die Leiche eines unbekannten Mannes gefunden wird, kommt auch FBI-Agentin Mercy Kilpatrick ins Spiel. Gemeinsam werden die Ermittlungen aufgenommen, die bald zur Farm von Tom MacDonald führen, der recht neu in Eagle's Nest ist. Was plant er auf seinem Grundstück wirklich und könnte er dem möglichen Täter Unterschlupf gewähren. Als sich herausstellt, dass MacDonald eine regierungsfeindliche Miliz aufbaut, wird die Sache für beide Ermittler sehr gefährlich...

Auch der zweite Band der Reihe hat mir sehr gut gefallen - ich mag einfach das ganze Setting um die Prepper, auch wenn ich persönlich nie in einem solchen Ort leben könnte. Ein wenig gestört hat mich der Anteil, in dem es um Mercys Privatleben mit ihrer Nichte und ihre Probleme mit ihrer Familie ging - ich wollte einen Thriller lesen, kein Familiendrama. Aber offenbar gehört es bei dieser Reihe dazu, dass die Fälle immer einen persönlichen Bezug zur Hauptfigur haben. 

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Scarlett St. Clair "Terror at the Gates"

Lilith Leviathan ist zwar Mitglied einer der fünf Familien, die über die Stadt Eden herrschen, doch als Frau bedeutet das ein Leben im goldenen Käfig. Zwar verfügen nur Frauen über magische Fähigkeiten, doch die mächtige Religion verfügt, dass ihre Väter und Ehemänner über ihr Leben bestimmen und ihre Macht nutzen dürfen. Lilith gelingt es, ihren Vater zu überzeugen, eine Zeitlang in Nineveh alleine leben zu dürfen - unter dem wachsamen Auge von Zahariev Zareth, dem Oberhaupt der dort herrschenden Familie. Zahariev ist jedoch ähnlich rebellisch veranlagt wie Lilith und lässt ihr so einiges durchgehen. Alles ändert sich jedoch an dem Tag, an dem Lilith einem unbekannten Mann einen Dolch stiehlt, den dieser angeblich der Kirche entwendet haben will. Der Dolch scheint über rätselhafte Kräfte zu verfügen und bald wird Lilith nicht nur von Kirche sondern auch noch einer anderen Gruppe gejagt...

Ich mochte die Welt, die hier entwickelt wurde, sehr gerne - sie ist stark von religiösen Elementen geprägt und gut durchdacht. Zwar hatte ich einen Standalone-Roman erwartet, doch das hat sich als falsch herausgestellt - es wird wohl weitergehen und ich bin wirklich gespannt, was sich hier noch entwickelt. Die Art, wie in Eden mit Frauen umgegangen wird, kann einen nur wütend machen - ich hoffe sehr auf Revange in den Fortsetzungen. Die ausführliche Liebesgeschichte zwischen Lilith und Zahariev hätte ich nicht gebraucht, sie ist aber okay.

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Philippa Ballantine "Die Runen der Macht - Göttliche Rache"

Die Wege von Sorcha, Merrick und Raed haben sich eigentlich getrennt, doch dann hat Sorcha bei einem Einsatz eine Vision, die ihr zeigt, dass Raed in großer Gefahr schwebt. Merrick und sie können sich unter die Gesandtschaft des Kaisers nach Orinthal mischen, wo Sorcha Raed gesehen hat. Der befindet sich auch tatsächlich in der Bienenkorbstadt, um dort nach seiner verschwundenen Schwester zu suchen. Was niemand ahnt: In Orinthal erwartet sie Hatipai, eine Gottheit aus der alten Zeit, die von der Schwester des Kaisers entfesselt wurde. Und selbst für den Rossin, Raeds Fluch, könnte diese Gegnerin eine ernste Herausforderung werden...

