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Alan Bradley "Flavia de Luce - Mord ist kein Kinderspiel"

In Flavias Leben hat sich nicht viel verändert: Ihre Schwestern sind immer noch genauso langweilig und gemein zu ihr wie früher, ihr Vater lebt weiterhin nur für seine Briefmarken und ihre einzige Zuflucht ist die Welt der Chemie und das Labor ihres Vorfahren. Dann taucht plötzlich der bekannte Puppenspieler Rupert Porson nebst Freundin Nialla auf und bringt das beschauliche Dorfleben durcheinander. Ein kaputtes Auto zwingt den Künstler, der eine eigene BBC-Sendung hat, dazu unfreiwillig in der Provinz zu bleiben. Wenn man schon da ist, kann man auch das Beste daraus machen und durch das Engagement des Vikars werden zwei Puppentheatervorstellungen im Gemeindesaal angekündigt. Diese verlaufen jedoch alles andere als ideal: Erst sorgt das Gesicht einer Puppe für Entsetzen unter den Einheimischen, ähnelt sie doch dem verstorbenen Jungen Robin Ingleby, dann stirbt Rupert Purson während der zweiten Aufführung.

Für Flavia ist schnell klar, dass hier etwas nicht stimmt und es sich um einen Mord handelt. Zu ihrem völligen Unverständnis ist die Polizei jedoch gar nicht begeistert von ihrer Mithilfe. Also muss Flavia sich mal wieder auf eigene Faust an die Ermittlungen machen und sie wird bald fündig. Offenbar besteht ein Zusammenhang zu dem verstorbenen Robin. Flavia muss tief in der Vergangenheit einiger Dorfbewohner stöbern, um der Lösung des Rätsels näher zu kommen. Bald zeigt sich, dass Robins Tod kein Unfall gewesen ist und Flavia ein unappetitliches Finale in einem Taubenschlag bevorsteht, in dem sie ihre ganzen Chemiekenntnisse brauchen wird...

Ich hatte ja bereits den ersten Band um die junge Hobbydetektiv gelesen und recht gut gefunden, so dass die Fortsetzung natürlich gekauft wurde. War keine schlechte Entscheidung. Der Humor und Witz werden beibehalten, der Kriminalfall ist verzwickt konstruiert, wird aber logisch aufgelöst. Er ist zwar wieder ein bisschen bieder, aber das passt eigentlich ganz gut zur Atmosphäre des Buches. Was mich dieses Mal ein wenig gestört hat, ist, dass das Buch meiner Meinung nach etwas lange braucht, um richtig in Fahrt zu kommen, und die Handlung bis dahin etwas dröge ist. Aber trotzdem handelt es sich um einen guten Krimi, der zu unterhalten weiß. Ich bin gespannt auf Band drei. :-)

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Horch und Guck: 

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