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A.B. Poranek "Wo die Nacht verweilt"

Liska versucht seit langem ihre magischen Fähigkeiten vor den anderen Bewohner*innen ihres Dorfes zu verbergen, doch das klappt immer schlechter. Als ein Vorfall auch noch die Freundschaft mit ihrer Cousine zerstört, will Liska handeln. Sie macht sich auf in den Driadawald, wo angeblich eine Farnblüte Wünsche erfüllen soll. Doch statt der Blüte trifft sie auf den Dämon Lesky, den Herrscher und Beschützer des Waldes. Dieser bietet ihr einen Handel an - sie soll ein Jahr für ihn arbeiten, dann werde ihr Wunsch, ihre Magie zu verlieren, erfüllt. Liska ist bald hin- und hergerissen zwischen Misstrauen gegenüber ihrem Gastgeber und wachsender Zuneigung zu ihm. Und gleichzeitig beginnt sie zu erkennen, dass ihre Magie nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss...

Ich bin wirklich sehr begeistert von dem Buch. Es spielt in einer von slawischen Mythen inspirierten Welt, die sehr gut konstruiert ist. Der Erzählstil ist sehr poetisch und sprachlich wirklich schön. Wer auf viel Action in Fantasy steht, wird hier vermutlich enttäuscht werden, weil die Handlung teilweise auch sehr ruhig ist und die Autorin sich Zeit nimmt, ihre Figuren und die Geschichte zu entwickeln. Mir hat genau das gefallen, aber das kann ja unterschiedlich gesehen werden. Schade fand ich das traurige Ende, auch wenn es in sich stimmig war, hätte ich auch mit einem etwas klischeehafteren Happy-End leben können.

5
Horch und Guck: