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Buchstabensalat

Sophie Clark "Cruel is the light"

Die Welt ist gefangen in einem Kampf zwischen Dämonen und der römischen Kirche. Seitdem vor Jahren tatsächlich Gott erschienen ist und beinahe getötet wurde, ist der Vatikan auch die größte politische Macht. Exorzist*innen bekämpfen in seinem Auftrag Dämonen und andere übernatürliche Wesen. Selene Alleva ist eine von ihnen, wenn nicht sogar die Beste. Doch sie steht im Schatten ihres Vaters, der sich vom ranghohen Mitglied des Vatikans zum Ketzer wandelte und dafür hingerichtet wurde. Leon Lacroix ist ein Waisenjunge, der wie alle Waisen nach der Volljährigkeit zum Kriegsdienst eingezogen wurde und seitdem an der Front in Tschechien gegen Dämonen kämpft. Als er nach einem verheerenden Angriff desertiert und mehr über seine Herkunft erfahren will, kreuzen sich seine Wege und die von Selene. Nachdem die beiden sich zu Beginn eher misstrauisch gegenüberstehen, erkennen sie bald, dass sie zusammenarbeiten müssen, um ihre Ziele zu erreichen. Dass sie dabei auf das zentrale Geheimnis des Vatikans stoßen werden und es mit einem Dämonenlord zu tun bekommen, hätten beide aber wohl nicht geahnt...

Mir hat vor allem die Welt, in der das Buch spielt, sehr gut gefallen. Ich mag ja solche alternativen Realitäten, insbesondere wenn sie wie hier mit Religion und Dämonen angereichert werden. Die beiden Hauptfiguren sind sympathisch, welches man als Leser*in mit ihnen mitfiebert und sich neben der actionreichen Handlung auch dadurch Spannung aufbaut. Die Lovestory zwischen den beiden hätte ich nicht unbedingt gebraucht, sie schadet dem Buch aber auch nicht. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird.

4
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Julia Kuhn "Ravenhall Academy - Verborgene Magie"

Eigentlich hätte Lilly Campbell die Zeit bis zum Beginn ihres Studiums lieber in Italien verbracht, doch stattdessen hilft sie ihrer Großmutter in derem Buchladen. Bald wird sie Zeugin einiger merkwürdiger Vorkommnisse, doch das größte Geheimnis enthüllt schließlich ihre Grandma: Lilly entstammt einer Familie von Hexen und hat diese Fähigkeit geerbt. Statt zum Literaturstudium nach London geht es für sie auf die Ravenhall Academy und damit in eine ihr bisher völlig unbekannte Welt. Schnell findet sie hier zwar Freund*innen, doch etwas geht vor in der magischen Welt. Zunächst werden nur Anschläge auf tierische Gefährt*innen verübt, dann sogar auf die Fee Elanor, Lillys Zimmergenossin. Ist ein uraltes Böses auf dem Weg zurück in die Welt der Hexen?

Das Buch ist sicher recht nett, für mich aber zu clean und zu niedlich. Vermutlich bin ich nicht die Zielgruppe, ich könnte mir vorstellen, dass es jüngeren Leser*innen besser gefällt. Wobei ich auch die Idee der Geschichte jetzt nicht so wirklich innovativ finde, vieles erinnerte mich sehr an Hogwarts und die Harry-Potter-Reihe. Sprachlich ist es so geschrieben, dass es sich sehr angenehm und entspannt liest, Spannung ist bei mir dafür aber leider auch nicht wirklich aufgekommen.

2
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Annika Strauss mit Sebastian Fitzek "REM"

Dass sie nicht einschlafen darf, ist das letzte, woran sich Alyssee von ihrem Vater erinnert. Damals war sie vier Jahre alt und ihr Vater ist kurz danach verstorben, angeblich genauso ermordet wie auch ihre Mutter. Als Kind plagten sie Alpträume, die sich zu Schlafstörungen manifestierten, die auch im Erwachsenenalter anhielten. Doch Alyssee ist sich sicher: Irgendetwas ist dran an der Warnung, dass etwas Bedrohliches in ihrem Schlaf auf sie lauert. Als sie plötzlich von einem angeblichen Erbe ihres Vaters erfährt, macht sie auf zu dem ehemaligen Hotel, das ihm als Forschungsanlage gedient hat. Hier muss die junge Frau erfahren, dass die Geheimnisse ihrer Familie noch viel gefährlicher sind als sie erwartet hat...

