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Trudi Canavan "Priester" (Das Zeitalter der Fünf 1)

Seit dem Krieg der Götter gibt es nur noch den Zirkel der fünf "realen" Götter. Diese suchen sich Stellvertreter unter den Menschen aus, die ihre Interessen vertreten und für die Götter sprechen sollen. Die Auserwählten werden auch "die Weißen" genannt. Als letzte Weiße wird die junge Auraja erwählt, von der sich bald herausstellt, dass sie gänzlich anders ist als die anderen Erwählten. Auraja verfügt nicht nur über bemerkenswerte magische Fähigkeiten, aufgrund ihrer Kindheit hat sie auch eine sehr positive Einstellung gegenüber dem heidnischen Kult der Traumweber, da einer von ihnen ihre Mutter behandelt und sie selbst in der Heilkunst unterwiesen hat. Auraja versucht zwischen beiden Glaubensrichtungen zu vermitteln, da sie davon überzeugt ist, dass insbesondere das Heilwissen der Traumweber vielen Menschen helfen kann. Sie geht sogar soweit ihren alten Lehrer Leiard zu einem Ratgeber der Weißen für die Angelegenheiten der Traumweber zu ernennen. Doch Aurajas Bemühungen um Annäherungen müssen bald anderen Pflichten weichen: Da sie als einzige fligen kann, wird sie zu den Siyee, einer Rasse kleinwüchsiger, aber geflügelter Wesen geschickt, um mit diesen ein Bündnis zu schließen. Dass sie die friedlichen Siyee damit in einen Krieg hineinzieht, hätte sie wohl nie gedacht, aber plötzlich tauchen aus dem südlichen Nachbarland mächtige Magier als Vorhut einer Armee auf. Die Fremden können es an magischen Fähigkeiten problemlos mit den Weißen aufnehmen und behaupten zusätzlich noch etwas Ungeheures: Sie glauben ebenfalls an fünf Götter, die ebenso real sein sollen wie die fünf Gottheiten der Zirkler...

Das Buch ist gut geschrieben und liest sich recht schnell - so richtig warmgeworden bin ich mit der Geschichte allerdings noch nicht. Mir fehlt eine Hauptfigur, die mir sympathisch ist - Auraya hat das bei mir nicht hinbekommen, dafür bleibt sie mir einfach zu nichtssagend als Charakter. Gut fand ich, dass sich Canavan nicht in ellenlangen Beschreibungen von Schlachten verfängt, doch muss auch gesagt werden, dass im Buch im Rückblick betrachtet, recht wenig passiert und auch keine besonders komplexe Welt aufgebaut wird. Mal schauen, was die Fortsetzungen so bringen, aber wirklich begeistert bin ich nicht.

2
Horch und Guck: 
 

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