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Ethan Cross "Ich bin die Rache"

Den Polizist*innen des Navajo-Reservats bietet sich ein beängstigendes Szenario: Ein blutüberströmter Mann erscheint bei ihnen und liefert sich quasi selbst in ihre Arrestzelle ein. Dann besteht er darauf nur mit dem lokal einflussreichen Farmer Canyon zu sprechen - einem Mann, dem nachgesagt wird, dass er knietief in illegalen Geschäften steckt. Der Mann entpuppt sich als Francis Ackerman jun., der gemeinsam mit seinem Bruder Marcus auf geheimer Mission unterwegs ist, um Marcus Freundin Maggie zu finden. Diese hat sich auf die Spur jenes Serienkillers gesetzt, der vor vielen Jahren ihren kleinen Bruder entführt hat - und offenbar ist sie dem Killer zu nahe gekommen, denn im Navajo-Reservat verliert sich ihre Spur. Doch bei all seiner Cleverness hat der Taker nicht mit dem Bruderpaar Marcus und Francis rechnen können, die jegliche Grenzen fallen lassen, wenn es darum geht, Maggie zu retten...

Auch mit dem sechsten Band der Reihe setzt sich meine Hass-Liebe zu diesen Büchern fort. Das Gute an diesem: Ackerman jun. ist als Figur sehr präsent und endlich mal wieder einigermaßen in seinem Element. Warum ihm allerdings plötzlich Wahnvorstellungen angedichtet werden müssen, habe ich nicht so ganz verstanden. Mit dem Taker hat das ungleiche Brüderpaar einen würdigen und als Figur ebenfalls interessanten Gegner gefunden. Wer aufmerksam liest, kommt aber schon recht früh im Buch dahinter, wer dieser Killer in Wahrheit ist. Marcus ist endlich mal nicht so präsent bzw. kam es mir zumindest so vor und hat sich daher auch nur einmal in diesem Buch das Kruzifix-Tattoo gerieben. Maggie ist ebenfalls zur Nebenrolle verdammt und daher nicht ganz so nervig wie sonst. Der Showdown am Ende war mir etwas zu bombastisch, dafür bleibt aber ein recht guter Cliffhanger, der mich neugierig macht, wie die Geschichte weitergeht und eventuell besseres hoffen lässt.

1
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Jean-Luc Bannalec "Bretonisches Leuchten (Kommissar Dupin 6)

Kommissar Dupin ist entsetzt: Eine Verschwörung - etwas anderes kann es nicht sein - zwischen seinem Hausarzt, seiner Sekretärin Nolwenn und Freundin Claire hat ihn in die Ferien abkommandiert, damit er sich erholt. Als ob er das nötig hätte. Und überhaupt, was soll er nun mit seiner Zeit anfangen? Wie Claire die ganze Zeit auf dem Handtuch am Strand liegen, lesen und hin und wieder schwimmen gehen? Doch zum Glück scheint das Verbrechen dem Kommissar auf Schritt und Tritt zu folgen. Erst wird eine Statue aus einer Kirche gestohlen, dann erfolgt ein rätselhafter Einbruch und ein Steinwurf auf eine lokale Abgeordnete und schließlich verschwindet die Frau eines anderen Hotelgastes spurlos. Dupins Ermittlerinstikte sind geweckt. Aber er muss vorsichtig sein, denn niemand - vor allem nicht Claire - darf wissen, dass er die Fälle untersucht. Und auch auf Nolwenns Unterstützung muss er verzichten. Doch bald zeigt sich, dass es auch in seinem Ferienort gute lokale Netzwerke gibt, die nur allzu bereit dem Kommissar zu helfen. Und das ist auch bitternötig, denn plötzlich ermittelt Dupin in einem Mordfall...

Irgendwie ist dieser sechste Band der Reihe für mich leider der bisher mit Abstand schwächste. Ob das an dem ungewohnten Setting - Dupin nicht wie gewohnt in der Rolle des verantwortlichen Ermittlers, sondern heimlich am Werk in seinem Urlaub - liegt, kann ich dabei nicht mit Sicherheit sagen. Der Fall selbst ist gewohnt gut konstruiert und wird logisch aufgelöst (auf die Lösung wäre ich von selbst nicht gekommen). Auch Dupin ist eigentlich wie immer, er ermittelt, denkt nach, zieht Schlüsse, notiert alles in seinem Notizbuch und trinkt mehrere Kaffee, wenn er nicht mehr weiter weiß. Vielleicht ist es auch der Umfang dieses Buches, der mich mit ihm nicht warm werden lässt. Gefühlt scheint es mir ein recht dünnes Bändchen zu sein. Ich hoffe, dass der nächste Roman aus der Reihe wieder besser wird.