Puh, nee, aber sorry, das war leider nichts. Ich hatte einen Horror-Roman erwartet, wirklich unheimlich fand ich aber leider so gut wie nichts. Also kein Gruselfeeling, egal an welcher Stelle. Die Auflösung war selbst mir zu abgedreht und hat mich überhaupt nicht überzeugt. Das einzig Positive ist, dass sich das Buch recht schnell liest, auch weil es eher dünn ist. Irgendwie schade - ich habe andere Bücher beider Autor*innen gelesen, die mir gut gefallen haben, aber hier haben sie das nicht hinbekommen.

1
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Asuka Lionera "Nordic Clans I"

Yrsa ist eine der wenigen weiblichen Clanführerinnen und ihre Leute vom Küstenclan gelten als eher unbedeutend und schwach. Dennoch reist sie zum Wettbewerb aller Clans, wo der neue Than der Thane ermittelt werden soll. Mehr noch als auf diesen Titel hofft sie allerdings darauf, dort den Anführer des Schwingenclans zu treffen, um ihren Vater zu rächen. Doch die Begegnung mit Kier ist anders als erwartet und bald beginnt sie ihr Vorhaben zu hinterfragen. Doch sie hat einst den Göttern geschworen ihren Vater zu rächen und nun nimmt ein blutgieriger Schwurschemen Besitz von ihr, sobald sie Kier nur ansieht. Doch das Schicksal scheint anderes mit ihnen vorzuhaben, denn mehr als einmal verlangen die Aufgaben im Wettbewerb von den beiden zusammenzuarbeiten...

Das Buch ist ein Fantasyroman, dessen Welt von den Wikingern inspiriert zu sein scheint. Das und die Sache mit dem Wettbewerb hatte ich ganz spannend gefunden, aber ich muss leider sagen, dass mit der Hauptfigur, Yrsa, irgendwie überhaupt nicht warmgeworden bin. Sie ging mir ziemlich auf die Nerven mit ihrem Verhalten und - Besessenheit hin und her - fand dieses auch alles andere als nachvollziehbar. Aus meiner Sicht daher leider keine Leseempfehlung.

2
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Robert Jackson Bennett "A drop of corruption"

Ein neuer Fall für Dinios Kol und seine Chefin Ana Dolabra: In der Hafenstadt Yarrowdale wird ein Mitarbeiter des imperialien Schatzamtes vermisst. Doch sein Zimmer war im höchsten Stock eines Turms, alle Türen und Fenster verschlossen und keine Spuren eines Eindringlings. Wie konnte der Mann verschwinden? Tage später werden Teile seiner Leiche in den Kanälen außerhalb der Stadt gefunden - die Reste wurden offenbar von Schildkröten gefressen. Für Ana und Din beginnen heikle Ermittlungen, denn Yarrowdale gehört noch nicht zum Imperium. Durch seine Nähe zum Schleier, wo die toten Leviathane verändert werden, ist es jedoch von enormer Wichtigkeit für das Reich und so wurde vor 100 Jahren ein Pakt geschlossen, der einen Beitritt in der Zukunft zusicherte. Dieser steht nun unmittelbar bevor und Delegationen verhandeln die Einzelheiten. Ana und Din müssen daher nicht nur kriminalistisch brilliant sondern auch politisch extrem vorsichtig vorgehen. Und zu allem Überfluss erweist sich ihr Gegner noch als unglaublich klug und scheint jede ihrer Handlungen vorherzusehen...

Der zweite Band dieser fantastischen Krimi-Reihe ist genauso genial wie der erste. Wieder wird ein komplexer Fall beschrieben, den die Ermittler*innen lösen müssen, wieder spielt Politik eine wichtige Rolle und erneut erfährt man als Leser*in so einiges für diese Welt, die ich immer besser durchdacht finde. Ich habe das Buch nahezu an einem Tag durchgelesen, so fasziniert war ich von der Geschichte und den Charakteren. Ich hoffe sehr auf weitere Bände, diese Bücher machen einfach zu viel Spaß.

5
Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
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Marissa Meyer "The House Saphir"

Mallory Fontaine bringt sich und ihre Schwester mit kleinen Gaunereien durchs Leben. Doch als sie eine Gruppe von Touristen durch das berüchtigte Haus Saphir führt, das einst jenem Grafen gehörte, der drei seiner Ehefrauen ermordete und bei der vierten nur knapp scheiterte, entpuppen sich zwei ihrer Kund*innen als Polizist*innen, die sie am liebsten sofort festnehmen wollen. Nur der dritte Kunde kann sie retten - denn bei ihm handelt es sich um den Nachfahren des berüchtigten Grafens. Und er braucht Mallorys Hexenfähigkeiten, um seinen blutrünstigen Ahnen zu bannen, der als Geist den Familiensitz unsicher macht und das gesamte Personal sowie fast alle Geschäftspartner vergrault hat. Mallory und ihre Schwester nehmen den Auftrag an - wobei sie verschweigen, dass keine von ihnen die Hexenkräfte ihrer Mutter geerbt hat. Vor Ort zeigt sich bald, dass sie mit der Aufgabe völlig überfordert sind, aber Mallory wäre nicht Mallory, wenn sie einfach aufgeben würde...

Das Buch ist ein Retelling des Blaubart-Märchens und hat mir mit seinen Ideen, dem Setting und auch den Charakteren sehr gut gefallen. Es gibt einige überraschende Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen, was die Spannung zusätzlich zum leichten Gruselfaktor mit den Geistern noch gesteigert hat. Einzig den deutschen Untertitel mit den sieben Schlüsseln kann ich nicht verstehen - meiner Meinung nach kamen diese im Buch nicht vor.

5
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Stephanie Garber "Alchemy of secrets"

Holland St. James studiert an der Universität in Los Angeles und ist Teil jenes Kreises an Auserwählten, die den Kurs "Folklore 517. Moderne Legenden" besuchen dürfen. Die mysteriöse Professorin führt ihre Student*innen dabei in urbane Mythen der Stadt ein - den Uhrmacher, der einem mitteilt, wann man stirbt oder den Teufel, der in den Bars der Stadt verkehrt und den man einen Sidecar ausgeben muss, um einen Deal mit ihm zu machen. Holland ist von dem Thema so begeistert, dass sie sogar ihre Abschlussarbeit dazu verfasst.

5
Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
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Alex Finlay "Good night pretty girl"

Silvester 1999: In einer Videothek werden ein Mann und drei junge Frauen getötet, nur Ella überlebt schwer verletzt. Der Killer flüsterte ihr noch einen Abschiedsgruß zu: "Gute Nacht, Du hübsches Ding". Fünfzehn Jahre später werden wieder drei junge Frauen getötet, dieses Mal in einer Eisdiele. Und wieder überlebt eine vierte, wieder flüstert der Täter ihr die gleichen Worte zu. Handelt es sich um einen Nachahmungstäter oder ist der Mörder von einst wieder zurück? Damals gab es zwar einen Verdächtigen, der jedoch seitdem auf der Flucht ist. Die hochschwangere FBI-Agentin Sarah Keller soll herausfinden, ob es der Täter von einst zurückgekommen ist. Gleichzeitig werden die einzige Überlebende der ersten Tat, Ella, und der jüngere Bruder des vermeintlichen Täters, Chris, ebenfalls in die Ermittlungen hingezogen. Es zeigt sich bald, dass vieles ganz anders ist, als die Polizei damals vermutet hat...

