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Matt Dinniman "Dungeon Crawler Carl"

Eigentlich wollte Carl nur schnell nach draußen, um die Katze seiner Freundin (okay, Ex-Freundin) wieder in die Wohnung zu holen. Dies rettete ihm und Prinzessin Donut jedoch das Leben, denn genau in dem Moment zerstörte eine außerirdische Macht sämtliche Gebäude auf der Erde - und alle Lebewesen, die sich in diesen befanden. Den Überlebenden wird die Chance angeboten an einer intergalaktischen Spielshow teilzunehmen. Als sogenannte Crawler müssen sie sich durch Dungeons voller Fallen und feindseliger Lebensformen kämpfen, um das jeweils nächste Level zu erreichen. Carl und Prinzessin Donut nehmen in ihrer Verzweiflung diesen letzten rettenden Strohhalm an - ohne auch nur ahnen zu können, auf welchen Irrsinn sie sich damit einlassen...

Ich hatte von dem Buch schon viel Gutes gehört und muss sagen, ich kann es absolut nur bestätigen. Das ist einfach nur herrlich abgedreht, macht unglaublichen Spaß beim Lesen und ist ein Must-Read für alle Computerspiel- und Rollenspielfans. Denn von beidem finden sich unzählige Elemente in den Ideen des Buches. Ob auch jemand Spaß daran haben könnte, der die Anspielungen und Parallelen nicht kennt, kann ich nicht sagen - ich habe aber meine Zweifel. Wer aber nur einmal mit einem virtuellen Rucksack voller Heiltränke, Waffen und kuriosem anderen Zeug unterwegs war, wird dieses Buch lieben.

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Philippa Ballantine "Die Runen der Macht - Das zerbrochene Band"

Ihr Kampf gegen die Geistherrin Hatipai hat Sorcha Faris fast alles gekostet - ausgebrant liegt sie seitdem auf der Krankenstation, unfähig sich zu regen oder irgendwie mit ihrer Umwelt Kontakt aufzunehmen. Dass sie jedoch in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus der Mutterabtei an einen anderen Ort gebracht werden soll, erscheint da mehr als fragwürdig. Auch ihre Gefährten kämpfen mit Problemen: Raed ist weiterhin auf der Spur seiner Schwester, die sich gegen ihn gewandt hat und dabei ist einen Bürgerkrieg zu entfesseln. Doch ihre neusten Verbündeten scheinen ihre eigenen Pläne zu haben. Merrick Chambers hat sich derweil mit der Schwester des Kaisers, Zofiya, angefreundet. Als diese ihn bittet, einen rätselhaften Adeligen unter die Lupe zu nehmen, kommt er dem gerne nach. Nichtsahnend, dass er damit Ereignisse in Gang setzt, die den Orden an den Rand der Zerstörung bringen...

Die Handlung nimmt in diesem dritten Band immer mehr Fahrt auf und wir erfahren einiges über Sorchas Vergangenheit. Mir gefällt sie als Figur weiterhin sehr gut, starke Frauen sind in der High-Fantasy leider nicht häufig. Die Reihe ist wirklich gut erzählt und die Welt klug konstruiert - ich bin gespannt auf den abschließenden vierten Teil.

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Heba Al-Wasity "Weavingshaw"

Leena Al-Sayer und ihre Familie müssen sich als Flüchtlinge ohnehin schon durchschlagen, doch nachdem der Vater verhaftet wird, weil er eine Gewerkschaft gründen wollte, wird die Lage noch prekärer. Als ihr Bruder dann auch noch schwer erkrankt, sieht Leena keine andere Möglichkeit, als den berüchtigen Saint der Stille aufzusuchen, um ihm ein Geheimnis zu verkaufen. Die Tatsache, dass Leena Geister sehen und mit ihnen kommunizieren kann, bringt ihr jedoch nicht nur die erwünschte Medizin, sondern auch einen weiteren Vertrag mit dem Saint. Dieser sucht ein Artefakt, von dem vermutlich nur ein Geist weiß, wo es sich befindet. Doch die Suche danach bringt Leena in Kontakt mit Dämonen und einer gefährlichen Geheimgesellschaft der herrschenden Klasse - und deutlicher näher an den Saint als ihr lieb ist...

