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Ben Aaronovitch "Die Flüsse von London"

Peter Grant hält sich eigentlich für einen ganz normalen Durchschnittspolizisten, der gerade seine Ausbildung bei der Londoner Met beendet hat. Das ändert sich jedoch, als er den Tatort eines Mordes in der Londoner Innenstadt bewacht und dabei seinen ersten Geist sieht. Gewissenhaft befragt er diesen natürlich als Zeugen - dummerweise hat jener seit Jahrzehnten tote Nicholas Wallpenny auch noch etwas Interessantes beobachtet. Peter, der natürlich niemandem davon erzählen kann, will er nicht für komplett verrückt gehalten werden, beschließt zunächst auf eigene Faust zu ermitteln, wobei er dem seltsamen Inspector Thomas Nightingale begegnet, der offenbar ebenfalls über die übernatürlichen Hintergründe des aktuellen Falles informiert ist.

Am nächsten Tag findet sich Peter plötzlich dessen Einheit zugeteilt und muss erfahren, dass es so einige Dinge in London gibt, von denen er bisher noch nichts wusste. Nightingale ist nämlich der letzte Magier Englands und Peter ehe er sich versehen kann sein Lehrling. Gemeinsam machen sie sich an die Aufklärung des Mordes, der sich bald zu einer ganzen Serie von ähnlichen Vorfällen entwickelt. Es scheint ein Geist in London umzugehen, der Menschen kontrollieren kann und sie dazu bringt, an einer sehr realen Aufführung des traditionellen Kasperletheaterstücks Punch und Judy mitzuwirken. Darüber hinaus gilt es noch ein Vampirnest in Purley auszuräuchern und den Streit zwischen dem Themsegott und der Themsegöttin zu schlichten. Eigentlich mehr als genug zu tun für zwei Polizisten, doch dann wird Nightingale im Einsatz angeschossen und Peter ist plötzlich völlig auf sich allein gestellt...

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich hier um ein wirklich gutes und unterhaltsames Werk handelt, das mir sehr gut gefallen hat. Die Idee ist wirklich gut und mir so bisher auch noch nicht untergekommen, was ebenfalls das Lesevergnügen steigert (im Gegensatz dazu, wenn man dauernd denken muss "Hab ich irgendwo schon mal (besser) gelesen".) Die Hauptfigur ist witzig und symphatisch und auch der Fall wird gut erzählt. Lediglich an einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass die Erzählung ein wenig langatmig wurde, daher auch der eine Tiger Abzug. Das aber bitte nicht missverstehen, das Buch ist echt toll und es macht Spaß es zu lesen. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es mit Peter weitergeht und freue mich auf Band 2 (jawohl Maik, schon wieder ein neues Buch), der in deutschen Übersetzung zwar noch nicht erschienen, aber immerhin schon angekündigt ist.

4
Horch und Guck: 

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