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Alexey Pehov "Glühendes Tor" (Chroniken der Seelenfänger 4)

Ludwig van Normayenn ist weiterhin auf der Suche nach dem Schmied der Seraphimdolche. Gemeinsam mit der Hexe Getrude, seiner Geliebten, geht er Spuren nach, die ihn immer weiter in die Verfangenheit der Bruderschaft der Seelenfänger führen. Schließlich lassen ihn Hinweise von unerwarteten Verwündeten erkennen, was der Schmied wirklich plant: Er will ein zweites Tor zur Hölle öffnen und den Dämonen noch eine Einfallschneiße in die Welt bescheren. Noch erschreckender ist allerdings zu erfahren, dass der Schmied nicht nur jahrhundertalt ist, sondern auch keine unbekannte historische Person. Dabei hat der Zwist zwischen den Seelenfängern und dem Orden der Gerechtigkeit die Menschheit um die womöglich einzige Waffe gebracht, die den Schmied hätte aufhalten können. Und während sich die furchtbare Seuche des Justirfiebers über den Kontinent ausbreitet, muss Ludwig neue Verbündete finden, denn auch Kirchenmagie und Inquisitoren können gegen den Dolchschmied nichts ausrichten...

Da ist er nun also, der von mir langerwartete vierte Band der Reihe um die Seelenfänger. Ihn gelesen zu haben, lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Nicht, weil das Buch schlecht ist - ganz im Gegenteil. Die Geschichte um Ludwig wird gewohnt gekonnt, mit der bekannten Mischung aus ironischem Humor, Fantastik und leichtem Grusel zu Ende erzählt. Die Auflösung ist überraschend, aber stimmig und logisch. Dass es sich jedoch definitiv um den letzten Band der Reihe handelt, hat mich etwas trauig zurück gelassen. Mir sind die Charaktere irgendwie ans Herz gewachsen und ich hätte sie gerne noch weitere Abenteuer erleben lassen. Andererseits ist es wahrscheinlich besser, eine Reihe mit der gewohnten Qualität zu beenden, als sie stattdessen Tod zu schreiben.

4
Horch und Guck: 
 

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