Wow, ich bin begeistert von diesem Buch, von dem ich hoffe, dass es der Auftakt zu einer Reihe ist. Das viktorianische Setting, der Gothic-Flair, die Geschichte mit ihren fantastischen Elementen - mir hat das alles einfach nur unglaublich gut gefallen. Leena ist eine interessante weibliche Hauptfigur und auch der Saint mit seinem mysteriösen Nimbus versteht zu faszinieren. Ich hoffe wirklich auf einen bald erscheinenden zweiten Band, weil ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

5
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Yvy Kazi "A curse unbroken"

Gemma Stone ist eine moderne Hexe und als solche auch im Internet aktiv. Als sie in einer Tarotsitzung auch den skeptischen Dark Duke von ihren Fähigkeiten überzeugen kann, bittet dieser sie in der realen Welt um Hilfe. Hinter dem Duke verbirgt sich der junge Student Darren Hunter, der unter einem Blutfluch leitet, den sein eigener Vater gegen ihn ausgesprochen hat. Gemma ist der junge Mann sympathisch und sie versucht mit allen Mitteln, ihn von dem Fluch zu befreien. Doch dabei kommen sie und Darren auf die Spur einer großangelegten Verschwörung und machen sich einen mächtigen Clan von Schwarzmagier*innen zum Feind...

Das Buch ist nette Urban-Fantasy mit einer gut durchdachten Story und Welt. Mir war Gemma als Hauptfigur etwas zu gutherzig, ich mag lieber Charaktere, die auch mal negative Seiten haben - aber alles in allem kann man mit den beiden gut mitfiebern. Das Ende hat einen Cliffhanger, der neugierig auf den weiteren Band der Reihe macht, den ich durchaus gewillt bin zu lesen.

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Michelle Thate "Mirror, Mirror - tell me lies"

Vor Jahren wollte die Hexe Asmodea mehr Macht als ihr zustand und wurde in letzter Minute von ihren Halbschwestern daran gehindert, diese zu ergreifen. Sie sprach jedoch einen Fluch aus, der den Menschen die Magie nahm und Eis und Schnee schuf, die sich immer weiter über einst fruchtbares Land ausbreiten. Neera ist die Prinzessin des Reiches Phersia und wird von ihrer Mutter nicht sehr geschätzt, um es mal vorsichtig auszudrücken. So kommt es auch für sie nicht überraschend, dass sie als Mittel zum Zweck genutzt werden soll, um ein Bündnis mit dem Dämonenreich Gehenna einzugehen. Doch wider aller Vernunft fühlt sie sich unwiderstehlich zu Prinz Cirian hingezogen - und dieser zu ihr. Während die beiden noch versuchen, ihre Gefühle zueinander zu sortieren, wird eine gefährliche Bedrohung immer präsenter: Asmodea ist nicht gestorben, wie viele dachten, sondern lebt in den Spiegeln weiter und will nun endlich die Macht, die ihr damals vorenthalten wurde...

Das Buch wurde als Schneewittchen-Retelling bezeichnet und ich sehe auch durchaus in einigen Punkten hier die Parallelen. Den Teil fand ich auch gut, weil ich diese Art von Büchern grundsätzlich mag. Die Welt hat mir auch gut gefallen, die ganze Hintergrundstory und die Wesen, die es gibt, sind interessant und da es ein Standalone ist, kommt man als Leser*in auch gut in das Geschehen rein. Was mich aber wirklich genervt hat, war die Liebesgeschichte zwischen Neera und Cirian. Selbst wenn das Enemies-to-Lovers sein sollte, ist es für mich leider nicht überzeugend gewesen. Die Beiden haben sich dauernd unerklärlich verhalten und das hat jegliche Dynamik zwischen den Hauptfiguren verhindert. 

