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Buchstabensalat

Andreas Eschbach "Nationales Sicherheits-Amt"

Deutschland 1942 in einer alternativen Realität: Dank der Vorarbeiten zur analytischen Maschine haben Wissenschaftler schon im Kaiserreich den Komputer und das Weltnetz erfunden. Zwar verlor Deutschland mit dem Krieg auch alle damit zusammenhängenden Patente, aber die Technik war in der Welt und verbreitete sich. Mittlerweile nutzt jede*r sein VoTel (das VolksTelefon), das Deutsche Forum oder die Software Tagebuch. Im Nationalen Sicherheits-Amt laufen die Daten zusammen, von denen nur die wenigsten Deutschen wissen, wie umfassend jedes Detail ihres Lebens hier gespeichert wird. Helene arbeitet als Programmiererin für das Amt und erweist sich als äußerst begabt in ihrem Beruf. Das bringt ihr die Beteiligung an einigen Geheimprojekten ein und bald muss sie erkennen, zu welchen Zwecken ihre Arbeit eingesetzt wird. Helene wird immer verzweifelter, denn ihr widerstreben die meisten Ziele des NS-Regimes. Und zusätzlich hütet sie auch noch ein gefährliches Geheimnis, das, wenn es ans Licht kommen würde, nicht nur ihren Tod bedeuten würde...

Das Buch greift eine wirklich spannende Frage auf: Was wäre gewesen, wenn die NS-Diktatur auf Technik und Methoden moderner Datenverarbeitung hätte zurückgreifen können? Dieser Gedanke wird für mich sehr überzeugend dargestellt und ist damit auch unglaublich erschreckend. Schon im ersten Kapitel wird deutlich, wie das Regime vorgeht, um seine vermeintlichen Feinde zu finden und zu beseitigen. Was mich an dem Buch jedoch stört, ist die Liebesgeschichte, die unbedingt dazu kommen musste. Wieso konnte sich Helene für ihre Taten nicht auch aus moralischen Erwägungen entscheiden, sondern eigentlich nur um ihre Liebe zu schützen? Das Ende ist dafür wieder sehr beeindruckend und ich möchte nicht spoilern, aber - wer Happy Ends mag, sollte dieses Buch besser nicht lesen.

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
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Timothy Zahn "Thrawn"

Auf einem Planeten am äußersten Rand des Imperiums wird eine verlassene Hütte gefunden. Wer hier gelebt hat, scheint nicht auffindbar. Dann mehren sich rätselhafte Vorfälle und Angriffe, so dass die Einsatztruppen wieder zurück an Bord ihrer Schiffe geholt werden. Dabei transportieren die Imperialien jedoch auch einen blinden Passagier, wie sie zum Glück noch rechtzeitig erkennen: Thrawn, einen Angehörigen des Volk der Chiss. Der Imperator zeigt deutliches Interesse an ihm, insbesondere als dieser berichtet, in der Vergangenheit mit einem Jedi-General zusammengearbeitet zu haben: Anakin Skywalker. Thrawn bekommt die Chance, sich in der Welt der imperialen Streitkräfte hochzuarbeiten. Der Chiss lernt schnell und ist ein brillianter Taktiker. Doch politisches Gespür oder gar Diplomatie liegen ihm überhaupt nicht. Mit seinen Freunden steigert sich daher auch die Zahl seiner Feinde. Solange er jedoch die Gunst des Imperators genießt mag niemand gegen den Chiss vorgehen. Doch diese Gunst ist vor allem von einem Faktor abhängig: Ist Thrawn wirklich von seinem eigenen Volk verbandt worden oder ist dies nur eine weitere taktische List des klugen Strategen?

Ich muss gestehen, dass dies mein erster Star-Wars-Roman ist - bisher hatte ich mich ausschließlich auf die Filme fokussiert. Ich weiß nicht, ob es an meiner generellen Begeisterung für die Welt liegt, aber das Buch hat mir recht gut gefallen. Es ist sicher kein literarisches Highlight, aber eine spannende und gut erzählte Sci-Fi-Story. Die Figur Thrawn finde ich ausgesprochen faszinierend und einem guten Bösewicht konnte ich ja noch nie widerstehen. Von daher freue ich mich auf die weiteren Bände der Reihe um ihn und komme dann hoffentlich auch mal dazu die Erben-des-Imperiums-Reihe zu lesen, in der er ja auch eine prominente Rolle spielt.

