Bild-Leserreporter: Nur gucken nicht helfen!

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Dass das mit den BLÖD-Leser-und-Video-Reportern in einen Voyerismus mündet, bei dem ein harter trade-off zwischen "komm ich jetzt in BILD" und der einfachen Hilfeleistung seinen Mitbürgern gegenüber (meist aber medial unbeachtet) besteht, war ja schon seit Beginn der Aktion zu befürchten. Dabei muss es nicht unbedingt gleich um die Zivilcourage gehen, bei der kürzlich ein Mann zu Tode geprügelt wurde, auch ganz profane Dinge können dies sein. Ein aktuelles Beispiel zeigt gerade bild.de: Da klemmt einer Passantin ihre Handtasche über drei Stationen lang in der S-Bahn Tür fest. Nun könnte man der guten Frau natürlich helfen, würde bei so einer "Lappalie" allerdings nicht in der Bild erscheinen (und Honorar gäbe es erst Recht nicht). Also wird mit der Kamera "für Bild.de" draufgehalten. Die rechtliche Einschätzung dieser "Bild-Video-Reporter-Aktion" liefert die BLÖD passenderweise gleich mit:

Gleich neben der Tür ist eine Sprechtaste, um mit dem Fahrer zu sprechen. Mitreisende können auch in solchen Fällen die Notbremse ziehen. Wenn das nicht geschieht, ist das unterlassene Hilfeleistung. Es könnte eine Straftat sein! (Pressesprecher der Bahn Egbert Meyer-Lovis)

Und die BLÖD macht sich so auch noch zum Mittäter, da sie den Schund zeigt und die Plattform dafür liefert.

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