3
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Ben Aaronovitch "Die Glocke von Whitechapel"

Das Folly arbeitet gemeinsam mit der Londoner Polizei mit allen Kräften daran Martin Chorley, den Schwarzmagier, endlich zu fassen. Die Spur seiner Lehrlinge, der kleinen Krokodile, erweist sich dabei durchaus als hilfreich - wenn es nur Chorley nicht immer wieder gelingen würde, seine ehemaligen Mitstreiter zu ermorden, bevor diese aussagen können. Doch sein letztes Opfer führt Peter Grant und seinen Chef Nightingale auf die Spur einer rätselhaften Glocke, die Chorley offenbar für ein Ritual einsetzen will. Bald finden sie heraus, dass der Schwarzmagier Punch, jenen anarchistischen Geist, mit dem Peter schon einmal zu tun hatte, ermorden will. Chorley und auch seine Komplizin, Peters ehemalige Partnerin Lesley, glauben damit das Chaos in der Welt zu beseitigen und eine ähnliche Gesellschaft wie zu König Arturs Zeiten schaffen zu können. Peter und Nightingale befürchten hingegen, damit das Gleichgewicht in der Welt zu zerstören - mit unvorhersehbaren Folgen. Und so kommt es, dass nicht nur die magische und nicht-magische Polizei von London alle Hände voll zu tun hat, sondern Peter auch noch Gefallen diverser Londoner Flüsse einfordern muss.

Der mittlerweile siebte Fall des ungewöhnlichen Londoner Polizisten Peter Grant hat es in sich. Ich versuche mal, hier nicht allzu viel zu spoilern, aber das ist echt schwierig. Ich denke aber nicht zu viel zu verraten, wenn ich sage, dass ein Haupthandlungsbogen, der sich über mehrere der bisherigen Bände zog, nun zu einem Ende kommt. Das finde ich gut, denn es noch mehr in die Länge zu ziehen, hätte dann irgendwann doch künstlich gewirkt. Gut gefallen hat mir auch, wie geschickt der Autor hier verschiedene Stränge und Figuren zusammenführt. Zum Glück habe ich nicht das Gefühl, dass dies der letzte Band der Reihe ist. Das hätte ich schade gefunden, denn ich denke, dass Peter Grant und Co. noch vielfältige Potenziale für neue und spannende Handlungsstränge bieten.

4
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Alan Bradley "Der Tod sitzt mit im Boot" (Flavia de Luce 9)

Nach dem plötzlichen Tod des Vaters ist die Stimmung in Buckshaw alles andere als gut und die Zukunft der Schwestern - mit Ausnahme von Feely, die endlich ihren Dieter heiraten wird - mehr als ungewiss. Um auf andere Gedanken zu kommen, macht Dodger mit den Mädchen eine Bootsreise die Themse hinunter. Gerade als sie in einem Ort ankommen, wo vor ein paar Jahren der örtliche Pfarrer drei Gemeindemitglieder vergiftet hat, streckt Flavia die Hand ins Wasser und findet eine Leiche. Der Schreck sitzt zunächst einmal tief, doch Flavia wäre nicht Flavia, wenn damit nicht auch ihr detektivisches Gespür erwachen würde. Umso mehr, als sich herausstellt, dass der Tote ausgerechnet der Sohn des ehemaligen mörderischen Pfarrers ist. Besteht etwa ein Zusammenhang zu der Tat damals? Flavia ermittelt, dieses Mal unterstützt von Dodger und - zu ihrer großen Überraschung - ihrer Schwester Daphne. Die junge Detektivin kommt bald auf die richtige Spur - und bringt sich damit in Lebensgefahr...

Ein typischer Flavia-Krimi, mit all den Aspekten, die ich an der Reihe so mag. Flavia ist clever und altklug wie immer, ermittelt auf ihre gewohnt ungewöhnliche Art und findet immer wieder Anhaltspunkte, die ihr chemisches Wissen erfordert. Das Verhältnis zu ihren Schwestern ist die bekannte Mischung aus Kleinkrieg und gut verheimtlicher Zuneigung und die Erwachsenen nehmen Flavia wie immer erst ernst, als sie den Mörder schon so gut wie gefunden hat. Neu ist die Rolle, die der Diener Dodger dieses Mal spielt und die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich freue mich auf den nächsten Band der Reihe und meinetwegen könnte es noch über viele Bücher so weitergehen.

