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James Dashner "Kill Order"

Mark und seine Freundin Trina haben alles überlebt: die Sonneneruptionen, das Chaos und die Flutwellen danach. In dem kleinen Dorf in den Bergen fühlen sie sich mit einer Gruppe anderer Überlebender sicher. Sie haben Freunschaften geschlossen und versuchen das Leben wieder neu zu organisieren. Dann erscheinen Flugzeuge am Himmel und es werden Pfeile auf das Dorf und seine Bewohner geschossen. Einige Menschen sterben sofort, andere zeigen erst später merkwürdige Symptome: Kopfschmerzen, Paranioa, schließlich blanker Wahnsinn. Was Mark und seine Freunde erst noch erfahren werden: Die Menschen mit den Pfeilen kamen im Auftrag der Regierung - und nun ist der Virus außer Kontrolle geraten...

Das Buch erzählt eine Vorgeschichte zu der Maze-Runner-Reihe und fokussiert auf die Verbreitung jener Krankheit, die später nur noch "Der Brand" genannt werden wird. Dadurch wird zwar ein genauerer Einblick in die Hintergrundgeschichte ermöglicht, wirklich Neues liefert der Band aber nicht. Mich hat er überhaupt nicht überzeugt, Spannung wollte ob der Vorhersehbarkeit der im Prinzip bekannten Ereignisse nicht aufkommen. Auf mich wirkt das Buch wie der krampfhafte Versuch auch noch das letzte Bisschen Geld aus einer guten, aber abgeschlossenen Idee zu quetschen.

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Ethan Cross "Spectrum"

Drei Täter stürmen die Filiale eines neuartigen Unternehmens zur Deponierung von Wertsachen und nehmen Geiseln. Forderungen haben sie zunächst kaum, sie wollen lediglich mit einem hochrangigen FBI-Beamten verhandeln. Sam Carter ist dieser FBI-Beamte und ihm kommt die ganze Angelegenheit sehr merkwürdig vor. Deshalb beschließt er Dr. August Burke, einen FBI-Berater, zu dem Fall hinzuziehen. Burke hat das Asperber-Syndrom, er ist genial und erkennt Zusammenhänge dort, wo andere sie noch nicht einmal vermuten würden. Soziale Kontakte und andere Menschen sind für ihn jedoch extrem schwierig und so ist er alles andere als begeistert von dem Einsatz. Doch bald zeigt sich, dass Carters Instinkt ihn nicht betrogen hat: Etwas an der Geiselnahme stimmt ganz und gar nicht. Als sich auch noch die CIA einmischt, muss August Burke seine ganze Kombinationsgabe einsetzen, um den Fall zu knacken...

Ethan Cross kannte ich bisher als Autor der Shepherd-Serie, mit der ich immer nur teilweise warm werde (immer dann, wenn Francis Ackerman junior eine größere Rolle in der Geschichte spielt). Das ist bei diesem Buch gänzlich anders: Mich hat die Geschichte direkt gefangen genommen, ich habe zwei Tage gebraucht, um es zu lesen. Für mich liegt dies an der Hauptfigur August Burke, der einfach großartig ist und mich vollkommen gefesselt hat - sowohl mit seiner Intelligenz als auch mit seinen Eigenarten. Vielleicht habe ich auch einfach nur ein Herz für Menschen mit Asperber bzw. Autismus - ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hoffe ich, dass sich hier eine neue Reihe ankündigt, auf deren zweiten Band ich echt gespannt bin.

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Ralf Isau "Der Kreis der Dämmerung - Teil 4"

David Campden bleiben nur noch 25 Jahre, um sein Ziel zu erreichen und den Kreis der Dämmerung zu besiegen. Erneut führen ihn seine Recherchen rund um den Globus - und zu manch unerwarteten Mitstreiter_innen. Ein Zufall zeigt ihm schließlich die Möglichkeit auf, dem Geheimbund einen schweren Schlag zu verpassen und Lord Belial nur noch zwei Anhänger zu belassen. Doch diese beiden erweisen sich als die schwersten Nüsse, die David bisher zu knacken hatte - und ihm läuft die Zeit davon. Die Entdeckung des letzten perfiden Plans des Kreis der Dämmerung führt dann endlich zur finalen Konfrontation mit Lord Belial...