Mit dem zweiten Band der Reihe bin ich deutlich schneller warmgeworden als mit dem ersten. Wie ich vermutet hatte, muss man sich einfach in die recht komplexe Welt hineinfinden, aber genau diese Art von Fantasy mag ich ja. Es wird auch tatsächlich noch umfassender, was das Worldbuilding angeht und als Leser*innen erfahren wir einiges über die Hintergründe - dieses Mal auch deutlich mehr über Merrick. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der mich sehr neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat. 

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Emily Rudolf "Die Housesitterin"

Eine familiäre Tragödie hat Cecillias Leben vollkommen verändert, seitdem schlägt sie sich als Nachhilfelehrerin und Housesitterin durch. Insbesondere der letzte Job hat es ihr angetan, bekommt sie doch so Einblicke in das Leben der Menschen, deren Wohnungen sie hütet. Ihr neuester Auftrag betrifft die Villa der reichen Unternehmenerfamilie Waldner auf einer Privatinsel. Die perfekte Chance ihre Freunde zu einem gemeinsamen Wochenende dort einzuladen und ihnen ihren neuen Freund vorzustellen. Wie werden sie wohl reagieren, wenn sie erfahren, dass es Johannes Waldner ist, der kürzlich das Familienunternehmen geerbt hat? Bald stellt sich heraus, dass mehr als eine*r der Anwesenden eine gemeinsame Vergangenheit hat und das Zusammentreffen zu einem ganz anderen Zweck als dem Kennenlernen geplant wurde...

Ich mag die Thriller der Autorin und damit auch dieses Buch, das spannend geschrieben ist und dass ich kaum aus der Hand legen konnte, weil ich wissen musste, wie es weitergeht. Die Plottwists sind überraschend, aber logisch und das Ende hätte ich so nicht erwartet - also ein gelungener Thriller. Was mich etwas stört, ist, dass ich eine Art in den Handlungen der Autorin zu erkennen glaube - das ist bei drei Büchern noch okay, ich hoffe aber sehr, dass das nächste dann doch mal ganz anders wird.

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Amélie Wen Zhao "Dark star burning - Das Letzte Kaiserreich"

Lan ist tief enttäuscht von Zens Verrat, doch weiterhin entschlossen, den Göttertöter zu finden, um die Welt von den Dämonengöttern zu befreien. Dass sie sich mit dem Silbernen Drachen verbinden musste und Zen einen Pack mit der Schwarzen Schildkröte geschlossen hat, bestärkt sie nur in ihrer Mission. Ihre Suche führt sie zu einem der größten Geheimnisse des Kaiserreichs und bald muss sie erkennen, dass einige Dinge anders sind als sie zunächst schienen und von den Mächtigen erzählt wurden. Doch Lan läuft die Zeit davon, denn auch die Elantiner suchen nach den Dämonengöttern und scheinen einem von ihnen immer näher zu kommen. Lan mag sich die Folgen davon nicht ausmalen und ist dadurch auch bereit mit der Person zusammenzuarbeiten, der sie nie wieder vertrauen wollte: Zen...

Das Buch ist wie auch der erste Band der Reihe gut geschriebene Fantasy in einem asiatisch-inspirierten Setting. Ich hatte den ersten Band leider vor einiger Zeit gelesen und muss daher gestehen, dass es mir etwas schwer gefallen ist, wieder in die Geschichte und die Welt mit ihrer Magie hineinzufinden. Irgendwann ging es dann aber. Mich irritieren immer noch die Hauptfiguren. Lan wird definitiv als 16-jährige beschrieben, Zen an mehreren Stellen als Junge bezeichnet. In einem Rückblick, den Lan erlebt, zeigt sich dann aber, dass er zwölf Jahre älter ist als sie (was auch dazu passt, dass er sich an das Leben bei seinem Clan erinnert). Dann wäre er aber 28 Jahre als die beiden sich kennenlernen und damit definitiv kein Junge mehr aus der Sicht von Lan. Ich frage mich, ob ich hier etwas verpasst habe, es ein Übersetzungsfehler ist oder die Autorin sich irgendwo verrechnet hat.

