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Jonathan Stroud "Der wispernde Schädel (Lockwood & Co. Band 2)"

Nachdem ihr letzter Einsatz endlich der benötigte große Erfolg gewesen ist, sieht die Auftragslage für Lockwood und Co. nicht gerade schlecht aus. Ärgerlich ist es da nur, dass hin und wieder auch mal ein Fall ein bisschen aus dem Ruder läuft - und dann ausgerechnet die Agenten von Fittes da sein müssen, um die letzten Schritte zu übernehmen und die Belohnung zu kassieren. Dafür erscheint der neue Auftrag um so vielversprechender: Der Unternehmer Mr. Saunders möchte die drei Agenten bei der Bergung eines Grabes dabei haben, welches offensichtlich die Quelle eines mächtigen Geistes darstellt. Mit dem Grab stimmt auch wirklich so einiges nicht: Der Leichnam ist in einem Eisensarg bestattet worden - ein untrügliches Zeichen, dass hier jemand einen sehr gefährlichen Geist loswerden wollte. Und dann ist da noch dieser merkwürdige Spiegel, der George völlig in seinen Bann schlägt und kurz nach seiner Entdeckung gestohlen wird. Inspector Barnes von Scotland Yard beauftragt Lockwood und Co. gemeinsam mit einem Agententeam der Agentur Fittes das Artefakt wiederzubeschaffen. Die drei Agenten sehen sich in ihren Ermittlungen bald nicht nur mit gefährlichen Geistern, sondern mit ebenso bedrohlichen Händlern auf dem Schwarzmarkt für magische Artefakte konfrontiert und müssen mehr als einmal um ihr Leben führten. Und dann ist da noch der seltsame Schädel in Georges Geisterglas, der nun wiederholt mit Lucy spricht. Und offenbar mehr über den Spiegel weiß, als er zunächst zugeben will...

Ich bin von dieser Fortsetzung genauso begeistert wie vom ersten Band. Erneut versteht es der Autor eine spannende Geschichte zu erzählen, die einen so fesselt, dass man das Buch wieder ein Mal nur ungern aus der Hand legen möchte. Dabei versteht er es Spannung, Grusel und Witz immer in einem ausgeglichenen Verhältnis zu präsentieren. Mit der Fortsetzung deutet sich auch an, dass es eine große Hintergrundgeschichte zu geben scheint, die sich langsam entwickelt. Und die LeserInnen erfahren ein wenig mehr über die Hintergründe von Lockwood, der bisher ja immer sehr wenig über sein Vorleben preis gegeben hat. Dieses Mal lüftet er zumindest ein großes Geheimnis. Das Einzige, was mich gerade ärgert, ist, dass ich nicht weiß, wie lange es dauert, bis Band drei erscheinen wird.

5
Horch und Guck: 
 

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