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"Genauso regelmäßig, wie nach Amokläufen gewaltdarstellende Videospiele als Erklärung herangezogen werden, verkünden (Online-) Medien, dass der Nachweis für die Gefährlichkeit von Videospielen erbracht wurde." Aber sind die festgestellten Effekte wirklich signifikant. Rey Alp von Stigma Videospiele hat sich durch zahlreiche Studien gekämpft, ein "Survey".

"Bekanntlicherweise wird von Politikern und anderen Personen öffentlich gerne behauptet, dass 'Killerspiele' vom US-Militär zu Senkung der Tötungshemmung erfunden wurden." Aber stimmt dieser Mythos überhaupt? Rey Alp geht diesem in einem sehr ausführlichen Artikel auf Stigma Videospiel nach.

"Neben einer zunehmenden Anzahl fundierter Artikel finden sich in anderen Texten noch immer vermeidbare Fehler und kleinere Ungereimtheiten. (...) Dieser Text soll Autoren ein bisschen Recherchearbeit abnehmen und einige allgemeine Schwachstellen bei Artikeln über 'Killerspielen' aufzeigen."

Stigma Viedeospiele hat die medienpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen zu ihrer Haltung, aber v.a. auch der ihrer Partei, zu sog. "Killerspielen" stehen.

Viele Gamer erhalten auf Anfragen, wie die Parteien zu gewaltdarstellenden Videospielen stehen, leider regelmäßig Standardantworten, die auf aktuelle Entwicklungen nicht eingehen. Zum Teil wird noch von der geplanten Verschärfung der Indizierung gesprochen, obwohl diese längst beschlossen und umgesetzt ist. Auch in den Wahlprogrammen findet sich über ein „Killerspielverbot“ keine eindeutige Aussage.

Gerade lief bei bei 3sat neues ein fast Special zu Counterstrike. Zum zehnjärigen Jubiläum wurde die Geschichte von CS rekapituliert. Bei der Vorstellung des Spiels und der Modi sind zwar kleinere Fehler* unterlaufen. Trotzdem wurde versucht sich dem emotional von beiden Seiten recht aufgeheiztem Thema "Killerspiele" recht objektiv zu nähern und beide Seiten darzustellen.

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Nach den Amokläufen von Erfurt, Emsdetten und Winnenden und dem versuchten in Bonn war in den Medien (und bei Politikern, Kriminologen, ...) sofort CounterStrike und andere "Killerspiele" als Schuldige gefunden. Im Nachhinein stellte sich vieles als unwahr heraus, das schert aber viele nicht, die eisern bei ihrer festgefahrenen Meinung bleiben. Ein kleiner Überblick über das Killerspiel-Ping-Pong in den Medien.

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Gestern sind die Demos "Wir sind Gamer!" in Berlin, Köln und Karlsruhe mit einer Runde "Killerschach" in Berlin über die Bühne gegangen. Damit soll aber nicht Schluss sein, die Gemeinde hat einen Verband gegründet:

Am Sonntag, dem 25. Juli 2009 wurde auf der Demonstration für Spielkultur "Wir sind Gamer!" die Gründung des Verbandes für Deutschlands Video- und Computerspieler (VDVC) bekannt gegeben. Diese wurde bereits einige Tage zuvor von engagierten Spielern durchgeführt. Der Verband vertritt die gesellschaftspolitischen Interessen der deutschen Spielergemeinde nach außen. Zudem sollen Maßnahmen zur Förderung der Medienkompetenz von Spielern und Nicht-Spielern ergriffen werden. Der VDVC ruft alle Spieler auf, sich dem Verband anzuschließen. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei.

Dank der Petition gegen die Netzzensur, die mit über 134.000 Mitzeichenrn die bis heute erfolgreichste Petion in der Bundesrepublik ist, hat die Petition eine Renaissance erlebt. Auch wenn es von vielen Politikern ignoriert wird, so ist es zumindest eine Möglichkeit auf sein Anliegen aufmerksam zu machen und ab 50.000 Zeichnern den Petitionsausschuss zu zwingen, sich öffentlich mit dem Anliegen zu beschäftigen.


(Bildquelle: Stigma Videospiele)

Zur Zeit ist ja das Thema Killerspiele wieder hoch aktuell. Nun kocht das Thema in jedem Sommer- und sonstigem Loch und leider auch nach jedem Amoklauf wieder hoch. Neu ist jedoch, dass die Politik sich in rechtsgültige Verträge einmischt und Veranstaltungen mit Spielen freigegeben ab 12 und 16 Jahren, welche nur für Besucher ab 18 Jahren freigegeben sind massiv behindert und verhindert. Die Innenministerkonferenz hatte kürzlich sogar ein komplettes Herstellungs- und Verbreitungsverbot solcher "Killerspiele" gefordert. Die Petition will erreichen, dass der Bundestag sich gegen ein solches Verbot ausspricht und wurde bislang von mehr als 23.000 (Update: 73.002) Bürgern gezeichnet.

Heute erreicht mich eine E-Mail einer Band, die möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Wir sind eine Rand-Berliner Rockband und verfolgen seit einiger Zeit das Thema Amoklauf und Killerspiele und alles was damit zusammenhängt (fehlerhafte Presseberichte, Indizierungen von Gameshops, abgesagte LANs und Veranstaltungen der ESL etc.) mit großen Interesse.

Um einmal mehr Aktivismus zu zeigen, als die meisten anderen Betroffenen die wir kennen, haben wir einen Song geschrieben, ihn aufgenommen und ein Video dazu gedreht. Er steht allen frei zur Verfügung.

Den Song gibts auch hier als mp3.

Zur Abbruch-Homepage und ihr MySpace-Imperium.

Über die Absagen der Intel Friday Night Games in Stuttgart und Nürnberg hatten wir ja schon geschrieben. Die Hoffnung war groß, dass Karlsruhe als Ausweichort für Stuttgart dem Druck standhält. Der Karlsruher OB Heinz Fenrich hatte sich zunächst gegen den BW-Innenminister Heribert Rech (CDU) durchgesetzt und wollte das ESL-Turnier am 05.06.2009 stattfinden lassen. Ein Grund war u.a. auch, dass parallel eine Eltern-LAN stattfinden sollte. Aber zu früh gefreut, die eigene Fraktion im Karlsruher Gemeinderat machte massiv Stimmung und drohte (mit Unterstützung der Grünen!) am 26.05.2009 in der Gemeinderatssitzung der stadteigenen Karlsruher Messe und Kongress GmbH die Verträge aufzukündigen. Gestern war es dann soweit, der Veranstalter Turtle sagte die Veranstaltung in Karlsruhe ab.

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