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Jonas Winner "Murder Park"

Paul Greenblatt ist Journalist und spezialisiert auf die Berichterstattung über Kriminalfälle. Seit seiner Jugend hat er zudem ein besonderes Interesse an Serienmördern, daher verwundert es ihn auch nicht, dass er einer von 12 Gästen ist, die zur Eröffnung eines neuen Freizeitparks eingeladen werden. Auf Zodiac Island hatte mit Jeffrey Bohner einst ein psychopatischer Killer gewirkt, der Freizeitpark auf der Insel wurde geschlossen und soll nun als "Murder Park" wiedereröffnet werden. Paul ist skeptisch, was das Konzept dieses Parks angeht - ein Freizeitpark, der ganz Serienkillern gewidmet ist, erscheint ihm keine überzeugende Idee. Als er auch noch erfährt, dass der Park zusätzlich als Datingevent für Singles gedacht ist, wird ihm die ganze Sache noch suspekter. Doch die Insel verlassen kann er nun nicht mehr - das nächste Boot wird erst nach dem Wochenende kommen. Und plötzlich wird aus dem Besuch eines abstrusen Freizeitparks ein Kampf um Leben und Tod - denn ein Mörder geht um und tötet einen Gast nach dem anderen. Ist Jeffrey Bohner wirklich zurückgekehrt, wie Paul glaubt, oder treibt jemand ein perfides Spiel mit Paul und den anderen?

Der Klappentext versprach einen interessanten Thriller (Serienkiller, einsame Insel, ein unbekannter Mörder). Das Buch ist auch gar nicht schlecht geschrieben und verstand es zu Beginn durchaus mich zu fesseln. Durch geschickt eingestreute Hintergrundinformationen werden die Leser_innen immer wieder in verschiedene Richtungen gelengt. Immer, wenn man denkt, jetzt wisse man, wer hinter dem ganzen steckt, entpuppt sich dies doch im nächsten Kapitel als Irrtum. Die Geschichte liest sich recht angenehm und schnell, das sprachliche Niveau entspricht dem Gebrauch im Alltag, komplizierte Sätze oder Handlungsstränge finden sich nicht. Was mich jedoch völlig enttäuscht hat, war die Auflösung der Geschichte. Ich möchte hier nicht spoilern, daher nur soviel: Sie war für mich völlig unvorhersehbar, aber hat mich überhaupt nicht überzeugt, sondern im Gegenteil das gesamte Buch bis zu dieser Stelle ins Lächerliche gezogen. Schade, aber das nennt man wohl, Ziel völlig verfehlt.

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Horch und Guck: 
 

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