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Anne Stern "Die weisse Nacht" (Der erste Fall für Lou & König)

Berlin 1946: Die Stadt und ihre Bewohner*innen leiden unter den Nachwirkungen des Krieges, Lebensmittel sind knapp und der Winter zusätzlich noch bitterkalt. Wie alle schlägt sich die junge Marie Louise, genannt Lou, Faber mehr schlecht als recht durch - ihre Fotos kann sie kaum verkaufen. Als sie Ruinen fotografiert, findet sie die Leiche einer Frau. Ihre erste Begegnung mit Kommissar Alfred König ist von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Die Polizei hat keinen guten Ruf, zu viele ehemalige Täter*innen konnten ihre Stellen behalten. König ist anders, hat zumindest spät erkannt, welchem Regime er gedient hat und dafür mit seiner Gesundheit bezahlt. Doch auch er muss mit den Mängeln leben, die den neuen Polizeialltag ausmachen. Bald erkennt er, dass er die Hilfe von Lou bei seinen Ermittlungen braucht. Und die beiden müssen sich beeilen, denn die nächste Leiche taucht auf - offenbar befindet sich in Berlin jemand auf einem Rachefeldzug...

Das Buch ist ein guter historischer Krimi. Wenn man Berlin etwas kennt, macht es zusätzlich Spaß zu verfolgen, wo die Handlungen gerade spielen. Mir haben beide Hauptfiguren gut gefallen, zumal sich auch zeigt, dass hier in den Folgebänden noch einiges an Handlungen zu erwarten ist. Nicht ganz überzeugt hat mich, warum die beiden anfangen zusammen zu arbeiten. Okay, König brauchte Lous Fotos - aber danach hätte er es auch gut sein lassen können, mich überzeugen die Gründe hier nicht. Das ist aber nur ein kleines Manko und ich werde das nächste Buch der Reihe sicher lesen, wenn es erscheint.

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Jasper Fforde "Rot"

Es wird gefährlich für Eddie Russet und Jane Grey: Während sie weiter versuchen, die Rätsel ihrer Welt zu lösen und einiges erfahren, womit sie niemals gerechnet hätten, droht ihnen eine Disziplinaranhörung wegen des Todes eines gelben Mitbürgers bei einem Außeneinsatz. Dummerweise war dieser der potenzielle Nachfolger der gelben Präfektin und die will nun Rache an Jane und Eddie, was der Todesstrafe (dem Grünraum) für die beiden gleichkommt. Auch Eddies Vater gerät in Gefahr, weigert er sich doch Befehle von höchster Stelle auszuführen. Jane und Eddie sind sich immer sicherer, dass irgendwer irgendwoanders ist - doch wer sind die Anderen und welche Pläne haben sie mit der Chronomatie?

Ich bin immer noch fasziniert von der Welt und den vielen Anspielungen, die Fforde hier bereit hält. Trotzdem habe ich echt gebraucht, um in dieses Buch reinzukommen und die ersten 100 Seiten brauchten für meine Verhältnisse sehr lange. Danach ging es dann auf einmal und ich war ähnlich gefesselt wie vom ersten Band der Reihe. Ich bin gespannt, ob es noch eine Fortsetzung gibt - das Ende liest sich für mich mehr nach einem Abschluss.

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Emily Rudolf "Die Auszeit"

Viktoria Kaplan ist eine bekannte Influencerin und steht kurz vor einem wichtigen Meilenstein: dem Erreichen von 1 Million Follower*innen. Um dieses Ereignis angemessen feiern zu können, zieht sich Viktoria mit ihren engsten Vertrauten in ein luxioriöses Retreat in den Alpen zurück. Doch die Stimmung ist angespannt, die Verbundenheit und Freundschaft nicht so eng, wie alle nach außen glauben machen. Auch Pierre Karthee der Inhaber des Retreats scheint etwas zu verheimlich. Dann geschieht während eines Unwetters ein Mord. Da es aufgrund des Wetters nicht möglich ist, das Retreat zu verlassen oder die Polizei hinzu zu ziehen, beginnen einige der Anwesenden eigene Ermittlungen. Denn eins ist klar: Unter ihnen muss der*die Mörder*in sein...