4
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Simon Beckett "Totenfang"

David Hunter steht beruflich vor dem Ende seiner Karriere. Sein letzter Fall in Dartmoor hat dazu geführt, dass er in Polizeikreisen als "Gift" verschrien ist - keiner will ihn mehr zu Ermittlungen hinzuziehen. Auch der Dekan seiner Fakultät scheint nun nicht länger gewillt zu sein, seinen Vertrag zu verlängern, fehlt doch das Prestige, dass Hunter früher durch seine Einsätze mitbrachte. Als Hunter jedoch unerwartet gebeten wird, bei der Bergung einer Wasserleiche dabei zu sein, sagt er aus purer Verzweiflung und in der Hoffnung wieder einen Fuß in die Tür zu bekommen zu, obwohl er vermutet, dass seine Dienste nicht wirklich gebraucht werden. Vor Ort bestätigt sich seine Vermutung schnell, doch ein Unglück mit seinem Auto und der örtlichen Flußlandschaft zwingen Hunter länger vor Ort zu bleiben, als er eigentlich wollte. Unterkunft findet er ausgerechnet bei der Familie der verschwundenen Emma Darby - es wird vermutet, dass es sich bei der gefundenen Leiche um ihren Geliebten Leo Villiers, Sohn eines einflussreichen Politikers, handelt. Als jedoch klar wird, dass der Tote nicht Leo ist, gerät David Hunter in ein Wespennest aus Erpressung, unterdrückten Gefühlen und Mord...

Irgendwie bin ich mit diesem fünften Band der Reihe um David Hunter nicht so richtig warmgeworden. Ich habe nach der Lektüre den Eindruck, dass Hunter weniger ermittelt hat, als vielmehr damit beschäftigt war, sich in die familiären und sonstigen Probleme der Familie verstricken zu lassen, bei der er logiert hat. Schade irgendwie, der Fall selbst hätte meiner Meinung nach mehr hergegeben. Im Großen und Ganzen bleibt es aber solide Krimikost und wer die anderen Bücher um den forensischen Anthropologen mochte, wird dieses sicher auch lesen und sich einigermaßen unterhalten fühlen. Aber ich bekomme so langsam den Eindruck, dass entweder die Luft aus der Story raus ist oder sich der Autor eine Atempause für den ganz großen Knall verschafft.

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Grindelwalds Verbrechen

Eigentlich sollte Grindelwald nur von New York nach England überführt werden, um sich dort für seine Verbrechen in Europa zu verantworten. Doch irgendwie ist ihm gelungen, seine Leute unter die Bewacher zu schleusen und ihm gelingt die Flucht nach Paris. Hier schart er erneut seine Anhänger um sich und bereitet seine weiteren Pläne vor. Newt Scamander hat es derweil auch nicht leicht: Er darf England nicht verlassen und kann somit nicht forschen. Ein Angebot des Ministeriums, das Verbot aufzuheben, wenn er dafür versucht Credence zu finden, den jungen Okulus aus New York, der mittlerweile in Paris seine Familie sucht. Newt lehnt ab, da er sich in den Auseinandersetzungen mit Grindelwald nicht für eine Seite entscheiden will. Auch sein Mentor und ehemaliger Lehrer, Professor Dumbledore, hat keine Chance bei dem jungen Forscher. Erst als Queenie in London auftaucht und berichtet, dass sich Tina in Paris aufhält, ist Newt bereit zu reisen - nun sogar ohne die Erlaubnis des Ministeriums. In Paris angekommen muss Newt nicht nur Tina wieder für sich gewinnen, sondern auch Credence vor Grindelwald finden und dem alten Familiengeheimnis einer Freundin aus Schulzeiten auf die Spur kommen...

Mir hatte bereits der erste Film sehr gut gefallen, auf die Veröffentlichung des zweiten als Blue Ray habe ich daher gespannt gewartet - und bin nicht enttäuscht worden, muss ich sagen. Die Geschichte ist toll und spannend, die Bilder gelungen und die Figuren gut besetzt. Johnny Depp ist hier endlich ausführlich als Grindelwald zu sehen - sehr klasse muss ich sagen. Und die Kritik an Jude Law als jüngerer Dumbledore kann ich nicht verstehen, ich finde, er passt hervorrangend zu der Rolle. Schön auch, dass weitere bekannte Figuren aus den Büchern - Nangini, Nicolas Flamel - in dem Film auftreten. Kurz und gut: Ich kann ihn ohne Abzüge für gemütliche Filmabende auf dem Sofa empfehlen.