Im Prinzip kann ich nur wiederholen, was ich auch schon als Kritik am dritten Band geäußert habe: Dem Autor ist nach der Hälfte des Jahrhunderts offenbar die Luft ausgegangen. Die Geschichte hat für mich ihren Zauber und Reiz verloren, historische Ereignisse werden nur noch abgehandelt. Es gibt riesige Zeitsprünge in der Handlung - Jahrzehnte, die mit einem Nebensatz einfach schnell vergehen. Und die Auflösung der Geschichte hat mich dann völlig enttäuscht. Die Reihe hatte von Anfang an fantastische Elemente, so dass dies nicht die Sache ist, die mich stört. Vielmehr wirkt die Auflösung einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen - so, als hätte der Autor einfach nicht mehr gewusst, wie er sein Mammutwerk beenden könne. Wirklich schade, mit den Bänden 3 und 4 ist Potential für eine großartige Buchreihe verschenkt worden.

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James Dashner "In der Todeszone - Die Auserwählten 3"

Thomas und seine Freunde haben die Herausforderung in der Brandwüste überlebt und es rechtzeitig zum "sicheren Hafen" geschafft. Doch ANGST wäre nicht ANGST, wenn es damit vorbei wäre. Thomas wird mehrere Tage in Isolationshaft gesteckt, den Jugendlichen wird mitgeteilt, dass nicht alle von ihnen gegen den Brand immun sind (das versprochene Heilmittel gibt es natürlich nicht) und schließlich soll ihnen auch ihr Gedächtnis zurückgegeben werden. Thomas, Minho und Newt entschließen sich dagegen und bald gelingt ihnen sogar die Flucht aus dem Hauptquartier von ANGST. In Denver machen sie nicht nur erste Erfahrungen mit der Außenwelt, sondern stoßen auch auf eine Gruppierung, die gegen ANGST vorgehen will. Doch kann man ihren Anführern trauen? Und sind sie wirklich besser als die Organisation, die sie bekämpfen?

Im dritten und finalen Band der Reihe wird vor allem jede Menge an Hintergrundinformationen beschrieben und damit manches endlich aufgelöst. Mir hat das Buch daher auch am besten von den dreien gefallen - einfach weil man endlich erfahren hat, was hinter den ganzen Ereignissen steckt. (Ich hatte die Version von Band 3, in der zusätzliches Material - Die Geheimakten - integriert ist.) Alles in allem bleibt auch dieses Buch der gewohnten Qualität der Reihe mit allen Vor- und Nachteilen treu. Ich jedenfalls habe mich von allen drei Bänden sehr gut unterhalten gefühlt.

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James Dashner "In der Brandwüste - Die Auserwählten 2"

Thomas und die anderen "Lichter", wie sich die Gruppe selbst nennt, haben es geschafft: Sie sind dem Labyrinth entkommen und nun in Sicherheit. Doch diese Hoffnung erweist sich schnell als trügerisch. Die geheimnisvolle Organisation ANGST ist noch lange nicht mit ihnen fertig. Thomas und seine Freunde wurden mit einer gefährlichen Krankheit, dem Brand, infiziert. Nur wenn es ihnen innerhalb einer Woche gelingt, eine lebensfeindliche Wüste zu durchqueren, haben sie eine Chance auf Heilung. Den Jungen bleibt nichts anderes übrig, als sich erneut in ein schier auswegloses Unterfangen zu stürzen. Für Thomas wird der Trip zu einem besonderen Martyrium: Teresa ist verschwunden und auch seine Fähigkeit mit ihr telepathisch zu kommunizieren. Sollten die Hinweise auf Teresa, die ANGST offenbar gestreut hat, wahr sein? Ist Teresa eine Verräterin?

Das Buch setzt nahtlos an den Ereignissen des ersten Bands an und führt dessen Handlung und Stil konsequent fort. Nach und nach erfährt man mehr über die Hintergründe der Experimente von ANGST und die Ereignisse auf der Welt, die dazu führten. Ansonsten bleibt es weiterhin eine sehr düstere und brutale Geschichte, die sicher nichts für empfindliche Leser_innen ist. Mir hat das Buch gerade wegen der nicht leicht zu verdauenden Story recht gut gefallen. Hinzukommt, dass es sich ziemlich schnell liest (auch dank der nicht sehr anspruchsvollen Sprache), so dass es meines Erachtens recht gute Bettlektüre darstellt. Und auf jeden Fall bin ich sehr gespannt auf die endgültige Auflösung in Band 3.

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James Dashner "Im Labyrinth - Die Auserwählten 1"

Thomas wird in einem Fahrstuhl wach, der sich nach oben bewegt. Er kann sich weder erinnern, wie noch warum er dort ist. Auch fehlen ihm sämtlich Erinnerungen an seine Vergangenheit, an Freunde oder seine Familie. Der Fahrstuhl bringt in zu einer Lichtung, auf der mehrere Jungen leben. Ihnen allen geht es wie ihm: Eines Tages landeten sie mit dem Fahrstuhl auf der Lichtung - ohne jegliche Erinnerung.

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Drew Karpyshyn "Die dunkle Flamme"

Kegan und seine Freunde waren nur vermeintlich erfolgreich: Zwar konnten sie Daemrons Ring an sich bringen, doch dieser Diebstahl und der Angriff des Drachen haben aus den Danaan erbitterte Feinde gemacht. Die Wut der Königin geht dabei soweit, dass sie sich sogar - wenn auch unwissentlich - mit einem von Daemrons Knechten verbündet. Ihre Flucht führt Kegan und die anderen schließlich in die eisigen Ostlande, der Heimat von Scythe Gefährten Nor. Doch auch hier drohen ihnen neue Gefahren - jedoch auch die Chance mit dem Schwert das zweite von Daemrons Artefakten an sich zu bringen. Cassandra versucht währenddessen immer noch die Krone vor einem weiteren Knecht in Sicherheit zu bringen und sich von ihr nicht beherrschen zu lassen. Doch in dem Artefakt verbirgt sich die Seele des Chaosmagiers Rexol und der hat seine eigenen Pläne...

Das Buch hat das übliche "zweiter-Band-einer-Reihe-Problem": Es ist mit knapp 600 Seiten nicht gerade dünn zu nennen und trotzdem passiert dort kaum etwas. Das ist in diesem Fall wirklich schade, weil mir sowohl die Welt an sich als auch die Charaktere immer besser gefallen und hier durchaus mehr Potenzial gewesen wäre. So bleibt es leider ein Fantasyroman unter vielen anderen - und noch dazu einer, der aus der Maße der Veröffentlichungen nicht herausstehen kann. 

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Ralf Isau "Der Kreis der Dämmerung - Teil 3"

David Campden ist es zwar gelungen, dem Kreis der Dämmerung einige schwere Schäden zuzufügen, aber aktiv ist der Gehimbund immer noch - und mit ähnlichem Erfolg wie zuvor. Seine Recherchen führen David dieses Mal zuerst nach Indien, wo er u.a. die Bekanntschaft Gandhis macht, und dann nach Korea. Letzteres erweist sich wieder einmal als eine ausgesprochen gefährliche Reise, denn die Spannungen zwischen den beiden koreanischen Staaten nehmen während Davids Aufenthalt dort immer weiter zu. Der erwartete Erfolg stellt sich jedoch nur in Teilen ein. Bald führt seine Suche David jedoch wieder auf die Spur jenes Mannes, den er schon im Deutschland der NS-Zeit aufspüren und unschädlich machen wollte: Franz von Papen. David kommt er erneut in engen Kontakt mit alten und neuen Nazis und jenen Organisationen, die ihnen ein neues Leben in Südamerika ermöglichen...

Mich hat dieser dritte Band etwas entttäuscht. Er ist weniger umfangreich als die ersten beiden Bücher und fokussiert nur noch auf ausgewählte historische Ereignisse (die Abrisse zur geschichtlichen Entwicklung, wie es sie etwa in Teil 1 noch gab, fehlen leider auch in weiten Teilen). Und irgendwie passiert recht wenig im Hinblick auf die Gesamtgeschichte. David gelingt es zwar zwei Mitglieder des Kreises zu töten, aber entscheidende Erkenntnisse bringt ihm das nicht. Ich bin zwar immer noch gespannt auf den letzten Band der Reihe, habe aber mittlerweile leichte Bedenken, ob es dem Autor gelingen wird, diese Reihe überzeugend aufzulösen.

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Brent Weeks "Am Rande der Schatten"

Nachdem die Khalidori Cenaria eingenommen haben, beginnt für die Bewohner der Stadt und insbesondere jene im Labyrinth eine Zeit des Schreckens. Kylar ist es gelungen aus dem Palast zu entkommen und gemeinsam mit Elene und Uly die Stadt zu verlassen. Er plant sich ein neues, bürgerliches Leben aufzubauen und eine Familie zu gründen. Doch schon bald muss er erkennen, dass ihn sein altes Leben nicht loslässt. Zwar kann er es einige Male vermeiden, Menschen zu töten, doch als sein alter Freund Jarl plötzlich vor seiner Tür steht und ihm erzählt, dass Logan Gyre noch lebt, bleibt Kylar keine Wahl: Er wird Logan retten und nebenbei noch den Auftrag annehmen den Gottkönig der Khalidor zu töten...

Das Buch ist eine gute Fortsetzung des ersten Bandes, hat jedoch im Gegensatz zu diesem seine Durchhänger. Für mich waren dies vor allem die Ereignisse um Kylar und Elene beim Versuch eine "normales Leben" aufzubauen. Die Streitereien gingen mir auf die Nerven und Elenes frömmlerische Art war so gar nicht meins. Gut gefallen hat mir jedoch, dass sich die Handlung jetzt weniger stark auf Kylar fixiert - auch wenn er immer noch die Hauptfigur ist. Es kommen jedoch immer mehr Parallelstränge in der Handlung hinzu - mir hat insbesondere der um Vi, die ehemalige Schülerin von Hu Gibbet, sehr gut gefallen. Im ersten Band hatte sie nur einen kleinen Auftritt, hier bekommt sie und ihr sehr faszinierender Charakter mehr Raum, was dem Buch gut tut. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie die Geschichte in Band 3 ausgehen wird.

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The last Witchhunter

Einst lebten Wesen auf der Erde, die nicht menschlich und mächtige Magier waren. Dann kamen die Menschen und verdrängten die ursprünglichen Bewohner, die sie Hexer und Hexen nannten. Diese wehrten sich gegen die Neuankömmlinge und ein langandauernder Krieg begann. Seinen Höhepunkte fand er schließlich mit dem Fluch des schwarzen Todes, der Pest, die als letztes Mittel die Menschheit besiegen sollte. Doch einigen mutigen Kriegern gelang es die Anführerin, die Hexenkönigin, aufzuspüren und zu stellen. Kaulder, einer von ihnen, verletzte sie tödlich, doch bevor sie starb, verfluchte sie ihn zu ewigem Leben. Seitdem sind mehrere Jahrhunderte vergangen und Kaulder ist der legendäre Hexenjäger geworden. Mittlerweile regelt ein Bündnis das die meiste Zeit friedliche Zusammenleben von Menschen und den magische begabten Anderen. Doch jemand oder etwas scheint diesen Frieden stören zu wollen und legt es offenbar darauf an, die Hexenkönigin wieder zum Leben zu erwecken. Gemeinsam mit der jungen Hexe Chloe und seinem Biographen, Dolan dem 37., macht sich Kaulder auf zu verhindern, dass seine Erzfeindin in der modernen Welt wieder auftaucht...

Vin-Diesel-Filme zeichnen sich ja in der Regel nicht durch inhaltlichen Tiefgang oder Anspruch der Story und Charaktere aus - dies trifft auch auf diesen Film zu. Trotzdem finde ich ihn recht unterhaltsam - eine gut gelungene Mischung aus Action und Fantasy und damit das was ich gerne als "Popcornkino" bezeichne. Die Story ist sicher nicht die durchdachteste und auch nicht wirklich innovativ oder überraschend, kommt aber ohne große Unstimmigkeiten aus (oder mir sind diese zumindest nicht aufgefallen). Von daher ein Film, der durchaus zur entspannten Unterhaltung am Abend zu empfehlen ist.

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