Ich hatte mich auf einen spannenden Thriller mit einem Serientäter gefreut - und bin leider enttäuscht worden. Irgendwie hat mich das Buch nicht gepackt. Die Story war zwar grundsätzlich gut, aber für mich ist zu wenig Spannung aufgekommen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die einzelnen Charaktere der drei Hauptfiguren mehr im Zentrum standen als die Krimielemente. Das ist nicht grundsätzlich schlecht, aber bei einem Thriller erwarte ich einfach etwas anderes. Außerdem habe ich bis zum Ende nicht verstanden, warum beide überlebende Opfer, die den Täter persönlich kannten, wie sich herausstellte, die Stimme nicht wiedererkannt haben.

2
Durchschnitt: 2 (1 Bewertung)
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Matt Dinniman "Dungeon Crawler Carl"

Eigentlich wollte Carl nur schnell nach draußen, um die Katze seiner Freundin (okay, Ex-Freundin) wieder in die Wohnung zu holen. Dies rettete ihm und Prinzessin Donut jedoch das Leben, denn genau in dem Moment zerstörte eine außerirdische Macht sämtliche Gebäude auf der Erde - und alle Lebewesen, die sich in diesen befanden. Den Überlebenden wird die Chance angeboten an einer intergalaktischen Spielshow teilzunehmen. Als sogenannte Crawler müssen sie sich durch Dungeons voller Fallen und feindseliger Lebensformen kämpfen, um das jeweils nächste Level zu erreichen. Carl und Prinzessin Donut nehmen in ihrer Verzweiflung diesen letzten rettenden Strohhalm an - ohne auch nur ahnen zu können, auf welchen Irrsinn sie sich damit einlassen...

Ich hatte von dem Buch schon viel Gutes gehört und muss sagen, ich kann es absolut nur bestätigen. Das ist einfach nur herrlich abgedreht, macht unglaublichen Spaß beim Lesen und ist ein Must-Read für alle Computerspiel- und Rollenspielfans. Denn von beidem finden sich unzählige Elemente in den Ideen des Buches. Ob auch jemand Spaß daran haben könnte, der die Anspielungen und Parallelen nicht kennt, kann ich nicht sagen - ich habe aber meine Zweifel. Wer aber nur einmal mit einem virtuellen Rucksack voller Heiltränke, Waffen und kuriosem anderen Zeug unterwegs war, wird dieses Buch lieben.

5
Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
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Philippa Ballantine "Die Runen der Macht - Das zerbrochene Band"

Ihr Kampf gegen die Geistherrin Hatipai hat Sorcha Faris fast alles gekostet - ausgebrant liegt sie seitdem auf der Krankenstation, unfähig sich zu regen oder irgendwie mit ihrer Umwelt Kontakt aufzunehmen. Dass sie jedoch in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus der Mutterabtei an einen anderen Ort gebracht werden soll, erscheint da mehr als fragwürdig. Auch ihre Gefährten kämpfen mit Problemen: Raed ist weiterhin auf der Spur seiner Schwester, die sich gegen ihn gewandt hat und dabei ist einen Bürgerkrieg zu entfesseln. Doch ihre neusten Verbündeten scheinen ihre eigenen Pläne zu haben. Merrick Chambers hat sich derweil mit der Schwester des Kaisers, Zofiya, angefreundet. Als diese ihn bittet, einen rätselhaften Adeligen unter die Lupe zu nehmen, kommt er dem gerne nach. Nichtsahnend, dass er damit Ereignisse in Gang setzt, die den Orden an den Rand der Zerstörung bringen...

Die Handlung nimmt in diesem dritten Band immer mehr Fahrt auf und wir erfahren einiges über Sorchas Vergangenheit. Mir gefällt sie als Figur weiterhin sehr gut, starke Frauen sind in der High-Fantasy leider nicht häufig. Die Reihe ist wirklich gut erzählt und die Welt klug konstruiert - ich bin gespannt auf den abschließenden vierten Teil.

4
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