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Benedict Jacka "Das Ritual von London"

Alex Verus hätte es eigentlich kommen sehen müssen, schließlich ist er ein Wahrsager. Und noch dazu seit Neuestem damit beschäftigt seine Freundin Luna in die Welt der Magie einzuführen - was mehr schlecht als recht funktioniert. Als Luna sich verliebt, wird die Sache noch einmal komplizierter: Denn ihr Auserwählter stiehlt ein magisches Artefakt aus Verus' Laden - eine magische Affenpfote, die Wünsche erfüllt. Luna hofft damit ihren Fluch besiegen zu können, Alex ist von der Gefährlichkeit der Pfote überzeugt und versucht, sie den beiden wieder abzunehmen. Als wären das nicht schon Probleme genug, stolpert auch noch eine wunderschöne Magierin in Alex Laden, die von einem magischen Attentäter verfolgt wird. Und ehe Alex sich versieht, steckt er wieder mittendrin in einer Verschwörung um ein lange verbotenes magisches Ritual, an dem nicht nur zwei altbekannte Schwarzmagier interessiert sind sondern auch ein ranghohes Mitglied des Hohen Rates. War ja klar, dass Alex sich mal wieder keine Freunde machen wird...

Ein wirklich sehr zu empfehlendes Buch, ich konnte es kaum aus der Hand legen und habe es nahezu in einem Rutsch durchgelesen - Feiertag sei Dank. Es schließt inhaltlich nahtlos an den ersten Band an - dieser sollte daher unbedingt vorher gelesen werden, sonst wird man mit der Handlung nicht mitkommen. Erneut versteht es der Autor gelungene Urban Fantasy mit einem tollen Ich-Erzähler zu entwickeln und einer gut durchdachten und spannenden Welt. Ich freue mich auf die weiteren Bände der Reihe - schade nur, dass es so lange für die Übersetzungen gebraucht hat, im englischen Original steht die Veröffentlichung des zehnten Buchs offenbar bevor.

5
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Felix J. Palma "Die Landkarte der Zeit"

London 1896: Der junge Andrew, Sohn eines reichen Industriellen, sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben und will sich umbringen. Seine große Liebe, Mary Kelly, war ein Jahr zuvor ein Opfer von Jack the Ripper geworden. Claire Haggety ist mit der Rolle, die den Frauen in ihrer Zeit zugedacht wird, nicht zufrieden und wünscht sich mehr vom Leben als Heiraten und Kinder kriegen. Inspektor Garrett von Scotland Yard wird zu einem Mordfall gerufen, bei dem die Leiche eine unerklärliche Verletzung aufweist, die von keiner bekannten Waffe verursacht wurde. Alle diese Geschichten laufen zusammen bei Zeitreisen Murray, jener jungen Firma, die den Londonern Zeitreisen in das Jahr 2000 anbietet, um der finalen Schlacht zwischen Menschen und Maschinen beizuwohnen. Dumm nur, dass alles ein einziger großer Schwindel ist - die Reise vorgetäuscht, die Protagonisten der Schlacht Schauspieler. Und so muss ein ums andere Mal der Schriftsteller H.G. Wells, Autor des Romans "Die Zeitmaschine", eingreifen - um Andrew vor dem Selbstmord zu retten, Claires Liebe zu dem vermeindlichen Helden aus der Zukunft wahr werden zu lassen und schließlich um den Täter für Inspektor Garrett zu finden. Insbesondere die letzte Aufgabe läst Wells jedoch erstmalig stutzen - könnten Zeitreisen doch möglich sein?

Das Buch hat mich etwas unschlüssig zurückgelassen. Einerseits haben mir grundlegende Ideen wie bspw. Jack the Ripper aufzugreifen sowie H.G. Wells als einen der Hauptprotagonisten einzusetzen, sehr gut. Auch der Erzählstil ist toll - leicht ironisch, häufig werden wir als Lesende direkt adressiert. Was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass sich insbesondere der mittlere Teil der Geschichte echt gezogen und mich regelrecht gelangweilt hat. Ich finde es ja grundsätzlich gut, wenn Autor*innen sich Zeit fürs Erzählen und die Entwicklung ihrer Figuren lassen. Bei dem Buch hier wäre weniger allerdings häufiger mehr gewesen und vermutlich hätten 100 Seiten eingespart werden können.

