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Alan Bradley "Eine Leiche wirbelt Staub auf" (Flavia de Luce 7)

Flavia ist verbannt worden - zumindest fühlt sie sich so. Da hilft es auch nichts, dass sie weiß, dass ihre Ausbildung nur dazu dient, sie auf ihre Mitgliedschaft in der Geheimorganisation Nest des Colchius vorzubereiten, zu der auch ihre Mutter einst gehörte. Eine Mädchenschule in Kanada ist eben nicht Bucksaw und selbst ihre gemeinen Schwestern vermisst Flavia auf einmal. Allerdings braucht Flavia nicht einmal eine Nacht in Kanada, um wieder auf eine Leiche zu stoßen: Aus dem Kamin ihres Zimmers fällt ein in den Union Jack gehüllter Leichnam und Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie sich nicht an die Lösung des Falles machen würde...

Der siebte Band der Reihe ist der erste, der nicht auf dem heimatlichen Familiensitz der de Luces spielt und damit auch einen Großteil der von mir liebgewonnenen Charaktere außen vor lassen muss (und Flavias geliebtes Chemielabor). Dies ist zu Beginn ungewohnt, die Bewohnerinnen von Flavias neuer Schule erweisen sich jedoch schnell als würdiger Ersatz. Dieser Teil der Geschichte hat mir recht gut gefallen, ebenso wie Flavias Entwicklung - so langsam überwindet sie einige ihrer eher kindlichen Eigenschaften und wird erwachsener. Gestört hat mich hingegen, dass die Kriminalgeschichte sehr stark ins Hintertreffen geraten ist und nicht einmal die Hälfte der Handlung des Buches ausmacht. So gut mir der Band auch gefallen hat, Flavia de Luce bleibt für mich eine Krimireihe und als solche sollte dies auch den Großteil der Handlung ausmachen.

4
Horch und Guck: 

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