4
Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)
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Nicole Böhm "Spieglein, Spieglein an der Wand" (Das Vermächtnis der Grimms 2)

Kristin Collins und ihre Mitstreiter*innen haben einen ersten Erfolg im Kampf gegen Black Wolf erzielt: Es ist ihnen gelungen, den Verursacher des Ausbruchs zu finden und zu verhaften. Doch bald soll sich zeigen, dass dies nur eine Atempause im Kampf gegen den Grimm ist. Isabelle Hayes entpuppt sich als Isa, eine der überlebenden Massali und Verursacherin der tragischen Ereignisse. Isas Ziele sind einfach: Sie will die alleinige Macht über die Fantasie und damit Herrscherin in der Welt der Menschen und in Abbalion werden. Dafür ist sie auch bereit Moon und die Zauberin Syrantia zu töten. Kristin, Ash und ihre Freunde kämpfen in beiden Welten, um das Schlimmste zu verhindern. Doch es wird immer deutlicher: Der Kampf gegen Isa wird mehr als ein großes Opfer erfordern...

Trotz enttäuschter Erwartung dank des Klappentextes war der erste Band der Reihe ja noch ganz okay. Den hier betrachteten zweiten fand ich hingegen ziemlich langweilig und die ganzen Enthüllungen über diverse Hauptfiguren ziemlich hahnebüchen. Schade, dabei hätte sich aus der Grundidee sicher einiges machen lassen. Aber je länger die Geschichte dauert, desto deutlicher werden die Logikfehler und auch die immer stärker eingestreute Liebesgeschichte ändert daran nichts - ganz im Gegenteil.

2
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Clive Cussler "Höllenjagd" (Isaac Bell 1)

Isaac Bell ist der beste Detektiv der Van-Dorn-Detektei, eines Detektivunternehmens mit Büros in verschiedenen Städten der USA. Doch sein neuer Fall stellt auch ihn vor Herausforderungen: Der Schlächter ist ein ebenso brutaler wie cleverer Bankräuber. Da er alle Anwesenden tötet, kann ihn niemand beschreiben. Dank guter Verkleidungen fällt er nicht auf, wenn er sein nächstes Ziel ausspioniert. Und auch wie er nach seiner Tat entkommt, stellt die Ermittler vor Rätsel. Issac Bell gelingt es jedoch Licht ins Dunkel zu bringen und so schließlich herauszufinden, wer hinter den Taten steckt. Doch sein Gegner entpuppt sich als eine angesehener Bürger San Franciscos mit Freunden in einflussreichen Positionen. Bells Beweise müssen hieb- und stichfest sein, wenn er ihn hinter Gittern bringen will. Und auch sein Gegner bleibt nicht untätig: Er plant nicht nur einen weiteren Überfall, sondern will auch Isaac Bell beseitigen lassen...

Ich mag historische Krimis. Einen, der um 1900 in Amerika spielt, hatte ich bisher noch nicht gelesen, so dass mir dieses Buch interessant erschien. Nach dem Lesen bin ich etwas zwiegespalten. Grundsätzlich habe ich das Buch gerne gelesen, aber wirklich umgehauen hat es mich nicht. Auch ist die Hauptfigur Isaac Bell mir etwas zu perfekt - was der alles kann und weiß zusätzlich dazu, dass er noch wohlhabend, aber großzügig ist und natürlich fliegen die Frauen nur so auf ihn. Das ist dann doch etwas zu viel des Guten.

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
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Italo Calvino "Wenn ein Reisender in einer Winternacht"

Ein Leser kauft den neuen Roman von Italo Calvino. Er gefällt ihm gut, doch etwas stimmt mit dem Buch nicht, wiederholt sich doch plötzlich der Inhalt. In der Buchhandlung erfährt er, dass es ein Problem mit dem neuen Calvino-Roman gab: Es sind mehrere Seiten eines polnischen Romans hineingeraten. Gut, denkt sich der Leser, da er mir so gut gefiehl, kaufe ich eben den polnischen Roman. Doch der Anfang passt so gar nicht zu dem, was er vorher gelesen hat und auch dieses Buch bricht plötzlich ab. Gemeinsam mit Ludmilla, die er in der Buchhandlung kennengelernt hat und die das gleiche Probleme mit den Romanen hat wie er selbst, macht sich der Leser auf die Suche nach dem Ende der gelesenen Geschichte - und findet stattdessen viele Anfänge...