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Solo - A Star Wars Story

Der Planet Corellia fünf Jahre nach der Machtübernahme durch das galaktische Imperium: Dem jungen Han (zu seinem Nachnamen Solo kommt er eher durch Zufall, wie im Film erklärt wird) gelingt die Flucht vor einem Verbrechersyndikat, für das er bisher gezwungen war zu arbeiten. Leider schafft es seine Freundin Qi'ra im Gegensatz zu ihm nicht - Han verpflichtet sich jedoch für die Pilotenakademie des Imperiums und schwört, nach Corellia zurückzukehren, um Qi'ra zu retten. Wie Han jedoch ist, schafft er es durch Ungehorsamkeit von der Akademie zu fliegen und zur Imperialien Armee versetzt zu werden. Bei einem Kampfeinsatz, der ihn beinahe das Leben kostet, lernt er nicht nur den Wookie Chewbacca kennen, sondern auch den Gangster Tobias Beckett und sein Team. Nach anfänglichen Bedenken erklärt sich Beckett bereit, Han und Chewie mitzunehmen, doch der erste gemeinsame Auftrag geht fürchterlich schief. Um ihren Auftraggeber, das Verbrechersyndikat Crimson Dawn, zu beschwichtigen, bieten Beckett und Han einen gewagten Plan an, der akzeptiert wird, allerdings bekommen sie eine Aufpasserin an die Seite gestellt: Hans Jugendliebe Qi'ra.

Ein unterhaltsamer Film und sicher für alle zu empfehlen, die wie ich das Star-Wars-Universum mögen. Die Story ist nicht allzu komplex, aber es gibt ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren, man erfährt einiges über die Hintergrundgeschichte zur klassischen Trilogie und witzige Elemente hat der Film auch. Das einzige, was mich an ihm stört: Es ist nicht wirklich Han Solo. Han Solo ist Harrison Ford und sonst niemand. Das er die Rolle hier nicht spielen konnte, ist mir eigentlich auch klar. Aber so gut die neue Besetzung auch sein mag: Ihr fehlt das typisch-lässige Grinsen und der spitzbübische Charme, den Ford seiner Rolle gegeben hat. Daher auch der eine Punkt Abzug in der Bewertung. Ansonsten würde ich mich über weitere Filme aus der Reihe freuen - insbesondere Boba Fett und Darth Maul hätten ihre eigenen Filme verdient, finde ich.

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Rogue One

Die junge Jyn Erso wird von Rebellen aus einem Gefängnistransport des Imperiums befreit. Doch nicht etwa, weil sie Miglied oder Sympathisantin der Allianz ist, sondern weil sich die Rebellen über sie Zugang zu Saw Gerrera einem unabhängig von ihnen agierenden Extremisten verschaffen wollen. Gerrera zog Jyn einst auf, als ihre Mutter ermordet und ihr Vater gezwungen wurde wieder als Ingenieur für das Imperium zu arbeiten. Jyn ist zwar alles andere als begeistert, doch da es ihre einzige Chance auf Freiheit ist, stimmt sie dem Unternehmen schließlich zu. Es gelingt ihr tatsächlich bis zu Gerrera vorzudringen, der ihr eine Botschaft ihres Vaters vorspielt: Das Imperium baut eine Waffe, die ganze Planeten vernichten kann. Er musste sie konstruieren, hat jedoch eine geheime Schwachstelle eingebaut. Jyn und der Rebellen-Spion Cassian Andor wollen die Rebellen davon überzeugen, die Konstruktionspläne zu besorgen, doch der Rat der Allianz stimmt dagegen. Daraufhin beschließt das ungleiche Paar gemeinsam mit einigen Verbündeten heimlich zu dieser Mission aufzubrechen, wohlwissend, dass möglicherweise niemand von ihnen diese überleben wird...

Okay, ich bin mit diesem Film etwas spät dran - mal wieder. Irgendwie habe ich ihn im Kino verpasst und auch die Blue Ray lag einige Zeit zuhause, bis ich ihn endlich angesehen habe. Ich hab echt was verpasst. Rogue One ist eine toll erzählte Geschichte, angesiedelt unmittelbar vor den Ereignissen von Star Wars IV - Eine neue Hoffnung. Die Figuren sind toll - sie besitzen Tiefe und Charakter. Schade nur, dass der Film so ein trauriges Ende hat. Das ist zwar stimmig, aber ein bisschen mehr Hollywood-typischer Kitsch wäre mir auch recht gewesen. Das Einzige, was an dem Film meiner Meinung nach gar nicht geht, sind die computergenerierte Leia und Tarkin. Klar, konnten die nicht so wie in den Originalfilmen dargestellt werden, aber die Computergesichter sind einfach gruselig. Hier wäre eine andere Lösung besser gewesen.

5
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