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Eisern UnionMal wieder was aus der Reihe unnütze Statistiken: Wieviel kostet eigentlich ein Tor? Das hat die Zeit mal ausgerechnet und kommt zu dem Ergebnis, dass der FC Bayern München die höchsten Kosten pro Tor bzw. Punkt aufweist. Hier aber gleich von Ineffizienz zu redern, scheint mir doch etwas zu voreilig geschossen. Auch wenn die Bayern auf der Soll-Seite die (relativ) höchsten Ausgaben haben, so muss für die Effizienzfrage nicht nur der "Erfolg" in Form von Punkten und Toren gegenübergestellt werden, sondern auch die Einnahmen durch Teilnahme an europäischen Pokalwettbewerben, TV-Gelder, Werbeeinnahmen betrachtet werden. Hier könnte die Sachlage v.a. in Bezug auf den FC Bayern München anders aussehen. Für den 17. September war ganz überraschend ein Spiel des Hauptstadtvereins in der Meidericher Provinz angesetzt. Zumindest die Postkutsche muss diesen Termin recht kurzfristig in der MSV Geschäftsstelle vorbeigebracht haben, denn als ich pünktlich am Stadion ankam, sperrte die Volkspolizei den Zugang ab - bis die Kassenhäuschen besetzt wurden. Fünf Minuten vor Anpfiff wurden wir dann endlich zu den beiden Kartenhäuschen gelassen... Oh je, was für ein Spiel und was für ein bitteres, aber gerechtes Ende. Der 1. FC Wundervoll scheitert mal wieder in der ersten Runde des DFB-Pokals. Zumindest zum Schluss machten die Eisernen es noch ein wenig spannend und insgesamt wurden die Zuschauer mit Verlängerung und Elfmeterschießen auch ausreichend belohnt/gequält. Union war eigentlich von Beginn an das bestimmende Team, setzte sich in der Essener Hälfte fest und hatte gefühlt 70% Ballbesitz. Nur der Zug zum Tor wollte sich nicht so recht einstellen. Man versuchte unbedingt mit Kurzpassspiel das Tor zu finden, durch die eng stehenden Essener fand man aber kaum Lücken und einen freien Mann. Es ist ziemlich genau 10 Jahre her, als ein Gastspiel des 1. FC Wundervoll gegen die Rot-Weißen aus Essen anstand. Spiele gegen den RWE haben immer einen besonderen Reiz. Ich kann mich noch an ein Spiel gegen St. Pauli erinnern (das war allerdings nach dem Gastspiel der Unioner), als wir auf dem Weg nach Hause unterhalb eines Hanges lang sollten. Oberhalb des Hanges wartete der Mob Essener "Fans", wir dann lieber ab, bis die Polizei die Lage wieder beruhigt hatte. Am 17. Spieltag der Regionalligasaison 2000/01 ging es da zunächst etwas gesitterter zu. Die Unioner Fans durften den Gästeblock erst einmal nicht verlassen, die Tore blieben versperrt. Was natürlich zu entsprechenden Äußerungen, wie "die Mauer muss weg", "Wir wollen hier raus", "Reisefreiheit", auf Seiten der Unioner führte. Nach einer Karenzzeit wurden wir dann geschlossen zu Bussen geführt, die uns zum Essener Hauptbahnhof führten. Zum Abschluss der Saison mussten die Eisernen - für die es um nichts mehr geht - zum um den Aufstieg spielenden Verein für Leidensgeschichten aus Bochum. Da ich beim letzten Auswärtsspiel hier in der Region leider verhindert war, war es nur logisch den Fahrstuhlverein des Ruhrgebiets zu besuchen. Belohnt wurde man bis zum Abpfiff mit herrlichem Wetter. Das letzte Live-Spiel des 1. FC Wundervoll ist auch schon wieder mehr als 1 Jahr her. Und dieses Mal war auch Entwicklungshilfe angesagt. Nicht für Oberhausen. Marianne wurde in die Feinheiten des Fußballs im allgemeinen und des Hauptstadtclubs im speziellen eingeweiht. Nun gut, RWO und das Niederrheinstadion sind nicht gerade die besten Adressen, aber für den Einstieg reichts. Nicht nur als Mitglied und Fan des 1. FC Wundervoll möchte ich kurz auf die Antwort des Präsidenten Dirk Zingler auf die (mittlerweile geänderte) Trottel-Schlagzeile des Springer-Ablegers B.Z. hinweisen:
Den ersten richtigen Jahresrückblick von mir gab es letztes Jahr. Prognosen schon früher. So wollen wir es auch dieses Jahr halten. Um nicht mit Wiederholungen zu langweilen, wandele ich die Kategorien ein bissel ab und da wo sich nichts verändert hat, die lasse ich weg. Ach was, ich schreib einfach mal ein bissel was runter... Ditt wars: Vieles was mich und uns so bewegt hat, haben wir ja hier fleißig gebloggt. Obwohl die Schlagzahl etwas angezogen hat - kontinuierlich und stetig - ist dennoch vieles auf der Strecke geblieben über was ich und wir gerne noch gebloggt hätten. Schön fand ich, dass ich dieses Jahr mal wieder etwas mehr Zeit und Muße hatte unter Ökonomie 7.0 zu bloggen - ist ja schließlich auch ein bissel mein Part hier im Blog -, aber auch da habe ich nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Man glaubt immer gar nicht, wieviel Zeit das kostet und auch nicht immer hat man Bock sich nach der Arbeit noch durch (mehr oder weniger) tiefgründige Beiträge zu graben. Das verschiebt man dann auf morgen und irgendwann ist das dann doch schon wieder so lange her oder andere haben schon genug drüber gebloggt, dass man es dann doch lässt. Ein Spiel aus der Kategorie "darf nicht wahr sein" haben wir am Freitag in Düsseldorf gesehen. Die Düsseldoofen kamen zunächst besser ins Spiel und hatten gleich mal in der 4. Minuten einen Lattenknaller. Dann aber nahm zunehmend Union das Heft in die Hand. Auch von ein paar Idioten, die bei einem Eckball ihre Habseligkeiten nicht bei sich behalten konnten, ließen sich die Eisernen nicht irritieren. Nur zählbares kam leider nicht heraus. Und so ging es torlos zum Pausentee. Meine Befürchtung, dass sich die schlechte Chancenauswertung in der ersten Halbzeit für die Eisernen noch rächen wird (*Ping*, fünf Euro ins Phrasenschwein), sollte sich dann in der zweiten Hälfte bewahrheiten. |
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