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Alan Bradley "Flavia de Luce - Tote Vögel singen nicht"

Große Aufregung im Hause de Luce: Harriet, Flavias lang verschollene Mutter, ist gefunden worden und kehrt nach Hause zurück - leider in einem Sarg. Ihre Ankunft am Bahnhof in Bishop's Lacey wird zu einem halben Staatsempfang, selber der ehemalige Premierminister Winston Churchill ist da. Warum er Flavia allerdings fragt, ob sie auch Fasanensandwiches mag, ist der jungen Chemikerin und Hobbydetektivin ein Rätsel. Und dann ist da noch der merkwürdige Mann, der Flavia eine rätselhafte Botschaft zuflüstert und dann vor einen Zug gestoßen wird. Flavias Ermittlergeist ist damit natürlich geweckt. Und bald zeigt sich, dass der rätselhafte Fremde sie auf die Spur ihrer eigenen Familiengeschichte und vor allem des Todes ihres Mutter bringt. War es am Ende gar kein Unfall sondern Mord? Am Ende des Buches weiß Flavia eine Menge mehr über die de Luces, als ihr lieb ist.

Mit dem sechsten Band sollte die Geschichte um Flavia eigentlich abgeschlossen sein, doch mittlerweile ist wohl sicher, dass es doch noch weitere Bände geben wird. Diesem Buch hier merkt man die Abschiedsstimmung ganz schön an - es ist das wohl düsterste aus der Reihe. Selbst Flavia fehlt über weite Schrecken ihr sonst so typischer Humor und detektivische Ermittlungsarbeit kommt auch nur am Rande vor. Dafür erfährt man so einiges über die Hintergrundgeschichte der Familie - was auch schon lange überfällig gewesen ist. Alles in allem hat mir das Buch vor allem deshalb gefallen. Wer jedoch auf der Suche nach richtiger Krimikost ist, wird hier vermutlich eher enttäuscht sein. Für LeserInnen der Reihe um Flavia ist dieses Buch allerdings ein Muss.

3
Horch und Guck: 

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