das wahre Leben

...die schlimmsten in der Küche!

Die Küchenhilfe wollte Snickers Eis haben (Rezept folgt) und dafür braucht man auch gesüsste Erdnussbutter. Natürlich selbstgemacht. Das habe ich auch schon zig mal gemacht. Beim Pürieren mit dem Zauberstab bleibt immer eine feste Paste in der Schneidemuschel kleben, was für das weitere mixen hinderlich ist. Normalerweise - also normalerweise - hole ich den Krempel immer mit einem kleinen Löffel raus.

Beim Renovieren gibt es ja zwei Typen: Die Macher, nennen wir sie einfach mal Männer. Und Mütter, die eigentlich keinen Finger krumm machen, aber eine Kontrolle durchführen als ob Sie sich für die Spind- und Zimmerkontrolle beim Spieß der Gebirgsjägerkompanie der Bundeswehr bewerben wollen. Das fängt ja schon an, da hat man noch keinen Pinselstrich gemacht:

Kleb auch alles gut ab!

Jo

Nicht nur JA sagen, auch JA machen!

Oh, jooho

Ja, DU putzt ja nicht!

Eben, drum

Ich kann die ganze Aufregung um die Kommunismus-Äußerungen der Linken-Chefin Lötzsch nicht nachvollziehen. Ich lebe seit Jahren im realexistierenden Kommunismus: Die Partei (=Frau) hat immer Recht und das Privateigentum ist auch abgeschafft. Und der 5-Jahres-Plan geht auch völlig am Bedarf vorbei: Es gibt nie das, was ich haben will, immer nur Bücher. Jede(!) noch so kleine Kritik an der Regierung (=Partei) wird aufs härteste verfolgt und bestraft. Und habe ich mich jemals beschwert?

Als ich gerade die nette Geschichte von Lukas über sein Erlebnis beim Bochumer Zollamt und der täuschenden Ruhe dort lese, fällt mir eine ein, die ich vor Jahren beim Essener Prüfungsamt erlebte.

Das Prüfungsamt WiWi hat (hatte?) nur Dienstags und Donnerstags vormittags und Dienstag nachmittag für jeweils zwei Stunden geöffnet. Für mich blieb da schon mal nur letzterer Termin. Zu anderen Zeiten durfte man da auch gar nicht aufkreuzen, dann hat einem der Prüfungsamtsdrachen, nennen wir sie mal Frau P., aber sofort herauskomplimentiert. Auch wenn das eher nach Beamtenmikado in der Bude aussah.

Als "IT-Beauftragter" im Job wird man mal zu einfacheren und mal zu komplizierteren Fällen gerufen. Eigentlich immer, wenn irgendwo was nicht (richtig) funktioniert oder ungewöhnlich ist.

So auch gestern. Auf dem Desktop ist was komisches, ob ich da mal nach schauen könne. Auf dem blauen Hintergrundbildchen von Windows war eine Grafik von einer kleinen Spinne. Und die gehörte da nicht hin, war sonst nicht da. Das Hintergrundbild haben sie aber nicht neulich geändert, frage ich sicherheitshalber. Nein. Drauf klicken kann man auch nicht. Wahrscheinlich irgendein "Spaß-Programm" eingefangen, ein harmloser "Virus". Rechtsklick auf den Desktop um den Hintergrund zu ändern. Ah, jetzt bewegt es sich doch. Mist, doch was schwerwiegenderes eingefangen?

Och, nö. Das Viech ist ja analog. Jetzt seh' ich es erst. Da krabbelt eine reale Spinne auf dem Bildschirm rum. Damit kann ja auch keiner rechnen. Da glotzen zwei Leute auf einen Desktop und versuchen ein reales Tierchen wegzuklicken. Ein Real-Life-Bug.

Ich: "Nächste Woche gehen wir in Percy Jackson."

Sie: "Öhh, Du willst doch nicht in diesen blöden Film mit den Halbgöttern und so'n Scheiß?"

Ich: "Hmmh, ich werd' wohl nicht drum rum kommen. Da spielt doch Boromir mit. DIE hat doch schon bei der Vorschau gesabbert..."

Sie: "Echt? Der Boromir aus dem Herrn der Ringe!? Der ist doch voll süß! Dann werd' ich wohl doch..."

Ich: ???

Jetzt muss ich doch mal eine Lanze für uns – für uns Männer – brechen. Wir sind gar nicht so unsensibel oder hören nicht zu oder... Über unser Einfühlungsvermögen hatte ich ja hier schon mal geschrieben, heute soll es zusätzlich einmal um das Zuhören und das Zwischen-den-Zeilen-Lesen gehen, dass UNS von DENEN ja mal gerne abgesprochen wird.

...naja, immerhin besser als Auswurf, oder? Aber ohne Witz, das war die Durchsage am Mülheimer Hauptbahnhof am letzten Mittwoch, als infolge einer liegendgebliebenen Lok zwischen Düsseldorf und Dortmund mal wieder Chaos im Nahverkehr ausbrach. Okay, niemand kann etwas dafür, wenn ein Zug an einer denkbar ungünstigen Stelle kaputtgeht (oder sollte vielleicht auch hier ein kürzerer Wartungszeitraum für die Bahnen angebracht erscheinen?). Jedenfalls war es schon lustig zu beobachten, wie es dann so weiterging. Jeder suchte sich selbst die nächste Reisemöglichkeit. Zusätzliche Rotkäppchen, die dabei helfen könnten, waren Fehlanzeige. Teilweise erfolgreich versuchte man also, potenzielle Mitreisende davon zu überzeugen, dass es wenig Sinn machte auf die nächste S1 zu warten, da niemand absehen konnte, wie lange das dauern würde. Hatte echt was von Live-Comedy.

Endlich:

frische schlüpfer eingetroffen

(an einer Boutique in Weimar)

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