Ich bin auf den Roman durch Dennis Scheck, den ARD-Literaturkritiker, aufmerksam geworden und es klang irgendwie interessant, so dass ich mich mal in anspruchsvollerer Literatur als üblich versucht habe. Insgesamt bin ich mit der Lektüre durchaus zufrieden, es war eine recht amüsante Reise durch die Welt der Lesenden und die vielen Romananfänge, die auf der Suche nach dem neuen Calvino (oder doch dem Roman des polnischen Autors?) durchlaufen werden. Genau die vielen Anfänge waren für jemanden wie mich, die ich ein Buch auch dann noch zu Ende lese, wenn es mir nicht gefällt, allerdings schon Folter. Gut gefallen haben mir die satirischen Töne an vielen Stellen sowie der Kniff mit dem Kapitelnamen. Ich werde hier nicht spoilern, aber das ist mir wirklich nicht aufgefallen. Mal schauen, es könnte sein, dass ich zukünftig noch ein weiteres Buch des Autors lesen werde, er scheint mir durchaus interessant.

3
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Nicole Böhm "Wer hat Angst vorm bösen Wolf?" (Das Vermächtnis der Grimms 1)

Kristin Collins hat eine besondere Fähigkeit: Sie kann zwischen den Zeilen eines Textes lesen und sieht dabei, was der Verfasser getan und gedacht hat, als er diesen schrieb. Eigentlich wollte sie durch Neuseeland reisen - allein, nachdem sich herausstellte, dass ihr Freund sie betrogen hat. Doch als die Fernsehbilder eines Mörders bei ihr eine intensive Vision auslösen, holt ihr Bruder Brayden sie nach Frankfurt zu einer CIA-Spezialeinheit. Kris muss erfahren, dass der Mord, über den sie den Bericht gesehen hat, nicht der Einzige gewesen ist: Eine ganze Serie von ihnen wurde begangen, Auslöser scheint eine Art Virus zu sein, das Black-Wolf genannt wird. Kris erkennt durch ihre Fähigkeiten jedoch die Wahrheit: Das Virus ist ein Fluch und der schwarze Wolf, auch Grimm genannt, existiert tatsächlich. Um das Wesen zu stoppen, setzt sich Kris bewusst weiteren Anlässen für ihre Visionen aus - die sie schließlich in eine märchenhafte Parallelwelt führen, wo sie nicht nur dem Tunichtgut Ash begegnet, sondern sich plötzlich auch mit dem Grimm konfrontiert sieht...

Ich hatte mir unter dem Buch ehrlich gesagt anhand des Klappentexts etwas anderes vorgestellt, mehr in Richtung Urban Fantasy gehend. Stattdessen gibt es jede Menge Elemente, die ich als märchenhaft einordnen würde, recht viel Handlung, die in der Vergangenheit spielt und eine Parallelwelt mit Magie und fantastischen Wesen. Ingesamt ist das Buch nicht schlecht, die Geschichte gut konstruiert und spannend erzählt. Lediglich an einigen kleinere Stellen könnte meiner Meinung besser gearbeitet werden. So finde ich es befremdlich, wenn ein Mensch des 14. Jahrhunderts mit dem Gedanken geschildert wird "Bin ich auf Droge?" Es muss ja nicht die exakte Sprache der damaligen Zeit sein, aber ein bisschen weniger Umgangssprache wäre doch auch möglich gewesen. Das Buch endet mit einem echt fiesen Cliffhanger und ich bin wirklich gespannt auf Band 2.