3
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Kayvion Lewis "Royal Gambit"

Seit den Ereignissen beim Ende des letzten Gambit muss Ross Quest weiterhin für die Organisation arbeiten, um sich und ihre Familie zu schützen. Doch nun wird die Organisation selbst zum Mittelpunkt eines Machtkampfs: Mit Baron will eine bisher unbekannte Figur die Leitung übernehmen und Comte von ihrer Position verdrängen. Um die Sache zu entscheiden, wird ein neues Gambit ausgerufen. Da sich Devroes Mutter auf die Seite von Baron stellt, entscheidet sich Ross für Comte. Der Wettbewerb trennt Freundschaften und vergrößert die Kluft zwischen Ross und Devroe, der sich noch immer zu ihr hingezogen zu fühlen scheint. Doch Ross ist klar: Wenn Devroes Mutter auf der Seite der Gewinner steht, dann überlebt kein Mitglied der Familie Ross.

Ich war ja schon vom ersten Band etwas enttäuscht und dieser zweite ist leider auch nicht besser. Es wird erneut ein ähnliches Muster für die Handlung gewählt - eine Aufgabe mit einem spektakulärem Coup nach dem anderen bis zum Showdown. Mir blieben die Figuren dieses Mal viel zu flach - keine schien sich nach dem ersten Band weiterzuentwickeln und wirkliche Spannung ist für mich kaum aufgekommen. Schade, ich hatte mir von der Grundidee mehr versprochen, aber irgendwie war das hier nicht so mein Ding. 

2
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Sarah Pearse "Die Wildnis"

Eigentlich wollte sich Detectice Elin Warner in Portugal beim Wandern erholen und das Verhältnis zu ihrem Bruder Isaac verbessern. Doch vor Ort treffen sich auf eine merkwürdig verschlossene Gemeinschaft von Camper*innen und bald muss Elin erfahren, dass ihr Bruder einem Freund versprochen hat, nach dessen verschwundener Schwester zu suchen, die das letzte Mal in Portugal gesehen wurde. Die Geschwister stoßen auch auf Hinweise, dass die junge Frau tatsächlich dort war - doch ihre weiteren Spuren verlieren sich. Haben die Camper*innen etwas damit zu tun? Ihrer Ermittlungen führen Elin und Isaac auf die Spur eines extrem manipulativen Mannes und zerstören gleichzeitig eine Freundschaft...

Die beiden ersten Bände der Reihe waren für mich ja okay, wenn auch keine herausragenden Thriller. Dieses Buch hat mich leider völlig enttäuscht und kaum Spannung aufgebaut. Damit überhaupt etwas passierte, wurde immer wieder zwischen den Erzählperspektiven und Zeiten gesprungen, was für aber leider die Spannung auch nicht wirklich gesteigert hat. Die Reihe um Elin Warner scheint damit zu Ende zu sein, was ich gut finde, da ich den Eindruck habe, ihre Geschichte war spätestens mit Band 2 auserzählt.

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Stacia Stark "Empire of Blood - We who will die"

Arvelle schlägt sich als Leibwächterin durch, um sich und ihre Brüder über Wasser zu halten. Insbesondere das Heilelixier, dass einer ihrer Brüder braucht, ist teuer und selten. Doch so selten, dass es plötzlich keine Apotheke mehr führt, nun auch wieder nicht. Sie muss bald herausfinden, dass ein Vampir alles aufgekauft hat, um sie erpressen. Tut sie, was er will, heilt er ihren Bruder und ermöglicht ihnen allen die Flucht in den Norden. Doch die Gegenleistung dafür scheint unmöglich: Sie soll dem Imperator töten - einen uralten, von einem Gott erschaffenen Vampir, der noch dazu minutiös bewacht wird. Doch Arvelle bleibt nichts anderes übrig, als sich auf die Sache einzulassen. Um auch nur die geringste Chance zu haben, ihren Auftrag zu erfüllen, muss sie an der Auslese teilnehmen, einem Arenawettkampf, den nur Wenige überleben - und der Arvelle mitten hinein in die Intrigen und Machtkämpfe der Mächtigen führen wird...

Ich habe die ersten 100 Seiten gebraucht, um wirklich in das Buch hineinzukommen, was schade war, denn es war als Lektüre für eine längere Bahnfahrt gedacht. Da habe ich dann irgendwie kaum gelesen - irgendwann zwischen Seite 100 und 150 hatte es mich dann aber zuhause so gepackt, dass ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Ich fand die Welt faszinierend und gut konstruiert - sie erinnert an das Antike Rom, nur eben mit Vampiren und anderen Fantasiewesen. Arvelle als Hauptfigur hat durchaus ihre Stärken, manchmal hatte ich aber das Gefühl, dass sie sich etwas zu leicht manipulieren lässt. Die Hintergrundgeschichte, die sich andeutet, hat mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird. 

