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Michelle Thate "Mirror, Mirror - tell me lies"

Vor Jahren wollte die Hexe Asmodea mehr Macht als ihr zustand und wurde in letzter Minute von ihren Halbschwestern daran gehindert, diese zu ergreifen. Sie sprach jedoch einen Fluch aus, der den Menschen die Magie nahm und Eis und Schnee schuf, die sich immer weiter über einst fruchtbares Land ausbreiten. Neera ist die Prinzessin des Reiches Phersia und wird von ihrer Mutter nicht sehr geschätzt, um es mal vorsichtig auszudrücken. So kommt es auch für sie nicht überraschend, dass sie als Mittel zum Zweck genutzt werden soll, um ein Bündnis mit dem Dämonenreich Gehenna einzugehen. Doch wider aller Vernunft fühlt sie sich unwiderstehlich zu Prinz Cirian hingezogen - und dieser zu ihr. Während die beiden noch versuchen, ihre Gefühle zueinander zu sortieren, wird eine gefährliche Bedrohung immer präsenter: Asmodea ist nicht gestorben, wie viele dachten, sondern lebt in den Spiegeln weiter und will nun endlich die Macht, die ihr damals vorenthalten wurde...

Das Buch wurde als Schneewittchen-Retelling bezeichnet und ich sehe auch durchaus in einigen Punkten hier die Parallelen. Den Teil fand ich auch gut, weil ich diese Art von Büchern grundsätzlich mag. Die Welt hat mir auch gut gefallen, die ganze Hintergrundstory und die Wesen, die es gibt, sind interessant und da es ein Standalone ist, kommt man als Leser*in auch gut in das Geschehen rein. Was mich aber wirklich genervt hat, war die Liebesgeschichte zwischen Neera und Cirian. Selbst wenn das Enemies-to-Lovers sein sollte, ist es für mich leider nicht überzeugend gewesen. Die Beiden haben sich dauernd unerklärlich verhalten und das hat jegliche Dynamik zwischen den Hauptfiguren verhindert. 

3
Horch und Guck: