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A.K. Mulford "The evergreen heir" (The five crowns of Okrith 4)

Neelo Emberspear ist Thornfolge des südlichen Hofes und leider so ganz anders als ihre Landsleute. Neelo ist zurückhaltend, immer mit einem Buch bewaffnet und würde lieber später als früher der aktuellen Königin nachfolgen. Die hat es auch noch trickreich geschafft, Neelo einen Verlobten zu besorgen - mit dem Krieger Talhan ausgerechnet Neelos besten Freund. Die beiden müssen sich mit den Ränken der violetten Hexen auseinandersetzen, die nun den südlichen Hof ins Auge genommen haben. Und offenbar eine Möglichkeit fanden, die Vorliebe der Südländer*innen für Ausschweifungen und Drogen zu ihrem Gunsten zu nutzen...

Der vierte Band der Reihe ist aus meiner Sicht nicht schlecht, hat mich leider aber auch nicht wirklich begeistert. Erzählt wird im üblichen Duktus der anderen Bände, wie immer steht eine Liebesgeschichte im Mittelpunkt, um die herum dann die Rahmenhandlung weiter voran gebracht wird. Dass mit Neelo eine non-binäre Person die Hauptfigur ist, fand ich gut, wobei mich die extreme Unsicherheit dann wieder etwas enttäuscht hat. Es war zunächst ungewöhnlich non-binäre Pronomen zu lesen, nach ein paar Seiten hatte ich mich aber gut daran gewöhnt. 

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
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Ethan Cross "Im Labyrinth der Rache"

Francis Ackerman Jr. muss sich mit seinem Bruder Marcus und seinen neuem Helfer Jesse auf den Weg nach Glasgow machen. Sein alter Feind Demon hat es so eingerichtet, dass er nach dessen Tod seine Tochter beschützen muss. Denn nur sie und Frank gemeinsam haben Zugriff auf eine Liste der gefährlichsten Verbrecher*innen weltweit - und Frank und seine Mitstreiter brauchen diese, um in der Heimat ihre Köpfe aus der Schlinge zu ziehen. In Glasgow will auch ein ehemaliger Weggefährte von Demon die Datei - und muss bald feststellen, dass er noch nie einen Gegner wie Frank hatte. Aber im Hintergrund zieht ein Mann seine Strippen, vor dem Frank schon als Kind Angst hatte und der jetzt diese Emotion wieder in ihm heraufbeschwört: der Hüter...

Okay, eine neue Reihe um Ackerman - leider wieder mit seinem nervigen Bruder. Die beiden anderen Sidekicks, Nadia und Jesse, gefallen mir da etwas besser. Es taucht mal wieder eine neue mächtige Bedrohung auf - interessant, aber ich vermute, dass auch diese nach einigen Bänden von Ackerman besiegt werden wird. Ansonsten ist das Buch die übliche Kost des Autors, nett für zwischendurch, da man beim Lesen nicht nachdenken muss, aber kein großer Wurf des Thrillergenres.

3
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Carissa Broadbent "The Fallen and the Kiss of Dusk" (Crowns of Nyaxia 4)

Es hätte besser laufen können. Mische hat zwar den Sonnengott getötet, ist dabei jedoch selbst gestorben. Asar versucht nun verzweifelt, sie aus dem Totenreich zurückzuholen, was ihm schließlich mit Hilfe der Schicksalsgöttin auch gelingt, doch der Preis ist hoch. Die Grenze zwischen den Reichen der Lebenden und der Toten wird immer durchlässiger und droht bald komplett zu fallen. Um dies zu verhindern, suchen Mische und Asar nach drei Artefakten des vom Weißen Pantheon ermordeten Totengottes - und nehmen das Risiko in Kauf, dass diese immer Macht über Asar ausüben. Währenddessen bahnt sich ein Krieg zwischen den Gött*innen des Weißen Pantheons und Nyaxia und ihren Vampir*innen an, zwischen den Mische, Asar und ihre Verbündeten zu geraten drohen...

Die Geschichte um Mische und Asar gefällt mir deutlich besser als jene aus den ersten beiden Bänden der Reihe (auch wenn die nicht schlecht war). Die Welt wird immer komplexer und die Rahmenhandlung nimmt immer mehr Raum ein - ich bin gespannt, wohin sich der Krieg zwischen den Gött*innen noch entwickelt. Gleichzeitig erfährt man auch immer mehr über die verschiedenen Vampirhäuser - dieses Mal nicht nur über die Schatten, sondern auch über das Haus des Blutes. Hier deutet sich ebenfalls immer mehr an, dass Septimus noch wichtig werden wird und während viele den ja für unausstehlich halten, bin ich davon überzeugt, dass dieser Charakter noch so einige Überraschungen liefern wird.

4
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Carissa Broadbent "The Fallen and the Kiss of Dusk" (Crowns of Nyaxia 4)

Es hätte besser laufen können. Mische hat zwar den Sonnengott getötet, ist dabei jedoch selbst gestorben. Asar versucht nun verzweifelt, sie aus dem Totenreich zurückzuholen, was ihm schließlich mit Hilfe der Schicksalsgöttin auch gelingt, doch der Preis ist hoch. Die Grenze zwischen den Reichen der Lebenden und der Toten wird immer durchlässiger und droht bald komplett zu fallen. Um dies zu verhindern, suchen Mische und Asar nach drei Artefakten des vom Weißen Pantheon ermordeten Totengottes - und nehmen das Risiko in Kauf, dass diese immer Macht über Asar ausüben.

4
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Philippa Ballantine "Die Runen der Macht - Der verfluchte Prinz"

Sorcha Faris ist eine der besten Aktiven ihres Ordens im Kampf gegen Geister und andere Wesen aus der Anderwelt. Doch ein Zwischenfall beraubt sie ihres Partners und Noch-Ehemanns und ohne einen Sensiblen an ihrer Seite sind Aktive keine wirkliche Hilfe. Ihr wird der junge Merrick Chambers an die Seite gestellt und bevor die beiden sich aneinander gewöhnen können, führt sie ihr erster Auftrag an den äußersten Rand des Kaiserreichs. Dort treffen sie auf Raed Rossin, den Sohn des gestürzten Kaisers, der überall gesucht wird. Raed ist durch einen Fluch an den Rossin, ein mächtiges Geistwesen gebunden, dass er nur schwer unter Kontrolle halten kann. Doch der junge Mann ist bald ihre kleinere Sorge und wird sogar zu einem Verbündeten im Kampf gegen Mächte, die eine uralte Macht beschwören wollen...

Das Buch bzw. die Reihe steht schon einige Zeit bei mir im Regal und wollte endlich mal gelesen werden. Ich kannte die Autorin von anderen Büchern, die mir gut gefallen haben, und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Ich habe aber etwas gebraucht, um mich in der Welt zurecht zu finden. Die Sache mit den Runen und den Aktiven bzw. Sensiblen hat sich mir nur schwer erschlossen, zum Ende hin wurde es dann besser. Die Hauptfiguren haben mir alle drei gut gefallen, aber insbesondere Sorcha ist eine interessante und starke Frauenfigur. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit ihr, Raed und Merrick weitergehen wird.

4
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Isabel Ibanez "Where the library hides"

Inez Oliveira steht vor einem Problem: Ihr Onkel will, dass sie Ägypten schnellstmöglich verlässt, doch sie will eigentlich nach ihrer Mutter suchen und diese ihrer gerechten Strafe zuführen. Dann bietet sich eine unerwartete Lösung an: eine Heirat mit Whitford Hayes, dem rätselhaften Assistenten ihres Onkels. Dieser will Inez dabei unterstützen, ihre Pläne umzusetzen. Doch schnell stellt sich heraus, dass sie auch Whit nicht wirklich trauen kann, hat dieser doch kurz nach ihrer Hochzeit Inez gesamtes Vermögen nach England transferiert, um seine Schwester vor einer ungewollten Ehe zu bewahren. Inez fühlt sich weitestgehend auf sich gestellt, will aber nicht aufgeben. Als ihr Onkel und sein Freund Abdullah wegen des Verschweigens der Entdeckung von Kleopatras Grab festgenommen, intensiviert sie ihre Bemühungen, ihre Mutter endlich zu finden. Doch wem kann sie dabei wirklich vertrauen? Ihr Ehemann hilft ihr zwar, doch scheint ihn vor allem ein alchemistischer Papyrus der Kleopatra zu interessieren. Und was ist eigentlich wirklich mit ihrem Vater passiert? Inez muss noch so manche Überraschung erleben, bis alle Rätsel gelöst sind...

Mir hat dieser zweite Band der Reihe genauso gut gefallen wie der erste. Die Geschichte wird auf gleichem Niveau fortgesetzt, ist spannend erzählt und verbindet wieder gekonnt einen Abenteuer-Roman mit fantastischen Elementen. Ein paar mehr der schönen Zeichnungen wäre gut gewesen, diese bereichern die Erzählung ungemein. Es gibt einige wirklich überraschende Plot-Twists, die ich nicht habe kommen sehen. Ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

5
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A.B. Poranek "Wo die Nacht verweilt"

Liska versucht seit langem ihre magischen Fähigkeiten vor den anderen Bewohner*innen ihres Dorfes zu verbergen, doch das klappt immer schlechter. Als ein Vorfall auch noch die Freundschaft mit ihrer Cousine zerstört, will Liska handeln. Sie macht sich auf in den Driadawald, wo angeblich eine Farnblüte Wünsche erfüllen soll. Doch statt der Blüte trifft sie auf den Dämon Lesky, den Herrscher und Beschützer des Waldes. Dieser bietet ihr einen Handel an - sie soll ein Jahr für ihn arbeiten, dann werde ihr Wunsch, ihre Magie zu verlieren, erfüllt. Liska ist bald hin- und hergerissen zwischen Misstrauen gegenüber ihrem Gastgeber und wachsender Zuneigung zu ihm. Und gleichzeitig beginnt sie zu erkennen, dass ihre Magie nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss...

Ich bin wirklich sehr begeistert von dem Buch. Es spielt in einer von slawischen Mythen inspirierten Welt, die sehr gut konstruiert ist. Der Erzählstil ist sehr poetisch und sprachlich wirklich schön. Wer auf viel Action in Fantasy steht, wird hier vermutlich enttäuscht werden, weil die Handlung teilweise auch sehr ruhig ist und die Autorin sich Zeit nimmt, ihre Figuren und die Geschichte zu entwickeln. Mir hat genau das gefallen, aber das kann ja unterschiedlich gesehen werden. Schade fand ich das traurige Ende, auch wenn es in sich stimmig war, hätte ich auch mit einem etwas klischeehafteren Happy-End leben können.

5
Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
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Julia Kuhn "Moonlight Academy - Feenzauber"

Eigentlich hatte sich Mondfee Eleanor auf ihr neues Schuljahr an der Moonlight Academy gefreut, doch dann geht alles schrecklich schief. Sie muss erfahren, dass ein alter Fluch verhindert, dass sie und ihre große Liebe Elijah jemals zusammen sein dürfen - dumm nur, dass er die gleiche Schule besuchen muss wie sie. Und dann geht auch noch ein Mörder um, der es auf Feen abgesehen hat. Eleanor und ihre Visionen scheinen dabei helfen zu können, den oder die Täter*innen zu finden. Nur scheinen es alle für eine gute Idee zu halten, dass Elijah auch dabei helfen soll. Und dann ist da noch der neue Trainer für Verteidigung, Kilian, der zwar ein wenig rätselhaft, aber auch durchaus anziehend auf Eleanor wirkt...

Oh weh, das Buch war leider so gar nicht meins. Ich weiß gar nicht mehr, warum ich es mir gekauft hatte - eigentlich hätte ich das vorhersehen können. Mir war das ganze Setting zu niedlich und clean, Feen sind offenbar nicht so meine Sache und die Liebesgeschichte hat mehr Raum eingenommen, als die Ermittlungen im Falle der toten Feen. Das Irland-Setting war zwar ganz nett, aber das hat es dann für mich auch nicht mehr gerettet. Und dann habe ich erst beim Lesen gemerkt, dass das Buch quasi ein Spin-Off einer anderen Duologie der Autorin ist. Ich will nicht sagen, dass das Buch schlecht ist, aber für mich war es einfach nichts - ich bin einfach nicht Teil der Zielgruppe.

2
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Sam Holland "The puppet master"

Ein neuer Fall für die Major Crime Unit unter DCI Cara Elliott. Was zunächst wie ein Selbstmord aussieht, weckt bei der erfahrenen Ermittlerin Misstrauen, so dass sie weitere Untersuchungen veranlasst. Dann kommt es zu zwei weiteren Selbsttötungen, auch hier scheinen wieder kleine Details nicht zu passen und schließlich kristallisiert sich ein Zusammenhang zu einem der anderen Fälle heraus. Bald ist klar: Das Team hat es mit einem perfiden Serientäter zu tun, der*die die Opfer so manipuliert, dass sie Suizid verüben. Der letzte Fall hat bei allen schwere Spuren hinterlassen und personell sind sie auch noch unterbesetzt, so dass Cara sogar ihren Bruder wieder in den Dienst zurückholt. Doch Nate Griffin macht wie immer sein eigenes Ding - was gut oder schlecht für sein Team ausgehen kann...

Der zweite (eigentlich wohl dritte) Fall der Major Crime Unit. Ich fand diesen etwas schwächer als den anderen und erneut hat mich gestört wie stark persönlich betroffen fast alle Ermittler*innen waren bzw. wie psychisch angeschlagen. Ich weiß nicht, wie die Gesetze in Großbritannien sind, aber in Deutschland hätte vermutlich kaum jemand von ihnen arbeiten geschweige denn ermitteln dürfen. Dies zeigt sich dann auch daran, dass dem Team Fehler unterlaufen und wichtige Sachverhalte erst sehr spät bemerkt werden. Leider hat mich das Buch daher nicht so ganz begeistert, auch wenn es ein gut geschriebener, spannender Thriller ist.

3
Durchschnitt: 3 (1 Bewertung)
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Stacia Stark "Kingdom of lies - Ein Hof so grausam und schön"

Als herauskommt, dass Prisca über magische Fähigkeiten verfügt, die sie eigentlich nicht haben dürfte, ist sie gezwungen aus ihrem Dorf zu fliehen. Nachdem sie beinahe im Fluß ertrinkt, rettet sie eine Gruppe Söldner - insbesondere deren Anführer, Lorian, scheint zunächst alles andere als angetan von ihr zu sein, bis er erfährt, dass sie mit ihrer Magie die Zeit anhalten kann. Plötzlich will er sie in ihren Fähigkeiten unterrichten - natürlich nur, wenn sie im Gegenzug ihm und seinen Männern hilft, in die Hauptstadt zu gelangen. Als das Vorhaben schließlich gelingt, sollten sich ihre Wege für immer trennen, doch der Versuch, ihre beste Freundin zu retten, treibt Prisca zu den Rebell*innen und schließlich als Spionin für diese an den königlichen Hof. Und ausgerechnet hier trifft sie wieder auf Lorian, der sich als Adeliger ausgibt. Das kann nach Priscas Meinung überhaupt nicht sein, doch bald erweist sich Lorian als wertvoller Verbündeter gegen die vielen Intrigen des königlichen Palastes. Aber kann Prisca dem rätselhaften Mann wirklich vertrauen?

Das Buch ist nicht schlecht, spannend erzählt und mit einer gut durchdachten, komplexen Welt, die mir gut gefallen hat. Die Hauptfigur ist sympathisch, wenn auch manchmal etwas anstregend; Lorian gibt einen passenden MMC ab. Ich hatte einige Reviews gelesen, die das Buch als sehr politisch angepriesen haben - das kann ich nicht so ganz mitgehen, für mich hätte es durchaus mehr davon gebraucht. Alles in allem aber ein guter Reihenaustakt mit einem spannenden Plottwist am Ende, so dass ich gespannt auf die Fortsetzung bin. Die expliziten Sexszenen halten sich zwar in Grenzen und dominieren auf keinen Fall die Handlung, ich würde das Buch wegen ihnen aber dennoch erst für Leser*innen ab 16 Jahren empfehlen. 

4
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