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
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Mira Grant "Feed - Viruszone"

Eigentlich wollten die Wissenschaftler*innen nur Heilmittel gegen zwei der verbreitetsten Krankheiten finden: Krebs und den Schnupfen. Doch die Kombination der vermeindlichen Heilmittel führte zu einer Katastrophe. Seitdem schlummert in allen Menschen ein Virus, das sie zu Zombies werden lässt. Wer stirbt, muss eine Kugel in den Kopf bekommen, um nicht als Untoter wieder aufzuerstehen. Spontane Vermehrung des Virus töten Menschen in kurzer Zeit und bedingen sogenannte Ausbrüche. Regelmäßige Bluttests zur Ermittlung der aktuellen Virenkonzentration bei Einzelnen sind ein ständiges Prozedere. Weil sich damals die etablierten Medien weigerten, über den Ausbruch der Krankheit zu berichten, sind mittlerweile Blogger*innen als Journalist*innen anerkannt und haben ihren Reporterkolleg*innen den Rang abgelaufen. Shaun und Georgia Mason sind als junge Blogger*innen gerade dabei sich eine immer größere Leserschaft zu erarbeiten, als sie ein unglaubliches Angebot erhalten: Sie wurden ausgewählt, den vielversprechenden Kandidaten Peter Ryman auf seiner Wahlkampftour als Präsidentschafts-Kandidat der Republikaner zu begleiten. Was zunächst wie das große Los wirkt und nach Rymans innerparteilichem Sieg verspricht, den potenziellen zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten zu begleiten, entwickelt sich jedoch nach und nach zu einem Albtraum. Anschläge häufen sich und schließlich kommen Georgia und Shaun einer Verschwörung auf die Spur, deren Protagonist*innen nicht davor zurückschrecken, den Zombie-Virus als Waffe zu benutzen...

Vielleicht nicht unbedingt ein Buch, das jede*r aktuell lesen möchte, aber ich fand es sehr spannend, die Parallelen zur momentanen Situation zu ziehen. Werden wir in ein paar Jahren auch Ansammlungen von mehr als zehn Menschen beängstigend finden? Oder uns daran gewöhnen immer wieder auf ein Virus getestet zu werden? Davon abgesehen wird hier eine wirklich gute Idee zu einer spannenden Geschichte entwickelt, die durchaus zu fesseln versteht. Ein bisschen lahm fand ich allerdings die Auflösung - hier hatte ich anhand des Klappentexts irgendwie eine noch größere Verschwörung erwartet. Und kleine Logikfehler gibt es auch an einigen Stellen, vermutlich fehlte hier ein gutes Lektorat. Empfehlen würde ich das Buch aber trotzdem, ich habe mich gut unterhalten gefühlt.

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
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Markus Heitz "Aera - Die Rückkehr der Götter"

Die Welt im Jahr 2019 ist eine ganz andere, als wir sie kennen. Vor sieben Jahren erschienen plötzlich die Götter auf der Erde - jene Wesen, die man als Thor, Odin, Osiris etc. kannte. Sie zeigten sich ihren Anhänger*innen, traten in der Öffentlichkeit auf und wirkten Wunder. Die Menschen begannen wieder zu ihnen zu beten und sich von ihrem bisherigen Glauben abzuwenden. Ein Gott fehlte nämlich: Jener, der Juden, Christen und Muslime erschien nicht. Seitdem gelten diese Glaubensrichtungen als Sekten und werden teils agressiv verfolgt. In einer Welt vieler Gläubiger ist der Interpol-Ermittler Malleus Bourreau eine Besonderheit: Er ist einer der wenigen Atheisten auf der Welt. Als solcher ist er prädestiert dafür, in Fällen zu ermitteln, an denen Götter beteiligt sind. Denn Malleus hat weder Bedenken diese ins Kreuzverhör zu nehmen, noch sie im Notfall verhaften zu lassen. Sein neuer Fall beginnt zunächst wenig spektakulär, doch bald zeigt sich, dass an den aus dem Laden eines Hehlers gestohlenen Artefakten mehr dran ist, als es zunächst den Anschein hat. Und offenbar ist mehr als eine Person (oder gar eine Gottheit) bereit für die Stücke über Leichen zu gehen...

Hmm, eine Welt, in der fast alle Götter (wieder) da sind, aktiv in das Leben der Menschen eingreifen und einer der wenigen Atheisten als Polizist ermittelt? Klingt verrückt, funktioniert aber in diesem Buch sehr gut und macht großen Spaß beim Lesen. Man merkt natürlich, dass es ein Sammelband ist, der vormals als eBooks erschienene Bände zusammenfasst, aber das hat keine negativen Auswirkungen auf das Leseerleben. Ein bisschen frustrierend ist, dass das Buch auch am Ende einige Fragen offen lässt. Wer ist Malleus Bourreau (der Hammer des Henkers, wenn ich beide Worte richtig recherchiert habe) nun wirklich? Was hat es mit seinen merkwürdigen Zigarren auf sich? Und das sind nur zwei der vielen Fragen, die ich habe. Ich hoffe, dass sich der Autor in der Zukunft noch einmal in diese Welt begibt und eine Fortsetzung hier Abhilfe schafft. Bis dahin muss ich wohl geduldig sein, was mir zugegebenermaßen schwer fällt.

