Nur jeder vierte Autokauf wurde nach Berechnungen des IWH (vom Mai 2009) durch die Abwrackprämie ausgelöst, der große Rest waren Mitnahmeeffekte. Daneben bedeutete die Abwrackprämie für die Leasing- und Gebrauchtwagenbranche ein Desaster.
"Ökonomen stellt der lasche Umgang der Nutzer mit ihren Daten vor ein Rätsel: Obwohl die Debatte über den Datenschutz voll entbrannt ist, lassen sich Kunden mit Popcorn und Peanuts abspeisen. Bereitwillig geben sie Privates preis, ohne sich dafür angemessen entschädigen zu lassen. In einer Reihe von Studien gehen Wirtschaftswissenschaftler der Frage nach, wie ernst wir den Schutz unserer Daten wirklich nehmen. Die Ergebnisse demonstrieren, welch enorme Lücken zwischen der angeblichen Vorsicht und dem tatsächlichen Umgang mit Daten klaffen."
Ökonomie muss nicht trocken sein. Wenn doch, dann greifen Sie mal auf einen der hier gesammelten Witze über VWLer und die VWL zurück. (Leider seit längerem nicht mehr aktualisiert.)
Das Wuppertal Institut möchte in seiner Kurzstudie für das NRW-Umweltministerium zu einer Versachlichung der Debatte um mögliche Mehrkosten bei einem beschleunigten Atomausstieg beitragen:
Im Ergebnis zeigt sich, dass eine (vorübergehende) Strompreiserhöhung für private Haushalte in Höhe von rund 0,5 bis 1 Cent pro kWh [etwa 2 bis 4 % des derzeitigen durchschnittlichen Haushaltsstrompreises] als voraussichtliche Obergrenze des Preiseffekts eines beschleunigten Atomausstiegs angesehen werden kann [...]. Längerfristig, d. h. über 2020 hinaus ist es möglich, dass ein beschleunigter Kernenergieausstieg gegenüber einem schnelleren Ausstieg sogar zu niedrigeren Strompreisen führt.
Jeder Ökonomiestudent lernt es bereits im ersten Semester: Mindestlöhne kosten Jobs. Dies gilt jedoch nur in einem perfekten Markt. Zumindest im Niedriglohnsektor besitzen die Arbeitgeber jedoch häufig Marktmacht und hier zeigt eine aktuelle US-Studie, dass Mindestlöhne sowohl die Einkommen der betroffenen Beschäftigten erhöhten, als auch keine negativen Beschäftigungseffekte zeigten. [Update: Neue Studie: Bei den Briten funktioniert der Mindestlohn]
Mit Gehaltsboni soll die Leistungsbereitschaft erhöht werden. Aber über die Höhe des Gehalts spricht man nicht. Aus gutem Grund: Besonders transparente Bonussysteme sorgen für Unzufriedenheit, wie eine Studie (pdf) von Axel Ockenfels, Dirk Sliwka und Peter Werner von der Uni Köln zeigt. "Vor allem: Wer weniger als 100 Prozent Bonus bekam, der wurde deutlich unzufriedener, während die Zufriedenheit bei denen, die mehr als 100 Prozent bekamen, nicht in gleichem Maße stieg." Zudem neigt ein transparentes System zu einem 100 Prozent-Bonus für alle, d.h. der Sinn der Boni, unterschiedliche Leistungen zu honorieren, wird dadurch konterkariert.
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