Riven ist im Norden Theatrons aufgewachsen, wo das wandernde Schauspielhaus und sein Ensemble, die Spieler*innen, mit Argwohn betrachtet werden. Alle Menschen werden zur Sicherheit markiert, um sie gegen die Suggestionen der Spieler*innen immun zu machen. Doch Riven wurde kurz vor ihrer Markierung von einer Spielerin angegriffen und verletzt, seitdem scheint eine Art Fluch auf ihr zu liegen. Als das Schauspielhaus nach langer Zeit wieder in ihrer Heimatstadt auftaucht, nutzt sie die Chance, um sich dort heimlich Zutritt zu verschaffen. Sie will herausfinden, wer sie verflucht hat und wie sie die Folgen rückgängig machen kann. Dummerweise wird sie entdeckt und muss nun als Kandidatin des Ersten Spielers, Jude, an dem Auswahlwettbewerb für die Dyonisien teilnehmen. Riven muss wohl oder übel mitspielen, wenn sie überhaupt eine Chance haben will, ihr Ziel zu erreichen. Je länger sie jedoch im Schauspielhaus bleibt, desto mehr muss sie alles hinterfragen, was sie bisher zu wissen glaubte - und desto sympathischer wird ihr Jude...
Wow, das war ein wirklich tolles Buch. Eine absolut tolle Welt, in der das Theater im Mittelpunkt steht - bzw. dessen Ablehnung. Die Geschichte selbst wird nicht in Kapiteln, sondern in Akten und Szenen erzählt - eben wie in einem Drama. Auch wörtliche Redebeiträge werden wie dort eingeführt, mit dem Namen der Figur, einem Doppelpunkt und das die wörtliche Rede. Hier haben wir also nicht nur eine spannende und gut geschriebene Geschichte mit tollen Charakteren, sondern auch eine außergewöhnliche und toll konstruierte Welt. Ich kann das Buch daher nur uneingeschränkt empfehlen.