das wahre Leben

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Ich: "Nächste Woche gehen wir in Percy Jackson."

Sie: "Öhh, Du willst doch nicht in diesen blöden Film mit den Halbgöttern und so'n Scheiß?"

Ich: "Hmmh, ich werd' wohl nicht drum rum kommen. Da spielt doch Boromir mit. DIE hat doch schon bei der Vorschau gesabbert..."

Sie: "Echt? Der Boromir aus dem Herrn der Ringe!? Der ist doch voll süß! Dann werd' ich wohl doch..."

Ich: ???

Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für uns – für uns Männer – brechen. Wir sind gar nicht so unsensibel oder hören nicht zu oder... Über unser Einfühlungsvermögen hatte ich ja hier schon mal geschrieben, heute soll es zusätzlich einmal um das Zuhören und das Zwischen-den-Zeilen-Lesen gehen, dass UNS von DENEN ja mal gerne abgesprochen wird.

...naja, immerhin besser als Auswurf, oder? Aber ohne Witz, das war die Durchsage am Mülheimer Hauptbahnhof am letzten Mittwoch, als infolge einer liegendgebliebenen Lok zwischen Düsseldorf und Dortmund mal wieder Chaos im Nahverkehr ausbrach. Okay, niemand kann etwas dafür, wenn ein Zug an einer denkbar ungünstigen Stelle kaputtgeht (oder sollte vielleicht auch hier ein kürzerer Wartungszeitraum für die Bahnen angebracht erscheinen?). Jedenfalls war es schon lustig zu beobachten, wie es dann so weiterging. Jeder suchte sich selbst die nächste Reisemöglichkeit. Zusätzliche Rotkäppchen, die dabei helfen könnten, waren Fehlanzeige. Teilweise erfolgreich versuchte man also, potenzielle Mitreisende davon zu überzeugen, dass es wenig Sinn machte auf die nächste S1 zu warten, da niemand absehen konnte, wie lange das dauern würde. Hatte echt was von Live-Comedy.

Endlich:

frische schlüpfer eingetroffen

(an einer Boutique in Weimar)

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