4
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Brian Lee Durfee "Das pechschwarze Herz" (Die fünf Kriegerengel 2)

Auf Gul Kana verschlimmern sich die Ereignisse: Während der König immer misstrauischer gegenüber seiner eigenen Familie wird und nur noch auf seine kirchlichen Ratgeber hört, versucht seine Schwester Jondrael mit den Folgen ihrer Verletzung aus dem Duell mit dem Erzritter Gault Aulbeck zu leben. Tala, die jüngere Schwester von Jondrael und König Jovan, muss dagegen erkennen, dass das mörderische Spiel des Bluthölzlers noch nicht zu Ende ist und immer weitere Kreise zieht. Auch scheint ihre Cousine Lawri immer noch nicht von der Vergiftung geheilt, sondern ganz im Gegenteil tiefgreifende Veränderungen durchzumachen. Der Waisenjunge Nail bricht mit seinen überlebenden Freunden aus Galgenhafen und Angehörigen der Bruderschaft von Mia auf, um zwei weitere Waffen der Kriegerengel zu finden, die sein Vormund Shawcroft versteckt hat. Doch die Orte, zu denen sich die Gefährten aufmachen, sind gefährliche Fallen und mehr als eine*r von ihnen wird sie nicht mehr lebend verlassen. Währenddessen rücken die Invasoren aus Sol Sevier weiter vor und hinterlassen Tod und Zerstörung an allen Orten...

Puh, die komplexe Handlung mit allen Personen und Strängen zusammenzufassen ist noch schwieriger als im ersten Band. Dabei gelingt es dem Autor trotzdem Spannung aufzubauen und so zu erzählen, dass Leser*innen weiter gut folgen können. Mich hat auch dieser Band der Reihe wieder sehr begeistert, die Welt ist detailliert entwickelt und für mich super faszinierend. Ich bin wirklich sehr gespannt auf die hoffentlich bald erscheinende Fortsetzung. Nur mit dem Klappentext des Buches gehe ich nicht konform - ich glaube nicht, dass schon bekannt ist, wer die Inkarnationen der Kriegerengel sind.

5
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Jenn Lyons "Der Name aller Dinge" (Drachengesänge 2)

Seitdem Kihrin in der Hauptstadt den Schellenstein zerstört hat und damit einen Höllenmarsch der Dämonen in Gang setzte, ist er auf der Flucht. In einer abgelegenen Taverne trifft er auf die Joratin Janel Theranon, die genauso aussieht wie das Mädchen, welches ihm ein Dämon einst zeigte. Das Treffen ist nicht zufällig, wie Kihrin bald erkennen muss. Janel ist ebenso wie er in die Ereignisse um den Zauberer Relos Var und die Drachen verstrickt. Abwechselnd erzählen Janel und einer ihrer Begleiter Kihrin ihre Geschichte, der einmal mehr fast verzweifelt, als er erfahren muss, wie weit das von Var gespannte Netz reicht. Und zu allem Übel sucht Janel Kihrins Unterstützung bei einer scheinbar ausweglosen Mission: Ein Drache droht die joratische Hauptstadt anzugreifen, was zu unzähligen Todesopfern führen würde...

Wer sich mit dem ersten Band der Reihe schwergetan hat wie ich, den*die kann ich beruhigen: Der zweite ist deutlich besser. Zwar wird wieder in Rückblicken und mit jeder Menge Kommentaren in Fußnoten erzählt, aber dieses Mal war die Handlung für mich viel besser nachvollziehbar. Bis auf die Stellen, wo es um Kihrins Verwandschaftsverhältnisse ging, die er im Buch selbst damit kommentiert, dass es kompliziert würde, sobald der Stellenstein im Spiel ist. Die Handlung nimmt immer mehr Form an und das Buch endet mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger. Ich muss zugeben, ich bin jetzt doch soweit angefixt, dass ich mich auf Band 3 freue.

3
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