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Alan Bradley "Mord ist nicht das letzte Wort" (Flavia de Luce 8)

Flavias Heimkehr verläuft so ganz anders, als sie es sich ausgemalt hatte: Außer den Bediensteten hat sie scheinbar niemand vermisst, ihre Schwestern sind so gemein zu ihr wie immer, Cousine Undine ist nervtötend und ihr Vater liegt mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Ihr einziger Trost ist ihre Freundschaft zur Frau des örtlichen Pfarrers. Deren Bitte eine Botschaft zu überbringen, lässt Flavia in ihre nächsten Ermittlungen geraten. Denn sie findet den Empfänger der Nachricht nur noch tot vor und natürlich regt sich in ihr der Detektivgeist. Dieses Mal führen Flavias Nachforschungen sie nicht nur nach London, sondern auch in die Vergangenheit des Opfers und seiner Familie und zeigen schließlich, welche schreckliche Folgen gekränkter Stolz haben kann...

Flavia ist zurück - nicht nur mit dem mittlerweile achten Band der Reihe, sondern auch wieder in "good old England". Und während sie zumindest innerhalb der Familie weitestgehend auf sich allein gestellt ist, hat sie in ihren Ermittlungen mit ihrer ehemaligen Chemielehrerin zumindest eine Verbündete. Davon abgesehen reiht sich auch dieser Band in gewohnter Weise in die Reihe ein: Erzählt wird auf die bekannte unaufdringliche Weise ein eher ruhiger Kriminalfall, der vor allem von der Hauptfigur, Flavia, lebt. Doch ob es der Ich-Erzählerin nun gefällt oder nicht - sie ist tatsächlich dabei erwachsen zu werden. Und als Leserin finde ich das gar nicht mal so schlecht. Und das Ende des Buches hat es dieses Mal wieder wirklich in sich.

4
Horch und Guck: 
 

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