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Microsoft hat ein Add-In für sein Word Programm veröffentlicht, dass "einfaches und richtiges gendern" ermöglichen soll:

Gendergerechte Schreibweise ist in Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft etabliert, der richtige und durchgängige Gebrauch aber oftmals aufwendig. In diesem Gender-Dschungel unterstützt Microsoft die Nutzerinnen und Nutzer mit einem Gendering-Add-In für Microsoft Office Word. [Hervorhebung durch mich]

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Es gab vor längerer Zeit bereits eine Petition gegen Softwarepatente bei der EU. Nun gibt es eine neue, die auf Unterstützung wartet. Der Vertrag von Lissabon hat die Möglichkeit einer "Europäischen Bürgerinitative" eröffnet. Ich habe bereits vor längerer Zeit schon mal über Softwarepatente referiert und will die wichtigsten Argumente dagegen hier noch einmal kurz anführen:

Wir sind mal wieder auf Fronturlaub bei meinen Eltern und da lässt es ich i.d.R. nicht vermeiden auch die PCs wieder einigermaßen herzurichten. Ob das an Windoof Vista liegt oder dem Benutzer davor...? Wahrscheinlich an beidem. Der neue Laptop mit Windows 7 stellte uns aber vor scheinbar unlösbare Rätsel. Die Taskleiste verschwindet irgendwann und zeigt sich erst nach einem Neustart wieder. Lediglich der Windoof-Ball links unten für das Startmenü war noch einsam und allein vorhanden.

Ob ich (oder man und frau) es will oder nicht, beim nächsten PC- oder Laptop-Kauf werde ich wohl wieder ein Windows dabei und mitbezahlt haben. So habe ich z.B. auch zwei Vista-Lizenzen /-Installationen rumfliegen. Naja, für ein bissel virtuelles Amoklaufen mit Killerspielen reicht das ja, aber dafür hätte ich auch noch irgendwo ein XP in der Ecke gehabt... Anscheinend sind die Lizenzbedingungen aber so formuliert, dass man den Müll zurückgeben und sich auszahlen lassen kann. Da steht nämlich:

Wie schlecht muss eigentlich Windows Vista gewesen sein, dass SO der Veröffentlichung von Windows 7 entgegengehechelt wird. In der Presse war zu letzt ja allerhand darüber zu lesen, das Win 7 endlich getestet werden kann und juchhu bald in den Verkauf geht (Links fehlen mit Absicht). Man könnte fast meinen, das schlechte Vista war DER Marketing-Coup von MS der letzten Jahre. Auf die Idee muss man erst mal kommen: Bring ein Produkt auf dem Markt über das alle Welt schimpft, technische Schwächen aufweist, mit alter Hardware nicht zu Recht kommt, ..., also den Unmut der Kunden auf sich zieht um danach mit DER Innovation aufwarten zu können. Zusätzlich fällt es der Marketingabteilung nun natürlich auch leichter die Strahlkraft des neuen WIN 7 herauszustellen: Braucht weniger Speicher und sonstige Ressourcen... Kunststück nachdem man so einen Missgriff gestartet hatte. Aber der Marketing-Gag ist wohl gelungen und wird zusätzlich noch mit Kampfpreisen bei stark begrenzten Kontingenten angeheizt (das haben die sich bestimmt bei der Bahn abgeguckt).

Microsoft will einem kartellrechtlichen Streit mit der EU-Kommission aus dem Weg gehen und Windows 7 in Europa ohne Internet Explorer anbieten. Das ist nicht neu. Allerdings bietet sich jetzt eine ungeahnte Chance Wettbewerbspolitik empirisch zu untermauern. Vorab: Es ist grundsätzlich ja recht schwer Marktanteile zu berechnen von Produkten, die nicht gekauft werden müssen, sondern nur zum kostenlosen Download angeboten werden. Aber auch bei "Kauf"-Produkten zu denen es "kostenlose" Alternativen gibt (Linux für Windows oder OpenOffice für MS Office), ist eine Bestimmung der Marktanteile recht schwierig bis unmöglich. Bei Internetbrowsern (und bei Betriebssystemen ansatzweise) gelingt dies z.B. über Log-Statistiken auf Web-Seiten recht gut.

Microsoft will mit einer Studie rausgefunden haben, dass die zukünftige Version 8 ihres Webbrowsers Internet Explorer der schnellste ist. Ja, ich hätte den Beitrag zu dieser Studie aus der Kategorie "Statistiken, die keiner braucht" auch überschreiben können mit "Microsoft gewinnt im Schwanzvergleich."

Debian GNU/Linux 5.0 wurde am Valentinstag veröffentlicht und kommt mit einem verbesserten graphischem Installer daher.Die Features von Debian 5.0 aka "Lenny" und dazu ein kurzes Video gibt es jetzt bei Golem. Hier kann man u.a. sehen, wie einfach die Installation von statten geht. Einen Kurztest bietet auch heise open.

Bei Open Source Software darf ja per se schon mal jeder mitmachen bzw. ist die Kollaboration äußerst erwünscht. Dies muss nicht unbedingt bedeuten, dass man gleich Programmcode beisteuert, auch Bug-Reports, Supportanfragen und Wünsche über spezielle noch fehlende Features sind i.d.R. äußerst willkommen.

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