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Alan Bradley "Flavia de Luce - Schlussakkord für einen Mord"

Es herrscht große Aufregung in Bishop's Lacey: Die Leiche des Ortsheiligen, St. Tankred, soll anlässlich der 500-Jahrfeier der Kirche exhumiert werden. Natürlich ist die neugierige Flavia bei der Öffnung des Grabes dabei - und die erste, die die unheimliche Entdeckung macht. In dem Grab befindet sich nämlich nicht nur der Heilige, sondern auch die Leiche des Organisten, Mr. Collicut, drappiert mit einer Gasmaske. Wer hatte einen Grund den Musiker zu ermorden? Flavia beginnt mit ihren Nachforschungen und chemischen Untersuchungen, bei denen das menschliche Blut eine bedeutende Rolle spielt. Die Lösung des Falles führt sie auf die Spur einer traurigen Familiengeschichte - und ihrer Mutter Harriet...

Erneut ein gelungener, sehr britischer Krimi aus der Reihe um die junge Detektiv Flavia de Luce. Ich habe die Hauptfigur mit ihrem schwarzen Humor und ihrer Vorliebe für Gifte ja ziemlich ins Herz geschlossen und wurde daher auch mit diesem Band nicht enttäuscht. Leichten Punktabzug gibt es für die sich etwas in die Länge ziehenden Ermittlungen - es dauert dieses Mal einige Zeit, bis Flavia so richtig loslegt. Und die Geschichte erscheint weitaus düsterer als die Vorgängerbände - der anstehende Verkauf von Buckshaw, der bisher immer wie ein Damoklesschwert über der Familie schwebte, manifestiert sich nun tatsächlich in Form eines "Zu verkaufen"-Schilds auf dem Familienanwesen. Bleibt noch der Cliffhanger am Ende des Buches (den ich hier jetzt nicht verrate) - ich bin gespannt auf Band 6.

4
Horch und Guck: 
 

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