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es ist ein spannender und gut zu lesender Thriller. Es braucht ein wenig, um den Überblick über die verschiedenen Charaktere zu erhalten, allerdings werden die Kapitel nur aus vier verschiedenen POVs erzählt, was es etwas einfacher macht. Ich habe mitgerätselt und ehrlich gesagt doch lange gebraucht, um auf die Idee zu kommen, wer es war. Die Auflösung fand ich überraschend aber logisch - ein gutes Merkmal bei einem Thriller. Dies ist jetzt mein zweites Buch von der Autorin (Das Diner mochte ich auch sehr gerne) und es scheint sich ein gewisses Muster in ihren Geschichten abzuzeichnen: eine Freundesgruppe, die Beschränkung auf eine bestimmte Örtlichkeit und Sprünge zwischen dem aktuellen Zeitpunkt und der Vergangenheit. Ich mag das alles, aber wem das nicht so zusagt, sollte vermutlich eher nicht zu diesem Buch greifen.

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A.K. Mulford "The evergreen heir" (The five crowns of Okrith 4)

Neelo Emberspear ist Thornfolge des südlichen Hofes und leider so ganz anders als ihre Landsleute. Neelo ist zurückhaltend, immer mit einem Buch bewaffnet und würde lieber später als früher der aktuellen Königin nachfolgen. Die hat es auch noch trickreich geschafft, Neelo einen Verlobten zu besorgen - mit dem Krieger Talhan ausgerechnet Neelos besten Freund. Die beiden müssen sich mit den Ränken der violetten Hexen auseinandersetzen, die nun den südlichen Hof ins Auge genommen haben. Und offenbar eine Möglichkeit fanden, die Vorliebe der Südländer*innen für Ausschweifungen und Drogen zu ihrem Gunsten zu nutzen...

Der vierte Band der Reihe ist aus meiner Sicht nicht schlecht, hat mich leider aber auch nicht wirklich begeistert. Erzählt wird im üblichen Duktus der anderen Bände, wie immer steht eine Liebesgeschichte im Mittelpunkt, um die herum dann die Rahmenhandlung weiter voran gebracht wird. Dass mit Neelo eine non-binäre Person die Hauptfigur ist, fand ich gut, wobei mich die extreme Unsicherheit dann wieder etwas enttäuscht hat. Es war zunächst ungewöhnlich non-binäre Pronomen zu lesen, nach ein paar Seiten hatte ich mich aber gut daran gewöhnt. 

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Ethan Cross "Im Labyrinth der Rache"

Francis Ackerman Jr. muss sich mit seinem Bruder Marcus und seinen neuem Helfer Jesse auf den Weg nach Glasgow machen. Sein alter Feind Demon hat es so eingerichtet, dass er nach dessen Tod seine Tochter beschützen muss. Denn nur sie und Frank gemeinsam haben Zugriff auf eine Liste der gefährlichsten Verbrecher*innen weltweit - und Frank und seine Mitstreiter brauchen diese, um in der Heimat ihre Köpfe aus der Schlinge zu ziehen. In Glasgow will auch ein ehemaliger Weggefährte von Demon die Datei - und muss bald feststellen, dass er noch nie einen Gegner wie Frank hatte. Aber im Hintergrund zieht ein Mann seine Strippen, vor dem Frank schon als Kind Angst hatte und der jetzt diese Emotion wieder in ihm heraufbeschwört: der Hüter...

Okay, eine neue Reihe um Ackerman - leider wieder mit seinem nervigen Bruder. Die beiden anderen Sidekicks, Nadia und Jesse, gefallen mir da etwas besser. Es taucht mal wieder eine neue mächtige Bedrohung auf - interessant, aber ich vermute, dass auch diese nach einigen Bänden von Ackerman besiegt werden wird. Ansonsten ist das Buch die übliche Kost des Autors, nett für zwischendurch, da man beim Lesen nicht nachdenken muss, aber kein großer Wurf des Thrillergenres.

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