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Jana Hoch "The Jewel Secrets"

Darcy Green schlägt sich in Edinburgh mehr schlecht als recht durch. Als ihr dann auch noch ein geerbtes Schmuckstück gestohlen wird und ihr Mitbewohner mehr von ihr einfordert als Freundschaft, scheint alles in einer kompletten Katastrophe geendet zu haben. Da taucht plötzlich ein Anwalt auf, der sie zu einem Wettkampf um das Erbe einer bekannten Malerin einlädt. Obwohl sie überzeugt ist, dass es sich um einen Irrtum handeln muss, nimmt sie die Einladung an - schließlich hat sie dadurch wenigstens ein Dach über dem Kopf. Doch bald ist sie fasziniert von den Rätseln, mit denen sie auf der Privatinsel konfrontiert wird, und findet unter den anderen Kandidati*innen sogar Freund*innen. Wäre da nicht der arrogante Dorian, mit dem sie jedoch äußert erfolgreich zusammenarbeiten kann. Doch Dorian zu vertrauen wäre ein großer Fehler, das hat er schließlich selbst zu Beginn deutlich gemacht - oder?

Die Handlung hat mich an TV-Formate wie Bachelor erinnert - auch hier sind Kameras dabei, es gilt Aufgaben zu lösen und bei gestellten Aktivitäten mitzumachen. Zusätzlich sind dann noch die Abende, an denen sich die Anzahl der Teilnehmer*innen reduziert. Im Moment wirkt dieser ganze Wettkampf um das Erbe für mich noch nicht ganz schlüssig, ich habe aber Hoffnung, dass sich noch klärt, warum die Malerin so einen Aufwand inszeniert hat. Darcy hat mir als Hauptfigur mit tragischer Vergangenheit und psychischen Problemen sehr gut gefallen und Dorian hat genau das richtige Maß an mysteriösem Typen, das ich mag. Das Buch hat sich sehr angenehm zum abendlichen Entspannen lesen lassen und ich bin durchaus gespannt auf die Fortsetzung.

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Laurie Harmening "Montcrest University I"

Die Montcrest University ist ein exklusives Internat in den Schweizer Alpen, in dem Schattenengel und Dämonen zu Bösewichten erzogen werden. Dieses Jahr jedoch ist der sonst übliche Wettkampf unter den Schüler*innen noch härter: Wer es unter die zehn Besten schafft (gemessen am Evil Score), darf an der Expedition in die Hölle teilnehmen, um die Flamme der Verdammnis auf die Erde zu holen. Grace Blackmore ist ein Schattenengel und das erste Jahr an der Montcrest. Ihr Ziel ist klar, sie muss eine derjenigen sein, die an der Expedition teilnehmen. Um dies zu erreichen, ist sie bereit alles zu tun. Ihr größter Widersacher wird der bisherige Star der Schule, der Dämon Isak Volstrom. Beide lassen nichts aus, um den anderen auszustechen, gleichzeitig fühlen sie eine starke Verbindung zueinander. Doch beide haben Geheimnisse und keine*r von beiden ist bereit, diese zu offenbaren...

Ich mochte das grundlegende Setting der Welt mit den Dämonen und Schattenengeln, der Sündenmagie etc. Grace und Isak sind durchaus faszinierende Charaktere, aber alle anderen blieben mir leider etwas zu blass. Iriitiert hat mich vor allem, dass ich im Vorfeld von einigen gehört habe, Grace sei Autistin und wie toll es sei, endlich einen Fantasyroman mit einer autistischen Hauptfigur zu haben. Hätte ich auch spannend gefunden, nur: Grace wirkt auf mich nicht wie Autistin. Sie ist zielstrebig, fokussiert, ernst und selbstbewusst. Vielleicht habe ich auch Hinweise nicht erkannt, aber für mich haben wir hier eine starke weibliche Hauptfigur - nur keine Figur aus dem Spektrum. Naja, wie auch immer. Das Ende ist echt fies und ich bin wirklich gespannt auf die Fortsetzung.

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