Ruhr 2010

Nirgends ist die Trinkhallendichte so groß wie im Ruhrgebiet. Und diesem schützenswerten Kulturgut widmet sich eine zweiteilige Doku im wdr Fernsehen. Los gehts heute (18.11.2011) um 20:15 Uhr im wdr Fernsehen mit den Büdchen im Rheinland. Nächsten Freitag (25.11.2011) folgt dann zur selben Zeit das Ruhrgebiet.

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Eigentlich wollten wir gestern nur zum Castle Rock nach Mülheim. Dabei machten wir einen Zwischenstopp im Einkaufszentrum am Limbecker Platz. Das Einkaufszentrum wird öfters mal für kleine Acts genutzt und diesmal hatte sich der Jugendchor St. Bartholomäus Polsum aufgestellt. Meine Vermutung fiel dann auch recht schnell auf den Day of Song und so verweilte ich spontan und lauschte. Zum Abschluss gab es dann auch noch das Ruhr.2010 Lied von Herbert Grönemeyer, mit dem ich immer noch nicht so recht warm werden will. Beim Glück Auf! stimmte ich dann aber doch noch spontan mit ein, soweit ich textsicher war. Ich hoffe, ich war leise genug. Schön, dass ich doch noch Zeuge dieses Ausrufezeichens im Kulturhauptstadtjahr wurde.

Am Pfingstmontag hatte uns Nicole zur Schurenbachhalde geschleppt um die Schachtzeichen beleuchtet bei Nacht zu sehen. Die Aussicht von da war schön, nur leider war das mit den Schachtzeichen nicht so toll, was wohl auch an der 30 m Begrenzungshöhe lag.

Auf dem Heimweg machten wir noch einen kleinen Zwischenstopp am Schacht Hagenbeck. Und das hatte sich dann doch noch gelohnt, so ein Schachtzeichen von ganz nah. Zumal wir beim Kontrollbesuch am Pfingstnachmittag wegen des Windes gar keinen sehen konnten. Aber zum Glück hat ja Nicole von da ein paar Photos Online gestellt und auch ein paar mehr Infos geschrieben. Darauf kann ich dann guten Gewissens verweisen.

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Wo wir gerade bei Wahrzeichen des Ruhrgebiets waren, die Zechen gehören mit Sicherheit dazu. Die Fotoausstellung ist sogar Teil des Projekts Mapping the Region im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010. "Bergwerke und Hütten – Industrielandschaften" von  Bernd und Hilla Becher ist noch bis zum 02.05.2010 im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop zu besichtigen.

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Es ist zwar keine Ausstellung zur Kulturhauptstadt 2010, aber was wäre das Ruhrgebiet ohne seine Trinkhallen? Im Gegensatz zur Currywurst ist die Trinkhalle sogar eine "Erfindung" des Ruhrgebiets. Am Büdchen findest du (fast) alles, das ist für einige ein kleiner Supermarktersatz. Früher hatten sie (ähnlich wie Tankstellen) auch den Vorteil, dass sie auch bis spät abends und am Sonntag offen hatten. Dieses Alleinstellungsmerkmal ist durch den Wegfall der Ladenschlusszeiten (außer Sonntag) weggefallen. Wer, wie ich, nicht im Ruhrgebiet groß geworden ist, ist zunächst erstaunt über die (immer noch) große Büdchendichte hier. Und man kann nur hoffen, dass es sie auch die nächsten Jahrzehnte geben wird, denn sie sind ein Stückchen Kultur des Ruhrgebiets.

In der Zentralbibliothek Duisburg ist noch bis 27. März 2010 die Fotoausstellung Wolfgang Schneider "Trinkhallen im Ruhrgebiet - Fotoausstellung" zu besichtigen.

Dieser Song von Christian Hirdes & Ludger K. ist zwar schon etwas älter, aber zum einen sind wir ja Papst Kulturhauptstadt und zum anderen haben wir selber mal in Essen-Kray gewohnt. Da kann man schon mitfühlen. Neben dieser Version mit Eindrücken von Essen gibt es auch noch eine schöne visuell untermalte.

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